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Bergakademie

TU Freiberg Pressemitteilungen


Neuorganisiertes Uni-Netzwerk „Junior Forscher in Mittelsachsen“ eröffnet Büro in FreibergVon Räumen im Kunsthandwerkerhof in der Freiberger Innenstadt aus organisieren Koordinatorin Kathrin Häußler und Trainerin Dr. Christiane Biermann ab sofort pädagogische Fortbildungen für Erzieher und Erzieherinnen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT).Die neuen Räumlichkeiten in der ehemaligen Zinnwerkstatt im Freiberger Kunsthandwerkerhof an der Burgstraße wurden heute im Beisein von Schirmherrin Veronika Bellmann (MdB) offiziell übergeben. „Je früher Mädchen und Jungen an wissenschaftliche Fragestellungen und naturwissenschaftlich-technische Inhalte herangeführt werden, desto besser bereiten wir sie auf die komplexen Herausforderungen der Zukunft vor“, begründet TU-Rektor, Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht das Engagement. Die Universität bündelt und verstetigt damit ihre Angebote für Kinder und Jugendliche im Landkreis Mittelsachsen.Der Rektor bedankte sich ausdrücklich bei Frau Bellmann für ihre bisherige Unterstützung dieses Vorhabens. Sie engagiert sich von Beginn an für den Ansatz der Einbeziehung von Erziehern und Erzieherinnen in die akademische Vorbildung. „Aus meiner früheren beruflichen Tätigkeit als Erzieherin weiß ich, wie wissbegierig unsere Kinder und Jugendlichen sind und wie wichtig und notwendig es ist, sie so früh wie möglich an die Wissenschaft heranzuführen“, so Frau Bellmann. Neben der frühkindlichen Bildung fördert sie auch die akademische Ausbildung junger Menschen an der TU Bergakademie Freiberg und erörterte mit der Universitätsleitung am Vormittag entsprechende Möglichkeiten der weiteren Unterstützung.Neuorganisation für gute frühkindliche MINT-Bildung in MittelsachsenSeit 2008 ist die TU Bergakademie Freiberg Partnerin des lokalen Netzwerks „Kleine Forscher“ ? bisher in Kooperation mit der bundesweit agierenden Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Mit der Neuorganisation als „Junior Forscher in Mittelsachsen“ und den neuen zentralen Räumen in Freiberg geht die Universität ab sofort eigene Wege. Personal- und Materialkosten sowie Mietkosten für die Bereitstellung der Angebote übernehmen die TU Bergakademie Freiberg und ihre Stiftung, wie bisher auch, aus eigenen Mitteln.Jährlich bis zu 15 Weiterbildungen, Workshops und Inhouse-Schulungen werden die beiden Trainerinnen für pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten in den neuen Räumlichkeiten anbieten. „Es ist begeisternd, wie groß das Interesse an unserer Arbeit ist. Aus mehr als 90 Kitas kommen die Erzieherinnen und Erzieher dazu nun direkt in die Freiberger Innenstadt und lernen neue Möglichkeiten kennen, wie sie die Neugier der Kinder unterstützen und sie für naturwissenschaftliche Herangehensweisen begeistern und sensibilisieren können“, sagt Kathrin Häußler. Dafür gibt es beispielsweise spezielle Experimentier- und Forscherkarten oder anderweitiges Material, das schon vorhanden ist oder mit geringen Mitteln erworben werden kann.Neues Büro auch Anlaufstelle für MINT-ec-Schulnetzwerk in FreibergAngebote für Schüler und Schüleriinnen von MINT-ec-Schulen koordiniert das zweiköpfige Team zudem im Rahmen der seit 2016 bestehenden Mitgliedschaft der TU Bergakademie Freiberg im deutschlandweiten MINT-ec Excellence-Schulnetzwerk. Ziel des MINT-ec-Netzwerkes ist es, Leuchtturm-Schulen mit Sekundarstufe II und hervorragendem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Schulprofil bei ihrer Entwicklung zu MINT-Talentschmieden mit hochkarätigen Angeboten für Schüler und Schülerinnen, Lehrkräfte und Schulleitungen zu fördern. Kathrin Häußler und Dr. Christiane Biermann unterstützen hier als Regionalbüro im Kunsthandwerkerhof die Umsetzung der sogenannten MINT-ec-Camps an der TU Bergakademie Freiberg. Zu diesen lädt die Universität drei Mal im Jahr ein. Rund 300 Schüler und Schülerinnen haben diese Angebote bisher genutzt. Erst Ende August/Anfang September fand ein Camp zum 3D-Druck am Institut für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung statt (siehe Meldung vom 2. September).Kindern Spaß an MINT-Wissenschaften vermittelnDr. Christiane Biermann und Kathrin Häußler organisieren außerdem jährlich zwei Junior-Unis für junge Forschende ab 4 Jahren aus Freiberg und Umgebung. Dabei werden in kindgerechten Vorlesungen und Experimentiershows naturwissenschaftliche Fragestellungen behandelt. „Ziel ist hier nicht nur den Kindern Spaß an der Wissenschaft zu vermitteln, sondern auch den Eltern Anregungen zu bieten, wie sie die Neugier der Kinder begleiten und fördern können“, so Kathrin Häußler. Die nächste Junior-Uni findet in der Vorweihnachtszeit statt. Der genaue Termin wird noch auf der Website bekannt gegeben. Auf der Seite „Uni für Kinder“ finden Interessierte weitere spannende und kindgerecht aufbereitete Themen, Wissenschafts-Videos sowie Ausflugstipps in und um Freiberg für die ganze Familie.
Universität & Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie blicken auf 10 Jahre Kooperation2011 gründeten TU Bergakademie Freiberg und HZDR in Rossendorf das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. In gemeinsamen Projekten leisten sie seither durch Forschung und Ausbildung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft.„Ressourcenfragen sind Zukunftsfragen für das Industrieland Deutschland. Gerade als Hochtechnologie-Land müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, um eine langfristige und stabile Versorgung mit mineralischen und metallhaltigen Rohstoffen sicherzustellen und den Transformationsprozess hin zu einer umweltverträglichen, nachhaltigen Rohstoffwirtschaft zu begleiten. Mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) haben wir einen exzellenten Forschungspartner an unserer Seite, mit dem wir seit mittlerweile 10 Jahren eine Vielzahl interdisziplinärer Projekte im Ressourcenbereich vorantreiben. Zum heutigen Jubiläum gratulieren wir daher ganz herzlich und hoffen auf viele weitere Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit am Wissenschaftsstandort Freiberg“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Exzellente Forschung regional, national und internationalDie sehr gute Kooperation trug zur Weiterentwicklung von TU Bergakademie Freiberg und HIF in den vergangenen Jahren bei und half, neue Forschungsprojekte zum Aufbau einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu gewinnen. Das zeigt sich in gemeinsamen strategischen Erfolgen ebenso wie durch eine Vielzahl erfolgreicher Forschungskooperationen in drittmittelfinanzierten Verbundforschungsprojekten mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern, wie beispielsweise im gemeinsam gegründeten Kompetenzzentrum „EIT RawMaterials ? Regional Center Freiberg“ oder im Innovationscluster rECOmine. Im Fokus der Kooperationen stehen dabei vor allem Untersuchungen heimischer und überregionaler Rohstoffpotenziale sowie die Entwicklung innovativer, marktfähiger Aufbereitungsstrategien, Umwelt- und Ressourcentechnologien.Auch im heute neu eröffneten Metallurgie-Technikum arbeiten beide Einrichtungen künftig an hydro-, biohydro- und pyrometallurgischen Projekten zu Gewinnung und Recycling strategischer Metalle im Pilotmaßstab. Mit der FlexiPlant ist zudem eine zweite wichtige Infrastruktur in Planung. Das Konzept für die weltweit einzigartige Rohstoff-Recyclinganlage wurde vom HIF mit der TU Bergakademie Freiberg erarbeitet. Die Universität bringt sich im Projekt vor allem mit ihrer Expertise in der selektiven und effizienten mechanischen Aufbereitung und Sortierung komplexer Rohstoffströme ein. „Damit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für unsere exzellente Forschung zum Recycling von Wertmetallen“, so der Rektor.Studierende, Doktoranden sowie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen profitieren von SynergieeffektenDie umfassenden Kooperationen zwischen TU Bergakademie Freiberg und HIF lösen wertvolle Synergien aus, die der Lehre und somit der Ausbildung der Freiberger Studierenden sowie Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen zugutekommen. So beteiligt sich das HIF unter anderem am internationalen Masterstudiengang „Georesources Engineering" (EMERALD)“ mit,  betreut aktuell fast 40 Doktorandinnen und Doktoranden, die ihre Promotion an der TU Bergakademie Freiberg verteidigen werden, und vermittelt mit vier Gastdozenten Knowhow an Studierende weiter.Sein 10-jähriges Jubiläum begeht das HIF mit einem Festakt am 9. September, 10 Uhr per Livestream.
Mit e-Fuels zur Verkehrswende: Universität & CAC zeigen Vorteile ihrer grünen KraftstofftechnologieAm 6. September hielt das e-Fuels-Forum im Rahmen seiner Deutschlandtour an der Demonstrationsanlage der TU Bergakademie Freiberg, wo die Universität gemeinsam mit Chemieanlagenbau Chemnitz (CAC) synthetisches Benzin produziert. Die Technologie bietet großes Potential für die Klima- und EnergiewendeUmweltfreundliche Kraftstoffe, die in jedem Verbrennungsmotor eingesetzt werden können und dennoch dem Klima nicht schaden? Was klingt wie eine Zukunftsvision, haben das Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der TU Bergakademie Freiberg und Chemieanlagenbau Chemnitz (CAC) bereits gemeinsam umgesetzt. Mit ihrem marktreifen Verfahren können die beiden Partner bereits jetzt synthetisches Benzin aus Methanol herstellen, das aus Kohlendioxid (CO2) und „grünem“ Wasserstoff (H2) erzeugt wird ? ganz ohne fossile Rohstoffe.Dieses ist nicht nur klimaneutral in der Herstellung, sondern lässt sich auch problemlos als Zumischung in die Automobil-Bestandsflotte (ca. 1,4 Mrd. Fahrzeuge weltweit) tanken. Die Demonstrationsanlage an der TU Bergakademie Freiberg  kann bereits heute 100 Liter pro Stunde herstellen. In einer ersten industriellen Anlage sollen es bis zu 50.000 Tonnen werden, ab 2024 dann bis zu 250.000 Tonnen pro Jahr. Ziel ist bis 2030 jährlich eine Million Tonnen synthetisches Benzin. „Diese Menge leistet bei einem jährlichen Verbrauch in Deutschland von etwa 16 Millionen Tonnen Ottokraftstoff einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele“, erklärt Jörg Engelmann, Geschäftsführer CAC.Aus 100 Prozent grünem Strom hergestelltUm große Mengen an regenerativ gewonnener Energie für die Energiewende in Deutschland zur Verfügung zu stellen, ist Import aus energiebegünstigten Ländern notwendig. Hier kommt ein weiterer Vorteil von strombasierten synthetischen Kraftstoffen, auch e-Fuels genannt, ins Spiel: Umgewandelt in e-Fuels beziehungsweise deren Rohstoffe Wasserstoff und Methanol ist „grüner“ Strom in großen Mengen transportbar und damit hierzulande nutzbar.CAC und das IEC arbeiten bereits seit 2008 auf dem Gebiet Power-to-X ? also sinngemäß etwa „aus Strom mach X“ ? eng zusammen. „Das X kann dabei vieles sein: Neben Benzin lassen sich auch Diesel, Kerosin, Methanol, Ammoniak, Gas oder Flüssiggas aus CO2 und Wasser herstellen. Alles, was man braucht, sind Strom, Katalysatoren und Reaktoren.“, erklärt Prof. Dr. Martin Gräbner, Direktor des IEC. Wissen, von dem auch die Studierenden an der TU Bergakademie Freiberg profitieren. In Studiengängen wie dem Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (Diplom) oder Engineering (Bachelor) lernen sie beispielsweise, wie man aus Plastikmüll oder Agrarreststoffen nachhaltigen Kraftstoff herstellen kann. Ihr Wissen können sie an den einzigartigen Demonstrationsanlagen der Universität dann auch gleich praktisch anwenden. Das macht die Absolvent:innen zu gefragten Experten für wirtschaftliche und klimaneutrale Umwandlungstechnologien. Viele sind später auch in der Industrie tätig und bringen ihr Wissen bei Unternehmen, wie CAC ein, um Technologieinnovationen der Zukunft voranzutreiben.Einzigartige Demonstrationsanlage dient für Herstellung von e-FuelsDie Demonstrationsanlage für synthetisches Benzin wurde 2009 als bundesweit erste ihrer Art auf Basis der Laborergebnisse zu Kohlenwasserstoffsynthesen der TU Bergakademie Freiberg errichtet. In den folgenden Jahren hat CAC mit eigenen Mitteln sowie im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte, gefördert vom Bund und dem Freistaat Sachsen, die Entwicklung weiter vorangetrieben, die Technologie patentiert und für die marktreife Großproduktion vorbereitet ? politische Weichenstellungen vorausgesetzt.Beim e-Fuels-Infotour-Halt am 6. September in Freiberg stellten die TU Bergakademie Freiberg und CAC gemeinsam mit der Lühmann Gruppe,  dem UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen und dem Bundesverband Freier Tankstellen (bft) Gästen aus Politik, Presse und Öffentlichkeit die Anlage, die Technologie dahinter und die Vorteile von synthetischem Kraftstoff sowie deren Potential mit Blick auf die Klima- und Energiewende vor und beantworteten Fragen. Auch Autoexperte Jean Pierre Kraemer, bekannt als JP Performance, war schon zu Gast am IEC und berichtet im August 2021 über die einzigartige Technologie und Anlage. Zum BeitragWeitere Informationen: Zum IECZu CAC
Erdrutsche besser vorhersagen: Was der Blick in Gefährdungskarten aus der Schwäbischen Alb lehrtGeoinformationssysteme kombiniert mit Statistiken vergangener Erdrutsche können die Wahrscheinlichkeit künftiger Abgänge lokal eingrenzen und Prognosen zuverlässiger machen. Das betonen Forschende der TU Freiberg, des KIT und der Universität Würzburg in einer aktuellen Studie zu Gefährdungskarten.Die zerstörerische Kraft von Erd- und Hangrutschen, die durch Starkregen hervorgerufen werden kann, zeigte sich deutlich bei den jüngsten Flutkatastrophen in mehreren Regionen Deutschlands und Europas. Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Bewertung der Vorhersagen weisen die Forschenden darauf hin, dass die bestehenden Methoden zur Ermittlung der Anfälligkeit ? insbesondere für Erdrutsche ? verbessert werden sollten.„Kombinieren wir vorhandene Geodaten mit den Hangrutsch-Ereignissen einer bestimmten Region, ergeben sich neue Zusammenhänge, die es ermöglichen, realistische lokale Gefährdungsbereiche für Massenabgänge nach Starkregen auszuweisen“, sagt Christoph Butscher, Professor für Ingenieurgeologie der TU Bergakademie Freiberg. Für die Erstellung von Gefährdungskarten werden Faktoren wie beispielsweise Topografie und Bodenart statistisch betrachtet. Dabei wird ermittelt, wie oft eine Hangrutschung innerhalb einer bestimmten Klasse der Faktoren, beispielsweise bei 30° Hangneigung oder bei Tonsteinen im Untergrund, auftrat. Je häufiger eine Hangrutschung in einer Faktorklasse auftrat, desto mehr Gefährdungspunkte werden dem sogenannten Indexwert zugeordnet. Dieser verdeutlicht auf räumlich hochaufgelösten Karten die Gefährdung für Rutschungen in abgestuften Kategorien (zum Beispiel gering, mäßig, stark, sehr stark gefährdet). Typischerweise wird dies durch eine "Ampelsignatur" ? grün bei geringer Gefährdung (niedrigem Indexwert), über gelb und orange bis rot bei sehr starker Gefährdung (hohem Indexwert) ? dargestellt.Zuverlässigkeit von Gefährdungskarten erhöhenFür Hangrutsche beziehen Gefährdungskarten nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand die relevanten Geodaten mit ein und haben schon heute eine hohe Genauigkeit. Statistische Methoden erlauben, die Aussagekraft der Gefährdungskarten zu überprüfen. Dennoch kann die Zuverlässigkeit der Gefährdungskarten für Hangrutsche laut dem Forschendenteam durch rückwirkende Untersuchungen noch weiter optimiert werden. Behörden und politischen Entscheidern sollten diese Erkenntnisse noch besser vermittelt und somit das Vertrauen in die Gefährdungskarten erhöht werden, sind sich die Autoren der Studie einig.Anhaltende Starkniederschläge 2013 in der Schwäbischen Alb: Zwei von vier Vorhersagen für Hangrutsche waren korrektGemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des KIT und der Universität Würzburg hat Ingenieurgeologe Prof. Christoph Butscher die Genauigkeit, mit der statistische Gefährdungskarten Hangrutschereignisse vorhersagen, rückblickend untersucht. „Konkret haben wir die Vorhersagen von mehreren Gefährdungskarten im Bereich der Schwäbischen Alb verglichen mit dem Auftreten von Hangrutschungen nach dem anhaltenden Starkregen von 2013“, erklärt Prof. Christoph Butscher. Das Ereignis gilt als einer der folgenschwersten Bergrutsche in Baden-Württemberg. Die Gefährdungskarten wurden bereits vor den Hangrutschen erstellt.Für das Gebiet um Mössingen-Öschingen wurden vier Gefährdungskarten von verschiedenen Autoren erstellt; der Starkregen hat 2013 insgesamt fünf Hangrutsche ausgelöst. „Eine solche Häufung kommt für eine statistische Untersuchung nicht allzu oft vor“, begründet Paul Fleuchaus, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT, den Anlass der Studie. „Der Blick in die Vergangenheit lohnt sich also, um die Gültigkeit und Zuverlässigkeit der Karten zu verdeutlichen und gegebenenfalls mit neuen Erkenntnissen zu verbessern.“Überträgt man die Erkenntnisse auf die Vorhersage künftiger Erdrutsche kommen die Autoren der Studie zu diesem Schluss: Nur die Hälfte der untersuchten Vorhersagen konnte die Gefährdung korrekt lokalisieren. Eine Überprüfung der Gefährdungskarten mit statistischen Methoden ist also notwendig, um die Genauigkeit der Vorhersagen zu validieren. Im Zweifelsfall sollten die Karten jedoch zusätzlich durch Feldstudien vor Ort überprüft werden, also durch die Untersuchung der konkreten geologischen Bedingungen.Originalpublikation: Fleuchaus, P., Blum, P., Wilde, M., Terhorst, B., Butscher, C. (2021): Retrospective evaluation of landslide susceptibility maps and review of validation practice. Environmental Earth Sciences 80, 485. https://doi.org/10.1007/s12665-021-09770-9
Wasserstoff-Leitprojekt mit Freiberger Beteiligung gestartetH2Giga, eines der drei Wasserstoff-Leitprojekte des BMBF, hatte am 26. August sein offizielles Kickoff. In dem Projekt arbeiten über 130 Institutionen aus Wirtschaft und Wissenschaft ? darunter auch die TU Bergakademie Freiberg ? an der Herstellung von Grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab.Mit Grünem Wasserstoff kann erneuerbare elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt und damit speicherbar gemacht werden. Die Speicherung elektrischer Energie wiederum ist eine wesentliche Voraussetzung, um Deutschlands Energiewirtschaft auf regenerative Quellen umstellen zu können.Wettbewerbsfähige Herstellung von Grünem Wasserstoff im Gigawatt-MaßstabDie Herstellung von Wasserstoff aus Wasser und Strom, die „Elektrolyse“, ist ein seit langem bekannter Prozess, der mittlerweile eine beachtliche technische Reife errungen hat. Aktuell ist diese Technologie jedoch noch nicht in großen, für das gesamte Energiesystem relevanten Maßstäben vorhanden. Die Elektrolyseure werden derzeit noch weitgehend in Handarbeit aufgebaut, mit entsprechend hohem Kostenaufwand und geringer Fertigungskapazität. Hier greift das Leitprojekt H2Giga, indem es die Industrialisierung der Wasserelektrolyse zur Herstellung von Grünem Wasserstoff vorbereitet und vorantreibt. Die Partner von H2Giga entwickeln für die Herstellung von Elektrolyseuren Fertigungstechnologien, Automatisierung, Digitalisierung und Methoden zur Qualitätskontrolle, so dass die heute noch überwiegende Fertigung mit geringer Automatisierungstiefe auf eine industrielle Serienproduktion für den entsprechenden Markthochlauf umgestellt werden kann.TU Bergakademie Freiberg übernimmt Recycling von ElektrolyseurenDie Entwicklung der Serienfertigung von Elektrolyseuren, der Vorrichtung zur Zerlegung von Wasser mittels Strom, bringt auch die Frage auf nach deren Recycling am Ende der Nutzung nach zirka zehn bis fünfzehn Jahren. Als hochtechnologisches Produkt enthalten sie große Mengen seltener und kritischer Rohstoffe, wie seltene Erden, Edel- und Technologiemetalle. Im an der TU Freiberg koordinierten H2Giga-Projekt „Recycling ? nachhaltige Ressourcennutzung“ untersucht das Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik, unter der Leitung von Prof. Dr. Urs Peuker, gemeinsam mit dem Institut für Keramik, Feuerfest und Verbundwerkstoffe und dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie, Möglichkeiten für das mechanische Recycling demontierter Elektrolyseure, zehn weitere Projektpartner ergänzen das H2Giga-Projekt.Über die Wasserstoff-Leitprojekte:Die BMBF-geförderten Wasserstoff-Leitprojekte sind das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs: Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft waren eingeladen, Ideen zu Wasserstoff-Großprojekten einzureichen. Über 240 Partner haben sich so zusammengefunden und sollen mit insgesamt bis zu 740 Millionen Euro gefördert werden. Im Frühjahr sind die Projekte auf Basis unverbindlicher Förder-Inaussichtstellungen gestartet. Die Leitprojekte werden über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert. Weitere Informationen unter www.wasserstoff-leitprojekte.de.
Digitales Kickoff-Event am 26. August zum Wasserstoff-Leitprojekt mit Freiberger BeteiligungH2Giga, eines der drei Wasserstoff-Leitprojekte des BMBF, hat am 26.August sein offizielles Kickoff. In dem Leitprojekt arbeiten über 130 Institutionen aus Wirtschaft und Wissenschaft ? darunter auch die TU Bergakademie Freiberg ? an der Herstellung von Grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab.Mit Grünem Wasserstoff kann erneuerbare elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt und damit speicherbar gemacht werden. Die Speicherung elektrischer Energie wiederum ist eine wesentliche Voraussetzung, um Deutschlands Energiewirtschaft auf regenerative Quellen umstellen zu können.Wettbewerbsfähige Herstellung von Grünem Wasserstoff im Gigawatt-MaßstabDie Herstellung von Wasserstoff aus Wasser und Strom, die „Elektrolyse“, ist ein seit langem bekannter Prozess, der mittlerweile eine beachtliche technische Reife errungen hat. Aktuell ist diese Technologie jedoch noch nicht in großen, für das gesamte Energiesystem relevanten Maßstäben vorhanden. Die Elektrolyseure werden derzeit noch weitgehend in Handarbeit aufgebaut, mit entsprechend hohem Kostenaufwand und geringer Fertigungskapazität. Hier greift das Leitprojekt H2Giga, indem es die Industrialisierung der Wasserelektrolyse zur Herstellung von Grünem Wasserstoff vorbereitet und vorantreibt. Die Partner von H2Giga entwickeln für die Herstellung von Elektrolyseuren Fertigungstechnologien, Automatisierung, Digitalisierung und Methoden zur Qualitätskontrolle, so dass die heute noch überwiegende Fertigung mit geringer Automatisierungstiefe auf eine industrielle Serienproduktion für den entsprechenden Markthochlauf umgestellt werden kann.TU Bergakademie Freiberg übernimmt Recycling von ElektrolyseurenDie Entwicklung der Serienfertigung von Elektrolyseuren, der Vorrichtung zur Zerlegung von Wasser mittels Strom, bringt auch die Frage auf nach deren Recycling am Ende der Nutzung nach zirka zehn bis fünfzehn Jahren. Als hochtechnologisches Produkt enthalten sie große Mengen seltener und kritischer Rohstoffe, wie seltene Erden, Edel- und Technologiemetalle. Im an der TU Freiberg koordinierten H2Giga-Projekt „Recycling ? nachhaltige Ressourcennutzung“ untersucht das Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik, unter der Leitung von Prof. Dr. Urs Peuker, gemeinsam mit dem Institut für Keramik, Feuerfest und Verbundwerkstoffe und dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie, Möglichkeiten für das mechanische Recycling demontierter Elektrolyseure, zehn weitere Projektpartner ergänzen das H2Giga-Projekt.Digitales Kickoff-Event am 26. August auch für Studierende und Forschende offenAm 26. August, 10 Uhr, findet das Kickoff-Event von H2Giga mit Podiumsgesprächen von führenden Teilnehmer:innen aus Industrie und Forschung und Dr. Stefan Kaufmann MdB, dem Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ des BMBF, statt. Als Projektkoordinator der TU Bergakademie Freiberg lädt Prof. Peuker auch Studierende und Mitarbeiter:innen zur Teilnahme am öffentlichen Livestream ein: „Hier gibt es die Möglichkeit, nah an den technologischen Entwicklungen Deutschlands zu sein und den Expert:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft direkt Fragen zum Grünen Wasserstoff zu stellen“. Über die Wasserstoff-Leitprojekte:Die BMBF-geförderten Wasserstoff-Leitprojekte sind das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs: Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft waren eingeladen, Ideen zu Wasserstoff-Großprojekten einzureichen. Über 240 Partner haben sich so zusammengefunden und sollen mit insgesamt bis zu 740 Millionen Euro gefördert werden. Im Frühjahr sind die Projekte auf Basis unverbindlicher Förder-Inaussichtstellungen gestartet. Die Leitprojekte werden über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert. Weitere Informationen unter www.wasserstoff-leitprojekte.de.
3 Fragen an Lena Bussmann und Julia Wünsche vom PromovierendenratKnapp über 1000 Promovierende forschen aktuell an der TU Bergakademie Freiberg. Seit 2012 werden sie vom Promovierendenrat vertreten, der sich zuletzt im Juni neu konstituierte.Wie setzt sich der Promovierendenrat (ProRat) für die Interessen der Doktorandinnen und Doktoranden ein?Lena Bussmann (Sprecherin des ProRats): Alle zwei Jahre wählen die Promovierenden der TU Bergakademie Freiberg den Promovierendenrat. Da sich die Wahlen aufgrund von Corona in diesem Jahr verschoben haben, traten wir im Juni eine verkürzte Legislaturperiode von 1,5 Jahren an. Wir bestehen aus 10 Mitgliedern, 3 davon sind keine gewählten Mitglieder, sondern in beratender Funktion dabei. Wer Interesse hat kann in dieser Form jederzeit auf freiwilliger Basis an spannenden Aufgaben mitarbeiten.An sächsischen Hochschulen ist eine Promovierenden-Vertretung noch nicht rechtlich verpflichtend. Die TU Bergakademie Freiberg hat zwar wie viele andere Universitäten eine Vertretung, dennoch ist der Promovierendenrat  kein gesetzlich verankertes  Gremium. In beratender Funktion vertreten wir die Interessen der Promovierenden innerhalb der Universität in den Rektoratskommissionen für Forschung und für Gleichstellung. Auf Landesebene sind wir in der Landesvertretung des akademischen Mittelbaus aktiv. Seit 2015 sind wir außerdem Mitglied des Verbunds mitteldeutscher Promovierendenvertretungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort setzen wir uns für eine starke Stimme und eine bessere Vernetzung der Promovierenden ein.Ganze Stelle, halbe Stelle, mit Stipendium oder mit Drittmittelfinanzierung, mit oder ohne Lehrverpflichtung… Nicht alle Doktorandinnen und Doktoranden arbeiten zu gleichen Bedingungen. Was verbindet sie?Julia Wünsche: Das sächsische Hochschulgesetz definiert die Gruppe der Promovierenden nicht klar. Es gibt deutliche Unterschiede in den Rahmenbedingungen für die wissenschaftliche Qualifikationsphase zu Erlangung des Doktorgrades. Einige Doktorandinnen und Doktoranden sind als Studierende eingeschrieben, manche promovieren in Kooperation mit Unternehmen, andere promovieren in Vollzeit oder Teilzeit. Die Zusammensetzung ist in der Tat sehr inhomogen. Doch was alle Promovierenden eint ist, dass sie an ihrem ersten eigenständigen wissenschaftlichen Projekt forschen und ein Ziel vor Augen haben ? den Doktortitel.Lena Bussmann: Doktorandinnen und Doktoranden stehen in der Regel in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihrer Betreuerin oder ihrem Betreuer, was sie zu einer besonders vulnerablen Gruppe macht. Alle befinden sich in einer speziellen Phase im Leben und erleben ähnliche Belastungen aber auch Erfolge während ihrer Promotion.Julia Wünsche: In diesen Höhen und Tiefen ist der ProRat Ansprechpartner. Wir können bei Fragen etwa zur Beschäftigungssituation, Konflikten oder Problemen zur Seite stehen und bei Bedarf an die geeigneten Stellen weitervermitteln.Welche Themen brennen dem ProRat derzeit besonders auf den Nägeln?Lena Bussmann: Das ist zum einen die Novelle des sächsischen Hochschul-Freiheitsgesetzes. Wir möchten in diesem Rahmen eine rechtlich abgesicherte Vertretung der Promovierenden im Land erreichen.Außerdem wünschen wir uns eine bessere Vernetzung der universitären Gremien mit dem ProRat und erarbeiten derzeit neue Maßnahmen, wie wir das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Austausch unter möglichst vielen Doktorandinnen und Doktoranden in Freiberg stärken können.Julia Wünsche: Natürlich lässt uns auch die Pandemie nicht kalt! Für viele Promovierende sind im vergangenen Jahr Laborzeiten und Konferenzen ausgefallen. Wichtige Aufgaben mussten wegen geschlossenen Schulen und fehlender Kinderbetreuung aufgeschoben werden. Lehrkonzepte mussten auf digitale Formate umgestellt werden. Es fehlte der soziale und fachliche Austausch! Wir verschaffen uns derzeit einen Überblick darüber, in welcher Form die Doktorandinnen und Doktoranden von der Corona-Krise betroffen waren und immer noch sind. Daraus möchten wir passende Angebote zur Unterstützung erarbeiten und für künftige Krisen lernen.Zur PersonSeit Juni 2021 ist Lena Bussmann Sprecherin des ProRats. Sie promoviert am Institut für Glas und Glastechnologie und untersucht experimentell strukturelle Eigenschaften von Gläsern und amorphen Materialien unter Extrembedingungen, also hohen Drücken und Temperaturen. 2019 schloss sie einen Master an der Universität zu Köln in Physik ab. In ihrer Freizeit ist sie leidenschaftliche Musikerin und sonst am liebsten draußen unterwegs.Julia Wünsche engagiert sich seit 2020 im ProRat, zuerst als freiwilliges Mitglied, seit Juni als Gewähltes. Sie promoviert am Institut für Elektronik- und Sensormaterialien. Dort erforscht sie, wie man Ionen kontaktlos in Wasser nachweisen kann. Sie ist Almuna der TU Bergakademie Freiberg (Master in Angewandter Naturwissenschaft 2019). Nach der Arbeit geht sie gern tanzen und versucht sich an verschiedenen Handarbeiten.
Universität trauert um Prof. Kurt BiedenkopfMit tiefer Bestürzung hat die Universität am 13. August vom Tod ihres langjährigen Hochschulratsmitglieds Prof. Kurt Biedenkopf erfahren. Als erster Ministerpräsident des Freistaats Sachsen trug er maßgeblich zur erfolgreichen Weiterentwicklung der TU Bergakademie Freiberg seit 1990 bei.„Mit Prof. Biedenkopf haben wir einen an Erfahrung reichen und hoch geschätzten Berater und Förderer der Universität sowie einen kompetenten Meinungsführer in Politik, Wissenschaft und Medien verloren“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Prof. Biedenkopf war seit der politischen Wende über viele Jahre sehr eng mit der TU Bergakademie Freiberg verbunden und hat wegweisend für sie gewirkt. Nach seiner Amtszeit als erster sächsischer Ministerpräsident (1990-2002) wurde er am 28. Januar 2013 auf Vorschlag der TU Bergakademie Freiberg vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in den Hochschulrat der Universität berufen.„Neben seinen politischen Leistungen hat Prof. Kurt Biedenkopf insbesondere die Arbeit des Hochschulrates der TU Bergakademie Freiberg in seiner Amtszeit von 2013 bis 2019 maßgeblich mit beeinflusst und sich aktiv in die Profilbildung und Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Universität eingebracht“, ergänzt Prof. Reinhard Schmidt, Hochschulratsvorsitzender der TU Bergakademie Freiberg. Er unterstützte die Bergakademie beispielsweise auf dem Weg hin zur Universität und zum Erhalt des Promotionsrechts sowie bei der Einrichtung interdisziplinärer Studiengänge und Einrichtungen, wie dem Interdisziplinären Ökologischen Zentrum (IÖZ).Die Technische Universität Bergakademie Freiberg trauert mit der gesamten Familie und wird Prof. Biedenkopf stets in höchsten Ehren gedenken.In aufrichtiger AnteilnahmeDas Rektorat, der Senat, der Hochschulrat sowie alle Mitglieder und Angehörigen der TU Bergakademie Freiberg
In den Sommerferien auf Probe an der Uni studieren: Noch wenige freie Plätze bei der SchüleruniVon Ende Juli bis 3. September können Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse verschiedene Studiengänge der TU Bergakademie Freiberg und die zukunftsorientierten Berufsfelder der Absolvierenden kennenlernen.Interessierte können sich noch für wenige Plätze in den Projektwochen Technik und Werkstoffe anmelden. „Diese Workshops eigenen sich vor allem für diejenigen, die wissen wollen, wie naturwissenschaftliche Grundlagen für neue Technologien angewendet werden oder für alle, die sich fragen, warum ein Display meinen Finger erkennt. Außerdem machen die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel aus Rapsöl Biodiesel oder prüfen, biegen und brechen verschiedene Werkstoffe“, erzählt Studienberaterin Maike Baudach.Technik-Woche vom 16. bis 20. August 2021 (Studiengänge: Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (Energieverfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Mechanische Verfahrenstechnik, Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik)Werkstoff-Woche vom 30. August bis 03. September 2021 (Studiengänge: Advanced Components: Werkstoffe für die Mobilität, Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie)Kleine Gruppen, gute Betreuung und sichere DurchführungIn kleinen Gruppen von bis zu 10 Teilnehmenden werden die Schülerinnen und Schüler von Studierenden über den Campus der TU Bergakademie Freiberg zu ihren Workshops geführt und begleitet. Dann geht es in die eigens gestalteten Vorlesungen, Experimente, Laborführungen, Exkursionen oder Wettbewerbe, wo sie sich von der Begeisterung für die Wissenschaft anstecken lassen können. Während der Workshops und Veranstaltungen werden die Teilnehmenden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachbereiche betreut. Wer möchte, kann danach bis in die Abendstunden an gemeinsamen Unternehmungen mit Studierenden und Lehrenden der Universität teilnehmen. Zur sicheren Durchführung werden alle Teilnehmenden täglich Corona-Schnelltests durchführen.Die Kosten für die Teilnahme liegen bei 35 Euro, zzgl. 14 Euro pro Nacht. Die Übernachtung in Freiberg ist organisiert und kann im Kinder- und Jugendhaus der Stadt Freiberg oder dem Gästehaus am DBI erfolgen.Vollständiges Programm und Anmeldung.
Zwei neuberufene Professoren im AugustDie Professoren Ralf Hielscher und Daniel Hiller besetzen ab sofort die Professur für Analytische Methoden der Signal- und Bildverarbeitung (Fakultät 1) sowie die Heisenberg-Professur "Physik der Quantenmaterialien“ (Fakultät 2).Mit Prof. Ralf Hielscher kehrt ein ehemaliger Freiberger Promotionsstudent nach Aufenthalten an der Lomonossow-Universität Moskau, dem Helmholtz-Zentrum München und der TU Chemnitz zurück an die TU Bergakademie Freiberg. Im Forschungsgebiet der angewandten Analysis beschäftigt sich der Mathematiker mit Problemen der numerischen harmonischen Analysis und der Approximationstheorie. "Die Rekonstruktion von Zusammenhängen, ausgehend von möglichst wenigen Daten, ist eine der mathematischen Schlüsselfragestellungen im Forschungsfeld der künstlichen Intelligenz", sagt Prof. Ralf Hielscher. Innerhalb dieses Gebietes interessiert er sich vor allem für Daten in gekrümmten Räumen, sogenannten Mannigfaltigkeiten, wie sie zum Beispiel in der Geologie oder der Robotik vorkommen. Als Mathematiker ist es ihm besonders wichtig, die von ihm entwickelten Methoden einer breiten Anwenderschaft zugänglich zu machen. Dies verdeutlicht die unter seiner Leitung entwickelte Software MTEX, welche bereits seit 15 Jahren international für die Analyse polykristalliner Materialien eingesetzt wird.Die starke Expertise der TU Bergakademie Freiberg in den Materialwissenschaften, der Kristallphysik, der Geologie und der Mineralogie sieht Prof. Ralf Hielscher als optimale Ausgangsposition, um sein mathematisches Know-how interdisziplinär einzubringen. "Neue Messverfahren erfordern auch immer neue Methoden der Signal- und Bildverarbeitung, um das Maximum aus den Daten herauszuholen", so Prof. Ralf Hielscher. „Ich freue mich darauf, die TU Bergakademie Freiberg in ihrer ganzen Breite kennenzulernen und durch meine Forschung in der Profilierung zu unterstützen.“Heisenberg-Professur für Prof. Daniel HillerAusgestattet mit einer Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nimmt Prof. Daniel Hiller zum Wintersemester seine Arbeit am Institut für Angewandte Physik auf. Die DFG-Förderung ist auf bis zu fünf Jahre angelegt und unterstützt den Aufbau der Professur in den ersten Jahren. Der habilitierte Physiker ist Experte für Nanoelektronik. Neben Forschungs- und Lehrtätigkeiten als Feodor-Lynen-Return-Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung an der TU Dresden und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf kann er mehrere Forschungsaufenthalte in Europa und Australien vorweisen. Er beschäftigt sich mit neuen Methoden der Dotierung von Nanostrukturen und untersucht spezielle Grenzflächendefekte für Anwendungen in der Nano- und Quantenelektronik. Ende 2019 wurde Daniel Hiller ins renommierte Heisenberg-Programm der DFG aufgenommen.An der TU Bergakademie Freiberg möchte der Physiker neuartige physikalische und quantenchemische Effekte nutzen, um die Leitfähigkeit von Nanodraht-Transistoren zu kontrollieren und somit noch kleinere, leistungsfähigere und vor allem energieeffizientere Bauelemente zu ermöglichen. „Die Miniaturisierung von Transistoren auf Chips stößt an immer mehr fundamentale Grenzen, so dass neue Forschungsansätze für die Weiterentwicklung notwendig sind. Ich freue mich diese spannenden Forschungsarbeiten zukünftig am Institut für Angewandte Physik in Zusammenarbeit mit dem Zentralen Reinraumlabor der TU Bergakademie Freiberg durchführen zu können“, sagt Prof. Daniel Hiller.Mit der Heisenberg-Professur soll das neue Forschungsgebiet "Physik der Quantenmaterialien im Bereich Silizium- und Germanium-Halbleiter" der TU Bergakademie Freiberg etabliert werden.
Universität begrüßt neuberufene ProfessorenDie Professoren Ralf Hielscher und Daniel Hiller besetzen ab sofort die Professur für Analytische Methoden der Signal- und Bildverarbeitung (Fakultät 1) sowie die Heisenberg-Professur "Physik der Quantenmaterialien“ (Fakultät 2).Mit Prof. Ralf Hielscher kehrt ein ehemaliger Freiberger Promotionsstudent nach Aufenthalten an der Lomonossow-Universität Moskau, dem Helmholtz-Zentrum München und der TU Chemnitz zurück an die TU Bergakademie Freiberg. Im Forschungsgebiet der angewandten Analysis beschäftigt sich der Mathematiker mit Problemen der numerischen harmonischen Analysis und der Approximationstheorie. "Die Rekonstruktion von Zusammenhängen, ausgehend von möglichst wenigen Daten, ist eine der mathematischen Schlüsselfragestellungen im Forschungsfeld der künstlichen Intelligenz", sagt Prof. Ralf Hielscher. Innerhalb dieses Gebietes interessiert er sich vor allem für Daten in gekrümmten Räumen, sogenannten Mannigfaltigkeiten, wie sie zum Beispiel in der Geologie oder der Robotik vorkommen. Als Mathematiker ist es ihm besonders wichtig, die von ihm entwickelten Methoden einer breiten Anwenderschaft zugänglich zu machen. Dies verdeutlicht die unter seiner Leitung entwickelte Software MTEX, welche bereits seit 15 Jahren international für die Analyse polykristalliner Materialien eingesetzt wird.Die starke Expertise der TU Bergakademie Freiberg in den Materialwissenschaften, der Kristallphysik, der Geologie und der Mineralogie sieht Prof. Ralf Hielscher als optimale Ausgangsposition, um sein mathematisches Know-how interdisziplinär einzubringen. "Neue Messverfahren erfordern auch immer neue Methoden der Signal- und Bildverarbeitung, um das Maximum aus den Daten herauszuholen", so Prof. Ralf Hielscher. „Ich freue mich darauf, die TU Bergakademie Freiberg in ihrer ganzen Breite kennenzulernen und durch meine Forschung in der Profilierung zu unterstützen.“Heisenberg-Professur für Prof. Daniel HillerAusgestattet mit einer Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nimmt Prof. Daniel Hiller zum Wintersemester seine Arbeit am Institut für Angewandte Physik auf. Die DFG-Förderung ist auf bis zu fünf Jahre angelegt und unterstützt den Aufbau der Professur in den ersten Jahren. Der habilitierte Physiker ist Experte für Nanoelektronik. Neben Forschungs- und Lehrtätigkeiten als Feodor-Lynen-Return-Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung an der TU Dresden und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf kann er mehrere Forschungsaufenthalte in Europa und Australien vorweisen. Er beschäftigt sich mit neuen Methoden der Dotierung von Nanostrukturen und untersucht spezielle Grenzflächendefekte für Anwendungen in der Nano- und Quantenelektronik. Ende 2019 wurde Daniel Hiller ins renommierte Heisenberg-Programm der DFG aufgenommen.An der TU Bergakademie Freiberg möchte der Physiker neuartige physikalische und quantenchemische Effekte nutzen, um die Leitfähigkeit von Nanodraht-Transistoren zu kontrollieren und somit noch kleinere, leistungsfähigere und vor allem energieeffizientere Bauelemente zu ermöglichen. „Die Miniaturisierung von Transistoren auf Chips stößt an immer mehr fundamentale Grenzen, so dass neue Forschungsansätze für die Weiterentwicklung notwendig sind. Ich freue mich diese spannenden Forschungsarbeiten zukünftig am Institut für Angewandte Physik in Zusammenarbeit mit dem Zentralen Reinraumlabor der TU Bergakademie Freiberg durchführen zu können“, sagt Prof. Daniel Hiller.Mit der Heisenberg-Professur soll das neue Forschungsgebiet "Physik der Quantenmaterialien im Bereich Silizium- und Germanium-Halbleiter" der TU Bergakademie Freiberg etabliert werden.
„Space Resources“ - von der Erde zum Mond und zurück: Neue Perspektiven für NachhaltigkeitAn der Ressourcen-Universität in Freiberg geht es um Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourcensicherung. Zukünftig werden Studierende und Forschende dafür von einem neuen Projekt profitieren. Erkenntnisse aus der Weltraumforschung sollen zur Sicherung der Existenzgrundlagen auf der Erde beitragen.Entwickeln will die TU Bergakademie Freiberg ihre Ideen unter anderem im neu zu errichtenden European Research Institute for Space Resources (ERIS) und zwar möglichst als Großforschungszentrum in der Lausitz. Durch Beteiligung an der Ausschreibung des BMBF für ein Großforschungszentrum in den Kohlerevieren und Auswahl für die nächste Antragsphase soll die Idee Gestalt annehmen.Lösungsansätze für gesellschaftlich relevante Herausforderungen auf der Erde entwickeln ? das ist das Ziel des Projekts ERIS. „Wenn wir jetzt Technologien entwickeln, die den anspruchsvollen Bedingungen auf Mond und Mars gerecht werden, generieren wir auch innovative Lösungen für gegenwärtige Herausforderungen auf der Erde ? insbesondere in Verbindung mit der nachhaltigen und ressourcenschonenden Versorgung der Menschen sowie neuartigen künstlich-intelligenten Produktionssystemen“, erläutert Antragsteller Prof. Carsten Drebenstedt die Bedeutung des Konzepts. Der Professor unterstreicht, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg ihre Kompetenzen gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft im geplanten Großforschungszentrum vom Spezialfall Erde auf andere Himmelskörper übertragen können. „Umgekehrt können Erkenntnisse aus der Weltraumforschung helfen, bestehende Herausforderungen auf der Erde zu lösen: von einer autarken Weltraumstation ohne Abfall und Emissionen zur Smart City auf der Erde.“Lebensgrundlagen für künftige Generationen sichernTU-Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht betont: „Die Sicherung der Rohstoffversorgung ist eine wichtige gesellschaftliche Herausforderung. Mit dem Vorhaben ERIS schlägt die TU Bergakademie Freiberg einen intelligenten Lösungsansatz vor und bekommt nun die Chance, das zukunftsorientierte Forschungsgebiet weiterzuentwickeln und deutlich auszubauen. Nicht zuletzt wird die Universität damit auch zur Entwicklung und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der Lausitz beitragen.“Wird das Projekt nach der Antragsphase weiter gefördert, entstehen direkt 1.200 neue Arbeitsplätze. Die Strahlkraft die vom Großforschungszentrum ERIS erwartet wird geht außerdem weit darüber hinaus: Mit einer Strategie für Start-ups und Industrieansiedlungen möchte ERIS eine zentrale Säule für die Transformation der Lausitz von einer Kohle- zu einer Hochtechnologieregion werden, ohne einen Bruch in der vorhandenen Struktur. Kleine, Mittelständische und Großunternehmen der Region unterstützen das Vorhaben. Insgesamt sind es 23 Partner aus universitärer und außeruniversitärer Weltraumforschung, aus der Wirtschaft in der Lausitz und der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie die Region selbst die das Konzept unterstützen.BMBF fördert Konzeptentwicklung mit bis zu 500.000 EuroDas BMBF empfahl insgesamt sechs Großforschungszentren der Initiative „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ für die nächste Förderphase. Die TU Bergakademie Freiberg ist mit der Antragsskizze zum European Research Institute for Space Resources in die nächste Runde gekommen. In den kommenden sechs Monaten erarbeitet das Projekt-Team nun ein ausführliches Konzept. Zwei der Konzepte werden am Ende in je einem neuen Großforschungszentrum in der Lausitz beziehungsweise in Mitteldeutschland umgesetzt. ERIS will gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und der Raumfahrt die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für die Errichtung und den Betrieb von Weltraumstationen auf Mond und Mars erforschen. Die Idee für das Großforschungszentrum schafft interessante Perspektiven für Forschende und Studierende in allen Wissenschaftsbereichen der Universität, von Naturwissenschaften über Informatik, Maschinenbau sowie Energie- und Verfahrenstechnik bis zu den Werkstoff- und Wirtschaftswissenschaften.Hintergrund: Zur Initiative ?Wissen schafft Perspektiven für die Region!?In der sächsischen Lausitz und dem mitteldeutschen Revier werden in den nächsten Jahren zwei neue Großforschungszentren entstehen. Damit wird ein Beitrag zum Strukturwandel in den traditionellen Braunkohlerevieren geleistet. Den Regionen sollen durch die Großforschungszentren auch neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnet werden. Für die Festlegung der inhaltlichen Ausrichtung führen das BMBF, der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt derzeit den zweistufigen themenoffenen Wettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ durch. Am 22. Juli hat die hochrangig besetzte Perspektivkommission aus den zirka 100 eingereichten Anträgen die sechs überzeugendsten ausgewählt und dem BMBF für die erste Förderphase empfohlen, in der die Konzepte zur Umsetzungsreife ausgearbeitet werden sollen. Danach findet erneut eine Überprüfung der Konzepte statt, bevor der eigentliche Aufbau von zwei Zentren beginnt.Die in Förderphase I ausgearbeiteten Konzepte werden durch externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begutachtet. Auf dieser Basis entscheiden Bund und das Sitzland über die Förderung der beiden besten Konzepte, die ab Sommer 2022 in die Aufbauphase starten. In dieser dreijährigen Aufbauphase werden die rechtliche Gründung und die anschließende institutionelle Förderung vorbereitet. Die Aufbauphase kann bei Bedarf um drei Jahre verlängert werden. Aus dem Strukturstärkungsgesetz stellt der Bund bis einschließlich 2038 je 1,25 Milliarden Euro pro Zentrum bereit.
Strukturwandel in der Lausitz: Vorschlag der TU Freiberg für Großforschungszentrum erfolgreich
Staatsminister Oliver Schenk besucht Partneruni der TU Bergakademie Freiberg in DniproBei seinem Besuch in der Ukraine am 13. und 14. Juli informierte sich der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Staatsminister Oliver Schenk, unter anderem an der Dnipro University of Technology über die beispielhafte Hochschulkooperation zwischen Sachsen und der Ukraine.Dabei betonte er die Bedeutung der Entwicklung der Rohstoffwirtschaft, den notwendigen Kohleausstieg und des bilateralen Austauschs. Mit der TU Bergakademie Freiberg können die Erfahrungen aus Sachsen transferiert, bereichert und erweitert werden."Die Ukraine ist nicht erst seit dem Abschluss des Assoziierungsabkommens mit der EU ein wichtiger Partner für den Freistaat. 60 Jahre lebendige Städtepartnerschaft Leipzig-Kiew, aber auch die bestehenden Hochschulkontakte, etwa der TU Bergakademie Freiberg mit der Dnipro University of Technology, geben davon ein beeindruckendes Zeugnis. Neben der Wissenschaft gibt es dafür gerade in der Wirtschaft oder bei der Ausbildung von Verwaltungsmitarbeitern vielversprechende Anknüpfungspunkte. Diese Kontakte wollen wir vertiefen und erweitern", so Staatsminister Oliver Schenk (siehe Pressemeldung Sächsische Staatskanzlei vom 13. Juli).Bei dem Termin in Dnipro übergab Prof. Carsten Drebenstedt als Beauftragter der TU Bergakademie Freiberg für die Ukraine im Beisein des Staatsministers den vor Kurzem virtuell erneuerten Hochschulkooperationsvertrag (siehe Meldung vom 17. Juni). Er betonte, dass sich die Zusammenarbeit nicht nur auf den engeren Rohstoffbereich beschränke, sondern mit Themen wie Biomining, Digitalisierung, Rekultivierung, Umweltschutz und Transformation auch weitere Wissenschaftsbereiche erfasse. Von Interesse ist zudem die Zusammenarbeit zum Thema „Weltraumressourcen“, da Dnipro das Zentrum für die Raketentechnik der Sowjetunion war und bis heute in diesem Sektor eine bedeutende Rolle spielt.In Charkiv traf sich die Delegation zum Abschluss unter anderem mit Vertretern der "Exil-Universitäten"/ Binnenflüchtlingen und der Polytechnischen Universität.
Bergbau mit Bakterien ? Neues Verfahren zur Gewinnung von RohstoffenForschende der TU Bergakademie Freiberg und sächsische Unternehmen haben umweltverträglichen Abbau im Erzgebirge im Blick. Ihre Lösungen stellten sie Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow bei seinem Besuch an der Universität am 16. Juli vor.Der technologische Fortschritt der jüngeren Vergangenheit hat die Nachfrage nach Rohstoffen stark steigen lassen. Dabei sind zuletzt vermehrt auch Elemente in den Blick geraten, die früher für die industrielle Produktion kaum relevant waren. Heute sind Seltene Erden oder Metalle wie Indium gefragt wie nie. Indium wird etwa für die Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen oder auch Touchscreens benötigt.Die Gewinnung dieses Technologiemetalls erfolgt bislang zu Lasten von Mensch und Umwelt. In enger Zusammenarbeit  mit der Firma Saxore Bergbau GmbH haben Forschende der TU Bergakademie Freiberg in einem Projekt der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung ein Verfahren entwickelt, das umweltschonenden und zugleich wirtschaftlichen Bergbau auch im Erzgebirge in naher Zukunft Realität werden lässt.Die Lösung sind Bakterien in BioreaktorenProjektleiter und Direktor des Instituts für Biowissenschaften, Prof. Michael Schlömann: „Die Bakterien können gemahlenes Gestein so verarbeiten, dass eine Lauge entsteht. Diese Lauge ist die Grundlage, um die einzelnen, im Erzgestein enthaltenen Rohstoffe (Metalle)voneinander zu trennen. Die Organismen übernehmen hier die Arbeit von Chemikalien, die sonst üblicherweise zugesetzt werden. Insgesamt wird weniger Energie benötigt als in bisherigen Verfahren und es wird möglich, die Gewinnung von Rohstoffen innerhalb eines Bergwerkes zu realisieren.“Dr. Marco Roscher, Geschäftsführer der Saxore Bergbau GmbH ergänzt: „Gemessen an den weltweiten Indium-Vorkommen ist das Erzgebirge eines der größten Vorkommen des seltenen Metalls. Leider ist der Rohstoff nur in geringen Konzentrationen im Gestein zu finden. In der Verfahrensentwicklung war es deshalb notwendig, eine Art Pulver bereitzustellen, mit dem die sogenannte Biolaugung mit Hilfe von Bakterien funktioniert. Das ist inzwischen gut gelungen und wir sind zuversichtlich, dieses Bioreaktor-Verfahren in die Anlagen implementieren zu können, die wir untertage beim Abbau zum Einsatz bringen wollen.“Im geförderten Gesteinsmix sind allerdings auch Stoffe enthalten, die einer besonderen Behandlung bedürfen. Dazu gehört Arsen. Auch dafür wurden inzwischen Verfahren entwickelt, über die das Halbmetall umweltverträglich aufgefangen und weiter verwendet werden kann, ohne das giftige Arsenverbindungen in die Umwelt gelangen.Prof. Martin Bertau, Direktor des Instituts für Technische Chemie: „Insgesamt gelingt es zunehmend, die einzelnen Prozessschritte vom Abbau bis zur Gewinnung und Nutzung von Rohstoffen so zu optimieren, dass ein Kreislauf entsteht, zu dem auch die Wiederaufbereitung und erneute Nutzung von Rohstoffen gehört. Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen.“Der Prorektor für Forschung, Prof. Jörg Matschullat: „Die Entwicklung des neuen Verfahrens zeigt das große, auch wirtschaftliche Potential, welches in der Ressourcenforschung steckt. Die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung engagiert sich seit Jahren auf diesem Gebiet. Anwendungsnahe Forschung zu fördern, die im Idealfall gesellschaftliche Herausforderungen bewältigt und dem Standort Sachsen dient, ist dabei ein großes Anliegen.“Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow ergänzt: „Dieses Forschungsbeispiel zeigt, wie aktiver Umwelt- und Gesundheitsschutz und moderner Bergbau zusammengehen können. Der Bergbau als Wiege des Wohlstands in Sachsen ist lange Zeit mit erheblichen gesundheitlichen Risiken und Schäden für Mensch und Umwelt verbunden gewesen. Die große Expertise in der Ressourcenforschung am Standort Freiberg leistet hier nicht nur einen einzigartigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Bergbau selbst, sondern auch in Bezug auf die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Dies ist nicht zuletzt auch die Grundlage für innovative Geschäftsfelder im traditionsreichen sächsischen Bergbau.“Der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, betont, dass der Wissenschaftsstandort Freiberg neben seiner praxisnahen Ausbildung auch Jungunternehmer:innen hervorbringt und unterstützt. Dies zeigt beispielsweise die Ausgründung des Start-ups Ressourcentechnologie und Metallveredelung Freiberg GmbH, das indiumhaltige Abfälle zu hochwertigen Indiummetall aufbereitet.
Additive Drives GmbH - Start-up der TU Bergakademie Freiberg gewinnt Sächsischen Gründerpreis 2021Mit der Additive Drives GmbH wurde erstmals eine Ausgründung der TU Bergakademie Freiberg mit dem Sächsischen Staatspreis für Gründer:innen prämiert. Das Start-up setzte sich gegen rund 90 Mitbewerbende durch und erhielt am 14.Juli die Auszeichnung von Staatsminister Martin Dulig.„Wir heben Elektromaschinen auf das nächste Level. Die Aufmerksamkeit und der Zuspruch, der uns durch diese Auszeichnung zu Teil wird, könnte kein besserer Ansporn sein“, erklärt Axel Helm, Ideengeber und Geschäftsführer der Additive Drives GmbH. Damit konnte das Gründerteam neben dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland Ende Juni bereits den zweiten bundesweit relevanten Gründerpreis nach Freiberg holen. Den feierlichen Rahmen der Übergabe bildete die Sächsische Innovationskonferenz, welche von futureSAX - der Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, veranstaltet wurde. Neben den besten sächsischen Gründungsideen wurden auch herausragende Transferprojekte und Innovationen mit den Staatspreisen für Transfer und Innovation prämiert.Nominiert für den Sächsischen Transferpreis war Prof. Dr. Henning Zeidler von der Professur für Additive Fertigung der TU Bergakademie Freiberg als Wissens/- und Technologiegeber der Additive Drives GmbH. Zudem erhielt Andre Uhlmann vom Gründernetzwerk SAXEED der TU Bergakademie Freiberg eine Nominierung für den Sonderpreis für Technologiemittelnde. Somit waren Akteure der TU Bergakademie Freiberg in fast allen Kategorien der Sächsischen Staatspreise für Gründung, Transfer und Innovation nominiert. „Auch wenn es am Ende nicht für den Sieg gereicht hat, spricht allein die Nominierung für die hohe Qualität der Gründungsunterstützung an der TU Bergakademie Freiberg und die sachsenweite Wahrnehmung der Arbeit von meinem Team und mir“, erläutert Andre Uhlmann von Gründernetzwerk SAXEED.  Auch Axel Helm von Additive Drives lobt die Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg und Prof. Dr. Henning Zeidler: „Prof. Zeidler verbindet beide Welten. Die wissenschaftliche Komponente in seiner Position als Professor, aber auch den pragmatischen Blick für die wirtschaftliche Verwertung.“„Mir ist es wichtig, dass die Forschenden und Studierenden in die Lage versetzt werden, das Wissen, welches sie an der TU Bergakademie Freiberg erwerben, auch in Innovationen in der Praxis zu übertragen. Das Team um Additive Drives lebt dies in exzellenter Weise vor“, ergänzt Prof. Dr. Henning Zeidler.Über die Additive Drives GmbHMit dem 3D-Druck von E-Motor-Komponenten startet Additive Drives die neue Ära der Elektrifizierung. Im Fokus stehen hochperformante Kupferwicklungen, Hauptbestandteil eines jeden Elektromotors. Die vereinfachte Herstellung ? direkt aus den CAD-Daten des Konstrukteurs ? ermöglicht kürzere Entwicklungs- und Testzyklen. Durch die Herstellung von Kupferspulen mittels 3D-Druck werden höhere Leistungen und Wirkungsgrade erzielt. Der höhere Kupferanteil im Elektromotor senkt die Verluste und verbessert die thermische Ankopplung der Wicklung ? So können bis zu 45% mehr Leistung im gleichen Bauraum erzielt werden.Weitere Informationen unter: www.additive-drives.de Über die Professur für Additive FertigungAn der Professur für Additive Fertigung der Technischen Universität Bergakademie Freiberg forscht, entwickelt und lehrt das Team um Prof. Dr.-Ing. Henning Zeidler zur gesamten Prozesskette der additiven Fertigungstechnik, vom Design für Additive Fertigung über Materialien für die Additive Fertigung, AM-Technologien und Hybridkonzepte bis zu nachgelagerten Prozessen. Neue, auch bioabbaubare und recycelte Werkstoffe für die additive Fertigung, hybride Fertigung und das Oberflächenfinish mittels Plasma-elektrolytischem Polieren bilden besondere Schwerpunkte.Über SAXEEDAls Zentrale Einrichtung am Prorektorat Forschung ist SAXEED wesentlicher Akteur der Gründungsunterstützung an der TU Bergakademie Freiberg. SAXEED sensibilisiert und motiviert Studierende, Hochschulabsolventen und -absolventinnen sowie Hochschulmitarbeitende für die Idee der eigenen Unternehmensgründung. Durch das breite Angebot an Netzwerk- bzw. Lehrveranstaltungen werden Gründer:innen qualifiziert und von erfahrenen Gründerberater:nnen von der Bewertung der Geschäftsidee über die Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Gründung des eigenen Start-ups begleitet.
Neues Forschungsprojekt nimmt CO2-Bilanz von Leichtbautechnologien in den BlickIm Rahmen des des Technologietransfer-Programms Leichtbau (TTP LB) des BMWi beteilgt sich das Institut für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik (IART) am Verbundvorhaben LIKE - Leichtbautechnologien in lebensphasenübergreifenden Kreislaufprodukten der Energiewende.Ziel des Vorhabens ist es, durch eine lebensphasenübergreifende Produktentwicklung und den Einsatz ressourcenschonender Leichtbautechnologien ausgewählte Komponenten hinsichtlich ihrer CO2 Bilanz zu überarbeiten und in nachhaltige, kreislauffähige Produkte zu transformieren. Im Projekt liegt hierbei der Fokus auf der elektrischen Maschine und einer Hochgeschwindigkeitsschalteinheit für Energieübertragungsnetze. Dabei wird der bestehende Produktentwicklungsprozess um ökologische Aspekte erweitert und die Grundsätze einer Kreislaufwirtschaft bereits in frühen Phasen berücksichtigt.Der Einsatz neuer Marker-Technologien ermöglicht bestmögliche Sortierung und Wiederverwertung der Bauteile sowie Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Ein ganzheitlicher und lebensphasenübergreifender Produktentwicklungsprozess mit Fokus auf Ressourceneffizienz durch Leichtbau, ermöglicht die Entwicklung von Produkten mit gegrinstem ökologischem Fußabdruck.Projektpartner und AufgabenbereicheInnerhalb des Forschungsvorhabens LiKE kooperieren die Firmen SIEMENS AG, ifu Institut für Umweltinformatik Hamburg GmbH, Polysecure GmbH, MetisMotion GmbH, und THM Recycling Solutions GmbH mit den Forschungseinrichtungen Institut für Leichtbau- und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, Institut für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik (IART) der TU Bergakademie Freiberg und Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zur Erarbeitung eines neuartigen, ökologisch fokussierten Entwicklungsprozesses für Produkte der Energiewende. Hierzu erfolgt parallel die systematische Entwicklung eines digitalen Zwillings durch konsequente Design-, Simulations-, und Werkstoffprozesse gekoppelt mit Life Cycle Assessment (LCA) Analysen und einer Recycling-fokussierten Konstruktion.Das Projekt ist in vier Hauptarbeitspakete aufgeteilt. Zur Erfüllung der funktionalen und ökologischen Anforderungen findet im ersten Hauptarbeitspaket „Entwicklung ressourceneffizienter Produkte“ ein lebensphasenübergreifender Entwicklungsprozess für die ausgewählten Komponenten statt. Das zweite Hauptarbeitspaket „Digital vernetzte Konstruktionsmethodik“ stellt die Entwicklungsmethodik für Produkte der Kreislaufwirtschaft, zur Nutzung im ersten Hauptarbeitspaket bereit, wobei eine starke Interaktion zwischen den beiden Arbeitspaketen vorherrscht. Innerhalb des dritten Hauptarbeitspakets „Technologien der Kreislaufwirtschaft“ erfolgt die Bereitstellung neuer Technologien zur Erarbeitung der ökologischen Ziele. Das letzte Hauptarbeitspaket „Validierung und Technologietransfer“ erbringt den Nachweis der Funktionsfähigkeit der Bauteile und Technologien mit dem Zweck der Validierung und des Transfers aller erarbeiteten Ergebnisse und Informationen zwischen den Konsortialpartnern.An der TU Bergakademie Freiberg übernimmt das IART die Entwicklung der Stoffstromkanalisierung am Ende der Nutzungsphase mit dem Ziel, die Wertschöpfung im Unternehmen zu erhöhen, insbesondere durch Erkennung und Auswahl ökonomisch und ökologisch vorteilhafter Recyclingrouten, welche die Nutzungsdauer von Produkten, Komponenten oder Werkstoffen verlängern. Mit der Entwicklung technischer Grundlagen für die Produktauthentifizierung, in Kombination mit der nötigen Informationsbereitstellung zur Kanalisierung (Detektion, Sortierung) am Lebensende, kann die Entscheidungsfindung für eine geeignete Recyclingroute deutlich verbessert werden. „Hindernisse für die Entwicklung zertifizierter Geschäftsmodelle der angestrebten zirkulären Wirtschaft werden so beseitigt“, sagt Institutsleiter Prof. Holger Lieberwirth.Das Vorhaben wird im Rahmen des Technologietransfer-Programms Leichtbau (TTP LB) - Programmlinie 2: CO2-Einsparung und CO2-Bindung durch den Einsatz neuer Konstruktionstechniken und Materialien - des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für drei Jahre bis 2023 gefördert und durch den Projektträger Jülich betreut.Projektkonsortium:Siemens AG (Konsortialführer)ifu Institut für Umweltinformatik Hamburg GmbHPolysecure GmbHMetisMotion GmbHTHM Recycling Solutions GmbHInstitut für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik der TU Bergakademie FreibergInstitut für Mikrostrukturtechnik des Karlsruher Instituts für TechnologieInstitut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden
„Ganz und gar nicht unter Schock“: 10 Jahre Schockwellenlabor in der Reichen ZecheSeit 2011 haben Forschende der TU Bergakademie Freiberg in einem untertägigen Schockwellenlabor im Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ mehr als 500 Sprengungen durchgeführt.„Entstanden aus einer Idee zur Zusammenführung der Höchstdruckforschung der beiden Institute für Anorganische Chemie und Mineralogie, blicken wir heute mit dem Schockwellenlabor auf zehn Jahre und gut zehn interdisziplinäre Forschungsprojekte mit wertvollen Beiträgen sowohl für Grundlagenforschung als auch für industrie- beziehungsweise anwenderorientierte Forschung zurück“, freut sich Prof. Gerhard Heide, Gründungsmitglied des Freiberger Hochdruckforschungszentrums (FHP).Das Team um die Professoren Edwin Kroke und Gerhard Heide nutzt die bei der Detonation des Sprengstoffs erzeugten Druckwellen, um beispielsweise in Proben aus „weichen“ Ausgangsmaterialien Umwandlungsprozesse auszulösen und damit neue, besonders harte und zähe Materialien zu erzeugen. Solche Prozesse sind auch in der Natur bekannt: Bei Meteoriteneinschlägen kann beispielsweise Diamant entstehen. „Die durch Schockwellen hergestellten Hart- und Ultrahartstoffe zeichnen sich beispielsweise durch eine hohe Temperaturbeständigkeit aus und können in Bohrköpfen in der Tiefbohrtechnik, aber auch zum Polieren optischer Gläser eingesetzt werden", erklärt Prof. Edwin Kroke.Im sechs Mal sechs Meter großen und über fünf Meter hohen Sprengraum können bis zu 20 Kilogramm Sprengstoff pro Experiment gezündet werden. „Damit können Drücke von bis zu 200 Gigapascal, das sind 2 Megabar, für die Materialsynthese erzeugt werden, so dass wir in der Lage sind, Bedingungen der Kern-Mantel-Grenze der Erde zu simulieren“, berichtet der Leiter des Schockwellenlabors Dr.-Ing. Thomas Schlothauer. Zum Vergleich: Diamant bildet sich bereits bei 2 GPa.Erfolgreiche Testphase 2020 in den Regelbetrieb überführtNach einer Testphase erhielt das Schockwellenlabor im Oktober 2020 die Erlaubnis für den Regelbetrieb vom Sächsischen Oberbergamt. Dank umfassender Umbaumaßnahmen, wieder durch die Belegschaft des Forschungs- und Lehrbergwerks, wurde während des Testbetriebs ein komplett neuer Zugang errichtet, um auch sehr große Proben im Labor untersuchen zu können. Im Rahmen des Testbetriebs wurden seit der Eröffnung des Labors im Jahr 2011 mehr als 500 Sprengstoff-Versuche zur Synthese neuer Materialien, Untersuchung von Mineralen und Gesteinen unter extremen Drücken sowie der Erforschung des Verhalten von Werkstoffen beim Plattieren und hochdynamischen Belasten durchgeführt. „Der Gleisanschluss direkt in die Sprengkammer ermöglicht es uns, nun auch ganz andere Fragestellungen zu bearbeiten beziehungsweise größere Proben zu untersuchen. Unter dem Stichwort `Zivile Sicherheit' entwickeln und testen wir im Rahmen eines AiF-Verbundprojekts neuartige mobile Materialverbunde, zum Beispiel Glasgewebe und Schaumglas als Schutzelemente für die Kampfmittelbeseitigung“, berichtet Prof. Gerhard Heide.Hintergrund: Schockwellenlabor als Teil des Freiberger Hochdruckforschungszentrums (FHP) der Dr.-Erich-Krüger-StiftungDas Schockwellenlabor befindet sich im Forschungs- und Lehrbergwerk Reiche Zeche auf der 1. Sohle im Bereich des Ganges "Wilhelm Stehender Nord" in 145 m Tiefe und besteht aus einem Mess- und Kontrollraum sowie der eigentlichen Sprengkammer. Es ist Teil des Freiberger Hochdruck-Forschungszentrums (FHP), welches das 1. Forschungskolleg der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung war. Das FHP ist ein interdisziplinärer, universitätsweiter Forschungsverbund von Arbeitsgruppen, die sich mit geo-, material- und werkstoffwissenschaftlichen Fragestellungen im Bereich von statischen und dynamischen Bedingungen hoher Drücke beschäftigen. Die Vorsitzende der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung, Dr. Erika Krüger, weihte das Schockwellenlabor mit einer symbolischen Sprengung am 11. Juli 2011 ein.
Universität gedenkt Ehrensenator und ehemaligem Rektor Horst GerhardtAm 13. Mai dieses Jahres verstarb Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Horst Gerhardt im Alter von 86 Jahren. Als Rektor der TU Bergakademie Freiberg gestaltete er zwischen 1988 und 1991 den gesellschaftlichen und politischen Wandel an der Universität mit.In einer Gedenkstunde würdigte die Universität heute (8. Juli) den Beitrag des Altrektors und Ehrensenators zur Entwicklung der TU Bergakademie Freiberg. Die Gedenkveranstaltung fand in kleinem Kreis mit geladenen Gästen und Mitgliedern der Familie Gerhardt statt und konnte von den Universitätsmitgliedern im Livestream verfolgt werden.In seinem Amt trug der 1935 geborene Bergbauingenieur entscheidend dazu bei, die Universität in der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft neu zu platzieren. So wurde sie im November 1990 als erste Hochschule in den neuen Bundesländern Mitglied der Hochschulrektorenkonferenz. Es folgten dank des Engagements von Prof. Horst Gerhardt und seinen Kolleginnen und Kollegen die Aufnahmen in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Darüber hinaus wurde unter der Leitung des Rektors der ereignisreichen Wendezeit die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften neu gegründet.Als einer der ersten Professoren neuen Rechts wurde Prof. Horst Gerhardt durch eine gesamtdeutsche Berufungskommission am 1. Oktober 1992 in Freiberg neu auf den Lehrstuhl berufen, den er seit 1980 innehatte. Bis 2000 lehrte und forschte er erfolgreich am inzwischen neu gegründeten Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der TU Bergakademie Freiberg. Im Oktober 2010 erhielt der ehemalige Rektor für seine besonderen Verdienste um die Entwicklung der TU Bergakademie Freiberg die Würde des Ehrensenators.„Altrektor Prof. Gerhardt war stets eine große Stütze der Universität und ist im Rahmen der Gespräche zwischen den Altrektoren und mir meinem Rektorat mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Dafür bin ich ihm außerordentlich dankbar und ich werde ihn als einen aufrechten, sachbezogenen und kollegialen Wissenschaftler in Erinnerung behalten“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Nicht nur in der deutschen und internationalen Rohstoffindustrie wurden seine fachlichen Leistungen stets hoch geschätzt, bereits in den 1980iger Jahren hatte er über die Societät der Bergbauprofessoren engen persönlichen Kontakt zu seinen Kolleginnen und Kollegen weltweit aufbauen können, und dieses Netzwerk und den wissenschaftlichen Austausch auch lange nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben intensiv gepflegt. Neben seiner fachlichen Kompetenz war Prof. Horst Gerhardt allen, die mit ihm zusammenarbeiteten insbesondere auch durch seine menschliche Art und die stets korrekte und zielgerichtete Kooperation stets ein Vorbild.„Professor Gerhard hat nicht nur in seiner Zeit als aktiver Bergmann sondern auch als Bergbauprofessor entscheidend an der Weiterentwicklung und Modernisierung unseres heimischen Bergbaus mitgewirkt. Auch später als Pensionär trat er unermüdlich für unsere Bergakademie, für unsere Studierenden, aber auch für die internationale Vernetzung von Lehre und Forschung ein. Mit ihm ist ein großer Bergmann, aber auch ein hochverehrter Hochschullehrer von uns gegangen. In seiner geradlinigen und aufrechten Art war er uns Vorbild und Ansporn zugleich ? wir werden ihn in unseren Reihen vermissen“, so Prof. Helmut Mischo vom Institut für Bergbau und Spezialtiefbau.
Gedenkstunde für ehemaligen Rektor Prof. GerhardtAm 13. Mai dieses Jahres verstarb Altmagnifizienz Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Horst Gerhardt im Alter von 86 Jahren. Als Rektor der TU Bergakademie Freiberg gestaltete er zwischen 1988 und 1991 den gesellschaftlichen und politischen Wandel an der Universität mit.Das vielfältige Wirken von Prof. Gerhardt würdigen die Universitätsleitung und das Institut für Bergbau und Spezialtiefbau in einer Gedenkstunde am Donnerstag, dem 8. Juli 2021, 11 Uhr. Die Redebeiträge und Würdigungen werden von den Freiberger Bergsängern musikalisch umrahmt. Die Veranstaltung wird im Livestream aus der alten Mensa für Interessierte übertragen.Als einer der ersten Professoren neuen Rechts wurde Prof. Horst Gerhardt durch eine gesamtdeutsche Berufungskommission am 1. Oktober 1992 in Freiberg neu auf den Lehrstuhl berufen, den er seit 1980 innehatte. Bis 2000 lehrte und forschte er erfolgreich am inzwischen neu gegründeten Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der TU Bergakademie Freiberg. Im Oktober 2010 erhielt der ehemalige Rektor für seine besonderen Verdienste um die Entwicklung der TU Bergakademie Freiberg die Würde des Ehrensenators.
Gedenkstunde für ehemaligen Rektor Prof. GerhardtAm 13. Mai dieses Jahres verstarb Altmagnifizienz Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Horst Gerhardt im Alter von 86 Jahren. Als Rektor der TU Bergakademie Freiberg gestaltete er zwischen 1988 und 1991 den gesellschaftlichen und politischen Wandel an der Universität mit.Das vielfältige Wirken von Prof. Gerhardt würdigen die Universitätsleitung und das Institut für Bergbau und Spezialtiefbau in einer Gedenkstunde am Donnerstag, dem 8. Juli 2021, 11 Uhr. Die Redebeiträge und Würdigungen werden von den Freiberger Bergsängern musikalisch umrahmt. Die Veranstaltung wird im Livestream aus der alten Mensa für Interessierte übertragen.Als einer der ersten Professoren neuen Rechts wurde Prof. Horst Gerhardt durch eine gesamtdeutsche Berufungskommission am 1. Oktober 1992 in Freiberg neu auf den Lehrstuhl berufen, den er seit 1980 innehatte. Bis 2000 lehrte und forschte er erfolgreich am inzwischen neu gegründeten Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der TU Bergakademie Freiberg. Im Oktober 2010 erhielt der ehemalige Rektor für seine besonderen Verdienste um die Entwicklung der TU Bergakademie Freiberg die Würde des Ehrensenators.
Neue Leitung der terra mineralia vorgestelltMit der am Freitag (2. Juli) unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Freiberg und der TU Bergakademie Freiberg wurde die zukünftige Leitung der terra mineralia beschlossen.Ab sofort übernehmen Andreas Massanek als Kustos und Andrea Riedel als Geschäftsführerin und gleichzeitige Direktorin des Stadt- und Bergbaumuseums Freiberg die Leitung der Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg. Ab 15. Juli öffnet die terra mineralia ihre Türen nach der pandemiebedingten Schließung wieder für Besucherinnen und Besucher.„Mit der engeren Kooperation mit der Stadt Freiberg ordnen wir die zukünftige Ausgestaltung der terra mineralia als zentrale Einrichtung der TU Bergakademie Freiberg neu. Als eine von zwei einzigartigen Ausstellungen vor Ort wird die terra mineralia weit über die Region hinaus noch stärker als bisher für den Standort Freiberg werben“, so TU-Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht.Der Freiberger Oberbürgermeister Sven Krüger bekräftigt: „Wir verbinden mit beiden musealen Häusern, was schon immer verbunden war: die Geschichte unserer Stadt mit einem ihrer bekanntesten Kinder: der TU Bergakademie. Dieses Band knüpfen wir mit wertvollen Zeitzeugen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können und die doch gleichen Ursprungs sind. Denn vom „Berge kommt alles her“ ? so auch die tausenden einzigartigen Minerale der terra mineralia, wie ebenso die unzähligen und einmaligen Objekte der Kulturgeschichte des Bergbaus in unserem Stadt- und Bergbaumuseum. Wenn wir also nun beide Museen in eine führende Hand legen, so legen wir dahinein auch die Hoffnung, dass unsere Museen in der sächsischen Museumslandschaft und darüber hinaus als Juwelen ? die sie unbestritten sind ? wahrgenommen werden. Für diese Aufgabe ist Andrea Riedel die richtige Frau ? mit Kompetenz, Engagement und Visionen.“Gemeinsame Strategie soll Wissenschafts- und Tourismusstandort Freiberg bekannter machenDie Kooperation soll vor allem das Marketing der terra mineralia unter einer gemeinsamen Strategie für die Freiberger Museumsmeile zusammenführen und optimieren. „Es ehrt mich, meine Erfahrungen, Ideen und Vorstellungen weiter im Stadt- und Bergbaumuseum und in der terra mineralia einbringen zu können. Beide Einrichtungen stehen sich mit ihren Inhalten als wissenschaftliche Sammlung und als Museum sehr nahe. Ich sehe die Herausforderungen der gemeinsamen Leitung darin, beide Ausstellungen zukunftsfähiger zu gestalten, noch besser zu vernetzen und dadurch einen gemeinsamen Mehrwert zu erzielen“, sagt Geschäftsführerin Andrea Riedel. Dafür kommen laut der Geschäftsführerin beispielsweise gemeinsame Tickets für terra mineralia und Stadt- und Bergbaumuseum in Frage.Die Betreuung der Sammlung liegt in den Händen von Andreas Massanek. Der erfahrene Kustos ist bereits seit 1993 an der TU Bergakademie Freiberg tätig: „In der terra mineralia bin ich verantwortlich für die Minerale, Edelsteine und Meteoriten der Pohl-Ströher Mineralienstiftung und weiterer Leihgeber, die nicht nur in der Ausstellung im Schloss, im Krüger-Haus und im Werner-Bau gezeigt werden, sondern auch im Depot im Schloss Freudenstein aufbewahrt werden. Dabei geht es um die wissenschaftliche Erschließung der Sammlung inklusive Digitalisierung und die Publikation der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf der einen Seite und die Weiterentwicklung des populärwissenschaftlichen und museumspädagogischen Konzeptes der Ausstellung auf der anderen Seite.“Wissenschaftlicher Direktor und Beirat unterstützen AusstellungsleitungDie Synergieeffekte aus der Kooperation beider Freiberger Museen liegen für den wissenschaftlichen Direktor, Prof. Gerhard Heide von der TU Bergakademie Freiberg, auf der Hand: „Die Universität verfügt mit ihren drei Ausstellungen über einen der größten mineralogischen Ausstellungskomplexe der Welt und kann das touristische Potenzial nur bis zu einem gewissen Grad ausschöpfen, denn ihre primären Aufgaben liegen in Lehre und Forschung. Von einer gemeinsamen Weiterentwicklung der musealen Angebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche, können beide Einrichtungen profitieren. Das Knowhow der Universität wird darüber hinaus der Digitalisierung und Erschließung der Sammlungsbestände an beiden Standorten zu Gute kommen“. Der Mineraloge repräsentiert die Zentrale Einrichtung der Universität im wissenschaftlichen Raum. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen wie den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Klassikstiftung Weimar, der Senckenberg Naturforschenden Gesellschaft Frankfurt, den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und dem Museum für Naturkunde Berlin.Zusätzlich wurde vom Rektorat der TU Bergakademie Freiberg ein neuer Beirat gewählt, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Stifterfamilien, Mineralogie- und Museumswissenschaftler sowie Universitätsmitglieder ihre wissenschaftlichen und sammlungsbezogenen Fachkompetenzen einbringen. Der Beirat wird für fünf Jahre bestellt.Hintergrund: Über die terra mineraliaIm Schloss Freudenstein der Stadt Freiberg ist die terra mineralia eine der größten privaten Mineralienausstellungen der Welt. Die über 3.500 Minerale, Edelsteine und Meteoriten von fünf Kontinenten bereichern und ergänzen die über zwei Jahrhunderte gewachsenen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg um Objekte von Weltklasse. Der überwiegende Teil der Ausstellungsstücke der terra mineralia stammt aus der Pohl-Ströher Mineralienstiftung. Die 2016 verstorbene Stifterin und Ehrensenatorin der TU Bergakademie Freiberg, Dr. Erika Pohl-Ströher, trug über 60 Jahre besonders schöne Stufen aus Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika sowie Australien zusammen. Mit der Dauerleihe eines großen Teiles ihrer Mineraliensammlung mit über 80.000 Stufen an die Universität ermöglichte sie die Einrichtung der Ausstellungen terra mineralia und Mineralogische Sammlung Deutschland im Krügerhaus. Über eine Million Besucherinnen und Besucher brachte die Ausstellung in den vergangenen 10 Jahren in die Stadt. Nach der pandemiebedingten Schließung öffnet die terra mineralia ihre Türen am 15. Juli 2021 wieder für Besucher.Weitere Informationen zur terra mineralia Kurz-Biografie Andrea RiedelKurz-Biografie Andreas MassanekKurz-Biografie Prof. Gerhard Heide
Neue MINT-Vorbereitungskurse für einen guten Start ins StudiumFür alle, die ihr Studium in Freiberg beginnen und sich optimal darauf vorbereiten möchten, bietet die Universität Vor-Kurse in den Fächern Chemie, Physik und Mathe sowie spezielle Einführungsveranstaltungen zum universitären Lernen und Angebote zum Kennenlernen der Mitstudierenden.„Abiturientinnen und Abiturienten berichten uns nach mehr als einem Jahr Homeschooling und Wechselunterricht immer wieder von Zweifeln, beim Niveau der Lehrveranstaltungen mithalten zu können“, schildert Maike Baudach, Studienberaterin an der TU Bergakademie Freiberg. Um Studieninteressierten diese Ängste zu nehmen, startet die Universität in Mittelsachsen Ende Juli 2021 das Pilotprojekt „Online-Sommerkurs Chemie“: „Mit systematischen Tests zeigen wir Teilnehmenden, welche naturwissenschaftlichen Grundlagen sie bereits beherrschen und welche für die MINT-Studiengänge noch erforderlich sind. Gezielt unterstützen wir dabei, Lücken zu schließen, Kompetenzen zu erweitern und geben im virtuellen Raum vielfältige Möglichkeiten zum aktiven Lernen, für Fragen und Diskussionen“, erklärt Initiatorin Dr. Regina Hüttl vom Institut für Physikalische Chemie. Interessierte Studienanfängerinnen und -anfänger können bereits ab Ende Juli mit dem Sommerkurs beginnen.Weitere naturwissenschaftliche Vorbereitungskurse im AngebotZur Auffrischung in den Grundlagenfächern (Mathematik, Physik und Chemie) vieler MINT-Studiengänge bietet die TU Freiberg vor Beginn der Vorlesungszeit ausreichend Plätze in weiteren Vor-Kursen. „In der aktuell ganz besonderen Situation möchten wir Studienanfängerinnen und Studienanfänger bestmöglich auf ihrem individuellen Startniveau abholen und auf dem Weg in ein erfolgreiches Studium begleiten“, sagt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht. „Die gute Vorbereitung auf das universitäre Lernen, die persönliche Vernetzung und der Austausch in kleinen Lerngruppen liegen uns gerade mit Blick auf die Erstsemesterstudierenden sehr am Herzen.“ Mehr zum Studienstart an der TU Bergakademie Freiberg erfahren Interessierte auf dem Studienstartportal. Noch bis 30. September können sich zukünftige Studierende zulassungsfrei für grundständige Studiengänge direkt einschreiben. Der Vorlesungsbeginn im Wintersemester startet am 18. Oktober.Individuelle Beratung für StudieninteressierteNoch unentschlossene Studieninteressierte können sich online zu den vielfältigen Studienangeboten informieren. Die Studienberater/innen der TU Bergakademie Freiberg sind immer mittwochs in der Websprechstunde und jederzeit im Instagram-Chat (@tubaf_studienberatung), telefonisch unter 03731 39-3469 und per E-Mail (studienberatungtu-freiberg [dot] de) erreichbar.
Vom Labor in den Markt ? TU Bergakademie Freiberg erfolgreich bei Validierungsförderung des SMWAIm Mai und Juni sind die ersten Projekte der Validierungsförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) an der TU Bergakademie Freiberg gestartet. Insgesamt wurden 142 Anträge von den sächsischen Forschungseinrichtungen eingereicht.Von insgesamt 25 geförderten Projekten gehen allein acht an die TU Bergakademie Freiberg. Damit erreicht die Bergakademie das beste Ergebnis der sächsischen Forschungseinrichtungen.  Die Richtlinie zur Förderung der Validierung von Forschungsergebnissen ist ein Programm des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, welche im Oktober 2020 neu aufgelegt wurde. Sie hat zum Ziel, das Innovationspotenzial vielversprechender Forschungsergebnisse zu prüfen, nachzuweisen und zu bewerten sowie mögliche Anwendungen zu erschließen. Damit soll die Distanz zwischen Forschungsergebnissen und Marktanforderungen frühzeitig minimiert werden. Forschungsergebnisse sollen so weiterentwickelt werden, dass diese von der Wirtschaft auf deren Verwertbarkeit beurteilt werden können.Die Förderrichtlinie schließt eine Finanzierungslücke bei den Wissenschaftseinrichtungen für die Durchführung von industrienahen Projekten. Dies soll einen verstärkten und systematischen Transfer von vielversprechenden Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft begünstigen.Die Förderung lässt vorrangig zwei Verwertungsformen zu. Zum einen können die Forschungsergebnisse durch eine Lizenzierung mit einem bestehenden Unternehmen verwertet werden, zum anderen können die geförderten Projekte in einer Ausgründung resultieren. Beide Verwertungswege wurden bei den Vorhaben, die die Vielfalt und Innovation der Forschung der TU Bergakademie widerspiegeln, in Betracht gezogen. Zu den acht geförderten Projekten gehören beispielhaft BiCaSyn vom Institut für Biowissenschaften und SprayTex vom Institut für anorganische Chemie.2 innovative Beispiele im FokusBiCaSyn beschäftigen sich mit der nachhaltigen Produktion von Kaffeesäure zur Synthese von 3-Hydroxytyrosol. 3-Hydroxytyrosol ist ein Wirkstoff, der eine antibakterielle, antivirale und antioxidative Wirkung hat und vom Projektteam erstmals in einem effizienten biotechnologischen Verfahren erzeugt wird. Mögliche Anwendungen könnten in der Lebensmittelindustrie, beispielsweise als Sportgetränk oder antivirale Bonbons, oder in der Kosmetikindustrie als nachhaltige Hautcremes liegen. "Die Förderung ermöglicht uns, unser Forschungsprojekt weiterzuentwickeln und potenzielle Anwendungsfelder zu validieren, die die Grundlage für die spätere Ausgründung oder Verwertung darstellen sollen", beschreibt der Projektleiter Dr. Michel Oelschlägel die Ziele seines Projektes.Das Projekt SprayTex befasst sich mit der Entwicklung eines Sprühätzverfahrens zur nasschemischen Behandlung von Siliciumwafern mit chlorhaltigen Flusssäurelösungen für industrielle Anwendungen, z.B. in der Photovoltaik- und Halbleiterbanche. Je nach Zusammensetzung der neuartigen Lösungen können bei Raumtemperatur polierte Oberflächen für Halbleiterwafer oder stark lichtabsorbierende Strukturen (inverse Pyramiden) für Solarzellen erzeugt werden. Gleichzeitig werden störende Metallverunreinigungen wie Eisen und Kupfer sehr effektiv gebunden. Das Sprühätzverfahren verringert den Einsatz von Chemikalien und den Energieverbrauch stark.Unterstützung duch Prorektorat ForschungUnterstützt werden die Projekte bei der Antragstellung und der Projektdurchführung vom Gründernetzwerk SAXEED und der Zentralen Transferstelle - beide angesiedelt am Prorektorat Forschung. Auch des Rektorat freut sich über die zahlreichen geförderten Projekte: „Das positive Abschneiden der TU Bergakademie Freiberg zeigt das große Potenzial der exzellenten Forschung unserer Institute. Ich danke den Transferakteuren der Zentralen Transferstelle und von SAXEED für die umfassende Unterstützung der Anträge und freue mich auf die weitere Entwicklung der geförderten Projekte!“, erläutert Prof. Dr. Jörg Matschullat, Prorektor für Forschung.Der nächste Förderaufruf ist für das zweite Halbjahr 2021 geplant. Informationen erteilen SAXEED (Verwertung über Ausgründung) und die Zentrale Transferstelle (Verwertung an etablierte Industrie).Über SAXEEDAls zentrale Einrichtung am Prorektorat Forschung ist SAXEED wesentlicher Akteur der Gründungsunterstützung an der TU Bergakademie Freiberg. SAXEED sensibilisiert und motiviert Studierende, Hochschulabsolventen und Hochschulmitarbeiter für die Idee der eigenen Unternehmensgründung. Durch das breite Angebot an Netzwerk- bzw. Lehrveranstaltungen werden Gründer qualifiziert und von erfahrenen Gründerberatern von der Bewertung der Geschäftsidee über die Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Gründung des eigenen Startups begleitet.Über Zentrale TransferstelleDie Zentrale Transferstelle vertritt die TU Bergakademie Freiberg als Ideen- und Technologiegeber aktiv nach außen. Sie bewertet vorhandene Technologien und künftige Erfindungen vorab und führt diese dann systematisch einer wirtschaftlichen Verwertung zu.
TU Bergakademie Freiberg: Neubau Hallenkomplex ? Fertigstellung Rohbau für den 2. Bauabschnitt
Studieren auf Probe: Schüler-Uni der TU Freiberg findet in den Sommerferien vor Ort sattVom 26. Juli bis 3. September können Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse verschiedene Studiengänge und Forschungsgebiete der technischen Universität in Mittelsachsen kennenlernen.Es gibt noch freie Plätze in den Projektwochen BioNanoTec, Geo, Technik und Werkstoffe. „Diese Workshops eigenen sich vor allem für diejenigen, die wissen wollen, wie naturwissenschaftliche Grundlagen für neue Technologien angewendet werden oder für alle, die beim Zähneputzen auch an den Wasserverbrauch denken. Außerdem machen die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel aus Rapsöl Biodiesel oder prüfen, biegen und brechen verschiedene Werkstoffe“, erzählt Studienberaterin Maike Baudach.BioNanoTec-Woche vom 26. bis 30. Juli 2021 (Studiengang: Angewandte Naturwissenschaft)Geo-Woche "Raumschiff Erde" vom 02. bis 06. August 2021 (Studiengänge: Geologie und Mineralogie, Geoökologie, Geophysik und Geoinformatik)Geo-Woche "Faszination Geoingenieurwesen" vom 09. bis 13. August 2021 (Studiengänge: Geotechnik und Bergbau, Markscheidewesen und Angewandte Geodäsie)Technik-Woche vom 16. bis 20. August 2021 (Studiengänge: Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (Energieverfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Mechanische Verfahrenstechnik, Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik)Werkstoff-Woche vom 30. August bis 03. September 2021 (Studiengang: Advanced Components: Werkstoffe für die Mobilität)Kleine Gruppen, sichere DurchführungIn kleinen Gruppen von bis zu 10 Teilnehmenden werden die Schülerinnen und Schüler von Studierenden über den Campus der TU Bergakademie Freiberg zu ihren Workshops geführt und begleitet. In eigens gestalteten Vorlesungen, Experimenten, Laborführungen, Exkursionen oder Wettbewerben können sie sich von der Begeisterung für die Wissenschaft anstecken lassen. Während der Workshops und Veranstaltungen werden die Teilnehmenden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachbereiche betreut. Wer möchte, kann danach bis in die Abendstunden an gemeinsamen Unternehmungen mit Studierenden und Lehrenden der Universität teilnehmen. Zur sicheren Durchführung werden alle Teilnehmenden täglich Corona-Schnelltests durchführen.Die Kosten für die Teilnahme liegen bei 35 Euro, zzgl. 14 Euro pro Nacht bei Übernachtung im Kinder- und Jugendhaus der Stadt Freiberg oder dem Gästehaus am DBI.Vollständiges Programm und Anmeldung.
Online CampusTag für Studieninteressierte am 3. JuliAuf www.studieren-in-freiberg.de/campustag informiert die TU Bergakademie Freiberg am 3. Juli über das Studieren in Freiberg. Online können sich Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Studium interessieren in Live-Chats und Websprechstunden beraten lassen.Der Online-Campustag findet von 10 bis 15 Uhr statt. „Das ist nun schon der vierte virtuelle Studieninformationstag, bei dem wir zukünftige Studierende mit digitalen Inhalten und Live-Formaten bestmöglich bei der Studienorientierung unterstützen“, sagt Katja Magaschütz vom Team des CampusTags der TU Bergakademie Freiberg. Neben Video-Studiengangsvorstellungen erwarten Schülerinnen und Schüler, die vor dem Abitur stehen, auch kurze Clips zu den Themen Studienbeginn, Studienfinanzierung, Universitätssport sowie studentisches Leben und Engagement.In Web-Seminaren beantwortet die Zentrale Studienberatung alle Fragen rund um das Studium und berät zur passgenauen Wahl eines Studienfachs. Über den Tag verteilt finden außerdem Fachberatungen und Online-Schnuppervorlesungen statt. Teilnehmende können hier direkt mit den Lehrenden und Forschenden sprechen und individuelle Fragen zu konkreten Studieninhalten und deren Anwendung in der Praxis stellen. In Fachvorträgen geben WissenschaftlerInnen Einblicke in spannende Forschung und zeigen zukünftige Herausforderungen. „Mit diesem vielfältigen Angebot möchten wir nicht nur das Spektrum der Studienfächer in Freiberg zeigen, sondern auch ein Gefühl dafür vermitteln, wie spannend Studieren und Forschen ist und in welchen Berufsfeldern angehende Studierende nach dem Studium tätig werden können“, so Katja Magaschütz. Sich mit Studierenden treffen, auch das geht am Online-CampusTag. Beim Studi-Talk können sich die Studieninteressenten im Live-Meeting mit Studierenden verschiedener Studiengänge austauschen. Neben den praktischen Studienerfahrungen gibt es hier auch nützliche Tipps für einen guten Start ins Studium.Alle Inhalte sind auch über den Campustag hinaus unter https://www.studieren-in-freiberg.de/campustag abrufbar. Tipps rund um das Studium in Freiberg gibt es zudem auf dem Instagram-Kanal der Studienberatung @tubaf_studienberatung.Schon am 5. Juni hatte ein Online CampusTag der TU Bergakademie Freiberg stattgefunden.
Filtern statt Duschen: Forschende entwickeln neuen Werkstoff aus BadeschwammAus einem gezüchteten marinen Schwamm entwickelten Forschende der TU Bergakademie Freiberg einen innovativen Werkstoff. Reagieren die Fasern des Schwamms mit einer kupferhaltigen Ammoniaklösung, wie sie beispielsweise in der Elektronikindustrie anfällt, entsteht das Mineral Atacamit.Dieses Mineral, das in der Natur nur sehr selten vorkommt, heftet sich so stark an die Schwammfasern, dass ein robustes Material entsteht, welches katalytische und antibakterielle Eigenschaften hat und somit potenziell als bio-basierter industrieller Filter eingesetzt werden könnte.Professor Hermann Ehrlich legt ein Stück Schwamm in eine alkalische kupferhaltige Ammoniaklösung, die ein Kupferbad aus der Herstellung von Leiterplatten für Elektronikkomponenten simuliert. Zirka 12 Stunden später hat sich der Schwamm blau verfärbt ? getrocknet ist er fester als vorher, aber immer noch sehr leicht. „Bei einem pH-Wert von 9 öffnen sich die Fasern des Spongins und die organischen Verbindungen des Proteins verändern sich“, erklärt Prof. Hermann Ehrlich. Das in der Ammoniaklösung enthaltene Kupfer reagiert sofort mit den organischen Anteilen des Spongins, vor allem mit den Aminosäure-Resten, und bildet das Mineral Atacamit. „Entlang der Spongin-Faser wachsen, wie an einer Schnur, nanometerkleine Kristalle“, veranschaulicht der Wissenschaftler. Sie stabilisieren das Gerüst und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Schwamm in seiner einzigartigen Mikroarchitektur erhalten bleibt.Welche molekularen Vorgänge bei der Bildung des Minerals Atacamit im Verbund mit dem Spongin der Schwammfasern vor sich gehen, klärte das Team um Prof. Hermann Ehrlich nun grundlegend auf. Die Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in einer aktuellen Publikation in der Fachzeitschrift Advanced Materials.Anwendung als biobasierter Filter für Abwasserreinigung oder Schadstoffentfernung möglichDas dreidimensionale und poröse Material ist von Natur aus ein Filter. Gepaart mit den Eigenschaften des Atacamits ergeben sich vielfältige Potenziale für eine Anwendung des neuen Materials als Alternative zu synthetischen Filtern. „Unser Team konnte erstmals experimentell nachweisen, dass der Verbundwerkstoff aus marinen Badeschwämmen prinzipiell bei der Entwicklung von Sensoren, Katalysatoren und antibakteriellen Filtersystemen eingesetzt werden kann“, verdeutlicht Mit-Autor Prof. Martin Bertau von Institut für Technische Chemie der TU Bergakademie Freiberg.Neues Material ist vielfach wiederverwendbarTaucht Prof. Hermann Ehrlich den blauen Schwamm mit den Kristallen in eine saure Lösung, läuft die Reaktion rückwärts ab: Der Schwamm ist wieder in seinem Ursprungszustand und kann erneut für weitere Anwendungen aufbereitet werden. „Das neu entwickelte Material ist also immer wieder recycelbar“, so der Freiberger Biomineraloge begeistert. „Auch nach bis zu 100 Anwendungszyklen ist die Reaktionsfähigkeit des Spongin-Atacamit-Verbundwerkstoffs noch gegeben“, bestätigt auch sein Kollege Prof. Martin Bertau. „Ist der Werkstoff am Ende nicht mehr wiederzuverwenden, ist der Schwamm biologisch abbaubar und das Kupfer aus der Lösung wird zurückgewonnen. Idealerweise elektrochemisch mit erneuerbaren Energien. Dass das geht, haben wir bereits gezeigt“, erläutert der Chemiker.Hintergrund: Biomineralogie und extreme Biomimetik an der TU Bergakademie FreibergSeit zwei Jahren entwickeln die Forschenden aus Deutschland, Polen, Australien, Spanien und der Ukraine neue biomimetische Modelle und Alternativen zu Plastikgerüsten für die moderne Werkstoffwissenschaft. Unterstützt werden sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie der Alexander von Humboldt Stiftung. Die Extreme Biomimetik ist ein neues, seit 2013 etabliertes wissenschaftliches Spezialgebiet an der TU Bergakademie Freiberg, das sich mit der Untersuchung natürlicher und künstlicher Phänomene zur Entwicklung neuartiger bioinspirierter 3D-Verbundwerkstoffe im Zentimeter- bis Metermaßstab befasst.Originalpublikation: Tsurkan et al. (2021) Extreme Biomimetics: Designing of the first nanostructured 3D spongin-atacamite composite and its application. Advanced Materials 2101682.
Universität intensiviert Kooperation mit Dnipro University of TechnologyMit einem Kooperationsvertrag haben Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht und Prof. Oleksandr Azyukovskyi, Rektor der Dnipro University of Technology (DUT) am 16. Juni die gemeinsame Zusammenarbeit besiegelt ? speziell im Bereich Bergbau, Ökologie/Biowissenschaften, Geodäsie sowie Ingenieurwesen.„Die DUT war und ist ein verlässlicher Partner. Das unterzeichnete Kooperationsabkommen ist eine Bestätigung unserer engen Beziehung und des gemeinsamen, erfolgreichen Engagements in der Ausbildung von Studierenden und der Forschung“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Neben Ökologie und (Umwelt-)Mikrobiologie, Geologie und Bergbau sind auch Forschende und Lehrende der Bereiche Ressourcen- und Umweltmanagement beider Universitäten aktiv beteiligt und betreuen die Studierenden bei deren Studien- und Forschungsaufenthalten an der jeweiligen Gastuniversität.Die Kooperation mit der DUT besteht seit 17 Jahren. Seither gibt es vielfältige gemeinsame Aktivitäten und Projekte ? darunter Joint Degree Programme in den Studiengängen „Advanced Minerals Resource Development“ und „International Master of Science in Engineering, Entrepreneurship and Resources“ sowie eine gemeinsame Erasmus +-Programm-Partnerschaft. Aber auch wissenschaftlich arbeiten die TU Bergakademie Freiberg und die DUT eng zusammen. So wurden beispielsweise in den beiden Forschungsprojekten „Bio-Mining“ und „Eco-Mining“ Lehrmodule für Bachelor- und Masterstudierende in den Studiengängen Umweltwissenschaften, Bergbau und Geologie entwickelt und ein erfolgreiches Doppel-Promotionsprogramm mit gemeinsam betreuten Promotionen zum Thema "Ecomining" (umweltfreundlicher Bergbau und ökologische Sanierung von Bergbaufolgelandschaften) ? mittlerweile sogar auf virtueller Basis ? etabliert.Die DUT ist einer der ältesten Partner der TU Bergakademie Freiberg und gehört zu den international führenden Hochschulen im Bergbaubereich. Schon kurz nach der Gründung der Dnepropetrowsker Bergbauuniversität im Jahr 1899 wurden die ersten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Ausbildung nach Freiberg geschickt. Die DUT ist zudem eine der fünf Universitäten, die 2007 in Freiberg die "International University of Resources" als Netzwerk für Ressourcenforschung gegründet haben und ist aktives Mitglied im World Forum of Universities of Resources on Sustainability (WFURS).
HRK-Senat zu Perspektiven für das nächste WintersemesterDer Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat am 8. Juni in einer erneut digitalen Sitzung die Perspektiven für das Wintersemester 2021/22 angesichts der aktuellen Entwicklung der Covid-19-Pandemie beraten.
Technologien für den Klimaschutz: BHT präsentiert aktuelle ForschungsansätzeOb elektrische Antriebe für die Mobilität der Zukunft, Potenziale für eine grüne Stahlproduktion oder umweltgerechter Nachbergbau und Grundwasserschutz:In insgesamt 18 Kolloquien stellen Forschende der TU Bergakademie Freiberg und weiterer Forschungseinrichtungen beim jährlich stattfindenden Freiberger Universitätsforum neue Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung vor.Der sächsische Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Wolfram Günther verdeutlichte die Bedeutung der diskutierten Themen in einer virtuellen Begrüßung der rund 400 Teilnehmenden der Konferenz: „Bis 2045 möchte Sachsen mit dem Energie- und Klimaprogramm Klimaneutralität erreichen. Dabei sind die nachhaltige Nutzung von Ressourcen, der Ausbau erneuerbarer Energien und Maßnahmen für den Klimaschutz längst zu einer Standortfrage für die Ansiedlung neuer Unternehmen geworden. Besonders bei der Dekarbonisierung der Industrie kommt Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit ihrem Wissen um Prozesse und Technologien eine wichtige Rolle für die Sicherung einer nachhaltigen Zukunft zu.“„Welche Technologien geeignet sind, um ressourceneffizientes und nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen und damit eine gesunde Umwelt als Lebensgrundlage auf der Erde zu erhalten, zeigen die Beiträge der Freiberger Forschenden anhand beispielhafter Sektoren“, ergänzt Prof. Dr. Jörg Matschullat, Prorektor für Forschung der TU Bergakademie Freiberg. Besonders in Sachsen hat sich die traditionsreiche Konferenz BHT ? Freiberger Universitätsforum bis zu ihrer aktuell 72ten Ausgabe einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Auch internationale Vortragende und Teilnehmende beteiligen sich zwischen dem 9. und 11. Juni an den virtuellen Diskussionen.Gut gewickelt ? elektrische Antriebe im FokusElektromotoren für E-Fahrzeuge oder auch Wärmepumpen wird eine bedeutende Rolle für die Energiewende zugesprochen, denn Elektrifizierung kann zur Dekarbonisierung ganzer Sektoren beitragen. Wie elektrische Antriebe effizient ausgelegt und betrieben werden können oder welche innovativen Werkstoffe dabei zum Einsatz kommen, zeigt das von der Freiberger Elektrotechnik-Professorin Jana Kertzscher geleitete Kolloquium.Bergbau und Wasser im ZusammenhangWasser wird einerseits für den Bergbau genutzt und fällt andererseits im aktiven Berg- und Tagebau an und muss gehoben beziehungsweise gesenkt werden, wie es beispielsweise vor 150 Jahren in der Lausitz der Fall war. Nach Einstellung des Bergbaus kommt dem Wasser eine große Bedeutung zu, die in zwei Fachkolloquien, organisiert vom Freiberger Hydrogeologen Prof. Traugott Scheytt, beleuchtet wird. Die Forschenden stellen die neuesten Untersuchungen vor und zeigen Aufgaben für die Gegenwart und die nachhaltige Sicherung der Zukunft.Nachhaltige Metallproduktion & grüner StahlBeim von Prof. Olena Volkova geleiteten Freiberger Stahltag erfahren Teilnehmende, wie erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff in die Stahlerzeugung eingekoppelt werden können oder welche zentrale Rolle Recyclingprozesse für die nachhaltige Stahlproduktion spielen. Darüber hinaus werden in weiteren Kolloquien nachhaltige und elektrifizierte Prozesse in der Nichteisen-Metallurgie sowie neue Ansätze der Biohydrometallurgie zur Gewinnung von Metallen vorgestellt. Speziell mit dem Thema Rotschlamm, einem Abfallprodukt aus der Gewinnung von Aluminiumoxid, befassen sich die Vortragenden, die der Einladung des Freiberger Chemikers Prof. Martin Bertau folgten.Wie mechanische Lösungen zum Recycling von Lithiumionen-Akkus beitragen können zeigen die Forschenden in einem aktuellen technologischen Überblick ? vom Auseinanderbauen über das Schreddern und das Sortieren. Mit nachhaltigem Schmelzen in Gießerei-Prozessen beschäftigt sich ein weiterer virtueller Beitrag.Weltweite Forschungskooperationen im Fokus zweier KolloquienDie besondere Verbindung der TU Bergakademie Freiberg mit der japanischen Universität Akita zeigt die Karriere des Freiberger Metallurgen Curt Adolph Netto, die vor 150 Jahren begann und ihn bis nach Japan führte. Die Vorträge von jeweils gepaarten japanischen und deutschen WissenschaftlerInnen beleuchten Kernfragen der beiden Ressourcenuniversitäten ? zu Elektronikmaterialien, modernsten Betonbaustoffen, der Wasserstoffproduktion und aktuellen Erkenntnissen der Primärrohstoffforschung.Beim Freiberg ? St. Petersburger Kolloquium junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen Fragestellungen entlang der Rohstoff-Wertschöpfungskette, beginnend mit naturwissenschaftlichen Fragen der Lagerstättenerkundung und -bewertung, über technische Fragen der Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung bis zu Fragen der wirtschaftlichen und Umweltbewertung von Prozessen in der Montanindustrie im Fokus.Hintergrund: Freiberger Universitätsforum BHTDas Freiberger Universitätsforum BHT geht auf eine Initiative von Studierenden zurück, die im Jahr 1949 eine fachübergreifende Informationsveranstaltung an ihrer Universität organisierten. Aus dieser Idee heraus entwickelte sich zunächst der „Berg- und Hüttenmännische Tag (BHT)“ zu einer jährlichen Forschungskonferenz, die Ergebnisse aus den Bereichen Geowissenschaften, Geotechnik, Bergbau und Metallurgie vorstellte. In den vergangenen Jahren zeigt das Freiberger Universitätsforum zusätzlich weitere Bereiche des Forschungsspektrums der TU Freiberg. Im 72. Jahr ihres Bestehens widmet sich die virtuelle Konferenz 2021 dem Thema Technologien für den Klimaschutz.
Karrieremesse ORTE gibt Einblicke in Berufsperspektiven nach dem StudiumZum zweiten Mal findet die Karrieremesse ORTE online statt. Unter dem Motto „ONLINE-ORTE 2.0 ? LOKAL TRIFFT GLOBAL!“ geben über 20 regionale & überregionale Ausstellende am 9. und 10. Juni 2021 jeweils in der Zeit von 9-12 Uhr Studierenden, Absolvent*innen und Interessenten Tipps zum Karrierestart.Bereits die erste Online-ORTE im Januar 2021 hat gezeigt, dass virtuelle Karriereveranstaltungen funktionieren. Deshalb hat das Organisationsteam der ORTE im Career Center der TU Bergakademie Freiberg diese Erfahrungen genutzt und das Angebot weiter ausgebaut. Das bietet Unternehmen auch während der Corona-Pandemie weiterhin die wertvolle Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber für Studierende und Absolvent*innen aller Fachrichtungen, von den Naturwissenschaften über Maschinenbau und Technik bis zu den Wirtschaftswissenschaften, zu präsentieren und über Abschlussarbeiten, Praktika sowie weitere Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten zu informieren ? flexibel, ortsunabhängig und sicher.Darüber hinaus profitieren die Teilnehmenden von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Firmenvorträgen, Bewerbungsmappenchecks und vielem mehr. So gibt es beispielsweise auch digitale Messestände mit multimedialem Informationsmaterial wie Flyern, Videos und virtuellen Unternehmensrundgängen. Dort besteht an beiden Messetagen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr die Möglichkeit, mit den Personalverantwortlichen direkt über Text- und Videochat in Kontakt zu treten. Die Stände sind bis zum 18. Juni 2021 abrufbar, um nachträglich noch Information und Kontaktdaten zu recherchieren. Unternehmensvorträge und eine Stellenbörse runden das Angebot ab.Zu den ausstellenden Firmen gehören unter anderem namhafte regionale und überregionale Unternehmen wie Georgsmarienhütte Holding GmbH, Wismut GmbH, BASF Schwarzheide GmbH, Siltronic AG, Globalfoundries Management LLC & Co. KG.Zur Karrieremesse ORTE Career Center TU Bergakademie Freiberg ? kurz & knappDas Career Center ist eine zentrale Serviceeinrichtung der TU Bergakademie Freiberg unter dem Dach der Graduierten- und Forschungsakademie und agiert als Ansprechpartner für Studierende und Absolventen, die sich auf ihren Berufseinstieg vorbereiten sowie für potenzielle Arbeitgeber, die auf der Suche nach Nachwuchskräften sind.Die Angebote des Career Centers für Studierende konzentrieren sich dabei auf drei Bereiche, um sich optimal auf den Berufseinstieg vorzubereiten: Training fachübergreifender Kompetenzen, individuelle Beratung und Kontakt zu Arbeitgebern.
Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim mit Sächsischem Lehrpreis ausgezeichnetAm 3. Juni überreichte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow die Sächsischen Lehrpreise 2020. In der Kategorie Universitäten geht der mit 10.000 Euro dotierte Preis an Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim für ihr erfolgreiches und nachhaltiges Engagement in der (digitalen) Hochschullehre.In der Lehre setzt Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim vor allem auf digitale Skripte, Videos und Online-Tests zur Selbstüberprüfung des Lernstoffes, die Studierende orts- und zeitunabhängig nutzen können. Im Rahmen einer Flipped Classroom-Lehrveranstaltung können sich Studierende in einem vorgeschalteten Selbststudium die Lehrinhalte in ihrem individuellen Tempo aneignen und diese in den anschließenden Präsenzphasen beispielsweise in Fallstudien anwenden und vertiefen. „Studierende bringen ebenso wie Mitarbeitende in der Unternehmenspraxis ganz unterschiedliche Vorkenntnisse und Fähigkeiten mit. Durch das Bereitstellen digitaler Tools und Unterlagen können sie sich in ihrem Tempo mit den Inhalten auseinandersetzen und sind dabei zugleich zeit- und ortsunabhängig“, so Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim. Dabei profitieren die Studierenden auch von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien der Wirtschaftsprofessorin, die sie auf Fragestellungen in der Forschung vorbereiten und Möglichkeiten für eine eigene Mitarbeit in verschiedenen Projekten bieten. So arbeitet Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim derzeit beispielsweise gemeinsam mit der TU München an der Umsetzung einer digitalen Ideen- und Innovationsmanagement-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen und entwickelt gemeinsam mit der Universität Rostock eine neue Projektidee zum Thema „Entwicklung und Erprobung selbstlernender Assistenzsysteme zum digitalen Kompetenzerwerb in Unternehmen“.Konzepte berücksichtigen individuelle LernprozesseDas innovative Lehr-Lern-Konzept bietet besonders mit Blick auf die Flexibilisierung und Individualisierung von Lernprozessen der Studierenden viele Vorteile. Während manche Lerntypen besser über das Lesen von Texten lernen, sind andere Studierende eher für parallele visuelle und auditive Reize in Form von Screencasts empfänglich. „Zudem eröffnen sich durch die Onlineangebote auch mehr freie Zeiträume, um die Studierenden in komplexeren, inhaltlichen Fragen intensiver zu betreuen und persönlich ein individuelleres Betreuungsangebot zu schaffen“, so Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim. Ihr Engagement hat sich im vergangenen Jahr besonders ausgezahlt: Seit letztem Jahr wird ihre Arbeit im Rahmen des sachsenweiten Programms Digital Fellowship intensiv unterstützt. Im Rahmen des Tandem Fellowships kooperiert Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim mit der HTW Dresden, um ein digitales Angebot für wissenschaftliches Arbeiten bereitstellen zu können.„Die letzten Monate standen unsere Hochschulen ganz im Zeichen der Pandemie und damit auch der digitalen Lehre. Nur mit Hilfe der Flexibilität und der Kreativität von Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden ist es gelungen, den Lehrbetrieb weitgehend aufrecht zu erhalten. Der Lehrpreis 2020 steht daher ganz im Zeichen der Digitalisierung und geht an Lehrende, die sich mit besonderem Engagement der Entwicklung und Verbreitung von digitalen Lehrinstrumenten widmen und damit auch andere inspirieren. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Ihre vorbildhafte Arbeit“, erklärt Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow.Dem schloss sich auch die Prorektorin für Bildung an der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Swanhild Bernstein, in ihrer Laudatio an: „Mit ihrem Einsatz für die Entwicklung neuer hybrider, selbstbestimmter Lehr- und Lernformen sowie ihrem Engagement in der intensiven Betreuung und Beratung von Studierenden leistet Prof. Dr. Stumpf-Wollersheim einen wichtigen Beitrag zur fachlichen, methodischen, digitalen und sozialen Kompetenzentwicklung unserer Studierenden und unterstützt die Universität maßgeblich bei ihrem Ziel, die Qualität der Studien- und Prüfungsleistungen sowie die Motivation und Zufriedenheit der Studierenden kontinuierlich zu steigern“.Zum Sächsischen LehrpreisDer mit insgesamt 40.000 Euro dotierte Sächsische Lehrpreis würdigt die besten Ideen sowie die beste Umsetzung von Lehre an sächsischen Hochschulen und der Berufsakademie Sachsen und wurde am 3. Juni zum vierten Mal verliehen. Neben Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim von der TU Bergakademie Freiberg sind Prof. Dr. Marc Ritter von der Hochschule Mittweida in der Kategorie für angewandte Wissenschaften, Julia Bartha von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in der Kategegorie Musik- und Kunsthochschulen sowie Prof. Dr. Tenshi Hara von der Staatlichen Studienakademie Dresden in der Kategorie Berufsakademie weitere PreisträgerInnen.Zur PersonProf. Dr. Stumpf-Wollersheim arbeitete nach ihrer Bankausbildung bei einer Investmentbank und studierte parallel dazu an der Frankfurt School of Finance & Management, wo sie im Jahr 2010 mit der Bestnote „summa cum laude“ promovierte. Im Anschluss wechselte sie an die TU München, wo sie am Lehrstuhl für Strategie und Organisation tätig war und 2016 habilitiert wurde. Im Jahr 2014 erhielt sie als erste Nachwuchswissenschaftlerin der TUM School of Management den Titel des TUM Junior Fellow. Im gleichen Jahr wurde sie zudem als erste Wirtschaftswissenschaftlerin in das Junge Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, in dem disziplinübergreifend 20 herausragende junge Wissenschaftler aus Bayern gefördert werden, berufen. Seit November 2016 hat sie die Professur für Internationales Management und Unternehmensstrategie an der TU Bergakademie Freiberg inne.Das Video-Kurzporträt von Prof. Dr. Jutta Stumpf-Wollersheim wurde von der Fakultät Medien der Hochschule Mittweida für den Sächsischen Lehrpreis erstellt.
2 Start-ups der TU Freiberg unter den 10 Finalisten des IQ Innovationspreis MitteldeutschlandDie Additive Drives GmbH und die Quantus ? Agriculture Technologies GmbH, beide Ausgründungen der TU Bergakademie Freiberg, sind unter den zehn Finalisten im Rennen um den Gesamtsieg des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2021.Aus 140 Bewerbungen in fünf Clustern entschied eine 20-köpfige Jury aus Entscheiderinnen und Entscheider der Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik und Verwaltung über die Finalisten. Bewertet wurde anhand der Kriterien Innovationsgrad, Wirtschaftlichkeit und Marktfähigkeit.„Mit diesem hervorragenden Abschneiden der Ausgründungen der TU Bergakademie Freiberg bei einem länderübergreifenden Innovationswettbewerb zeigt sich einmal mehr die hohe Qualität der Gründungsunterstützung an unserer Universität,“ so Prof. Dr. Jörg Matschullat, Prorektor Forschung und Projektleiter von SAXEED.Andre Uhlmann, Standortleiter des Gründernetzwerkes SAXEED an der TU Bergakademie Freiberg zeigt sich hocherfreut: „Unter den zehn nominierten Teams für den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland sind drei Teams des Gründernetzwerk SAXEED vertreten!“ Neben den beiden Teams von der TU Bergakademie Freiberg ist mit der LiGenium GmbH, eine Ausgründung der TU Chemnitz, ein weiteres Team des Gründernetzwerkes SAXEED unter den Finalisten. „Das Cluster Automotive ist somit fest in der Hand des Gründernetzwerkes SAXEED.“, berichtet Andre Uhlmann weiter.Die Bekanntgabe des Gesamtsiegers und die Cluster-Preisträger für Automotive, Chemie/Kunststoff, Energie/Umwelt/Solarwirtschaft, Informationstechnologie sowie Life Science werden am 24. Juni in einem virtuellen Live-Event bekannt gegeben.HintergrundMit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland fördert die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland neuartige, marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft der Region. Der länderübergreifende Innovationswettbewerb ist mit insgesamt 70.000 € dotiert.Gründernetzwerk SAXEED an der TU Bergakademie FreibergAls zentrale Einrichtung am Prorektorat Forschung ist SAXEED wesentlicher Akteur der Gründungsunterstützung an der TU Bergakademie Freiberg. SAXEED sensibilisiert und motiviert Studierende, Hochschulabsolventen und Hochschulmitarbeiter für die Idee der eigenen Unternehmensgründung. Durch das breite Angebot an Netzwerk- bzw. Lehrveranstaltungen werden Gründer qualifiziert und von erfahrenen Gründerberatern von der Bewertung der Geschäftsidee über die Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Gründung des eigenen Startups begleitet. Als Verbundprojekt gibt es SAXEED neben der TU Bergakademie Freiberg auch an der TU Chemnitz und an den beiden Fachhochschulen in Mittweida und Zwickau.
Erste digitale Edition der TU Bergakademie Freiberg geht online: Briefe an Abraham Gottlob WernerAb heute ist die sogenannte Werner-Edition online verfügbar. Rund 700 Briefe von und an den Freiberger Gelehrten Abraham Gottlob Werner sind nun samt Informationen zum Kontext der Briefwechsel öffentlich einsehbar.Wernerstraße, Werner-Bau und die Werner-Büste unweit des Schloßplatzes: Abraham Gottlob Werner (1749- 1817) ist in Freiberg allgegenwärtig. Die mehr als vier Jahrzehnte, die er ab 1775 in Freiberg wirkte, haben aufgrund der hohen Bedeutung dieses Gelehrten ihre Spuren hinterlassen. Diese ist insbesondere seinen Vorlesungen zur Geologie und Mineralogie, die er dadurch maßgeblich als akademische Disziplinen mitbegründete, geschuldet. Zu Lebzeiten übte Werners Lehre eine große Anziehungskraft aus: zahlreiche Söhne von Aristokraten, Bergwerks- und Gutsbesitzern, Gelehrten, leitenden Beamten und Diplomaten kamen aus ganz Europa und Übersee, um die Bergakademie zu besuchen und vor allem, um bei Werner zu hören.Nach ihrer Freiberger Zeit schreiben viele von ihnen ihrem verehrten Lehrer Werner und auch andere Briefpartner versuchten, nach persönlichen Begegnungen mit ihm die Verbindung zu halten beziehungsweise mit ihm durch Briefe in Kontakt zu treten. Möglich war dies, weil zu der Zeit, die für Deutschland nach dem zu Werner gleichaltrigen Goethe, Goethezeit genannt wird, Briefe eine kodifizierte Art der Kommunikation waren. Davon hat sich ein großer Teil, über 700 Schreiben an der Zahl, in der Universitätsbibliothek „Georg Agricola“ der TU Bergakademie Freiberg erhalten.Unterstützt von der Bibliothek und dem Lehrstuhl für Mineralogie als lokalen Partnern, sind diese Briefe seit drei Jahren am Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) Gegenstand des ersten Freiberger Editionsprojekts im Bereich der Digital Humanities, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Erarbeitet und herausgegeben wird diese Edition von der Wissenschaftshistorikerin Hildegard Wiegel unter der Leitung von Professor Helmuth Albrecht am IWTG. Hildegard  Wiegel, MA MSt DPhil FSA, beschäftigt sich seit ihrer Oxforder Studien- und Promotionszeit intensiv mit dieser Epoche der europäischen Geistesgeschichte sowie ihren Protagonisten und Akteuren anhand von Primärquellen, was sie als Post-Doc in Paris fortsetzte. Für die Freiberger Edition konnte eine Kooperation mit dem Trier Center for Digital Humanities (TCDH) etabliert werden, das in den vergangenen Jahrzehnten schon viele digitale Projekte wie die Online-Edition der Briefe August Wilhelm Schlegels (1767-1845) realisiert hat.Gegründet auf dem bewährten Trierer Forschungsnetzwerk und Datenbanksystem (FuD) entwickelte namentlich Dr. Matthias Bremm vom TCDH eine Datenbank und Online-Plattform, die vom Hochschulrechenzentrum der TU Bergakademie Freiberg gehostet wird. Die digitale Werner-Edition geht nun als erste Betaversion online und nutzt einerseits Features der Schlegel-Edition nach und ist andererseits doch ganz individuell auf die Briefe an Werner zugeschnitten. In dem Kapitel „Über diese Ausgabe“ können weiterführende Informationen zu dieser Betaversion, zur Person Werner, seinem Nachlass und über das Projekt an sich aufgerufen werden. Des weitern werden die Richtlinien zur Transkription und der technisch-organisatorische Workflow dargelegt. User können nun erstmalig in den Briefen, die als hochauflösende Scans im Rahmen von „Sachsen.Digital“ zur Verfügung stehen und in die Datenbank eingespielt werden, navigieren und synoptisch die Transkriptionen aufrufen. Die Parallelansicht ist dabei als Volltext, im proprietären Format PDF und im Format der Extensible Markup Language (XML), einer Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten, möglich. Nicht nur können vollständige Metadaten abgerufen werden, sondern Register zu Orten und Personen erschließen auch den Inhalt der Schreiben und fremdsprachige Briefe werden ins Deutsche übersetzt; diese Übersetzungen können ebenfalls neben der Handschrift und der Transkription angesehen werden.Korrespondenz mit John Hawkins als erster von sechs Bänden onlineEinst waren die Briefe, die in Englisch, Französisch und Italienisch verfaßt wurden, in sechs Bänden gebunden. Am 28. Mai werden die Transkriptionen des ehemals sechsten Bands freigeschaltet, der die Briefe von Werners Schüler und Freund John Hawkins (1761-1841) enthielt, sowie weitere schriftlichen Zeugnisse derjenigen Korrespondenten, die von den britischen Inseln stammen. Diese sind, wie man erwarten würde, nicht alle in englischer Sprache verfaßt, sondern auch auf Deutsch und in der damaligen lingua franca, dem Französischen. Daneben sind etwa die Schreiben des wohl berühmtesten Werner-Schülers, Alexander von Humboldt (1769- 1859), und des Naturwissenschaftlers Georg Christoph Lichtenberg (1742- 1799) zu lesen; in dem Salon des Göttinger Professors sind sich Humboldt und Werner das erste Mal begegnet. Weitere Freischaltungen werden en bloc in den nächsten Wochen folgen. Wie bei der Betaversion einer Softwareentwicklung, in der die einzelnen Stadien mit immer neuer Funktionen weiter implementiert wurden, so ist bei der Betaversion einer digitalen Edition die Entwicklung bis zu ihrem Abschluß in ihrer Entstehung nachvollziehbar. Im Gegensatz zu einer konventionellen gedruckten wissenschaftlichen Publikation bieten somit die verschiedenen Versionen der Betaversion der scientific community einen spannenden Einblick in eine edition in the making.Zur Werner-Edition
Institut für Mechanik und Fluiddynamik erwirbt historische Silbertafel für Weisbach-SammlungDie vom Institut für Mechanik und Fluiddynamik (IMFD) betreute ruhmreiche Weisbach-Sammlung erhielt kürzlich ein besonderes Objekt: die Ehrentafel, welche Professor Hermann Undeutsch (1844-1912) im September 1910 anlässlich seiner Pensionierung vom Kollegium der Bergakademie überreicht bekam.In einem repräsentativen Raum des Weisbach-Baus in der Lampadiusstraße befindet sich die durch Julius Ludwig Weisbach (1806-1871) aufgebaute Sammlung. Die Stücke dokumentieren die Forschungstätigkeit des Professors und dessen bedeutende Leistungen zur Entwicklung der Strömungstechnik. Doch dass die heute mehr als 300 Modelle und Gerätschaften erhalten geblieben sind, ist vor allem ein Verdienst von Hermann Undeutsch (1844-1912). Der Professor für Mechanik und Maschinenlehre inventarisierte und katalogisierte in den Jahren nach 1874 die Sammlung seines Vorgängers.Nun kehrte ein besonderes Stück zurück, das Sammlungsgründer Undeutsch im September 1910 als Abschiedsgeschenk überreicht bekam: eine Silberplatte, auf der sich das gesamte Professorenkollegium der Bergakademie verewigte. Professor Dr. Rüdiger Schwarze freut sich über den Zugang: „Das Stück ist nicht nur aufgrund seiner edlen Verarbeitung etwas ganz Besonderes, die Tafel ist vor allem von hohem ideellen Wert.“ So finden sich hier die Unterschriften von die Freiberger Universitätsgeschichte prägenden Namen wie Richard Beck, Friedrich Kolbeck, Erwin Papperitz, Carl Schiffner oder Emil Treptow.Mit Unterstützung von Kustos Dr. Andreas Benz hatte man Kontakt zu dem privaten Verkäufer aufgenommen und dafür gesorgt, dass die Tafel innerhalb kurzer Zeit nach Freiberg zurückkehren konnte. „Ein findiger Senior aus Nordrhein-Westfalen hatte die Platte von einem Bekannten gezeigt bekommen. Eigentlich wollte dieser sie zu einer Kunstauktion geben, was sich dann jedoch glücklicherweise verhindern lieߓ, berichtet Dr. Benz.Die Tafel hat nun einen Ehrenplatz in der Weisbach-Sammlung erhalten, die überwiegend aus Objekten besteht, die für strömungstechnische Untersuchungen genutzt wurden. „Es ist schön, dass sie nun an den Ort zurückgekommen ist, an dem sich all die Hinterlassenschaften befinden, die Professor Undeutsch einst zusammengetragen hat“, befindet Professor Schwarze.Die Weisbach-Sammlung, die einen faszinierenden Einblick in die Ingenieurskunst während der Industrialisierung bietet, wird weiterhin in der Lehre eingesetzt und ist auf Anfrage zugänglich.
Online CampusTag für Studieninteressierte am 5. JuniAuf www.studieren-in-freiberg.de/campustag informiert die TU Bergakademie Freiberg am 5. Juni über das Studieren in Freiberg. Online können sich Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Studium interessieren in Live-Chats und Websprechstunden beraten lassen.Der Online-Campustag findet von 10 bis 15 Uhr statt. „Das ist nun schon der dritte virtuelle Studieninformationstag, bei dem wir zukünftige Studierende mit digitalen Inhalten und Live-Formaten bestmöglich bei der Studienorientierung unterstützen“, sagt Katja Magaschütz vom Team des CampusTags der TU Bergakademie Freiberg. Neben Video-Studiengangsvorstellungen erwarten Schülerinnen und Schüler, die vor dem Abitur stehen, auch kurze Clips zu den Themen Studienbeginn, Studienfinanzierung, Universitätssport sowie studentisches Leben und Engagement.In Web-Seminaren beantwortet die Zentrale Studienberatung alle Fragen rund um das Studium und berät zur passgenauen Wahl eines Studienfachs. Über den Tag verteilt finden außerdem Fachberatungen und Online-Schnuppervorlesungen statt. Teilnehmende können hier direkt mit den Lehrenden und Forschenden sprechen und individuelle Fragen zu konkreten Studieninhalten und deren Anwendung in der Praxis stellen. In Fachvorträgen geben WissenschaftlerInnen Einblicke in spannende Forschung und zeigen zukünftige Herausforderungen. „Mit diesem vielfältigen Angebot möchten wir nicht nur das Spektrum der Studienfächer in Freiberg zeigen, sondern auch ein Gefühl dafür vermitteln, wie spannend Studieren und Forschen ist und in welchen Berufsfeldern angehende Studierende nach dem Studium tätig werden können“, so Katja Magaschütz. Sich mit Studierenden treffen, auch das geht am Online-CampusTag. Beim Studi-Talk können sich die Studieninteressenten im Live-Meeting mit Studierenden verschiedener Studiengänge austauschen. Neben den praktischen Studienerfahrungen gibt es hier auch nützliche Tipps für einen guten Start ins Studium.Alle Inhalte sind auch über den Campustag hinaus unter https://www.studieren-in-freiberg.de/campustag abrufbar. Tipps rund um das Studium in Freiberg gibt es zudem auf dem Instagram-Kanal der Studienberatung @tubaf_studienberatung.Ein weiterer Online CampusTag der TU Bergakademie Freiberg findet am 3. Juli 2021 statt.
Universität trauert um ehemaligen Rektor Horst GerhardtAm 13. Mai dieses Jahres verstarb Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Horst Gerhardt im Alter von 86 Jahren. Als Rektor der TU Bergakademie Freiberg gestaltete er zwischen 1988 und 1991 den gesellschaftlichen und politischen Wandel an der Universität mit.In seinem Amt trug der 1935 geborene Bergbauingenieur entscheidend dazu bei, die Universität in der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft neu zu platzieren. So wurde sie im November 1990 als erste Hochschule in den neuen Bundesländern Mitglied der Hochschulrektorenkonferenz. Es folgten dank des Engagements von Prof. Horst Gerhardt die Aufnahmen in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Darüber hinaus wurde unter der Leitung des Rektors der ereignisreichen Wendezeit die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften neu gegründet.Als einer der ersten Professoren neuen Rechts wurde Prof. Horst Gerhardt durch eine gesamtdeutsche Berufungskommission am 1. Oktober 1992 in Freiberg neu auf den Lehrstuhl berufen, den er seit 1980 innehatte. Bis 2000 lehrte und forschte er erfolgreich am inzwischen neu gegründeten Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der TU Bergakademie Freiberg. Im Oktober 2010 erhielt der ehemalige Rektor für seine besonderen Verdienste um die Entwicklung der TU Bergakademie Freiberg die Würde des Ehrensenators.Nicht nur in der deutschen und internationalen Rohstoffindustrie wurden seine fachlichen Leistungen stets hoch geschätzt; bereits in den 1980iger Jahren hatte er über die Societät der Bergbauprofessoren engen persönlichen Kontakt zu seinen Kolleginnen und Kollegen weltweit aufbauen können, und dieses Netzwerk und den wissenschaftlichen Austausch auch lange nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben intensiv gepflegt. Neben seiner fachlichen Kompetenz war Prof. Horst Gerhardt allen, die mit ihm zusammenarbeiteten, insbesondere auch durch seine menschliche Art und die korrekte und zielgerichtete Kooperation stets ein Vorbild.
Start-up der TU Bergakademie Freiberg präsentiert neuartige StempelbrikettiermaschineAnlässlich der Präsentation einer innovativen Stempelbrikettiermaschine hat die ATNA Industrial Solutions GmbH am 6. Mai 2021 PartnerInnen und InvestorInnen an das DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH geladen.Wie das Gründernetzwerk SAXEED mitteilt, nimmt mit der ATNA Industrial Solutions GmbH ein weiteres erfolgreiches Start-up der TU Bergakademie Freiberg unternehmerisch Fahrt auf.Am 6. Mai 2021 haben Vertreter der ATNA Industrial Solutions GmbH eine neuartige Stempelbrikettiermaschine präsentiert. „Die Anlage arbeitet in ihrem Aufbau nach dem Prinzip der Einkanalverdichtung und beinhaltet mehrere Verdichtungsschritte“, erklärt André Schmidt, Geschäftsführer der ATNA Solutions GmbH und führt weiter aus „auf diese Art können Hubwege der Verdichtungskolben wesentlich verkürzt und die Anlage insgesamt energiesparender betrieben werden.“ Dieses Arbeitsprinzip ermöglicht zudem die Verringerung der Brikettdurchmesser, weil mit dem verkürzten Verdichtungskolben ebenfalls geringere Stempeldurchmesser ohne erhöhtes Knickrisiko möglich sind. Neben der Herstellung von Briketts für Industrieanwendungen, können somit auch Minibriketts mit einem Durchmesser von 2 cm hergestellt werden, um maßgeschneiderte Brennstoffe für Kleinverbrennungs- aber auch Kleinvergasungsanlagen bereitzustellen. Insbesondere bei anspruchsvollen holz- und nichtholzartigen Biomassen bietet dies eine echte Alternative zur Pelletierung.Auch SAXEED-Standortleiter Andre Uhlmann von der TU Bergakademie Freiberg war zum Termin geladen. Seit 2017 berät und unterstützt er und sein Team das junge Unternehmen, das bereits 2018 mit einem EXIST Forschungstransfer am Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik der TU Bergakademie Freiberg durchstartete. „Es ist ein großartiges Gefühl mitzuerleben, wenn aus Gründerteams erfolgreiche Unternehmer werden und sie die Früchte harter Arbeit ernten können. Die erste verkaufte Maschine ist für jedes Start-up ein wichtiger Meilenstein!“Die Stempelbrikettiermaschine wurde auf dem Gelände des DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH präsentiert. Die ATNA Industrial Solutions GmbH und das DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH gehen aktuell eine wissenschaftliche Kooperation ein, an dessen Umsetzung auch die TU Bergakademie Freiberg beteiligt ist. Ziel der geplanten Zusammenarbeit ist der Aufbau eines Wissenschaftsclusters, welcher das Ziel verfolgt, bestehende Herausforderungen in der Kompaktierungstechnik in mehreren Schritten zu lösen.Zum UnternehmenDie ATNA Industrial Solutions GmbH (ATNA) ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen und wurde 2019 aus dem Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik der TU Bergakademie Freiberg ausgegründet. Die Firma beschäftigt sich mit der Entwicklung und Produktion von Maschinen zur Herstellung von Briketts unterschiedlicher Formate und Einsatzstoffe. So können auf den Brikettpressen der ATNA sowohl nachwachsende, mineralische und fossile Rohstoffe, als auch Rest- und Abfallstoffe zu Briketts höchster Qualität verarbeitet werden. Darüber hinaus unterstützt ATNA ihre Kunden bei der Durchführung vom Laboruntersuchungen und Machbarkeitsstudien zu komplexen verfahrenstechnischen Fragestellungen und überführt die Ergebnisse in individuelle Anlagenplanungen. Weitere InformationenAls zentrale Einrichtung am Prorektorat Forschung ist SAXEED wesentlicher Akteur der Gründungsunterstützung an der TU Bergakademie Freiberg. SAXEED sensibilisiert und motiviert Studierende, Hochschulabsolventen und Hochschulmitarbeiter für die Idee der eigenen Unternehmensgründung. Durch das breite Angebot an Netzwerk- bzw. Lehrveranstaltungen werden Gründer qualifiziert und von erfahrenen Gründerberatern von der Bewertung der Geschäftsidee über die Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Gründung des eigenen Startups begleitet. Als Verbundprojekt gibt es SAXEED neben der TU Bergakademie Freiberg auch an der TU Chemnitz und an den beiden Fachhochschulen in Mittweida und Zwickau.
Ideenwettbewerb: Uni beteiligt sich mit 3 Initiativen für Großforschungseinrichtungen in der LausitzDie TU Freiberg ist als Partnerin beziehungsweise Antragstellerin mit mehreren Projekten am Ideen-wettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ beteiligt. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue Großforschungseinrichtungen in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen Sachsens zu etablieren.Aufgrund der sehr engen Verbindungen der TU Bergakademie Freiberg zur Rohstoff- und Energieregion Lausitz sowie zum mitteldeutschen Revier sieht sich die Universität in einer besonderen Verantwortung, den regionalen Strukturwandel aktiv zu begleiten und zu unterstützen. „Alle drei Wettbewerbsbeiträge, an denen sich die TU Bergakademie Freiberg zentral beteiligt, betreffen wichtige gesellschaftliche Herausforderungen, wie den Klimaschutz und die nachhaltige Ressourcennutzung. Im Rahmen ihres wissenschaftlichen Profils befasst sich unsere Universität damit und kann intelligente Lösungsansätze zur Entwicklung und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der Region beitragen. Die eingereichten Projektideen passen somit hervorragend in die Strukturwandelregion der sächsischen Lausitz und greifen regionale Stärken und Besonderheiten auf“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Großforschungszentrum für ZukunftsenergienUnter Federführung der TU Chemnitz schlagen die Technischen Universitäten in Chemnitz, Dresden und Freiberg im Verbund ein "Großforschungszentrum für Zukunftsenergien - GFZ ZE“ (Federführung: TU Chemnitz) in der Energieregion Lausitz vor. Dafür bündeln die drei Partner ihre Kompetenzen und wollen innerhalb des Zentrums innovative Ansätze für die Energiegewinnung, -speicherung und -nutzung untersuchen. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für eine zukunftsfähige Energieversorgung von Wirtschaft, Verkehr und Gesellschaft im Sinne eines nachhaltigen Strukturwandels in der Region schaffen. Mehr Informationen zum Projekt.Zukunftsfabrik für Wasser, Ernährung und EnergieDie Initiative „WE2T-TRANSFER“ (Federführung: Fraunhofer-Gesellschaft) befasst sich mit der Entwicklung nachhaltiger, miteinander verknüpfter Technologien für die umwelt- und klimagerechte Versorgung mit Wasser, Energie und Nahrungsmitteln. Durch die lokale beziehungsweise regionale Kreislaufnutzung von Wasser sowie innovativen Methoden des Pflanzenanbaus soll eine höhere Resilienz gegenüber häufiger auftretenden Dürreperioden erreicht und negative Folgen der Wasserknappheit infolge von Übernutzung vermindert werden. Mehr Informationen zum Projekt.Europäisches Forschungszentrum für WeltraumressourcenMit dem Vorschlag zur Einrichtung eines Europäischen Forschungszentrums für Weltraumressourcen „European Research Institute for Space Resources ? ERIS“ (Federführung: TU Bergakademie Freiberg, Institut für Bergbau und Spezialtiefbau) sollen auf der Grundlage der terrestrischen Rohstoffkompetenz in Verbindung mit Partnern aus der Raumfahrt die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen für die Errichtung bemannter Stationen auf erdnahen Himmelskörpern wie Mond und Mars entwickelt werden. Erwartet wird, dass mit der Entwicklung von Konzepten, die den anspruchsvollen Bedingungen auf Mond und Mars gerecht werden, auch innovative Lösungen für gegenwärtige Herausforderungen auf der Erde generiert werden ? insbesondere in Verbindung mit der nachhaltigen und ressourcenschonenden Versorgung der Menschen sowie neuartigen künstlich-intelligenten Produktionssystemen.Kontakt:Prof. Dr. Jörg Matschullat, Tel.: 03731/39-2552, E-Mail: prorektor-forschungzuv [dot] tu-freiberg [dot] deProf Dr. Hartmut Krause, Tel.: 03731/39-3941, E-Mail: Hartmut [dot] Krauseiwtt [dot] tu-freiberg [dot] deProf. Dr. Carsten Drebenstedt, Tel.: 03731/39- 3373, E-Mail: Carsten [dot] Drebenstedtmabb [dot] tu-freiberg [dot] de
Drei Initiativen am Ideenwettbewerb für neue Großforschungseinrichtungen in der Lausitz beteiligtDie TU Freiberg ist als Partnerin beziehungsweise Antragstellerin mit mehreren Projekten am Ideen-wettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ beteiligt. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue Großforschungseinrichtungen in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen Sachsens zu etablieren.Aufgrund der sehr engen Verbindungen der TU Bergakademie Freiberg zur Rohstoff- und Energieregion Lausitz sowie zum mitteldeutschen Revier sieht sich die Universität in einer besonderen Verantwortung, den regionalen Strukturwandel aktiv zu begleiten und zu unterstützen. „Alle drei Wettbewerbsbeiträge, an denen sich die TU Bergakademie Freiberg zentral beteiligt, betreffen wichtige gesellschaftliche Herausforderungen, wie den Klimaschutz und die nachhaltige Ressourcennutzung. Im Rahmen ihres wissenschaftlichen Profils befasst sich unsere Universität damit und kann intelligente Lösungsansätze zur Entwicklung und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der Region beitragen. Die eingereichten Projektideen passen somit hervorragend in die Strukturwandelregion der sächsischen Lausitz und greifen regionale Stärken und Besonderheiten auf“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Großforschungszentrum für ZukunftsenergienUnter Federführung der TU Chemnitz schlagen die Technischen Universitäten in Chemnitz, Dresden und Freiberg im Verbund ein "Großforschungszentrum für Zukunftsenergien - GFZ ZE“ (Federführung: TU Chemnitz) in der Energieregion Lausitz vor. Dafür bündeln die drei Partner ihre Kompetenzen und wollen innerhalb des Zentrums innovative Ansätze für die Energiegewinnung, -speicherung und -nutzung untersuchen. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für eine zukunftsfähige Energieversorgung von Wirtschaft, Verkehr und Gesellschaft im Sinne eines nachhaltigen Strukturwandels in der Region schaffen. Mehr Informationen zum Projekt.Zukunftsfabrik für Wasser, Ernährung und EnergieDie Initiative „WE2T-TRANSFER“ (Federführung: Fraunhofer-Gesellschaft) befasst sich mit der Entwicklung nachhaltiger, miteinander verknüpfter Technologien für die umwelt- und klimagerechte Versorgung mit Wasser, Energie und Nahrungsmitteln. Durch die lokale beziehungsweise regionale Kreislaufnutzung von Wasser sowie innovativen Methoden des Pflanzenanbaus soll eine höhere Resilienz gegenüber häufiger auftretenden Dürreperioden erreicht und negative Folgen der Wasserknappheit infolge von Übernutzung vermindert werden. Europäisches Forschungszentrum für WeltraumressourcenMit dem Vorschlag zur Einrichtung eines Europäischen Forschungszentrums für Weltraumressourcen „European Research Institute for Space Resources ? ERIS“ (Federführung: TU Bergakademie Freiberg, Institut für Bergbau und Spezialtiefbau) sollen auf der Grundlage der terrestrischen Rohstoffkompetenz in Verbindung mit Partnern aus der Raumfahrt die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen für die Errichtung bemannter Stationen auf erdnahen Himmelskörpern wie Mond und Mars entwickelt werden. Erwartet wird, dass mit der Entwicklung von Konzepten, die den anspruchsvollen Bedingungen auf Mond und Mars gerecht werden, auch innovative Lösungen für gegenwärtige Herausforderungen auf der Erde generiert werden ? insbesondere in Verbindung mit der nachhaltigen und ressourcenschonenden Versorgung der Menschen sowie neuartigen künstlich-intelligenten Produktionssystemen.Kontakt:Prof. Dr. Jörg Matschullat, Tel.: 03731/39-2552, E-Mail: prorektor-forschungzuv [dot] tu-freiberg [dot] deProf Dr. Hartmut Krause, Tel.: 03731/39-3941, E-Mail: Hartmut [dot] Krauseiwtt [dot] tu-freiberg [dot] deProf. Dr. Carsten Drebenstedt, Tel.: 03731/39- 3373, E-Mail: Carsten [dot] Drebenstedtmabb [dot] tu-freiberg [dot] de
CHE-Ranking: Studierende stellen TU Bergakademie Freiberg gutes Zeugnis ausAuch im pandemiebedingten Online-Studium sorgt die TU Bergakademie Freiberg für eine reibungslose Studienorganisation und eine gleichbleibende Qualität der Studieninhalte.Studierende der Studiengänge in den Fachbereichen Chemie und Geowissenschaften bescheinigen der Universität im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) sehr gute oder gute Studienbedingungen. Das Ranking erscheint im ZEIT-Studienführer. Die Platzierungen basieren auf den Bewertungen der Studierenden selbst.Besonders gute Noten vergeben die aktuellen Studierenden der Geowissenschaften im Bereich Exkursionen. Dabei heben die Studierenden die Verfügbarkeit und Finanzierbarkeit der (Online-)Labor- und Geländepraktika sowie die fachliche Betreuung durch die Forschenden besonders hervor. Spitzenwerte erreichen die geowissenschaftlichen Studiengänge auch bei der Studienorganisation. Aktuell finden Praktika, wie auch sonstige Lehrveranstaltungen, ausschließlich Online statt. „Studierende der Geowissenschaften lernen an der TU Bergakademie Freiberg in kleinen Lerngruppen und erhalten ohne Wartezeiten Zugang zu den gewünschten Lehrveranstaltungen. Die Bewertungen des aktuellen Rankings honorieren außerdem die inhaltlich passende Abstimmung einzelner Angebote, wie zum Beispiel Vorlesung und Übung oder Seminar und Exkursion aufeinander“, sagt der Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau Prof. Matthias Reich.„Exkursionen und Geländepraktika sind wichtig für den Studienerfolg in geowissenschaftlichen Studiengängen. Das zeigt auch das Urteil der Studierenden die hier ihre gesamte Studienzeit bewerten. Doch auch während der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen der Lehre möchte die Universität praktische Anteile im Studium ermöglichen: Durch Online-Praktika oder, je nach geltender Vorschrift, in Präsenz“, ergänzt Prof. Swanhild Bernstein, Prorektorin für Lehre an der TU Bergakademie Freiberg. Der Fachbereich erreicht die Spitzengruppe außerdem bei der Unterstützung zu Beginn des Studiums, ebenso wie das Fach Chemie.Erfolgreicher Einstieg in das MINT-Studium„Dank zahlreicher individueller (Online-)Beratungs-, Coaching- und Mentoring-Angebote sowie Erstsemester-Tutorien wird den neuen Studierenden der Einstieg in das erfolgreiche Studium erleichtert“, betont der Dekan der Fakultät für Chemie und Physik Prof. Jens Kortus. Das CHE hebt außerdem die Möglichkeit zum interdisziplinären Orientierungssemester (WIN-Orientierungsstudium) hervor. Als eingeschriebene Studierende können Interessenten in zwei Semestern Studieninhalte im MINT-Bereich (aber auch Wirtschafts- und Rechtwissenschaften) individuell nach dem eigenen Bedarf probestudieren und belegte Kurse direkt für ein anschließendes Fachstudium anrechnen lassen.„Ich freue mich über das gute Abschneiden der geowissenschaftlichen und chemischen Studiengänge im aktuellen Ranking. Mit einer Studien- und Prüfungsorganisation, die Studierenden individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bietet, schaffen wir die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium und sorgen für niedrige Abbrecherquoten“, sagt Prof. Swanhild Bernstein. Die Studierenden heben außerdem die persönliche Betreuung durch die Lehrenden hervor und empfinden sie als konstruktiv und angenehm. „Das motiviert uns, die Bemühungen für ein studierendenzentriertes Studium und ein lebendiges und sozial inklusives Unileben weiter zu intensivieren“, so die Prorektorin.Gute Bedingungen auch für PromovierendeIn diesem Jahr wurden an der TU Bergakademie Freiberg in der Kategorie Studium die Fachbereiche Chemie und Geowissenschaften in die Bewertung einbezogen. Aus der Kategorie Forschung wurden Daten aus den Fachbereichen Mathematik und Informatik erhoben. Für potenzielle Promovierende und Forschungsinteressierte kann die Universität dabei überdurchschnittlich gute Bedingungen vorweisen, so die Ergebnisse: Bei den Promotionen pro ProfessorIn erreichen sowohl die Geowissenschaften als auch das Fach Mathematik die Spitzengruppe.Neben den Spitzengruppierungen in Unterstützung zum Studienanfang, Studienorganisatin und Exkursionen erreichten die Fachbereiche in den weiteren Kategorien Platzierungen in der Mittelgruppe. Dazu gehören beispielsweise die allgemeine Studiensituation, die Organisation der Prüfungen oder die Unterstützung für Auslandsstudium und Berufseinstieg.Hintergrund: Das CHE-HochschulrankingDas Ranking ist mit rund 120.000 befragten Studierenden und mehr als 300 untersuchten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW) sowie Dualen Hochschulen und Berufsakademien der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Das CHE Hochschulranking befragt die aktuell Studierenden sowohl zu ihren Studienbedingungen im Allgemeinen als auch zu konkreten Kriterien wie Betreuung, Unterstützung im regulären Studium oder für ein Auslandssemester, Lehrangebot, Studienorganisation oder Prüfungen im Besonderen. Ebenso werden die Angebote zur Berufsorientierung, der Wissenschafts- oder Praxisbezug, die Räume, die Bibliotheksausstattung oder die IT-Infrastruktur von ihnen beurteilt. In diesem Jahr wurden die Fächer Biochemie, Biologie / Biowissenschaften, Chemie, Geografie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Medizin, Pflegewissenschaft, Pharmazie, Physik, Politikwissenschaft, Sport / Sportwissenschaft und Zahnmedizin untersucht.Weitere Informationen
Deutschlandstipendien für 45 StudierendeIn der aktuellen Förderperiode erhalten insgesamt 45 Studierende für ein bis zwei Semester eine Studienunterstützung im Rahmen des Deutschlandstipendiums. Von einer persönlichen Übergabe der Stipendienurkunden sehen Universität und Förderer aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Semester ab.300 Euro monatlich erhalten die StipendiatInnen ab dem laufenden Sommersemester als Zuschuss für ihr Studium. „Es liegt mir sehr am Herzen, das Deutschlandstipendium an unserer Universität weiter zu stärken und zu fördern. Gerade in unsicheren Zeiten, wie wir sie gerade alle erleben müssen, ist die Zuerkennung eines Stipendiums Ansporn für weiterhin sehr gute Studienleistungen und gesellschaftliches Engagement und nicht zuletzt auch ein verlässlicher finanzieller Anker für unsere Studierenden", sagt Prof. Swanhild Bernstein, Prorektorin für Bildung an der TU Bergakademie Freiberg. Zu den Auswahlkriterien für ein Deutschlandstipendium zählen neben sehr guten Noten und Auszeichnungen auch außeruniversitäre Aktivitäten und gesellschaftliches Engagement.10 Jahre Deutschlandstipendium an der TU Bergakademie FreibergSeit 2011 ist das Deutschlandstipendium eine von verschiedenen Fördermöglichkeiten, um die sich Freiberger Studierende bewerben können. Im Juli gibt es erneut die Möglichkeit, sich für ein Deutschlandstipendium ab dem Wintersemester zu bewerben.Der Förderbetrag wird zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und zur anderen Hälfte von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen finanziert. Zu den Förderern zählen im aktuellen Sommersemester die Unternehmen ArcelorMittal, Eisenhüttenstadt GmbH, Berufsbildungswerk Philipp Jakob Wieland, enviaM, LOI Thermprocess GmbH, Nickelhütte Aue GmbH, Taubert Consulting GmbH, die Stiftungen "TU Bergakademie Freiberg" und Dr. Erich Krüger-Stiftung sowie die Privatpersonen Cornelia und Dr. Johannes Kneip sowie Peter Schulz.
Forschungszentrum mit nationaler Bedeutung für die Energie- und Rohstoffwende: ZeHS nimmt Arbeit aufEine elektrifizierte, dekarbonisierte, zirkulare Industrie ist die Vision des neuen Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung. Mit dem wissenschaftlichen Auftakt am 4. Mai arbeiten dort künftig Forschende & Studierende an ressourcen- und energieeffizienten Technologien für die Industrie.Die Verfügbarkeit von CO2-emissionsfreiem Strom aus erneuerbaren Energien macht ein den Anforderungen der Klimaneutralität entsprechendes Neudesign industrieller Prozesse möglich. Das stellt besondere Anforderungen an die Industrie. Vor allem die Umstellung der sehr energieintensiven Hochtemperaturprozesse, die bei Temperaturen oberhalb von etwa 500 Grad Celcius ablaufen, erfordern neue, nachhaltige und klimafreundliche Technologien und Materialien, die erneuerbaren Strom als Reaktionspartner und Wärmeträger einkoppeln. Die Entwicklung dieser klimaneutralen Prozesse weiter nach vorn zu treiben und neue, nachhaltige Funktionswerkstoffe für zukünftige Anwendungen bereitzustellen, zählt zu den Kernzielen des ZeHS. „Wir streben eine umfassende Flexibilisierung und Kreislaufführung von Prozessen der Grundstoffindustrie an. Bereits mit den ersten Gedanken für die Ausrichtung des ZeHS im Jahr 2013 haben wir uns auf den Weg hin zu Themen begeben, die heute zu internationalen Forschungsschwerpunkten zählen. Dazu gehören neben dem Einsatz von grünem Wasserstoff als Reaktions- und Reduktionsmittel auch die Schließung von Energie- und Stoffkreisläufen“, erklärt Prof. Bernd Meyer, Direktor des ZeHS.Bündelung vorhandener KompetenzenDie bisher zirka 30 Mitgliedsprofessuren des ZeHS und ihre Forschungsgruppen bündeln ihre Kompetenzen in den Bereichen Hochtemperaturprozesse und ?materialien. Sie arbeiten in  top ausgestatteten  chemischen und physikalischen Laboren sowie großen Forschungshallen für Prozess- und Materialentwicklungen mit über 20 Forschungsgroßgeräten fachübergreifend zusammen. Das Besondere daran: Die Entwicklungen lassen sich entlang einer geschlossenen Innovationskette, ausgehend von der Theorie über Laborversuche, Technikums- und Pilotanlagen bis hin zur Großversuchstechnik umfassend analysieren und bewerten. Durch die räumliche Nachbarschaft und die damit gegebenen Synergien findet die Arbeit an der Universität eine vollkommen neue Qualität: „Wir erwarten vom ZeHS eine weitere Stärkung der nationalen Bedeutung und internationalen Ausstrahlung unserer wissenschaftlichen Arbeiten zur Entwicklung zukunftsweisender ökologischer und ökonomischer Lösungen für die chemische Industrie, die Metallurgie, die Abfallwirtschaft sowie für die Keramik-, Glas- und Baustoffindustrie“, sagt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht. Auch im Bereich der Lehre wird das ZeHS besondere Angebote ermöglichen. Ein Demonstrationslabor mit Experimentierplätzen bietet Gruppen aus Hochschulen und Schulen die Möglichkeit zur Durchführung von Forschungspraktika.Strukturelle GliederungFür die Forschungsschwerpunkte des ZeHS wurden die zwei neuen Kompetenzzentren „Hochtemperaturprozesse ? Vom Mechanismus zur Anwendung“ und „Hochtemperaturmaterialien ? Vom Material zum Bauteil“ eingerichtet. Zudem bündeln drei fachspezifische Koordinationsstellen in den Bereichen „Materialien und Eigenschaften“, „Material-, Bauteil- und Prozesssimulation“ sowie „Technologiemanagement und Systemanalyse“ die methodischen Kompetenzen mit der Geräteinfrastruktur innerhalb des ZeHS. „In einer Matrix von Methodenkompetenz, Stoff- und Prozess- sowie Systemkompetenz wird eine Qualität des Zusammenspiels sich gegenseitig ergänzender und durchdringender Wissenschaftsgebiete möglich, wie sie nur in einem Forschungszentrum dieser Größe und strategischen Ausrichtung zu erreichen ist“, ergänzt Prof. Dr. Dirk Meyer, Wissenschaftlicher Sprecher des ZeHS, der den Prozess von Anfang an begleitet hat. Er bildet gemeinsam mit den beiden Direktoren Prof. Dr. Bernd Meyer und Prof. Dr. Edwin Kroke die Leitung des ZeHS. Die Hausdirektion hat Dr. Barbara Abendroth inne.Das Rektorat und die NutzerInnen des ZeHS danken dem BMBF und dem Land Sachsen für die großzügige Finanzierung des Forschungsbaus und der Großgeräte nach § 91b des Grundgesetzes. Besonderer Dank gilt dem Sächsischen Immobilien- und Baumanagement für die Leitung des Baus und dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, vertreten durch das Referat für Bauangelegenheiten.Hintergrundinformationen:2015: Die TU Bergakademie Freiberg setzt sich erfolgreich beim bundesweiten Wettbewerb um eine Förderempfehlung für Forschungsbauten an Hochschulen nach Artikel 91b Grundgesetz durch.2016: Baubeginn2017: Baggerbiss (siehe Pressemeldung vom 11.05.2017)2019: Richtfest (siehe Pressmeldung vom 22.03.2019)2021: Bauliche Übergabe des ZeHS durch das Sächsische Staatsministerium der Finanzen (siehe Pressemeldung vom 22.02.2021)Standort: Wissenschaftskorridor FreibergNutzfläche: 6.225 m2Baukosten: 34,2 Mio. Euro, finanziert von Bund und Freistaat Sachsen sowie durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen HaushaltesKosten für Großgeräte und technische Öfen: ca. 13 Mio. EuroArchitektonische Besonderheiten: Klinkermauerwerk als Außenfassade, „aufgebrochener Amethyst“ mit gläserner und farbiger Gestaltung des Innenhofes, Axel Anklams Kunstwerk „Solaris“ im FoyerWeitere Informationen zum ZeHS
Notwendigkeit von Zusammenarbeit im Rahmen der 13. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz bekräftigtKlimaschutz, Transformation der Energiesysteme und deutsch-russische Kooperationen beim Auf- und Ausbau der Wasserstoffwirtschaft als zentrale Themen des zweiten Konferenztages. Die Vorkonferenz für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wurde begleitet von der TU Bergakademie Freiberg.Im Rahmen der 13. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz haben sich russische und deutsche Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik dafür ausgesprochen, stärker im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens und beim Klimaschutz zusammenzuarbeiten. Am zweiten Veranstaltungstag der dreitägigen virtuellen Konferenz richtete sich der Blick der mehr als 1.000 Gäste auf Themen wie den Auf- und Ausbau der Wasserstoffwirtschaft, die Transformation der Energiesysteme oder die Digitalisierung im Rohstoff- und Energiebereich. In diesen und weiteren Bereichen gäbe es großes Potenzial für vertiefende Kooperationen im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit beider Länder. Es bestand ein breiter Konsens, dass ein „grüner Dialog“ zu Klima- und Nachhaltigkeitsfragen zwischen der EU und Russland das Potenzial hat, neue Brücken zwischen beiden Seiten zu schlagen.Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der als Schirmherr der diesjährigen Konferenz fungierte, warb für eine weiterführende Partnerschaft mit Russland im Bereich der erneuerbaren Energien: „Die wesentlichen Themen der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Wir diskutieren heute vor allem über erneuerbare Energien und Wasserstoff. Russland hat unglaubliche Potenziale“, so Kretschmer.„Es geht darum, bis 2050 klimaneutral zu werden. Insofern stehen wir vor sehr großen gemeinsamen Herausforderungen im Bereich des Klimaschutzes sowie im Bereich der Rohstoff- und Energiekooperationen, die wir bewältigen müssen. Das bietet aber auch große Chancen für die europäisch-russische Kooperation, die dazu führen können, dass die Kooperation viel intensiver wird“, betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Russland hat hervorragende Voraussetzungen. Wir dürfen das enorme Potenzial Russlands für erneuerbare Energien aus Wind und Sonne nicht vergessen. Deutschland wird im Wasserstoffbereich auf Importe angewiesen sein. Wir haben insgesamt zwei Milliarden Euro für internationale Kooperationen reserviert. Die stehen auch zur Verfügung für Projekte zwischen russischen und deutschen Unternehmen. Russland kann ein wichtiger Teil einer internationalen Wasserstoffwirtschaft werden.“Auch Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, verwies in seinem Impuls auf die europäischen Ziele eines klimaneutralen Wirtschaftens bis 2050 und die damit verbundene Notwendigkeit von internationalen Kooperationen. „Wir brauchen die Zusammenarbeit der großen Nationen, also Russland, China, Europa und die USA. Die globale Klimawende schaffen wir nur gemeinsam. Der europäische Green Deal hat eine globale Dimension“, sagte Müller. „Es gilt, ressourcenschonend klimaneutral zu wirtschaften. Die russischen Partner sind von herausragender Bedeutung für den Schutz des Klimas. Europa und Russland sollten beim internationalen Klimaschutz eine noch größere Rolle übernehmen“, so Müller weiter.Die Notwendigkeit für Kooperationen und den bilateralen Dialog mit Deutschland beim gemeinsamen Umgang mit dem Klimawandel betonte auch der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation Alexander Nowak: „Die Entwicklung der neuen Energiequellen ist eine neue Möglichkeit für unsere Zusammenarbeit zwischen den russischen und deutschen Wissenschaftlern und Unternehmen. Wir sind offen für verschiedene Formate der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit bei der Umsetzung von Investitionsprojekten", sagte Nowak.Anwesende Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter betonten dabei ihr Interesse zur verstärkten deutsch-russischen Zusammenarbeit. „Vor dem Hintergrund der sich wandelnden internationalen Energiemärkte und der im European Green Deal verankerten Klimaziele gilt es umso mehr, internationale Wasserstoffkooperationen aufzubauen. Russland bietet in diesem Zusammenhang hervorragende Voraussetzungen“, sagte beispielsweise Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender des Gashandels- und Gasinfrastrukturkonzerns VNG AG mit Sitz in Leipzig. „Durch die Entwicklung neuer Technologien und den Aufbau einer Wasserstoffwertschöpfungskette würden zukünftig sowohl Deutschland als auch Russland profitieren. Jedoch können die EU-Klimaziele nur erreicht werden, wenn in diesem Bereich alle zur Verfügung stehenden Dekarbonisierungsoptionen sektorenübergreifend genutzt werden.“In verschiedenen Diskussionsrunden setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im weiteren Verlauf der Konferenz mit aktuellen Erkenntnissen, Fachthemen und Forschungsfragen sowie Potentialen, Hemmnissen und konkreten Ansätzen der bilateralen Zusammenarbeit auseinander. Auf der Agenda standen beispielsweise Diskussionen zu den Auswirkungen des Europäischen Green Deals auf die Rohstoff- und Energiepartnerschaft mit Russland, zum Auf- und Ausbau einer Wasserstoffwirtschaft oder zur digitalen Transformation der Rohstoff- und Bergbauindustrie sowie zum Umgang mit auftauenden Permafrostböden.„Wissenschaftliche Kooperationen mit Russland sollten ein extrem ertragreiches Gebiet sein, weil man mit Russland umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse sammeln kann. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Es herrscht großes beiderseitiges Vertrauen in der Wissenschaft, auch bei schwierigen Themen“, so Prof. Dr. Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft.Mit einem internationalen Blick auf die digitale Transformation der Rohstoff- und Bergbauindustrie wurden in einem weiteren Panel digitalisierte Produktions- und Automatisierungsprozesse, intelligente Datenanalyse und der Einsatz von künstlicher Intelligenz diskutiert. Digitale Arbeitsprozesse in der Industrie 4.0, Investitionen in digitale Prozesse sowie die Implementierung dieser im Kontext des nachhaltigen Wirtschaftens waren weitere diskutierte Themenfelder, um in globaler Zusammenarbeit zusätzlich CO2-Emissionen zu reduzieren.      Das Panel „Auftauende Permafrostböden: Auswirkungen für Klima und Wirtschaft“, das in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam durchgeführt wurde, diskutierte gemeinsame Ansätze zum Verständnis der Problemlage und versuchte mögliche Wege im Umgang zu finden. Dr. Mathias Ulrich, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie der Universität Leipzig sagte,  dass Deutschland hierbei einen wichtigen Beitrag leisten könne: „Einerseits im wissenschaftlichen Bereich, wo es bereits eine sehr gute Zusammenarbeit mit den russischen Kollegen gibt. Andererseits gibt es sicher auch Möglichkeiten, wie deutsche Unternehmen zur Verbesserung der Situation einen guten Beitrag mit ihrem Know-how leisten können.“ Das Fazit des Moderators, Dr. Ludwig Stroink, Leiter Internationale Beziehungen am Helmholtz-Zentrum Deutsches GFZ, lautet: „Die Paneldiskussion hat gezeigt, dass noch eine Vielzahl wissenschaftlich-technologischer Fragen im Zusammenhang mit auftauenden Permafrostböden bestehen. Es haben sich durch die Präsentationen eine Reihe von konkreten Anknüpfungspunkten ergeben, die in der zukünftigen wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland adressiert werden können.“ Dem möchte auch das DRRF entsprechen. Am morgigen Freitag findet die Auftaktsitzung der neuen DRRF-Arbeitsgruppe „Deutsch-Russische Zusammenarbeit in der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung“ statt.          Im Panel „Rohstoffregionen im Wandel ? Strukturwandelprozesse in Deutschland und Russland“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter beider Länder über ihre jeweiligen Erfahrungen bei der Begleitung von regionalen Transformationsprozessen. Große Einigkeit herrschte darin, dass ein erfolgreicher Strukturwandel nur dann gelingt, wenn hinreichende Perspektiven für die Menschen vor Ort aufgezeigt werden und es ein koordiniertes Vorgehen aller beteiligter Akteure gäbe. Im Ergebnis sprachen sich die Diskutanten für die Gründung einer „Arbeitsgruppe Strukturwandel“ innerhalb des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums aus, um den Dialog über geeignete Instrumente für einen erfolgreichen Strukturwandel fortsetzen zu können.  Der erste Veranstaltungstag am gestrigen Mittwoch stand ebenfalls bereits im Zeichen der Wissenschaft: Bei der Vorkonferenz für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler trafen sich hunderte Studierende, Promovierende sowie Jungprofessorinnen und Jungprofessoren, um aktuelle Forschungsarbeiten vorzustellen und sich dazu austauschen. Die Begleitung erfolgte durch die TU Bergakademie Freiberg und die Bergbau-Universität aus St. Petersburg.„Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz ist stets eine wichtige Plattform für den Austausch von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu den drängenden Fragen der Rohstoffgewinnung und der damit verbundenen Herausforderungen. Die Vorkonferenz der wissenschaftlichen Nachwuchskräfte gibt jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Sicht zur Zukunft der Rohstoffgewinnung darzustellen und zu diskutieren“, sagte Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg. „In diesem Jahr steht die Nachhaltigkeit im Bergbau mit Beiträgen zu Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft und Folgenbeseitigung im Fokus der Beiträge. Ich bin davon überzeugt, dass diese Beiträge wesentliche Impulse für innovative Entwicklungen geben werden.“         Zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltung treffen sich am Freitag (30.4.) die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgruppen des DRRF zum fachlichen Austausch zu Themen wie der Transformation der Energiesysteme oder der Sanierung von Böden, Untergründen und Liegenschaften. Die parallel stattfindenden Rundtischgespräche erfolgen öffentlich und können live über die Konferenzplattform verfolgt werden.    Über die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz  Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz wird vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum veranstaltet und findet seit 2007 einmal im Jahr an wechselnden Veranstaltungsorten in Deutschland und Russland statt. Die Konferenz fungiert als wichtige Dialogplattform, um Fachthemen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit beider Länder im Rohstoffsektor zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte auf wissenschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Ebene anzustoßen. Schirmherr auf deutscher Seite ist der frühere Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer.Über das Deutsch-Russisches Rohstoff-ForumDas Deutsch-Russische Rohstoff-Forum ist eine Dialogplattform im Bereich der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit im Rohstoffsektor beider Länder. Gegründet wurde es im Jahr 2006 von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg, den ältesten Montanhochschulen der Welt. Die vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland veranstaltete Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz sowie die unterjährigen Facharbeitsgruppen bringen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft beider Länder zusammen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit bei Zukunftsthemen der Rohstoffwirtschaft und bei nachhaltigem Wirtschaften.
Innovatives Messgerät basierend auf KI soll Mikroplastik in Flüssen und Seen aufspürenDie Professur Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen entwickelt in den nächsten zweieinhalb Jahren gemeinsam mit der Universität Freiburg und zwei Industriepartnern ein innovatives Messgerät zum Nachweis von Mikroplastik-Kontaminationen in Flüssen und Seen.Als „Mikroplastik“ werden Plastikpartikel mit einer Größe von wenigen Nanometern bis hin zu einigen Millimetern bezeichnet. Dazu zählt beispielsweise der Abrieb von Autoreifen, der durch Regenwasser von der Fahrbahn in die Umwelt gespült wird. Die Verbreitung von Mikroplastik in der aquatischen Umwelt wird immer größer und die Wirkung, sowohl auf Lebewesen der aquatischen Welt als auch auf den Menschen, ist noch nicht langfristig erforscht. Der Nachweis einer Mikroplastik-Kontamination in stehenden oder fließenden Gewässern ist aktuell sehr zeitaufwendig und außerdem kostenintensiv.Mit dem neuen Messgerät soll der Nachweis wesentlich vereinfacht und direkt vor Ort möglich werden. Dazu wird eine Wasserprobe durch das Messgerät geleitet. Die eigentliche Messmethode basiert auf der Kopplung von bildgebenden Verfahren und künstlicher Intelligenz (KI). Zunächst werden die im Wasser enthaltenen Mikroteilchen durch Kameraaufnahmen erfasst. Eine entsprechend trainierte KI analysiert anschließend, bei welchen der fotografierten Teilchen es sich um Mikroplastik handelt. Außerdem soll die KI ermitteln, um welche Art von Mikroplastik es sich handelt. Das Messgerät soll leicht zu transportieren und zu bedienen sein.Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. In der Projektbeantragung und -durchführung wurden und werden die Forschenden außerdem durch die innoscripta GmbH, München, unterstützt.
Tenure-Track-Programm: Alle neuen Professuren erfolgreich besetztMit einer MINT-Ausrichtung entlang strategisch bedeutsamer Forschungsfelder konnte die TU Bergakademie Freiberg alle acht Tenure-Track-Professuren des Bund-Länder-Programms WISNA von 2017 erfolgreich besetzen. 25 Prozent der Neuberufenen sind Wissenschaftlerinnen.„Mit zukunftsgerichteten Themen und sehr guten Forschungs- und Lehrbedingungen entlang unserer Profillinien gelang es im Rahmen des international bekannten Tenure-Track-Verfahrens, hoch qualifizierte Nachwuchskräfte aus dem In- und Ausland als Professorinnen und Professoren zu berufen“, erklärt Rektor Dr. Prof. Klaus-Dieter Barbknecht. „Die Universität plant, das neue Qualifizierungsmodell fest zu etablieren. Schon in einigen Jahren werden die ersten Tenure-Track-Professuren evaluiert und verstetigt“, ergänzt Prof. Dr. Jörg Matschullat, Prorektor für Forschung an der TU Bergakademie Freiberg.    Mit der Teilnahme am Tenure-Track-Programm folgt die Universität der Empfehlung des Wissenschaftsrats für einen Kulturwandel in Anlehnung an die angloamerikanische Tradition. Der wissenschaftliche Nachwuchs soll so frühzeitig die Möglichkeit erhalten, in eine planbare wissenschaftliche Karriere einzusteigen. „Zur Qualitätssicherung liegt dem Verfahren zur Berufung auf eine Lebenszeitprofessur eine einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung zugrunde. Die Erfüllung der Ziele wird nach strengen und transparenten Kriterien bewertet“, erklärt der Prorektor für Forschung.   Hintergrund: Das Tenure-Track-Programm WISNA2017 hatte sich die TU Bergakademie Freiberg erfolgreich um die Teilnahme am Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WISNA) beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beworben und die Implementierung der Tenure-Track-Professuren an der Universität im Senat verabschiedet. Pro Jahr stellen der Bund und das Land Sachsen für eine der Professuren aus dem Programm an der TU Bergakademie Freiberg rund 118.000 Euro bereit. Bezuschusst werden nicht nur die Einrichtung der Tenure-Track-Professuren selbst, sondern auch weitere Kosten wie zum Beispiel für Weiterbildungs- und Mentoringprogramme.Die neu besetzten Tenure-Track-Professuren im Überblick:Angewandte Mathematik (Juniorprofessor Björn Sprungk)Biogeochemie (Juniorprofessor Maximilian Lau)Energie- und Rohstoffeffiziente Glastechnologie (Juniorprofessorin Sindy Furhmann)Gusswerkstoffe und Gießverfahren (Professor Michal Szucki)Hochtemperaturprozesse in der Metallurgie (Professor Alexandros Charitos)Mess-, Sensor- und Eingebettete Systeme (Juniorprofessor Christian Kupsch)Mikrobiologie und Biohydrometallurgie (Juniorprofessorin Sabrina Hedrich)Strömungs- und Transportmodellierung in der Geosphäre (Juniorprofessor Conrad Jackisch)
Investition in die Zukunft: Fördergerüst des Forschungs- und Lehrbergwerks wird saniertDie in 2021 geplanten Maßnahmen auf der Reichen Zeche umfassen eine grundlegende Sanierung der übertägigen Förderanlagen in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Damit werden vor allem die exzellenten Lehr- und Forschungsbedingungen im deutschlandweit einzigartigen Uni-Bergwerk gesichert und ausgebaut.Das Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg ist national und international ein gefragter Partner in Wissenschaft und Industrie. Es bietet einmalige Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten unter Tage. So werden dort beispielsweise Roboter- und Sensorsysteme für den Einsatz in unwegsamem Terrain erprobt oder der Einsatz von Bakterien für die Gewinnung von Hightech-Metallen in Untertagelaboren erforscht. „Mit der jetzt beginnenden Erneuerung rüsten wir das Bergwerk für die künftigen Aufgaben der Universität im Rohstoff- und Ressourcenbereich. Der erste Meilenstein auf diesem Weg ist die Sanierung des Fördergerüstes in diesem Jahr“, erklärt Jens Then, der amtierende Kanzler der TU Bergakademie Freiberg. Die notwendigen Vorbereitungs- und Rückbauarbeiten für die 7-monatige Bauphase am Fördergerüst sind schon in vollem Gange. Anfang Mai erfolgt vorrausichtlich die Demontage.  Bis zum Ende des Sommers soll das markante Bauwerk dann wieder sichtbar sein.Weitere Sanierungsschritte in PlanungDie Sanierung des Fördergerüstes stellt den Auftakt für eine Vielzahl weiterer Baumaßnahmen dar, die sich über die nächsten Jahre erstrecken. Dazu gehören unter anderem auch die Modernisierung der gesamten Schachtförderanlage sowie Maßnahmen zur Verbesserung der untertägigen Wetterführung und der Infrastruktur. „Ziel ist neben der langfristigen technischen Sicherstellung des Bergwerkes auf der Reichen Zeche auch die nachhaltige Stärkung der modernen Forschungsmöglichkeiten und des dazugehörigen Besucherbetriebes“, erklärt Prof. Helmut Mischo, Wissenschaftlicher Direktor des Forschungs-und Lehrbergwerkes der TU Bergakademie Freiberg. Finanziert werden die Sanierungsarbeiten vom Freistaat Sachsen. Auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement und der TU Bergakademie Freiberg kann die Universität die geplanten Baumaßnahmen in Eigenregie umsetzen.Besucherbetrieb wird heruntergefahrenZur Reichen Zeche gehört neben dem Forschungs- und Lehrbetrieb auch die touristische Nutzung, die der Förderverein Himmelfahrt Fundgrube managt. Durch die Baumaßnahmen ergeben sich auch für den Besucherbetrieb Einschränkungen. Der Förderverein prüft hier zurzeit alternative Angebote wie Übertagetouren. Nach der Sanierung (voraussichtlich Ende 2021) können BesucherInnen wieder das umfassende Führungsangebot nutzen, zu denen auch die zwei für die Sächsische Landesausstellung neu konzipierten Touren (Entdecker- und ForscherTour) gehören. Diese musste Corona-bedingt im November 2020 vorzeitig beendet werden.Wahrzeichen der Stadt Freiberg und Teil des UNESCO-WelterbeDas Fördergerüst und die dazugehörige Fördermaschine des Forschungs- und Lehrbergwerks „Reiche Zeche“ sind bedeutende technische Denkmäler, die seit 2019 auch Bestandteil der UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/KruÅ¡nohoří sind. Die Komponenten stammen aus den 1940er und -50er Jahren. Als markantes, weithin sichtbares Bauwerk, zählt das Fördergerüst als Wahrzeichen der Universitätsstadt Freiberg. 
Investition in die Zukunft: Fördergerüst des Forschungs- und Lehrbergwerks wird saniertDie in 2021 geplanten Maßnahmen auf der Reichen Zeche umfassen eine grundlegende Sanierung der übertägigen Förderanlagen in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Damit werden vor allem die exzellenten Lehr- und Forschungsbedingungen im deutschlandweit einzigartigen Uni-Bergwerk gesichert und ausgebaut.Das Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg ist national und international ein gefragter Partner in Wissenschaft und Industrie. Es bietet einmalige Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten unter Tage. So werden dort beispielsweise Roboter- und Sensorsysteme für den Einsatz in unwegsamem Terrain erprobt oder der Einsatz von Bakterien für die Gewinnung von Hightech-Metallen in Untertagelaboren erforscht. „Mit der jetzt beginnenden Erneuerung rüsten wir das Bergwerk für die künftigen Aufgaben der Universität im Rohstoff- und Ressourcenbereich. Der erste Meilenstein auf diesem Weg ist die Sanierung des Fördergerüstes in diesem Jahr“, erklärt Jens Then, der amtierende Kanzler der TU Bergakademie Freiberg. Die notwendigen Vorbereitungs- und Rückbauarbeiten für die 7-monatige Bauphase am Fördergerüst sind schon in vollem Gange. Anfang Mai erfolgt vorrausichtlich die Demontage.  Bis zum Ende des Sommers soll das markante Bauwerk dann wieder sichtbar sein.Weitere Sanierungsschritte in PlanungDie Sanierung des Fördergerüstes stellt den Auftakt für eine Vielzahl weiterer Baumaßnahmen dar, die sich über die nächsten Jahre erstrecken. Dazu gehören unter anderem auch die Modernisierung der gesamten Schachtförderanlage sowie Maßnahmen zur Verbesserung der untertägigen Wetterführung und der Infrastruktur. „Ziel ist neben der langfristigen technischen Sicherstellung des Bergwerkes auf der Reichen Zeche auch die nachhaltige Stärkung der modernen Forschungsmöglichkeiten und des dazugehörigen Besucherbetriebes“, erklärt Prof. Helmut Mischo, Wissenschaftlicher Direktor des Forschungs-und Lehrbergwerkes der TU Bergakademie Freiberg. Finanziert werden die Sanierungsarbeiten vom Freistaat Sachsen. Auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement und der TU Bergakademie Freiberg kann die Universität die geplanten Baumaßnahmen in Eigenregie umsetzen.Besucherbetrieb wird heruntergefahrenZur Reichen Zeche gehört neben dem Forschungs- und Lehrbetrieb auch die touristische Nutzung, die der Förderverein Himmelfahrt Fundgrube managt. Durch die Baumaßnahmen ergeben sich auch für den Besucherbetrieb Einschränkungen. Der Förderverein prüft hier zurzeit alternative Angebote wie Übertagetouren. Nach der Sanierung (voraussichtlich Ende 2021) können BesucherInnen wieder das umfassende Führungsangebot nutzen, zu denen auch die zwei für die Sächsische Landesausstellung neu konzipierten Touren (Entdecker- und ForscherTour) gehören. Diese musste Corona-bedingt im November 2020 vorzeitig beendet werden.Wahrzeichen der Stadt Freiberg und Teil des UNESCO-WelterbeDas Fördergerüst und die dazugehörige Fördermaschine des Forschungs- und Lehrbergwerks „Reiche Zeche“ sind bedeutende technische Denkmäler, die seit 2019 auch Bestandteil der UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/KruÅ¡nohoří sind. Die Komponenten stammen aus den 1940er und -50er Jahren. Als markantes, weithin sichtbares Bauwerk, zählt das Fördergerüst als Wahrzeichen der Universitätsstadt Freiberg. 
Wissenschaftstauchende prüfen Staumauer an der Talsperre SaidenbachBis Ende Mai untersuchen Wissenschaftstauchende der Bergakademie-Ausgründung GeoWiD GmbH im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung Sachsen die Staumauer an der Talsperre Saidenbach im Erzgebirge. In bisher etwa 45 Tauchgängen dokumentierte das Team den Zustand des Bauwerkes und dessen Abdichtung.„Bisher sind die Ergebnisse unserer Untersuchungen sehr vielsprechend und es bestehen keine gefährdenden Veränderungen an der Staumauer“, erklärt Richard Stanulla von der GeoWiD GmbH. Seit 2012 agiert der Absolvent der TU Bergakademie Freiberg und am dortigen Scientific Diving Center (SDC) ausgebildete Wissenschaftstaucher am Markt. Gemeinsam mit seinem Team um Judy Adamek, Kevin Schmelzer, Stefan Hildebrandt und Thomas Pohl, alle Absolvierende oder Ausbildende des SDC, führt er Bauwerksprüfungen und Erkundungen an Talsperren sowie eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen in Steh- und Fließgewässern durch.Staumauerprüfung in bis zu 40 Metern TiefeIn Pockau-Lengefeld kontrolliert GeoWiD derzeit in 2er Teams mit eigens entwickelter Spezialtechnik in bis zu 40 Metern Tiefe die denkmalgeschützte Staumauerkonstruktion der Talsperre Saidenbach. Sie wurde zwischen 1929 und 1933 gebaut und ist der größte Rohwasserspeicher im Talsperrenverbundsystem Mittleres Erzgebirge. Auf der Wasserseite ist sie verputzt und teilweise mit einem Fliesenspiegel versehen. Um den Zustand der Abdichtung zu dokumentieren und eventuelle Veränderungen und Schäden feststellen zu können, ist das GeoWiD-Team seit Herbst 2020 zusammen mit Sachverständigen der DEKRA im Einsatz. Die Untersuchungen und Messungen direkt vor Ort liefern zuverlässige Daten und ermöglichen kleine Reparaturen, die von der Wasseroberfläche aus in dieser Form nur punktuell oder gar nicht möglich wären. Bisher wurden etwa 45 Tauchgänge erfolgreich durchgeführt. Die Stickstoffbelastung in den großen Einsatztiefen und der harte Winter 2020/2021 erforderten immer wieder Tauchpausen.Ausbildung zum CMAS Scientific DiverIhr Handwerkszeug haben die Tauchenden um Richard Stanulla am SDC der TU Bergakademie erlernt. Das Wissenschaftliche Tauchen bietet die TU Bergakademie Freiberg seit 1997 in Zusammenarbeit mit dem Universitätsportzentrum und der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau an. Seit 2018 ist das Scientific Diving Center in der Fakultät Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik, Professur für Technische Thermodynamik, angesiedelt. Die Ausbildung zum Scientific Diver in Freiberg ist für alle Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden möglich und umfasst einen zweisemestrigen Kurs und eine zweiwöchige Abschluss-Exkursion. Dabei lernen die Teilnehmenden unter anderem, wie man unter Wasser Proben nimmt, Messungen durchführt und mit Messgeräten, Werkzeugen oder Kameras umgeht.Mehr zum SDCMehr zu GeoWiD
Freiberger Kongress zur Energiewende: Fachleute zeigen Chancen und Grenzen aufElektromobilität, synthetische Kraftstoffe oder Brennstoffzelle ? welche Anforderungen stellt die Energiewende an die technologieoffene Mobilität der Zukunft?Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Online-Kongresses „1. Freiberger Kongress zur Energiewende“ diskutieren am 7. Mai 2021 (ab 9 Uhr) technische Innovationen, politische Rahmenbedingungen und ökonomische Bewertungen des Wandels von fossilen zu regenerativen Energien. Interessierte können sich ab sofort kostenfrei zur Teilnahme anmelden.In einem Eröffnungsvortrag erläutert der ehemalige EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger zentrale Punkte aus Sicht der Europäischen Union im Rahmen des EU Green Deals. Mit weiteren Beiträgen zu Energiewendeszenarien, Erfordernissen einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien sowie den notwendigen Flächen- und Speicherpotenzialen tragen die Experten zu einer fundierten Diskussion zum Umgang mit Technologien für die Energiewende bei.Im zweiten Teil der Konferenz widmen sich Fachleute verschiedener Universitäten, Forschungseinrichtungen und Organisationen dem Thema Mobilität. Sie erklären die Potenziale von Elektromobilität, Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen für die Energie- und Mobilitätswende und ordnen sie ein. Auch die Klimabilanzen verschiedener Fahrzeug- und Kraftstoffsysteme über den gesamten Lebenszyklus werden beleuchtet, um Interessierten aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Politik eine umfassende Bewertung zu ermöglichen.Hintergrund: Forum Energiewende e.V.Der Verein Forum Energiewende e.V. an der TU Bergakademie Freiberg setzt sich mit den Themen der Energiewende auseinander und fördert den Austausch von fundierten Erkenntnissen. Sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen, Organisationen und wissenschaftliche Institutionen können den Forum Energiewende e.V. als Mitglied unterstützen. In diesem Jahr organisiert der Verein erstmals den Freiberger Kongress zur Energiewende.Zum Programm
Nachhaltig Bauen ? ZIM-Netzwerk entwickelt neue Recycling-Technologien für die BaustoffbrancheGemeinsam mit 24 Partnern aus Mittelstand, Industrie, Forschung und Lehre hat die TU Bergakademie Freiberg unter Leitung der RAS AG das neue ZIM- Kooperationsnetzwerk „RecyBau“ gegründet. Vision des seit 12. April bestehenden Verbundes ist die Entwicklung kreislaufgerechter, nachhaltiger Baustoffe.Der Bedarf an Baustoffen ist groß und mit dem Wachstum der Baubranche steigt auch der Anteil an Abfällen. Allein in Deutschland fallen bis zu 59,8 Millionen Tonnen Bauschutt jährlich an (Quelle: Kreislaufwirtschaft Bau, 12. Monitoring-Bericht). Ein „echtes“ Recycling gibt es bisher nur bei einem kleinen Anteil. Dabei sieht das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) seit Januar 2020 auch aufgrund der weiter verknappenden Deponiekapazitäten eine Recyclingquote von mindestens 70  Prozent bei Bau- und Abbruchabfällen vor. Ziel muss es sein, die bisherigen Quoten zu steigern und vor allem, ressourcenschonende Recyclingverfahren zu entwickeln, die der regionalen Baustoffbranche aufbereitete Materialien ohne Qualitätsverlust zu Verfügung stellen. Die Grundlage dafür wollen die Partner im Rahmen des vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten Projekts „RecyBau“ schaffen.Up-Cycling und ressourcenschonende Produktion mineralischer BaustoffeMit neuen wirtschaftlichen und ökologischen Lösungsansätzen sollen zum einen die Wiederaufbereitung mineralischen Bauschutts optimiert und zum anderen innovative Herstellungsprozesse für Recycling-Baustoffe entwickelt werden. Die Fertigung und die Wiederaufbereitung sollen dabei vor allem auf regionalen, nachhaltigen und klimafreundlichen Stoffkreisläufen beruhen. Hierzu arbeitet das Institut für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik (IART) der TU Bergakademie Freiberg an Innovationen in den Bereichen Sortierverfahren, Baustoffherstellung sowie sortenreine Rückbaufähigkeit. Dazu gehören beispielsweise Ideen zur selektiven Zerkleinerung durch elektrodynamische Fragmentierung, bei der mittels Hochspannungsimpulsen bis 600 Kilovolt, Stoffverbunde in einem kontinuierlichen Prozess aufgespalten werden, und Verfahren zur gezielten Erkennung und zum Ausschleusen von Schadstoffen aus dem Stoffkreislauf. Dabei kann das IART auf eine breite maschinentechnische Ausstattung mit nahezu allen gebräuchlichen Typen von Zerkleinerungs-, Klassier-, Pelletier- und Brikettiermaschinen in unterschiedlichen Größen bis zur Pilotanlage zurückgreifen.Zusammenarbeit entlang der gesamten WertschöpfungsketteDie 25 Netzwerkpartner von „RecyBau“ sind entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Baubereich angesiedelt und bündeln damit vielfältige Kompetenzen im Hinblick auf die erforderlichen technologischen Innovationen für die zukünftige Realisierung von nachhaltigen Gebäuden aus ressourcenschonenden Recyclingbaustoffen. Das Kooperationsnetzwerk wurde durch die RAS AG gegründet und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert.Weitere Informationen zum Netzwerk „RecyBau“
Rohstoffpotential für Stahlindustrie: Lagerstätten-Experten analysieren Qualität schwedischer ErzeBis August 2021 laufen an der TU Freiberg Untersuchungen an den Per Geijer Eisenerz-Lagerstätten von Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag (LKAB) bei Kiruna. Die Ergebnisse zeigen schon jetzt ein vielversprechendes Rohstoffpotenzial für die damit verbundene Versorgung der Eisen- und Stahlindustrie.Eisenerz ist Grundlage für die Herstellung von Eisen und Stahl ? den weltweit wichtigsten Materialien für den Bau von Gebäuden, Maschinen, Werkzeugen, Autos, Schiffen oder Flugzeugen. Um den Bedarf auch künftig decken zu können, müssen bestehende Eisenerz-Lagerstätten weiter erschlossen werden. Eines der größten europäischen Abbaugebiete liegt in Nordschweden. Dort sind Forschende der Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie der TU Bergakademie Freiberg seit 2018 in einem Explorationsprojekt um die Per Geijer-Lagerstätten im Kiruna-Bergbaudistrikt aktiv und unterstützen die Charakterisierung des sogenannten Kiruna-Lagerstättentyps, um dessen Rohstoffpotenziale für den Eisenerzabbau zu analysieren.Lagerstättenforschung zeigt großes RohstoffpotenzialDie Per Geijer-Lagerstätten bestehen aus insgesamt fünf Erzkörpern, die neben Eisenerzmineralen wie Magnetit (Fe3O4, bis 72 % Fe-Gehalt) und Hämatit (Fe2O3, bis 70 % Fe-Gehalt) auch signifikante Gehalte an Phosphat durch Apatit (Ca5[F|(PO4)3], bis 42 % P2O5 Gehalt) aufweisen. „Vor allem die Per Geijer Eisenoxid-Apatit Lagerstätten sind durch die Charakterisierung des in-situ Erzes und dessen Aufbereitbarkeit in Zukunft von großer Bedeutung“, erklärt Patrick Krolop, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie der TU Bergakademie Freiberg. Die aktuell in Freiberg erhobenen mineralchemischen und prozess-mineralogischen Daten deuten positiv daraufhin hin, dass die Produktrichtlinien auch in Zukunft eingehalten werden können und ein hochqualitatives Endprodukt zur Verfügung stehen wird. Insbesondere die niedrigen Gehalte von Schadelementen wie Nickel, Kobalt und Chrom sowie der hohe Aufschlussgrad des Magnetits von über 90 Prozent nach der Zerkleinerung sind dafür ausschlaggebend. „Mit unserer angewandten Lagerstättenforschung an der TU Bergakademie Freiberg leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur zukünftigen Versorgung von Europas Stahlindustrie mit hochqualitativen Eisenerzen“, ergänzt Prof. Dr. Thomas Seifert, amtierender Leiter der Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie.Praxisnahe Forschung für effizientere EisenerzaufbereitungDas Projekt wird vom schwedischen Konzern LKAB mit einer Fördersumme von zirka 430.000 Euro finanziert. Seit 125 Jahren baut LKAB als größter Eisenerzproduzent Europas an drei Standorten in Nordschweden (Malmberget, Svappavaara, Kiruna) jährlich bis zu 47,5 Millionen Tonnen Roheisenerze von außerordentlich hoher Qualität im Untertagebau- und Tagebau-Verfahren ab. Kiirunavaara ist dabei das wichtigste Bergwerk des Konzerns und ist der weltweit größte Untertagebergbau für Eisenerze. Insgesamt umfasst das Gebiet um Kiruna vier Lagerstätten, zu denen auch die Per Geijer Erzkörper zählen. Die Endprodukte, die sogenannten Eisenerz-Pellets, sind bei Stahlproduzenten in Europa und weltweit stark gefragt. Die Pellets von LKAB erreichen mit 67 Prozent einen sehr hohen Eisengehalt und werden während der Pelletisierung von Magnetit zu Hämatit umgewandelt. Die dabei freiwerdende Energie wird in den Prozess zurückgeführt. Das ermöglicht einen umweltfreundlicheren Herstellungsprozess. Dieser soll laut LKAB bis 2045 sogar komplett CO2-frei sein und damit das vorbildliche Umweltmanagement mit innovativen Eisenerz-Fördermöglichkeiten wie elektrischen und voll automatisierten Abbau- und Transportmaschinen ergänzen.Publikationen:Krolop, P., Jantschke A., Gilbricht, S., Niiranen K. and Seifert, T., 2019. Minerallogical Imaging for Characterisation of the Per Geijer Apatite Iron Ores in the Kiruna district, Northern Sweden: A comparative Study of Mineral Liberation Analysis and Raman Imaging. Minerals 9 (9), 544; DOI 10.3390/min9090544.Krolop, P., Niiranen, K., Gilbricht, S., Seifert, T., 2019. Ore type characterisation of the Per Geijer iron ore deposits in Kiruna, Northern Sweden. Proceedings Iron Ore Conference, Australasian Institute of Mining and Metallurgy, Perth, 343-353.Krolop, P., Niiranen K., Gilbricht, S., Schulz, B., Oelze, M. and Seifert, T., 2021 (under review). Trace element geochemistry of iron oxides from the Per Geijer apatite iron ores in the Kiruna district, northern Sweden: Implications for ore genesis and potential economic products. Ore Geology Reviews.
Rohstoffpotenzial für Stahlindustrie: Lagerstätten-Experten analysieren Qualität schwedischer ErzeBis August 2021 laufen an der TU Freiberg Untersuchungen an den Per Geijer Eisenerz-Lagerstätten von Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag (LKAB) bei Kiruna. Die Ergebnisse zeigen schon jetzt ein vielversprechendes Rohstoffpotenzial für die damit verbundene Versorgung der Eisen- und Stahlindustrie.Eisenerz ist Grundlage für die Herstellung von Eisen und Stahl ? den weltweit wichtigsten Materialien für den Bau von Gebäuden, Maschinen, Werkzeugen, Autos, Schiffen oder Flugzeugen. Um den Bedarf auch künftig decken zu können, müssen bestehende Eisenerz-Lagerstätten weiter erschlossen werden. Eines der größten europäischen Abbaugebiete liegt in Nordschweden. Dort sind Forschende der Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie der TU Bergakademie Freiberg seit 2018 in einem Explorationsprojekt um die Per Geijer-Lagerstätten im Kiruna-Bergbaudistrikt aktiv und unterstützen die Charakterisierung des sogenannten Kiruna-Lagerstättentyps, um dessen Rohstoffpotenziale für den Eisenerzabbau zu analysieren.Lagerstättenforschung zeigt großes RohstoffpotenzialDie Per Geijer-Lagerstätten bestehen aus insgesamt fünf Erzkörpern, die neben Eisenerzmineralen wie Magnetit (Fe3O4, bis 72 % Fe-Gehalt) und Hämatit (Fe2O3, bis 70 % Fe-Gehalt) auch signifikante Gehalte an Phosphat durch Apatit (Ca5[F|(PO4)3], bis 42 % P2O5 Gehalt) aufweisen. „Vor allem die Per Geijer Eisenoxid-Apatit Lagerstätten sind durch die Charakterisierung des in-situ Erzes und dessen Aufbereitbarkeit in Zukunft von großer Bedeutung“, erklärt Patrick Krolop, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie der TU Bergakademie Freiberg. Die aktuell in Freiberg erhobenen mineralchemischen und prozess-mineralogischen Daten deuten positiv daraufhin hin, dass die Produktrichtlinien auch in Zukunft eingehalten werden können und ein hochqualitatives Endprodukt zur Verfügung stehen wird. Insbesondere die niedrigen Gehalte von Schadelementen wie Nickel, Kobalt und Chrom sowie der hohe Aufschlussgrad des Magnetits von über 90 Prozent nach der Zerkleinerung sind dafür ausschlaggebend. „Mit unserer angewandten Lagerstättenforschung an der TU Bergakademie Freiberg leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur zukünftigen Versorgung von Europas Stahlindustrie mit hochqualitativen Eisenerzen“, ergänzt Prof. Dr. Thomas Seifert, amtierender Leiter der Professur für Lagerstättenlehre und Petrologie.Praxisnahe Forschung für effizientere EisenerzaufbereitungDas Projekt wird vom schwedischen Konzern LKAB mit einer Fördersumme von zirka 430.000 Euro finanziert. Seit 125 Jahren baut LKAB als größter Eisenerzproduzent Europas an drei Standorten in Nordschweden (Malmberget, Svappavaara, Kiruna) jährlich bis zu 47,5 Millionen Tonnen Roheisenerze von außerordentlich hoher Qualität im Untertagebau- und Tagebau-Verfahren ab. Kiirunavaara ist dabei das wichtigste Bergwerk des Konzerns und ist der weltweit größte Untertagebergbau für Eisenerze. Insgesamt umfasst das Gebiet um Kiruna vier Lagerstätten, zu denen auch die Per Geijer Erzkörper zählen. Die Endprodukte, die sogenannten Eisenerz-Pellets, sind bei Stahlproduzenten in Europa und weltweit stark gefragt. Die Pellets von LKAB erreichen mit 67 Prozent einen sehr hohen Eisengehalt und werden während der Pelletisierung von Magnetit zu Hämatit umgewandelt. Die dabei freiwerdende Energie wird in den Prozess zurückgeführt. Das ermöglicht einen umweltfreundlicheren Herstellungsprozess. Dieser soll laut LKAB bis 2045 sogar komplett CO2-frei sein und damit das vorbildliche Umweltmanagement mit innovativen Eisenerz-Fördermöglichkeiten wie elektrischen und voll automatisierten Abbau- und Transportmaschinen ergänzen.Publikationen:Krolop, P., Jantschke A., Gilbricht, S., Niiranen K. and Seifert, T., 2019. Minerallogical Imaging for Characterisation of the Per Geijer Apatite Iron Ores in the Kiruna district, Northern Sweden: A comparative Study of Mineral Liberation Analysis and Raman Imaging. Minerals 9 (9), 544; DOI 10.3390/min9090544.Krolop, P., Niiranen, K., Gilbricht, S., Seifert, T., 2019. Ore type characterisation of the Per Geijer iron ore deposits in Kiruna, Northern Sweden. Proceedings Iron Ore Conference, Australasian Institute of Mining and Metallurgy, Perth, 343-353.Krolop, P., Niiranen K., Gilbricht, S., Schulz, B., Oelze, M. and Seifert, T., 2021 (under review). Trace element geochemistry of iron oxides from the Per Geijer apatite iron ores in the Kiruna district, northern Sweden: Implications for ore genesis and potential economic products. Ore Geology Reviews.
Vier Neuberufungen im AprilDie Professoren Sebastian Aland, Marcus Waurick, Christian Kupsch und Martin Gräbner besetzen ab sofort die Professuren für Numerische Mathematik (Fak. 1); Partielle Differentialgleichungen (Fak. 1); Mess-, Sensor- und Eingebettete Systeme (Fak. 4) sowie für Energieverfahrenstechnik (Fak. 4).Prof. Dr. rer. nat. Sebastian Aland wechselt von der HTW Dresden an die TU Bergakademie Freiberg. In Dresden war er seit 2017 als Professor für Modellierung/Simulation tätig. Der Mathematiker kombiniert Methoden der Mathematik, Physik und Informatik, um komplexe biologische, chemische und physikalische Systeme zu simulieren. Die Grundlagen der Modellierung solcher Systeme mit Hilfe der sogenannten Phasenfeldmethode auf bewegten Geometrien oder Oberflächen möchte er nun weiter vertiefen. Für seine Tätigkeit an der Freiberger Universität hat er sich außerdem vorgenommen, an mögliche Anwendungen der Simulationen in Verfahrenstechnik, Metallurgie oder Biophysik anzuknüpfen. "Prinzipiell können wir alles simulieren was strömt, sich verformt oder wächst", so Aland. "Ich freue mich darauf, spannende neue Einsatzfelder dafür in Freiberg zu finden. Der 38-jährige tritt mit der Übernahme der Professur für Numerische Mathematik die Nachfolge von Prof. Michael Eiermann an.Zeitabhängige partielle DifferentialgleichungenDer habilitierte Mathematiker Prof. Dr. Marcus Waurick vertrat bisher die Professur für Signal- und Bildverarbeitung an der TU Bergakademie Freiberg. Ab 1. April übernimmt er nun die Professur für partielle Differentialgleichungen: „In meinem Team beschäftigen wir uns mit quantitativen und qualitativen Aspekten zeitabhängiger partieller Differentialgleichungen der mathematischen Physik.“ Darüber hinaus engagiert sich der 36-Jährige für die Internationalisierung der Universität, indem er der Arbeitsgruppe zur Entwicklung neuer englischsprachiger Masterstudiengänge in der Mathematik vorsitzt.Embedded Systems für Sensorik und MesstechnikJuniorprofessor Dr.-Ing. Christian Kupsch forscht und lehrt künftig am Institut für Elektrotechnik. Er promovierte an der Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik der TU Dresden und war anschließend als PostDoc im Bereich der Ultraschallmesstechnik am Institut für Festkörperelektronik tätig. Das Forschungsgebiet der interdisziplinär angelegten Juniorprofessur umfasst Architektur, Entwurf und experimentelle Validierung von Embedded Systems für Sensorik und Messtechnik. „Mein Ziel ist es, komplexe technische Prozesse durch neuartige eingebettete Messtechnik besser zu verstehen, dadurch Prozesse zu optimieren und folglich Ressourcen zu schonen. Für die Entwicklung derartiger Messsysteme ist ein breites Spektrum an Methoden aus der Elektrotechnik erforderlich: von der Hardware, also den Embedded Systems und Sensoren, bis hin zur Signalverarbeitung und Messsystemmodellierung“, erklärt der Juniorprofessor. Mit der Berufung von Jun.-Prof. Kupsch wurde die achte und letzte durch Bund und Länder geförderte Tenure-Track-Professur an der TU Bergakademie Freiberg besetzt.Neue Verfahren für die Circular Carbon EconomyProf. Dr.-Ing. Martin Gräbner beginnt im April am Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen und besetzt als Nachfolger von Prof. Bernd Meyer die Professur für Energieverfahrenstechnik. Der Alumnus der TU Bergakademie Freiberg war in den vergangenen Jahren in der Gasindustrie tätig und bringt seine Expertise in Forschung und Entwicklung von Synthesegasherstellung für chemische Anwendungen und CO2-Reduktion in den Bereichen Metall, Zement und Glas ein. "Mit dem 'Green Deal' und dem Ziel, bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen, steht der Europäischen Industrie eine Zeitenwende bevor, die faszinierende Chancen für wissenschaftlich-technische Innovationen eröffnet. Die Untersuchung und Entwicklung von CO2-armen bis CO2-neutralen Technologien für Energie-, Chemie- und Grundstoffindustrie steht deshalb im Zentrum der Forschung der Professur", sagt der Neuberufene.Weiterer Neuzugang an der Fakultät 6Dr. Steffen Hundt übernimmt ab 1. April für die kommenden zwei Semester die Vertretung der Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rohstoffmanagement. Der Ökonom lehrte und forschte bisher an der Universität Paderborn.
Frühjahrsakademie: Mit Robotik, Informatik und Mathematik die Welt von Morgen gestaltenPandemiebedingt muss auch das „Schnupperstudium“ der Fakultät für Mathematik und Informatik virtuell stattfinden. Das Interesse ist trotzdem groß. Für die Workshop-Woche vom 29. März bis zum 7. April haben sich 27 SchülerInnen aus Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen angemeldet.Besonders bei Abiturienten ist der Bedarf an Informationen über Studienmöglichkeiten derzeit ungemein größer. Sie alle suchen nach Perspektiven in der derzeit so unsicheren Situation. Aber auch ohne Messen und Informationsangebote vor Ort bietet die TU Bergakademie Freiberg Studieninteressierten eine breite Palette von Websprechstunden und Online-Beratungen bis hin zum Online-Schnupperstudium. Die Frühjahrsakademie Mathematik ist ein solches Angebot. Um den pandemiebeeinträchtigten Unterrichtsbetrieb an den Schulen nicht weiter zu stören, wurde sie dieses Mal in die verlängerten Osterferien verlegt.Einblicke in Mathematik und Informatik„Unsere Frühjahrsakademie zeigt, wie spannend und nützlich Mathematik und Informatik sein können und wie beide Wissenschaften unseren Alltag beeinflussen“, erklärt der Organisator Dr. Uwe Weber. So erwarten die Schüler und Schülerinnen ab der 10. Klasse in dieser und der folgenden Woche verschiedene Vorlesungen und Workshops. Dabei lernen sie unter anderem, wie man die optimale Strategie für Entscheidungen berechnen kann, wie mathematische Formeln zu bunten Illustrationen werden und wie die Fernsehserie „Futurama“ mathematische Grundlagen vermittelt.Aber auch Informatikinteressierte kommen bei der Frühjahrsakademie nicht zu kurz. In Online-Vorstellungen bekommen sie Einblicke in das Programmieren von Mikrocontrollern und die Steuerung von Robotern sowie in verschiedene  Techniken, mit denen sich reale Objekte digitalisieren und in VR-Umgebungen für Simulationen nutzen lassen. Anhand von aktuellen Forschungsprojekten werden zudem Anwendungen für Roboter und Fahrzeuge unter Tage, auf dem Wasser und auf der Rennstrecke gezeigt. „Die Veranstaltungen werden als Webkonferenzen mit dem System BigBlueButton durchgeführt, das seit dem Sommersemester 2020 auch in der Online-Lehre unserer Fakultät in großem Umfang genutzt wird“, erklärt Dr. Weber.Freiberg als Studienstandort bekannt machenNeben Workshops und Fachvorträgen bietet die Frühjahrsakademie auch die Möglichkeit, sich in digitalen Gesprächsrunden mit Studierenden und Mitarbeitern zu vernetzen und mehr über den Studienstandort Freiberg und die Studiengänge (Angewandte Mathematik, Wirtschaftsmathematik, Angewandte Informatik, Robotik und „Internet der Energie“) der Fakultät für Mathematik und Informatik zu erfahren. „Vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung sowie der Anwendungen künstlicher Intelligenz zählen Mathematik und Informatik zu den zukunftsträchtigsten Studienfächern überhaupt. Absolventen unserer Studienprogramme bieten sich exzellente Berufsperspektiven in Wissenschaft und Wirtschaft“, erklärt Prof. Dr. Jörg Matschullat, Prorektor für Forschung. Die Quote der Mathematik-StudienanfängerInnen, die ihr Studium mit Erfolg abschließen, ist in Freiberg nahezu doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.Auch während der Corona-Pandemie bietet die Freiberger Universität ihren Studierenden einen organisierten und sicheren Studienplatz mit bestmöglicher Betreuung. So wurden bereits vom ersten Tag des Sommersemesters 2020 an alle Mathematik- und Informatik-Lehrveranstaltungen ohne Ausfälle online gehalten. Dies zeigt, „dass mit Engagement und Innovation auch Online-Lehre erfolgreich und mit hoher Qualität durchgeführt werden kann“, wie es die Fachschaft den Lehrenden der Fakultät bereits im August 2020 bescheinigte.Weitere Informationen:Zur Frühjahrsakademie Mathe 
Zertifikat der Europäischen Hochschulcharta sichert Erasmus-Mobilität bis 2027Studierende und Mitarbeitende der TU Bergakademie Freiberg und ihrer Partneruniversitäten profitieren auch weiterhin von den Förderangeboten für Auslandsaufenthalte im Rahmen des Erasmus+ Programmes der Europäischen Union.„Das Erasmus+ Programm ist inzwischen zu einem zentralen Steuerungselement der Internationalisierungsbestrebungen an der TU Bergakademie Freiberg geworden. Zur Umsetzung der Projekte und Programmziele bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten, der zentralen Verwaltung und dem IUZ“, verdeutlicht Ingrid Lange, Direktorin des Internationalen Universitätszentrums (IUZ)/International Office.Möglich wird die Weiterführung der Mobilitätsprogramme durch das neue Siegel der Erasmus Charta für Hochschulbildung (ECHE). Die TU Bergakademie Freiberg wurde nun für die Jahre 2021 bis 2027 erneut zertifiziert. „Das ECHE ist die Eintrittskarte für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende, am Erasmus+ Programm teilzunehmen“, erklärt Ingrid Lange. Auch die Erasmus-Aufenthalte internationaler Studierender in Freiberg können somit fortgeführt werden. „Konkret beantragt das Internationale Universitätszentrum demnächst die Mittel für den europäischen Studierenden- und Personalaustausch für das kommende Studienjahr 2021/22 im Rahmen der Leitaktion 1. Daneben wird es, wie gewohnt, weitere Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Hochschulen im Bildungsbereich geben, zum Beispiel die Mobilität mit Partnerländern (Leitaktion 1) oder Erasmus Mundus (Leitaktion 2). Auch die Erasmus-Aufenthalte internationaler Studierender in Freiberg können somit fortgeführt werden. "Wenn die EU die Aufrufe dazu veröffentlicht, informieren wir die Fakultäten und Mitarbeitenden“, ergänzt Anja Weigl, Koordinatorin für die Austauschprogramme.Um die Zertifizierung für das ECHE-Siegel zu erhalten, verpflichtete sich die Universität in einer umfangreichen Erklärung zu hochschulpolitischen Grundsätzen für den internationalen Austausch. Dazu gehören unter anderem die Anrechnung von Studienleistungen, Weiterbildungsmaßnahmen im Ausland sowie die gezielte Förderung benachteiligter Gruppen. Inklusion, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und bürgerliches Engagement sind zudem als inhaltliche Vorgaben für die kommende Programmgeneration festgehalten.„Als Ressourcenuniversität und Partnerin der Europäischen Hochschulallianz EURECA-PRO (Responsible Consumption and Production) nehmen wir den Auftrag, die Auslandserfahrungen aller Universitätsmitglieder zukünftig noch nachhaltiger, inklusiver und digitaler zu gestalten gerne an“, sagt Anja Weigl. So plant die TU Bergakademie Freiberg beispielsweise verschiedene fachbezogene Kurse für Studierende oder Graduierte. „Dafür stehen unseren Studierenden mehr als 200 Austauschplätze an über 70 Partnerhochschulen in 23 Ländern zur Verfügung“, erklärt die Prorektorin für Bildung, Prof. Swanhild Bernstein. „Auch an einem neuen Mobilitätstyp ?Blended Mobility? wird gearbeitet. Es verbindet einen virtuellen Anteil mit einem kurzen Auslandsaufenthalt von 5 bis 30 Tagen. Nicht nur in der derzeitigen Situation stellt dieses Konzept eine große Chance dar“, ergänzt die Prorektorin.
Welttag der Meteorologie ? Drei Fragen an Klimaexperten Prof. Jörg MatschullatAm 23. März 1950 wurde die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit einer internationalen Konvention gegründet. Seither widmen sich Einrichtungen weltweit der gemeinsamen Wetterforschung. Auch an der TU Freiberg sind Meteorologie und Klimatologie wichtige Bereiche der Umweltforschung und -lehre.Vor genau 71 Jahren wurde die WMO mit einer internationalen Konvention gegründet. Damals sprach niemand über Klimawandel ? es ging zunächst einzig darum, weltweit deutlich bessere Wettervoraussagen machen zu können und damit Risiken, besonders durch Extremwetterereignisse, zu verringern. Seither hat sich viel getan und spätestens seit den 1980er Jahren rücken auch der Klimawandel und dessen Folgen immer mehr in den Fokus der Forschung. Prof. Dr. Jörg Matschullat beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit der Klimaforschung und gibt uns einen kurzen Einblick in den so vielschichtigen Bereich.1. Nun ist Wetter nicht Klima ? oder doch?Tatsächlich sind extreme Wetterkapriolen inzwischen oft ein Aspekt des Klimawandels. Und die Liste der physikalischen, chemischen und biologischen Folgen, die Menschen zum Teil noch gar nicht bemerken, ist lang. Schmelzende Pole, trockene Wälder oder sinkende Grundwasserspiegel sind nur ein paar der weltweit spürbaren Konsequenzen. Speziell in Sachsen zeigt sich der Klimawandel beispielsweise auch durch neue „eingewanderte“ Pflanzen- (z.B. Artemisia) und Tierarten (von Insekten bis Kleinsäuger) aus dem Mittelmeerraum oder eben durch Extremwetterereignisse wie Hagelschauer mit tennisballgroßer Körnung und Starkregen mit Überschwemmungen und Schlammlawinen.2. Wie können Meteorologen in Zukunft rechtzeitig vor solchen Unwettern warnen?Daran arbeiten wir gemeinsam mit jungen Wissenschaftlern wie den beiden Doktoranden Pedro Herrera Lormendez und Nikolas Mastrantonas im europäischen Forschungsprojekt ITN-C.A.F.E. Wir widmen uns den klimatischen Veränderungen und untersuchen, wie diese das zukünftige Klima der Region beeinflussen und Extremwetterereignisse wie extreme Temperaturen, Niederschläge oder Dürren auslösen können. Damit wollen wir die Vorhersagbarkeit extremer meteorologischer Ereignisse um mehr als 2 bis 3 Wochen im Voraus ermöglichen, um Maßnahmen gezielter und frühzeitiger zu ergreifen und um negative Auswirkungen zu vermindern oder gar zu verhindern. Unsere bislang erreichten Ergebnisse konnten wir erst kürzlich online bei der 12. Deutschen Klimakonferenz vom 15. bis 18. März 2021 vorstellen.Unsere Forschung zeigt unter anderem, dass besonders großräumige atmosphärische Zirkulationen das Auftreten von Extremereignissen stark beeinflussen. So ist ein Tiefdruckgebiet in der Regel mit Regentagen verbunden, während ein Hochdruckgebiet für einige der Hitzewellen im Sommer verantwortlich sein kann. Aus der Konstellation von Hoch- und Tiefdruckgebieten ergeben sich die Großwetterlagen. Elf Großwetterlagen über Europa konnten anhand ihres Luftdrucks und ihrer dominanten Windrichtung eingegrenzt werden, die Extremwetter in Vergangenheit und Zukunft bringen ? mit Fokus auf Deutschland und den umliegenden Regionen.Zudem fanden wir kleinräumige geographische Muster, die trotz enger räumlicher Nachbarschaft bei sehr verschiedenen Großwetterlagen zu Extremwetter führen. Einige dieser Zirkulationsmuster werden sich bei weiter steigenden Treibhausgasemissionen erheblich verändern und damit auch deren Auswirkungen auf das regionale Klima. Die meisten dieser Veränderungen werden wahrscheinlich in den Sommermonaten auftreten, wobei die Häufigkeit von Tagen mit schwachen Winden als wahrscheinliche Reaktion auf die nördliche Ausdehnung des subtropischen Klimagürtels zunehmen wird.3. Sie betreiben aber nicht nur aktuelle Klimaforschung, sondern bilden auch Studierende in diesem Bereich aus, richtig?Ja, seit 1996 werden auch Meteorologie und Klimatologie an der TU Bergakademie Freiberg gelehrt. Dies ist vor allem im Studiengang Geoökologie angesiedelt, wobei auch viele Nebenfächler regelmäßig teilnehmen. Neben den reinen physikalischen Grundlagen von Meteorologie und Klimatologie bieten wir schon im Bachelorstudium und dann verstärkt im Masterstudium Module zu Chemie der Atmosphäre, zu Wechselwirkungen von Boden-Pflanzen und Atmosphäre sowie zur speziellen Klimatologie und zum anthropogenen Klimawandel an. Besonders stolz sind wir auf viele sehr erfolgreiche Alumni in diesem Bereich wie Dr. Jana Sillmann (Cicero) und Prof. Florian Pappenberger (ECMWF).Weitere Informationen:Zu den StudienmöglichkeitenZum CAFE-Projekt
Hochwertige und kostengünstige Inkjet-Tinten für die ElektronikindustrieDas Freiberger Start-up „NaPaGen“ kann künftig mit einem innovativen Produktionssystem hochreine Edelmetallnanopartikel herstellen. Damit werden Tinten in verbesserter Qualität für den Inkjet-Druck von elektronischen Bauteilen für Smart- Systems sowie für den Fahrzeug- und Flugzeugbau produziert.Edelmetallnanopartikel bilden die materielle Basis von leitfähigen Inkjet-Tinten in der gedruckten Elektronik. Ihre Beschaffenheit ist ausschlaggebend für die Qualität der industriell verwendeten Tinten. Form und Größe der Nanopartikel in den Tinten können jedoch von Charge zu Charge unterschiedlich sein, da die Herstellung von Nanopartikeln nur schwer zu kontrollieren ist. Die Qualität der aktuell verfügbaren Tinten schwankt entsprechend. Hier setzen die vier NachwuchswissenschaftlerInnen um NaPaGen-Projektleiterin Nadja Lumme an: „Wir haben die Synthese der Nanopartikel aus einem klassischen Batch-Verfahren, in dem Chemikalien händisch zusammengerührt werden, in ein automatisiert und kontinuierlich arbeitendes System verlegt. Damit können wir die Synthese gezielt beeinflussen und die Eigenschaften der Nanopartikel steuern. Durch das innovative Produktionssystem verbessert sich auch die Qualität der Nanopartikel. Sie werden reproduzierbar und durch die Automatisierung des geschlossenen Systems können Produktionskosten eingespart werden. Diese Kombination führt zu hochwertigen Nanopartikel-Suspensionen und Tinten auf Kundenwunsch.“Anwendung in Wearables, smarten Systemen sowie im Fahrzeug- und FlugzeugbauDer Markt der gedruckten Elektronik ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und wird zunehmend komplexer. Er umfasst inzwischen smarte Systeme, Wearables, Mobilitäts- und Unterhaltungsindustrie. Allein der Markt der gedruckten Sensoren wird von IDTechEx für das Jahr 2030 auf 4,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Viele kleine und große Unternehmen wagen den Sprung in den Druck von Leiterbahnen & Co., um bestehende Anwendungen zu verbessern oder neue Anwendungen zu generieren. Auch der nachhaltigere Materialeinsatz spielt künftig eine wichtige Rolle in der Branche.Interdisziplinärer EXIST-Forschungstransfer vereint NachwuchsforscherInnen aus vier StudiengängenDas NaPaGen-Team um Nadja Lumme ist interdisziplinär aufgestellt. Die Alumna der TU Bergakademie hat bis 2016 Angewandte Naturwissenschaften studiert und im Rahmen eines Landesinnovationsstipendiums ihre Forschung im Bereich der Nanopartikelsynthese am Institut für Elektronik- und Sensormaterialien begonnen. Auch die weiteren drei GründerInnen haben ihren Master an der TU Freiberg absolviert. Frederic Güth machte 2014 seinen Masterabschluss im Studiengang Elektronik- und Sensormaterialien, Bedia Jüttner schloss unter anderem das Studium der Betriebswirtschaftslehre 2015 mit einem Master ab, und Maik Gerwig studierte bis 2014 im Masterstudiengang Chemie, bevor er im letzten Jahr erfolgreich seine Dissertation verteidigte.Dass auch das angehende Start-Up seinen Sitz in Freiberg haben soll, ist kein Zufall: „Wir schätzen den Wissenschaftsstandort Freiberg sehr. Als kleine, aber feine Uni sind die Wege zwischen Studierenden, Promovierenden, Post-Docs und Professoren sowie Professorinnen kurz und direkt. Über die Jahre ist dabei ein tolles Netzwerk entstanden, das letztlich auch uns vier aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt hat. Dem Studium an der TU Bergakademie Freiberg verdanken wir dabei natürlich in erster Linie aber auch unser Fachwissen, ohne das uns eine Ausgründung auf solch einer anspruchsvollen wissenschaftlichen Spielwiese überhaupt nicht möglich wäre“, so Nadja Lumme.Finanziert wird das Start-up bis September 2022 im Rahmen einer EXIST-Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das Gründernetzwerk SAXEED der TU Bergakademie Freiberg unterstützt und begleitet die GründerInnen bereits seit der Antragstellung über die gesamte Projektlaufzeit mit wöchentlichen Meetings, einem strukturierten Workshop-Programm und etappenweisen Pitchdays mit Experten-Feedback.Weitere Informationen:Zum Start-up NaPaGen
Auftakt zur umfassenden Digitalisierung der Wernerschen SammlungBisher war die Oryktognostische Sammlung von Abraham Gottlob Werner (1749?1817) der TU Bergakademie Freiberg in Schubladen gesichert aufbewahrt und konnte nur auf Anfrage eingesehen werden.In Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek ? Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) wurden die ersten 3.000 historischen Etiketten mit ihren Mineralen nun digitalisiert. Die Initiative erfolgte im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms (LDP) für Wissenschaft und Kultur des Freistaats Sachsen.Die Zeit um 1800 war von einer außerordentlich starken Entwicklung der Wissenschaften geprägt.Viele uns heute bekannte Disziplinen bildeten sich als selbstständige Fächer aus, so auch die Mineralogie. Die von Werner erarbeitete Mineralsystematik, die Oryktognosie, stellte einen Durchbruch in den damaligen Geowissenschaften dar und liegt nicht nur in schriftlicher Form vor, sondern auch als gegenständliche Sammlung bestehend aus Mineralstufe und Etikett.Die Etiketten ? der Schlüssel zur SammlungIm Fokus des Digitalisierungsprojekts stehen die historischen, handschriftlichen Etiketten. Sie stellen das Bindeglied zwischen dem Sammlungsobjekt und den wissenschaftlichen Forschungs- und Lehrkonzepten dar und geben unmittelbar Auskunft über die Objektbezeichnung, den Fundort und den Zeitraum. „Wir können mit den Digitalisaten viel schneller Zusammenhänge zwischen verschiedenen Objekten feststellen und die Kontextualisierung der Mineralstufen sowie die Tiefenerschließung der Sammlungen vorantreiben. Die eigene Sammlungsarbeit wird erheblich erleichtert und KollegInnen anderer Wissenschaftsdisziplinen sowie Studierende können mit diesem geschützten Kulturgut arbeiten“, sagt Prof. Gerhard Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen.Die SLUB finanzierte das Pilotprojekt aus Mitteln des Landesdigitalisierungsprogramms mit 20.000 Euro und unterstützte damit auch die personelle Absicherung der besonderen kuratorischen Anforderungen. Die Digitalisierung selbst wurde in Freiberg von einem Studierenden und den Mitarbeitenden der Geowissenschaftlichen Sammlungen in nur sechs Wochen durchgeführt. Die verbliebenen Etiketten und Minerale werden noch in diesem Jahr digitalisiert.„Nach den in vorangegangenen Kooperationsprojekten digitalisierten 743 Briefen an Werner und seinem 78-bändigen handschriftlichen Nachlass, setzen wir mit der TU Bergakademie Freiberg als Partner die digitale Präsentation von Quellen und Sammlungen dieses berühmten Gelehrten nun mit der oryktognostischen Sammlung fort“, so Dr. Konstantin Hermann, Koordination Landesdigitalisierungsprogramm und landeskundliche Projekte der SLUB. „Unschätzbar wertvoll ist die Flexibilität von Digitalisaten ? jederzeit, von jedem Ort können Interessierte nun auf die Freiberger Digitalisate zugreifen, und damit forschen, lernen und lehren. Digitalisierung ist nicht zuletzt auch ein wichtiger Beitrag zum Objekterhalt und -schutz. Ein Großteil der wissenschaftlichen Arbeit kann am Digitalisat erfolgen und das Originalobjekt verbleibt in seiner geschützten Umgebung.“Was Goethe von der Ordnung der Minerale lernteUnd mehr noch: „Sammlungen zeigen die Netzwerke des wissenschaftlichen Austauschs in der damaligen Zeit ? unter anderem auch den Einfluss Werners als Berater von Goethe“, erläutert Dr. Thomas Schmuck, Kustos der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar. „Wir können sicher sagen, dass Goethe seine eigene Mineraliensammlung in Weimar nach dem von Werner erarbeiteten System geordnet hat“, so der Experte für Goethes naturwissenschaftliche Studien. „In kaum einer anderen Epoche wurden so begeistert Minerale, Gesteine und Fossilien gesammelt wie im 18. Jahrhundert. Entstehung und Entwicklung, Aufbau und Alter der Erde waren Fragestellungen von allgemeinem Interesse“, fügt Schmuck hinzu. Um die Bedeutung der Etiketten zu erforschen, arbeitet die TU Bergakademie Freiberg seit vielen Jahren eng mit der Klassik Stiftung zusammen.Geowissenschaftliche Sammlungen von Abraham Gottlob Werner an der TU Bergakademie FreibergAbraham Gottlob Werner war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Montan- und Geowissenschaften um 1800. Werner gilt als Mitbegründer der Mineralogie und der Geologie als wissenschaftlich selbständige Disziplinen. Die von ihm gesammelten und bis heute erhaltenen Minerale samt Begleitschriften geben Einblicke in sein System zur Bestimmung und Klassifizierung der Minerale sowie in seine Mineralsystematik. Mehr als 40 Jahre (1775?1817) lehrte Werner an der Bergakademie Freiberg auf den Gebieten der Mineralogie, Geologie, Bergbaukunde und Metallurgie. Von seinen ursprünglich neun geowissenschaftlichen Sammlungen, die er für Lehre und Forschung angelegt hatte, sind die Systematische Oryktognostische Sammlung, die Edelsteinsammlung und die Äußere-Kennzeichen-Sammlung weitgehend unverändert erhalten geblieben. Diese drei Sammlungen Werners sind eine einzigartige gegenständliche Dokumentation des Entwicklungsstandes der Mineralogie und auch der Mineralfunde und mineralischen Rohstoffe der damaligen Zeit.Weitere digital zugängliche SammlungenDie Äußeren-Kennzeichen-Sammlung wurde mit ihren 617 Mineralen, Gesteinen und Fossilien, mehr als 2.000 Kristallmodellen und 249 Prozellantafeln mit Farbaufstrich im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts bereits vollständig erschlossen und digitalisiert. Der Zugang ist über AQUiLAgeo gegeben. Der schriftliche Nachlass von A. G. Werner ist ebenfalls im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms digitalisiert worden. 734 Briefe an Werner werden zurzeit in einem DFG-Projekt erstmals vollständig transkribiert und inhaltlich erschlossen.Ansprechpartner:Prof. Gerhard Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, gerhard [dot] heidetu-freiberg [dot] deDr. Konstantin Hermann, Koordinator des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur des Freistaats Sachsen, konstantin [dot] hermannslub-dresden [dot] deDr. Thomas Schmuck, Kustos der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar, thomas [dot] schmuckklassik-stiftung [dot] de
TU Freiberg erneut für „vorbildliche Leistungen“ in der Gründungsunterstützung ausgezeichnetIm deutschlandweiten Ranking „Gründungsradar 2020“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. belegte die TU Bergakademie Freiberg bundesweit den siebten Platz unter den kleinen Universitäten und Hochschulen.Sachsenweit ist die TU Bergakademie Freiberg mit insgesamt 45,8 Punkten die beste Universität unter den kleinen staatlichen Universitäten und Hochschulen (Rankingergebnisse im Überblick). Insbesondere in den Kategorien „Gründungsverankerung“ und „Gründungsaktivitäten“ hat die TU Bergakademie Freiberg sehr gute Ergebnisse erzielt. Hinsichtlich der Anzahl an EXIST-Förderungen für Ausgründungsprojekte bezogen auf die Anzahl der Studierenden zählt die Universität bundesweit zu den besten Hochschulen in Deutschland.„Die lebendige Gründungskultur der TU Bergakademie Freiberg wird maßgeblich durch das Gründernetzwerk SAXEED gemeinsam mit den praxisorientierten Instituten vorangetrieben und gestaltet“, so Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht. „Diese positive Entwicklung haben wir, neben der erfolgreichen Finanzierung des Gründernetzwerks SAXEED über das sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), auch der weiteren Professionalisierung von SAXEED im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderter Projekts EXIST Potentiale zu verdanken.“ Im Referenzjahr 2019 hat SAXEED an der TU Freiberg insgesamt 45 Gründungsprojekte beraten, woraus sieben Gründungen hervorgegangen sind. „Besonders erfreulich ist es, dass die Ausgründungsprojekte mittlerweile aus allen Fakultäten unserer Universität kommen“, erläutert Prof. Dr. Jörg Matschullat, Prorektor Forschung und Projektleiter von SAXEED.Darüber hinaus wurde SAXEED im Rahmen des Gründungsradar als Beispiel für erfolgreiche Kooperationen mehrerer gleichberechtigter Hochschulen in der Gründungsunterstützung vorgestellt. Den Gründern steht so ein hochschulübergreifendes Unterstützungsnetzwerk zur Verfügung, das auch stark mit weiteren Unterstützern verbunden ist. „In diesem Rahmen danken wir unseren Netzwerkpartnern, wie dem Technologiegründerfonds Sachsen, der Industrie- und Handelskammer sowie allen Akteuren, die gemeinsam mit uns das Gründerökosystem an unserer TU Bergakademie Freiberg und in der Region stärken.“ so Andre Uhlmann, Standortleiter von SAXEED an der TU Bergakademie Freiberg.Hintergrund: SAXEED an der TU Bergakademie FreibergAls zentrale Einrichtung am Prorektorat Forschung ist SAXEED wesentlicher Akteur der Gründungsunterstützung an der TU Bergakademie Freiberg. SAXEED sensibilisiert und motiviert Studierende, Hochschulabsolventen und Hochschulmitarbeiter für die Idee der eigenen Unternehmensgründung. Durch das breite Angebot an Netzwerk- bzw. Lehrveranstaltungen werden Gründer qualifiziert und von erfahrenen Gründerberatern von der Bewertung der Geschäftsidee über die Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Gründung des eigenen Startups begleitet. SAXEED wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Freistaates Sachsen, der beteiligten Hochschulen und des BMWi.Zu den Start-Ups der TU Bergakademie Freiberg im Jahr 2019 zählen die ATNA Industrial Solutions GmbH vom Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik, und die RMF Tech GmbH aus der Professur für Technische Chemie. Weitere Projekte, in denen die Forschungsergebnisse der TU Freiberg im Rahmen von Ausgründungen verwertet werden, sind die EXIST-geförderten Teams „NaPaGen“ vom Institut für Elektronik- und Sensormaterialien, „Rockfeel“ von der Professur für Bergbau ? Tagebau sowie „Just-in-Time-Food“ von der Professur für Internationales Management und Unternehmensstrategie.Hintergrund: Der GründungsradarDer Gründungsradar des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. erfasst und analysiert alle zwei Jahre die Gründungsaktivitäten und Unterstützungsangebote deutscher Universitäten und Hochschulen. Die Analyse ist das größte und wichtigste Ranking für Gründeraktivitäten an deutschen Hochschulen.
Uni beim QS-Ranking in 5 Fachrichtungen gelistet ? Nummer 1 in Geoingenieurwesen und FluidbergbauDie TU Bergakademie Freiberg behauptet ihre Spitzenposition unter den deutschen und europäischen Hochschulen im Fach Geoingenieurwesen (Mining and Minerals Engineering) sowie in Bohrtechnik und Fluidbergbau (Petroleum Engineering).Deutschlandweit erreicht die Ressourcenuniversität bei beiden Fächergruppen Platz 1. Im Vergleich der europäischen Universitäten erhielt sie Platz 3 im Geoingenieurwesen und Platz 25 in Bohrtechnik und Fluidbergbau. Weltweit wird die TU Freiberg in den beiden Fächern in der Top 20 beziehungsweise 100 gelistet.Auch in den Fachgebieten Maschinenbau (Mechanical Engineering), Verfahrenstechnik und Chemie-Ingenieurwesen (Chemical Engineering) sowie Materialwissenschaften (Materials Science) ist die sächsische Universität unter den 100 bis 400 besten Universitäten weltweit vertreten und zählt zu den Top 20 Adressen in Deutschland. Im nationalen Ranking erreicht sie im Chemieingenieurwesen sowie in den Materialwissenschaften Platz 14 und im Maschinenbau Platz 15.„Eine beachtliche Leistung und ein Indiz für die Relevanz des Wissenschaftsstandortes Freiberg, an dem die Expertise für Rohstoffe ? von der Erkundung mineralischer und energetischer Rohstoffe über deren Gewinnung bis zur Aufbereitung für die Industrie und dem Materialrecycling ? vergleichsweise stark vertreten ist“, erklärt der Prorektor für Forschung der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Jörg Matschullat.Dennoch zeige sich, dass die Universität weiter intensiv daran arbeiten müsse, als kleinere Universität im europa- und weltweiten Vergleich sichtbarer zu werden, so der Prorektor. „Bei einer hohen Qualität der wissenschaftlichen Veröffentlichungen, aber gleichzeitig mit weniger wissenschaftlichem Personal, betreiben wir Spitzenforschung von nationaler und internationaler Relevanz und bilden exzellenten Nachwuchs für Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie aus. Mit knapp 4.000 immatrikulierten Studierenden und 89 Professoren und Professorinnen stehen wir dabei in Konkurrenz zu zahlenmäßig weit größeren Universitäten. Ziel ist es, die Forschungsstärke und die wissenschaftliche Expertise der TU Bergakademie Freiberg weiter auszubauen.“Hintergrund: Zum QS-RankingDas QS World University Ranking des britischen Bildungsanbieters QS Quacquarelli Symonds wird jährlich zweimal aktualisiert; der Fächervergleich zuletzt Anfang März 2021. Dafür vergleichen die Hochschulanalysten laut eigenen Angaben die Leistung von 13.883 individuellen Universitätsprogrammen, die von Studierenden an 1.440 Universitäten an 85 Standorten weltweit, über 51 akademische Disziplinen hinweg, absolviert wurden. Damit ist die Analyse vor allem für Studieninteressierte und den wissenschaftlichen Nachwuchs eine wichtige Orientierungshilfe. Als Grundlage für die Bewertungen zählen unter anderem Befragungen von Universitätsvertreter und -innen sowie Arbeitgebern für Absolventen und Absolventinnen. Außerdem erfasst das Ranking die einflussreichsten Publikationen in der Literaturdatenbank Scopus sowie den Hirsch-Index, der die Breite und Tiefe der jeweiligen Publikationen erfasst.
Batterierecycling: Universität leistet Beitrag zur Forschungsfabrik BatterieIm Rahmen der „Forschungsfabrik Batterie“ fördert das BMBF mit insgesamt 100 Millionen Euro vier Batterie-Kompetenzcluster. Die Universität ist mit drei Projekten beteiligt und untersucht, gemeinsam mit Partnern, neue Wege zur zur Wiederverwertung von Wertmetallen aus verschiedenen Batterietypen.Im Cluster „Recycling und grüne Batterie“ (GreenBatt) koordiniert die TU Bergakademie Freiberg insgesamt zwei Verbund-Forschungsprojekte, die unter anderem mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) durchgeführt werden.Mechanisches Recycling fit für die Digitalisierung machenAm Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik (MVTAT) erstellt ein Team um Prof. Dr. Urs Peuker im Projekt DIGISORT in den kommenden drei Jahren zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) erstmals einen digitalen Zwilling eines mechanischen Recyclingschritts für Batterien. Ziel der Forschenden ist es, Aluminium- und Kupferfolien aus der Batterie-Beschichtung für eine Wiederverwendung zu sortieren und aufzubereiten und dies auch im digitalen Raum abzubilden. Dazu trennen die Forschenden die zerkleinerten Partikel der unterschiedlichen Metallfolien mit Hilfe eines Luftstroms in einem sogenannten Windsichter. Um die Partikel und deren spezifische Eigenschaften während der Sortierung zu identifizieren und die Grundlagen für den digitalen Zwilling zu schaffen, wollen die VerfahrenstechnikerInnen spezialisierte bildgebende optisch-spektroskopische Verfahren einsetzen, die auf hyperspektraler und multispektraler Messtechnik beruhen.Dafür haben sie sich mit den Projektpartnern des Instituts für Angewandte Physik und dem HIF zusammengetan. Gemeinsam untersuchen sie charakteristische Parameter des Recyclingstroms wie Partikelgröße, Partikelform oder stoffliche Partikeleigenschaften für Eingangs- und Produktstrom. Ein Multisensorsystem erfasst die Daten online direkt im Windsichter und analysiert die Batterie-Bestandteile in Echtzeit. Aus den gewonnenen Daten wird eine adaptive Regelung des Klassier- beziehungsweise Sortierprozesses entwickelt. Das heißt, es werden lernfähige Methoden verwendet, die auf Datenanalyse, Computer-Vision und Machine-Learning-Werkzeugen beruhen und nicht nur auf physikalischen Prozessmodellen.Wie verhalten sich Lösungsmittel im Recyclingprozess?Im Projekt LOWVOLMON klärt das Team um Koordinator Prof. Peuker das Verhalten der flüchtigen Bestandteile einer geschredderten Batterie, insbesondere von organischen Lösungsmitteln. Nach der Trocknung bei circa 80 Grad Celsius überprüfen die Forschenden bei der Sortierung im Windsichter, ob diese Bestandteile in der Prozessluft angereichert werden. Das Team diskutiert außerdem mit den weiteren Projektpartnern, welche Trocknungstemperatur notwendig ist, um die Lösungsmittelemissionen zu minimieren und welche Schlussfolgerungen daraus für den Recyclingprozess gezogen werden müssen.Lithium-Recycling weiter vorantreibenEin drittes Forschungsprojekt (EarLiMet) des Clusters implementiert einen innovativen Recycling-Weg für Lithiumbatterien, bei dem der COOL-Prozess eine sehr wichtige Rolle spielt. Das Projekt wird vom Fraunhofer IKTS koordiniert. „COOL“ steht für CO2-Laugung. Das international beachtete Verfahren hat ein Team um den Chemiker Prof. Dr. Martin Bertau von der TU Bergakademie Freiberg entwickelt. Es wird nun gemeinsam mit den Projektpartnern in einer Demonstrationsanlage am Freiberger Fraunhofer-Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien THM erprobt und soll zu Projektende pro Tag zirka eine Tonne ausgediente Lithiumakkus verarbeiten können. Die Forschenden verwerten dabei die Schwarzmasse aus den Batterien. Diese enthält das Lithium, aber auch die essenziellen Metalle Cobalt und Nickel. Lithium wird über eine chemische Laugung mit Kohlenstoffdioxid von anderen Bestandteilen getrennt und extrahiert. Gewonnen wird es als Lithiumcarbonat, der wichtigsten Handelsform für Lithium. Die Forschenden erhalten das Material bereits als Rohprodukt in Batteriequalität, weshalb eine weitere kostentreibende Reinigung nicht nötig ist. Die anderen Wertmetalle werden im Anschluss aus der lithiumfreien Schwarzmasse zurückgewonnen. Hierfür entwickeln die Freiberger Forschenden die erforderlichen Methoden mit den Projektpartnern in Dresden, Aachen und Clausthal. Denn Lithium, aber auch Cobalt und Nickel sollen in Primärproduktqualität zurückgewonnen werden.Ein Team um HIF-Wissenschaftler Dr. Robert Möckel übernimmt im Projekt die chemische Charakterisierung der Eingangsstoffströme und koordiniert die analytische Qualitätssicherung, denn nur so kann die Vergleichbarkeit und Repräsentanz der bei den Verbundpartnern anfallenden Daten gesichert werden. Ziel ist es, am Ende alle Komponenten wieder in den Wertstoffkreislauf integrieren zu können und so Zero-Waste-Prozesse in greifbare Nähe zu rücken.Hintergrund: Cluster GreenBattZentrales Handlungsfeld des Kompetenzclusters ist die systematische Gestaltung des Batterielebenszyklus, die Berücksichtigung und Weiterentwicklung effizienter Recyclingtechnologien sowie die Integration von rückgewonnenen Materialien in die Batteriezellproduktion. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Cluster für die kommenden drei Jahre mit insgesamt rund 30 Millionen Euro. Sprecher des Clusters GreenBatt sind die Technische Universität Braunschweig sowie das Fraunhofer IKTS. Des Weiteren beteiligen sich in den Projekten mit der TU Bergakademie Freiberg die Universitäten in Aachen, Braunschweig, Clausthal und Karlsruhe.Ansprechpartner:Prof. Dr.-Ing. Urs Peuker, urs [dot] peukermvtat [dot] tu-freiberg [dot] deProf. Dr. Johannes Heitmann, johannes [dot] heitmannphysik [dot] tu-freiberg [dot] deProf. Dr. Martin Bertau, martin [dot] bertauchemie [dot] tu-freiberg [dot] deDr. Hans-Jürgen Friedrich, hans-juergen [dot] friedrichikts [dot] fraunhofer [dot] deDr. Richard Gloaguen, r [dot] gloaguenhzdr [dot] de
Bereich Aufbereitungsmaschinen mit neuem Institutsnamen: IART bildet erweitertes Aufgabenspektrum abDas Institut für Aufbereitungsmaschinen heißt seit März 2021 „Institut für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik". Damit wird dem erweiterten Aufgabenspektrum Rechnung getragen, zu dem neben klassischer Maschinentechnik zur Rohstoffaufbereitung vor allem neue Recyclingkonzepte gehören.„Neue Herausforderungen brauchen neue technische Lösungen!“, erklärt Prof. Dr. Holger Lieberwirth die Handlungsmaxime des Instituts für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik ? kurz: IART, die sich nun in Anpassung an die neuen Herausforderungen auch im Namen verdeutlicht. Die erweiterte Bezeichnung dokumentiert nicht nur die fundamental gewandelten technischen Anforderungen an den Maschinenbau durch Digitalisierung und Vernetzung, sondern adressiert auch den gesellschaftlichen Konsens beim nachhaltigen Umgang mit Ressourcen über den Weg geschlossener Stoffkreisläufe. Neue Maschinenkonzepte für Energieeffizienz und nachhaltige Ressourcennutzung im FokusDer Rohstoffbedarf, sowohl aus primären als auch aus sekundären Quellen, wächst in Deutschland und weltweit. Am IART wird deshalb intensiv an Ideen und Lösungen für verbesserte oder völlig neue Maschinenkonzepte für Energieeffizienz und nachhaltige Ressourcennutzung geforscht und gearbeitet. Immer intelligentere und effektivere Maschinen und Verfahren sollen helfen, den Bedarf in Zukunft nachhaltig und energieeffizient zu decken.Die traditionelle Betrachtung der mit Aufbereitungsmaschinen zu realisierenden Einzelprozesse sowie deren Integration in Aufbereitungsverfahren für primäre und sekundäre Rohstoffe, die dem Institut national und international zu einem hervorragenden Ruf verholfen hat, wird künftig noch intensiver durch Aspekte der Digitalisierung ergänzt. Beispielhaft stehen dafür der digitale Zwilling im Zuge der Simulation von Einzelprozessen oder neue Möglichkeiten der Mensch-Maschine-Interaktion, die zur Optimierung von Servicedienstleistungen, Reparaturen, Fernwartung oder zur Prozesssteuerung miteinander kommunizierender Maschinen genutzt werden sollen.„Die hervorragend ausgestatteten Technika des IART mit vielfältigen Möglichkeiten zu anwendungsnahen experimentellen Untersuchungen bilden dabei einen perfekten, realitätsnahen Rahmen“, so Prof. Lieberwirth. Gemeinsam mit Partnern wird anwendungsnah geforscht, um belastbare Daten zu gewinnen. Diese wiederum sind die Basis für lernende, sich künftig stärker selbst organisierende Maschinensysteme. Denn trotz der immer umfangreicheren Möglichkeiten, Prozesse zu simulieren, erschließt sich erst in der unmittelbaren Interaktion zwischen Primär- bzw. Sekundärrohstoff und Maschine, wie gut die Modelle wirklich Ausschnitte der Realität abbilden. So wird transparent, wo Korrektur- oder Verbesserungsbedarf besteht, um fortschrittliche, praxisrelevante Ergebnisse für nachhaltige Prozesse zu generieren.Weitere Informationen:http://tu-freiberg.de/fakult4/iart/https://blogs.hrz.tu-freiberg.de/iam/ 
Mit High-Speed durch den Untergrund: Innovativer Bohrhammer für die Tiefbohrtechnik wird entwickeltIn der Nähe von Dresden testen Forschende der TU Bergakademie Freiberg ein neuartiges Werkzeug, mit dem Bohrungen von mehreren Kilometer Tiefe deutlich effektiver als bisher hergestellt werden können.Statt mit einem rotierenden Bohrer arbeitet sich der Prototyp mit Schlägen in die Tiefen des Untergrundes vor. Das hydraulisch angetriebene Schlagwerk befindet sich dabei direkt oberhalb des Bohrmeißels tief im Bohrloch. Die Erzeugung der Schläge erfolgt nach einem Verfahren, das es in der Tiefbohrtechnik bisher noch nicht gab.Jeder weiß aus Erfahrung, dass man harte Materialien am besten mit schlagenden Verfahren bearbeitet. Deshalb hat fast jeder Heimwerker eine Schlagbohrmaschine zu Hause. Auch Presslufthämmer hat man schon oft im Einsatz gesehen. Aber hier liegt ein Problem: die üblichen Hämmer funktionieren nur, wenn sie mit Luft oder Klarwasser angetrieben werden. Tiefbohrungen sind aber mit feststoffhaltigen Bohrspülungen gefüllt ? und bisher ist es nicht gelungen, ein Schlagwerk zu entwickeln, das in dieser Umgebung zuverlässig funktioniert.Hier setzt die Freiberger Entwicklung an. Das neuartige Schlagwerk ist komplett von der feststoffhaltigen Bohrspülung isoliert und arbeitet stattdessen mit einem geschlossenen Hydraulikkreislauf, der mit feststofffreiem Hydrauliköl betrieben wird. Mit dem neuen Tiefbohrhammer können insbesondere härtere Gesteinsschichten effektiver und mit weniger Verschleiß an den Anlagenteilen durchbohrt werden. Dadurch werden die Bohrkosten signifikant reduziert. Die neue Technologie kann bei Tiefbohrungen nach Öl und Gas, aber auch für die Nutzung von Erdwärme aus mehreren Kilometern Tiefe zum Einsatz kommen.Feldversuch erfolgreich durchgeführtSeit 2011 tüfteln die Freiberger TiefbohrerInnen bereits an dem neuen Schlagwerk. Jetzt konnten sie den Prototypen auf einem Test-Bohrversuchsstand bei Tharandt (Sachsen) erstmals im Feld einsetzen und dabei nachweisen, dass der hydraulisch angetriebene Bohrhammer grundsätzlich funktioniert. Die ersten Versuche fanden im Sandstein und im Granit statt. Bei den bisherigen Funktionstests wurde immer nur wenige Zentimeter weit gebohrt. Im nächsten Schritt wollen die Forschenden das Schlagwerk aber optimieren und längere Einsätze im Bohrloch in Angriff nehmen.Aus Laborversuchen wurde ermittelt, dass sich die Bohrgeschwindigkeit im Hartgestein mit Bohrhämmern um ein Vielfaches gegenüber den bisher eingesetzten Rollenmeißeln steigern lässt. Tiefbohrungen werden deshalb deutlich billiger. Das neue Bohrverfahren hat nicht nur Potenzial für die Öl- und Gas-Industrie. Auch Geothermie-Bohrungen könnten davon profitieren. Die Kosten für tiefe Geothermalbohrungen im Hartgestein, zum Beispiel im Granit, könnten so weit gesenkt werden, dass die Nutzung von Erdwärme zur umweltfreundlichen Erzeugung von Wärme und Strom wirtschaftlicher wird.Das Projekt wird von der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V. (DGMK) gefördert. Das aktuelle Projekt wird noch bis Ende 2021 laufen. Danach soll die Idee aus der universitären Forschung heraus in Zusammenarbeit mit einschlägigen Bohrfirmen zur Marktreife geführt werden.
Ultraschnelle Elektronenmessung liefert wichtige Erkenntnisse für SolarindustrieMit einem neuen Verfahren analysieren Freiberger Physiker mit Forschenden aus Berkeley (USA) und Hamburg erstmals die Prozesse in einem Modellsystem innerhalb von Femtosekunden bis ins Detail. Die Ergebnisse lassen sich zur Entwicklung hochleistungsfähiger und effizienter Solarzellen nutzen.Der Schlüssel sind ultraschnelle Lichtblitze, mit denen das Team um Dr. Friedrich Roth am FLASH in Hamburg, dem weltweit ersten Freie-Elektronen-Laser im Röntgenbereich, arbeitet. „Die besonderen Eigenschaften dieser Röntgenquelle haben wir uns zu Nutze gemacht und mittels der zeitaufgelösten Röntgen-Photoemissionsspektroskopie (TR-XPS) erweitert. Diese Methode basiert auf dem äußeren Photoeffekt, für dessen Erklärung Albert Einstein 1921 den Nobelpreis für Physik erhielt. So konnten wir erstmals direkt die spezifische Ladungstrennung und anschließende Prozesse beim Auftreffen von Licht auf ein Modellsystem, wie beispielsweise eine organische Solarzelle, analysieren. Außerdem konnten wir die Effizienz der Ladungstrennung in Echtzeit ermitteln“, erklärt Dr. Roth vom Institut für Experimentelle Physik der TU Bergakademie Freiberg.Mit Photon-Science zu besseren SolarzellenIm Gegensatz zu bisherigen Verfahren konnten die Forschenden einen vorher nicht beobachteten Kanal zur Ladungstrennung identifizieren. „Mit unserer Messmethodik können wir eine zeitlich aufgelöste, atomspezifische Analyse durchführen. Damit erhalten wir einen Fingerabdruck, der dem zugehörigen Molekül zugeordnet werden kann. So sehen wir, wann die durch den optischen Laser angeregten, Elektronen am Akzeptor-Molekül ankommen, wie lang sie dableiben und wann beziehungsweise wie sie wieder verschwinden“, erläutert Prof. Serguei Molodtsov das Messverfahren. Er leitet die Arbeitsgruppe „Strukturforschung mit Freie-Elektronen-Röntgenlasern (XFELs) und Synchrotronstrahlung“ am Freiberger Institut für Experimentelle Physik und ist ein wissenschaftlicher Direktor am European X-ray Free Electron Laser (EuXFEL).Schwachstellen analysieren und Quanteneffizienz steigernDie Echtzeit-Analyse und die Messung interner Parameter sind wichtige Grundlagenforschung, die sich vor allem die Solarindustrie zu Nutze machen kann. „Mit unseren Messungen ziehen wir wichtige Rückschlüsse, an welchen Grenzflächen, freie Ladungsträger gebildet werden oder verloren gehen und somit die Leistung von Solarzellen schwächen“, ergänzt Dr. Roth. Mit den Erkenntnissen der Freiberger Forschenden lassen sich so beispielsweise Optimierungsmöglichkeiten auf molekularer Ebene oder im Bereich der Materialwissenschaft ableiten und die Quanteneffizienz  neu entstehender photovoltaischer und photokatalytischer Systeme optimieren. Die Quanteneffizienz beschreibt das Verhältnis des eingestrahlten Lichtes zum Photonenstrom (Strom der generiert wird). In einer aktuellen Fachpublikation in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlichte das Team die Ergebnisse.Röntgenlaserforschung an der TU Bergakademie FreibergMaterialforschung mit XFELs wird an der TU Freiberg schon seit über 7 Jahren vorangetrieben. Seit 2018 besteht dazu eine bilaterale Kooperationsvereinbarung mit dem weltweit größten Röntgenlaser, dem European XFEL in Schenefeld bei Hamburg. Dieser bietet seit 2017 völlig neue Forschungsmöglichkeiten für Wissenschaft und Industrie. In einer Spezialvorlesungsreihe mit dem Titel „Materialforschung mit Freie-Elektronen-Röntgenlasern (XFELs)“ erhalten Freiberger Studierende zudem direkt vor Ort in Schenefeld Einblicke in den Aufbau und die Anwendung der neuesten Generation von Röntgen-Lichtquellen sowie deren vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen der Werkstoffforschung vermittelt.Originalpublikation:Roth, F., Borgwardt, M., Wenthaus, L. et al. Direct observation of charge separation in an organic light harvesting system by femtosecond time-resolved XPS. Nat Commun 12, 1196 (2021). https://doi.org/10.1038/s41467-021-21454-3.Weitere Informationen:https://tu-freiberg.de/exphys/strukturforschung-mit-xfel-und-synchrotronstrahlung
Neubau des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung übergebenAuf dem ehemaligen Messeplatz in Freiberg ist am 22. Februar knapp zwei Jahre nach dem Richtfest das „Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung“ (ZeHS) an die Forschenden der TU Bergakademie Freiberg offiziell übergeben worden.Das ZeHS forscht auf dem Gebiet der Hochtemperaturprozesse und -materialien. Der wissenschaftliche Fokus liegt auf der Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter Hochtemperatur-Technologien in Bereichen der Grundstoffindustrie. Der Forschungsneubau ermöglicht die Bündelung der an der TU Bergakademie Freiberg in diesen Bereichen in einzigartiger Weise vertretenen Kompetenzen unter einem Dach. Die Hochtemperatur-Stoffwandlung umfasst dabei alle Prozesse, die bei Temperaturen oberhalb von 500 Grad Celsius ablaufen. Neben der industrienahen Forschung werden am ZeHS auch umfangreiche Lehrkonzepte umgesetzt. So können Schulklassen beispielsweise in einem ausgedehnten Demonstrationslabor künftig Praktika absolvieren und in die Forschungsthematik eintauchen.Anlässlich der Übergabe sagte Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann: „Erneut haben wir exzellente Bedingungen für die sächsische Hightech-Forschung geschaffen. Ein Neubau mit besonderen Anforderungen, sowohl technisch als auch stadtplanerisch. Der Freiberger Wissenschaftskorridor wächst und die Bergakademie gewinnt mit ihren international konkurrenzfähigen Forschungsbedingungen als einzige deutsche Ressourcenuniversität weiter an Strahlkraft. Über 47 Millionen Euro haben Freistaat und Bund investiert und damit erneut den hohen Stellenwert unterstrichen, den Forschung, Wissenschaft und Lehre in Sachsen haben.“Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sagte: „Mit der Konzentration der an der TU Bergakademie Freiberg vorhandenen Kompetenzen wird am ZeHS interdisziplinäres Forschen auf höchstem Niveau ermöglicht. Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit stehen Ressourcen und Energieeffizienz zur Schaffung nachhaltiger Industrieprozesse. Nicht ohne Grund hat der Wissenschaftsrat diesen technologischen Zielstellungen des ZeHS eine „sehr hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz“ bescheinigt, gehören sie doch zu den drängenden Aufgaben der Zukunft. Gleichzeitig steht die Forschung im ZeHS in der Tradition der Kern-Forschungsbereiche der ältesten montan-wissenschaftlichen Hochschule der Welt.“„Mit dem Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung übernehmen wir heute eines der modernsten nationalen Forschungszentren für Hochtemperaturprozesse. Unter Leitung eines hochkarätigen Wissenschaftlerteams vereinen wir hier vielfältigste Fachdisziplinen aus allen sechs Fakultäten der Universität. Ausgestattet mit einer hervorragenden Forschungsinfrastruktur können unsere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter Technologien, Materialien und Prozesse für verschiedenste Industriefelder und die Energiewende entscheidend vorantreiben und einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der weltweiten Klimaziele leisten“, erklärte Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg.„Das Zusammenwirken aller Beteiligten, darunter auch das SMWKT und das Baudezernat der TU Bergakademie Freiberg, erfolgte unter Moderation des SIB in einer ausgesprochen konstruktiven Weise, womit die Intentionen der Nutzeranforderungen sowie des gesamten Wettbewerbs hervorragend umgesetzt und die vorgesehene Bauzeit eingehalten werden konnten“, fügte Prof. Dr. Dirk C. Meyer, Wissenschaftlicher Sprecher des ZeHS, dankbar an.Die Baukosten liegen bei 34,2 Millionen Euro. Über 80 Prozent der Aufträge konnten an sächsische Planungs- und Bauunternehmen vergeben werden. Für die umfangreiche technische Ausstattung, unter anderem Großgeräte und technische Öfen, sind zusätzlich etwa 13 Millionen Euro investiert worden. Für die Finanzierung des Forschungsbaus hatte sich die TU Bergakademie Freiberg erfolgreich in einem bundesweiten Wettbewerb um eine Förderempfehlung für Forschungsbauten an Hochschulen nach Artikel 91b Grundgesetz durchgesetzt. Die Gesamtkosten werden vom Bund und dem Freistaat Sachsen etwa hälftig getragen. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.Die architektonische Gestaltung des ZeHS folgt dem Prinzip einer harten Schale in Form eines Klinkermauerwerks als Außenfassade, sowie einem „aufgebrochenen Amethyst“ mit gläserner und farbiger Gestaltung des Innenhofes. Aufgrund der farblichen Gestaltung seines Innenhofs wird es auch „violettes Mineral“ genannt. Der Forschungsneubau gliedert sich in drei Bereiche: ein Bürogebäude, zwei Laborflügel mit einem Innenhof sowie zwei durch Lastkraftwagen befahrbare Technikumshallen für Großversuche. Insgesamt wurden 6.225 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen.Das Gebäude hat eine Maximalausdehnung von ca. 90 Meter mal 66 Meter. Das viergeschossige Bürogebäude mit seinen 17 Metern Höhe sticht dabei besonders hervor.Zur Gestaltung des Foyerbereiches wurde ein Wettbewerb zur „Kunst am Bau“ ausgelobt, den der Künstler Axel Anklam gewonnen hat. Bei seinem Werk „Solaris“ wird das Sonnenlicht des Glasdaches über den Lichthof bis in das Foyer gelenkt, wo es auf eine metallische Wandverkleidung geworfen wird, welche eine fünftausendfach vergrößerte Aufnahme der Oberfläche eines titanoxid-beschichteten Edelstahlbleches darstellt und dem Raum durch die vielfachen Reflexionen des Lichts immer neue Lichtstimmungen verleiht. Somit verbindet sich Kunst mit den Forschungsinhalten der Wissenschaftler.Das ZeHS wurde unter der Regie des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement als erster Baustein des „Freiberger Wissenschaftskorridors“ seit 2017 neu errichtet. Dieser wird zukünftig die historischen Verwaltungs- und Lehrgebäude im Stadtzentrum mit dem Campusgelände der Freiberger Universität nördlich des Stadtkerns verbinden. Das ZeHS fügt sich in die fußläufige Verbindung zwischen Campus und Altstadt ein. In direkter Nachbarschaft wird derzeit die neue Universitätsbibliothek mit Hörsaalzentrum als markante Landmarke errichtet.Quelle: Pressemeldung des Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Wie kann Starkregen über dem Mittelmeer besser vorhergesagt werden?Eine neue Studie macht neun Großwetterlagen ausfindig, die zu extremen Niederschlägen in der Mittelmeerregion führen. Das Wissen über die neuen Zusammenhänge könnte Meteorologen künftig helfen, extremen Regen bis zu drei Wochen im Voraus besser vorherzusagen.Die Forschenden der TU Bergakademie Freiberg und des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF, UK) präsentieren die Ergebnisse in einer aktuellen Fachpublikation.Was extremer Dauerregen anrichten kann erfahren Menschen in Ländern rund um das Mittelmeer schon heute: Überflutungen und Erdrutsche verstopfen die Kanalisation oder machen ganze Gegenden unbewohnbar. „Es ist jedoch sehr schwierig, vorherzusagen, wann und wo genau Starkregen fallen wird. Forschende versuchen darum neue Vorhersage-Methoden und -Werkzeuge zu entwickeln ? für passgenaue Anpassungsstrategien und frühere Extremwetterwarnungen“, berichtet Erstautor Nikolaos Mastrantonas, der die Studie im Rahmen seines Promotionsstudiums am ECMWF und der TU Bergakademie Freiberg im gemeinsamen EU-Projekt CAFE durchgeführt hat.Neue Informationen aus Daten der VergangenheitFür die Studie analysierten die Forschenden Wetterdaten von 1979 bis heute und erkannten insgesamt neun charakteristische Muster atmosphärischer Zirkulation: „Die Zusammenhänge zwischen diesen neun Mustern und den Orten, an denen Extremregen auftritt, wurden dabei sehr deutlich. Diese neuen Erkenntnisse helfen uns nun dabei, ein verlässlicheres Modell zur Vorhersage extremer Wetterphänomen im Mittelmeerraum zu entwickeln“, sagt Prof. Jörg Matschullat von der TU Bergakademie Freiberg. „Für Klimaforscher ist der Mittelmeerraum sehr interessant, schließlich ist er von großen Kontinenten und hohen Bergketten begrenzt. Das Wetter über dem Mittelmeer wird außerdem von Großwetterlagen über dem Atlantik, dem Balkan und dem Schwarzen Meer beeinflusst“, fügt der Geoökologe hinzu, der Nikolaos Mastrantonas während seiner Promotion begleitet.Bergketten verbinden Wetterlagen weit entfernt liegender RegionenDer Studie zufolge sind es vor allem Tiefdrucksysteme, wie abgetrennte Tiefs und Tröge oder stabile antizyklonische (Hochdruck-)Bedingungen, wie sich über Hunderte von Kilometern hinziehende Rücken, die für diese Extremwetter verantwortlich sind. „Solche Großwetterlagen führen in verschiedenen Regionen des Mittelmeers zu Starkregen“, sagt Nikolaos Mastrantonas. Ein Beispiel: Tritt über der Biskaya ein Tiefdruckgebiet auf, steigt die Wahrscheinlichkeit für extremen Regen in Küsten- und Bergregionen Spaniens, Marokkos, Italiens und im westlichen Balkan um bis zu sechs Mal. Der Regen trifft die Regionen am selben Tag des Auftretens des Tiefdruckgebietes.Bergketten spielen dabei eine große Rolle, denn sie sorgen in weit voneinander entfernt liegenden Regionen für dasselbe Wetterphänomen. So tritt Starkregen in drei von zehn Fällen am gleichen Tag in Italien (Mitte-West) und in Montenegro sowie Kroatien auf, obwohl bis zu 500 Kilometer zwischen den Regionen liegen. „Das liegt an den Apenninen, einem Gebirgszug, der einen Großteil der Luftmassen bremst und für ein Abregnen der Wolken sorgt“, ergänzt der Nachwuchswissenschaftler.Zusammenhänge in bessere Vorhersagemodelle übertragenLaut den Wissenschaftlern können derzeit verwendete Wettervorhersagemodelle bereits bis zu drei Wochen im Voraus zuverlässige Informationen über großräumige Wettervariabilität liefern, ein Zeitrahmen, der als sub-saisonale Skala bekannt ist. "Als nächsten Schritt dieser Arbeit werden wir quantifizieren, wie zuverlässig die modernsten Wettervorhersagemodelle die identifizierten neun Muster vorhersagen können. Unsere Absicht ist es, diese Informationen in neue Vorhersageprodukte einfließen zu lassen, die über extremes Wetter über dem Mittelmeerraum auf sub-saisonaler Skala informieren", erläutert Prof. Jörg Matschullat.Hintergrund: Das Forschungsprojekt CAFECAFE steht für Climate Advanced Forecasting of sub-seasonal Extremes und ist Teil eines Marie Sklodowska-Curie Ausbildungsnetzwerkes mit zehn internationalen Partnern, darunter ECMWF und die TU Bergakademie Freiberg. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms "Horizont 2020" mit mehr als 3 Millionen Euro gefördert und beschäftigt sich mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Vorhersage von Extremwetterereignissen im Zusammenhang mit dem Klimawandel.Originalpublikation: Nikolaos Mastrantonas, Pedro Herrera-Lormendez , Linus Magnusson, Florian Pappenberger, Jörg Matschullat: Extreme precipitation events in the Mediterranean: Spatiotemporal characteristics and connection to large-scale atmospheric flow patterns, International Journal of Climatology. https://rmets.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/joc.6985
Grundwasser nach dem Bergbau: Konsortium untersucht Auswirkungen des Kohleausstiegs auf FlüsseUm Tagebau zu ermöglichen, wurde vor 150 Jahren der Grundwasserspiegel in der Lausitz abgesenkt. Grubenwasser wurde in Spree und Schwarze Elster abgeleitet, was die Flüsse in trockenen Jahren stabilisierte.Nach Ende des Braunkohlebergbaus ab 2038 wird zudem das Grundwasserdefizit wieder aufgefüllt, um einen sich selbst regulierenden Wasserhaushalt herzustellen.In längeren Trockenperioden kann es deshalb zu dramatischen Veränderungen der Wasserführung in der Lausitz kommen: Die Schwarze Elster wird noch häufiger trockenfallen und der Abfluss der Spree wird sich deutlich verringern. Für die Wasserversorgung in Berlin und dem Tourismus im Spreewald könnte dies weitreichende Folgen haben. Wasser wird aber nicht nur für die Flüsse und für die Wasserversorgung Berlins benötigt, sondern auch für die Füllung des gigantischen Grundwasserabsenkungstrichters und der Tagebaurestlöcher.Ein neugegründetes Konsortium untersucht nun den sensiblen Wasserhaushalt in der Region und erarbeitet in den kommenden zwei Jahren Szenarien für die künftige Grundwassernutzung. „Nach Einstellung der Grubenwassereinleitungen wird die Sulfatbelastung der Spree und der Schwarzen Elster deutlich zurückgehen. Es ist aber zu erwarten, dass mit dem Grundwasserwiederanstieg die Eisen- und Säurebelastung der Fließgewässer durch Stoffeinträge aus dem Grundwasser zeitweilig zunimmt bevor sich die hohen Eisen- und Säurekonzentrationen wieder den vorbergbaulichen Verhältnissen annähern“, erklärt Prof. Traugott Scheytt vom Institut für Geologie der TU Bergakademie Freiberg. „Offen ist, wie lange dieser Prozess dauert. Daten und Prognosen zum Abfluss, zur Verdunstung, zu den Grundwasserreserven sowie zur Entwicklung der Wasserbeschaffenheit werden darum dringend benötigt“, so der Experte für Hydrogeologie.Konsortium untersucht wasserwirtschaftliche FragenDas Umweltbundesamt (UBA) hat Ende 2020 für zwei Jahre ein Konsortium beauftragt, mit dem Kohleausstieg verbundene Änderungen des Wasserhaushalts in der Lausitz zu untersuchen. Das Konsortium wird geführt von Dr. Thomas Koch (GMB GmbH, Senftenberg). Die weiteren Mitglieder sind die DHI WASY GmbH (Berlin), das Institut für Wasser und Boden Dr. Uhlmann (Dresden), das Ingenieurbüro für Renaturierung Dr. Gerstgraser (Brandenburg) sowie die BTU Cottbus-Senftenberg (Lehrstuhl Wassertechnik und Siedlungswasserbau) und die TU Bergakademie Freiberg (Lehrstuhl für Hydrogeologie und Hydrochemie). Das Konsortium und seine universitären Partner vereinen jahrzehntelange Erfahrungen zu wasserwirtschaftlichen Fragen im Lausitzer Braunkohlenrevier.
Reparieren statt wegwerfen: Was bringen die neuen EU-Verordnungen zu Elektrogeräten?Ab dem 1. März gelten in Deutschland neue Verordnungen im Rahmen der sogenannten Ökodesign-Richtlinie, die dem Verbraucher- und Umweltschutz Rechnung tragen sollen. Um die nachhaltige Nutzung und einfache Reparatur von Elektrogeräten zu garantieren, muss die EU jedoch noch nachbessern.Dr. Maximilian Wormit erklärt, welche Hürden einer wirksamen Durchsetzung noch im Weg stehen. Hersteller werden jetzt stärker in die Pflicht genommen, damit Reparieren einfacher wird und Geräte länger genutzt werden können. Sie müssen Kunden und Handwerkern alle nötigen Informationen für den Austausch von Teilen liefern und sich verpflichten, Ersatzteile sieben bis zehn Jahre lang bereitzuhalten (Recht auf Reparatur). Verbraucher sollen außerdem schon beim Kauf Angaben darüber erhalten, welche Mängel häufig auftreten, wie einfach die Reparatur ist und was sie kostet.Effektive Durchsetzungsmechanismen fehlen„Für die Überwachung der neuen Durchführungsverordnungen zur Ökodesign-Richtlinie sind die nationalen Behörden zuständig. Sie können Gerätehersteller mit Sanktionen belegen, wenn sie den umfangreichen Verpflichtungen nicht nachkommen“, sagt Dr. Maximilian Wormit. Am Beispiel der Energiekennzeichnungspflichten wird deutlich, dass das ein Schwachpunkt sein könnte, denn die EU-Kommission räumte ein, dass etwa 10 bis 25 % der Produkte die Energiekennzeichnungspflichten nicht erfüllen, so der Jurist.Verbraucher müssen Wahlrecht behaltenDerzeit werden auf EU-Ebene außerdem Überlegungen angestellt, die Langlebigkeit von Geräten durch die gesetzliche Anerkennung eines Rechts auf Reparatur zu fördern. Schon nach derzeit geltender EU-Rechtslage (Verbrauchsgüterkauf-Richtlinie von 1999) haben Käufer eines mangelhaften Gerätes die Wahl zwischen Reparatur und Ersatzlieferung eines neuen Gerätes. Um dem Anspruch der Ressourcenschutzeffizienz hinreichend Geltung zu verschaffen, müsste diese Regelung abgeändert werden: „Der Verkäufer sollte die vom Käufer als Nacherfüllungsart gewählte Reparatur nur unter sehr engen Voraussetzungen ablehnen dürfen, und das unabhängig vom Neuwert des Geräts“, erklärt Dr. Maximilian Wormit. Denkbar wäre es umgekehrt auch, den Käufer auf die Reparatur als gesetzlich vorrangig zu wählende Nacherfüllungsart zu verweisen. Dieser Lösungsansatz wird rechtspolitisch aber nur schwer durchsetzbar sein, schätzt der Experte für Umweltrecht. „Die Einschränkung des Wahlrechts des Käufers erscheint unter verbraucherpolitischen Gesichtspunkten bedenklich.“
Welterbe und Tourismus: Touristiker-Schulung im ErzgebirgeMit dem UNESCO Welterbe-Titel ist die Montanregion Erzgebirge/KruÅ¡nohoří auch der Wissenssicherung und -vermittlung verpflichtet. Dafür entwickelt das Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte mit dem Tourismusverband Erzgebirge e.V. bis Ende 2021 neue Ausbildungskurse.Bei der Vermittlung des Welterbes an die BesucherInnen aber auch an die Bevölkerung vor Ort spielen GästeführerInnen, GastgeberInnen und touristische Einrichtungen sowie Tourist-Informationen eine wichtige Rolle, denn sie pflegen den direkten Kontakt und sind in der Position der Wissensvermittlung. Deshalb ist es grundlegend, eben diese Anspruchsgruppen für die Weitergabe des welterbespezifischen Wissens an die Besucher zu qualifizieren und zu zertifizieren.In diesem Zusammenhang hat das Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) der TU Bergakademie Freiberg im Januar 2021 vom Tourismusverband Erzgebirge e.V. (TVE) den Auftrag erhalten, ein modulbasiertes Ausbildungsprogramm mit Zertifikatsseminaren zur nachhaltigen Etablierung eines Wissens-Know-How in Bezug auf das Welterbe Montanregion Erzgebirge/KruÅ¡nohoři bei den touristischen Dienstleistern zu entwickeln. Zielsetzung des Projektes ist die Ausbildung und Zertifizierung von Welterbe-Gästeführern und Gastgebern. Darüberhinaus soll das Potenzial hinter dem UNESCO Welterbe-Label für die Region und jeden einzelnen Anbieter vermittelt und in der Entwicklung von zielgruppengerechten Angeboten umgesetzt werden. Bereits bis Ende 2021 sollen die ersten modularen und aufeinander aufbauenden Ausbildungskurse entwickelt und erprobt sein.Weitere Informationen:https://tu-freiberg.de/fakult6/technikgeschichte-und-industriearchaeologiewww.erzgebirge-tourismus.dewww.mynewsdesk.com/de/erlebnisheimaterzgebirge
Erstsemesterstudierende schätzen persönliche Betreuung und Campus-CharakterWie die Ergebnisse einer Befragung unter den StudienanfängerInnen zeigen, sind die persönliche Betreuung der Studierenden in kleinen Lerngruppen der Campusuniversität sowie das technisch-naturwissenschaftliche Fächerangebot entscheidende Faktoren für die Wahl des Studienstandortes Freiberg.Niedrige Lebenshaltungskosten, zulassungsfreie Studienfächer sowie der gute Ruf der Universität sind weitere Gründe, weshalb sich die Erstsemesterstudierenden für ein Studium an der TU Bergakademie Freiberg entschieden. Für die internationalen Studierenden, die im Zeitraum der Befragung rund 15 Prozent der Erstsemesterstudierenden ausmachten, waren insbesondere die Forschungsstärke sowie die internationalen Kooperationen Beweggründe für ein Studium in Mittelsachsen.Den stärksten Einfluss auf die Wahl des Studienganges haben für die Befragten die Inhalte des Studiums und die damit verbundenen beruflichen Tätigkeiten. 26 Prozent der Befragten haben sich aufgrund eines speziellen Studienganges für die TU Freiberg entschieden, wie zum Beispiel Studiengänge mit dem Abschluss Diplom oder einzigartigen Fächern, wie Markscheidewesen und Angewandte Geodäsie. Mehr als die Hälfte der Befragten hat sich vor der Einschreibung sehr genau über Studienangebot und -standort informiert und (Online)-Angebote zum Kennenlernen der Universität genutzt.Hintergrund: Erstsemester-Monitoring im Wintersemester 2020/21Die Erstsemesterbefragung wurde im Zeitraum von 1. August bis 31. Oktober 2020 unter den Studierenden im ersten Semester durchgeführt wobei etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmenden den standardisierten Fragebogen komplett ausfüllten (458 Teilnehmende). Erstellt und durchgeführt wurde die Befragung von der Professur für Marketing und Internationaler Handel in Zusammenarbeit mit der Universitätskommunikation und dem Internationalen Universitätszentrum. Mit dem jährlich durchgeführten Erstsemester-Monitoring gewinnt die Universität systematisch Angaben zur Entscheidung für oder gegen Hochschulstandort und Studiengang und erfasst die Wahrnehmung der Reputation durch die Studierenden.
„Bring deine Idee zum Leuchten“ - Neue Runde des SAXEED IdeenwettbewerbsStudierende und MitarbeiterInnen der vier südwestsächsischen Partnerhochschulen des Gründernetzwerkes SAXEED, so auch der TU Bergakademie Freiberg, können mit ihren Geschäftsideen am Wettbewerb teilnehmen- auch ohne exakt ausgearbeiteten Businessplan. Bewerbungen sind bis zum 5. März 2021 möglich.Beim Ideenwettbewerb warten nicht nur attraktive Preise im Wert von mehr als 5.000 € auf die Gewinner, sondern auch eine wertvolle Einschätzung der vorgestellten Ideen durch mehr als 20 Juroren aus Wissenschaft und Wirtschaft mit einem langjährigen Erfahrungsschatz. Die Teilnahme ist in den Kategorien „Wissenschaftler“ und „Studierende“ möglich. Alle Einreichungen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.„Die TU Bergakademie Freiberg schickt regelmäßig erfolgreiche Teams und ihre Ideen ins Rennen: Computerlinguistische Software, Analysesystem für den Berg- und Tunnelbau, Tools zur standardisierten Gesteinsanalyse oder Monitoringsystem für Böden. Im letzten Jahr waren drei der vier Finalteams der Kategorie „Wissenschaftler“ Mitarbeiter der Bergakademie, darunter das Gewinnerteam „Quantus ? Monitoring Solutions““, so SAXEED-Gründerberater Andre Uhlmann. Der innovative Ansatz der Quantus-Agriculture Technologie beruht auf der Echtzeitcharakterisierung von Böden und modernisiert das Precision Farming in der Landwirtschaft.„Ihr verfolgt schon länger einen Gedanken, die Lösung eines Problems und wisst nicht, ob ihr damit Erfolg haben könnt? Macht mit beim SAXEED Ideenwettbewerb und bringt eure Idee zum Leuchten!“, fordert Andre Uhlmann auf.Hintergrund: „SAXEED Ideenwettbewerb“Das Gründernetzwerk SAXEED der südwestsächsischen Hochschulen macht es sich mit dem Wettbewerb „Schicke Ideen“ zur Aufgabe, unter allen Einsendungen die besten Geschäftsideen zu finden. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Studierenden, Mitarbeitende sowie Professorinnen und Professoren der vier SAXEED-Standorte: TU Chemnitz, TU Bergakademie Freiberg, Hochschule Mittweida sowie Westsächsische Hochschule Zwickau. Jede Einreichung erhält dabei in der ersten Bewertungsrunde drei Juryfeedbacks aus den Perspektiven „Wissenschaft“, „Wirtschaft/Banken“ und „Existenzgründungsförderung“. Sowohl das Publikum als auch eine mehrköpfige Live-Jury entscheiden auf Basis der Kurzpräsentationen über Siegerinnen, Sieger und Platzierte. SAXEED richtet die Veranstaltung in Kooperation mit dem gemeinnützigen Förderverein zur Unterstützung von Unternehmertum und Technologietransfer in Südwestsachsen e.V. aus.
TU Freiberg ist Deutschland-Büro des UNESCO-Kompetenzzentrums für Ausbildung im RohstoffsektorDie Non-Profit Organisation „International Competence Centre for Mining-Engineering Education“ möchte einen einheitlichen Rahmen für die die Aus- und Weiterbildung im Rohstoffbereich unterstützen.Durch vielfältige Forschungsaktivitäten leistet das Netzwerk außerdem einen Beitrag zur Erfüllung der Nachhaltigkeits-Ziele der Vereinten Nationen.Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg und Projektkoordinator Prof. Carsten Drebenstedt unterzeichneten am 22. Januar das Abkommen zur Einrichtung eines Büros des International Competence Centre for Mining-Engineering Education under the auspices of UNESCO für Deutschland in Freiberg. Die Vertragsunterzeichnung fand in einer virtuellen Zeremonie mit VertreterInnen des UNESCO-Zentrums mit Hauptsitz an der St. Petersburger Bergbau-Universität statt. Freiberg ist damit Sitz einer der vier Ländervertretungen in den UNESCO-Mitgliedsstaaten. Kernaufgaben des Zentrums sind beispielweise die Förderung von Ideen und Innovationen und des globalen Dialogs zwischen Staaten und Hochschulen zum Einklang von Rohstoffabbau, Umweltschutz und sozialen Belangen sowie die Unterstützung von Austausch- und Mobilitätsprogrammen für Studierende und Forschende. „Schon 2012 hat die TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit der Gorny-Universität das Netzwerk World Forum of Universities of Resources on Sustainability ins Leben gerufen und sich fortwährend für die Etablierung des International Competence Centre for Mining-Engineering Education engagiert. Ich freue mich sehr, dass die Zusammenarbeit im Geoingenieurwesen nun auf eine neue Ebene gehoben wird. Mit der Einrichtung der Außenstelle für Deutschland übernimmt die TU Bergakademie Freiberg eine Vorreiterrolle und gleichzeitig eine besondere Verantwortung“, sagt Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht anlässlich der Vertragsunterzeichnung.„Das Büro des UNESCO-Zentrums in Freiberg wird sich mit seinem ausgeprägten internationalen Netzwerk und den vorhandenen internationalen Bildungs- und Forschungsangeboten aktiv in das UNESCO-Zentrum einbringen und gleichzeitig zur Stärkung und Weiterentwicklung der TU Bergakademie Freiberg beitragen“, schätzt Prof. Carsten Drebenstedt ein. In den kommenden Jahren sollen dafür unter anderem Weiterbildungsmöglichkeiten für Forschende und IngenieurInnen mit Fokus auf den verantwortungsvollen Umgang mit mineralischen und energetischen Rohstoffen entwickelt werden. Weitere Filialen des Zentrums befinden sich in Leoben/Österreich, Lapeenranta/Finnland und London/UK.
Ozonbelastung setzt Wald im Erzgebirge auch im Winter unter StressWie Forschende in einer aktuellen Studie feststellen, nimmt die Ozonbelastung im Erzgebirge seit Ende der 1990er Jahre auch im Winterhalbjahr nicht ab. In der Folge leiden die Wälder ganzjährig unter dem Ozon-Stress. Und das obwohl die Luft in Mitteleuropa insgesamt sauberer geworden ist.„Ozon ist eine Form von Sauerstoff. Während das Gas in oberen Luftschichten als Schutzmantel gegen UV-Strahlung wirkt, sind hohe Ozon-Konzentrationen in Bodennähe ein Luftschadstoff“, erklärt Prof. Jörg Matschullat von der TU Bergakademie Freiberg. „Sonneneinstrahlung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie der Anteil an sogenannten Ozonvorläuferstoffen aus menschengemachten Quellen beeinflussen die Bildung von Ozon. Der komplexe photochemische Prozess ist für die warme Jahreszeit besser erforscht als für die kalte“, ergänzt der Geoökologe.An vier erzgebirgischen Luftqualitätsmessstationen in Carlsfeld, Fichtelberg, Schwartenberg und Zinnwald wird teilweise schon seit 1981 Ozon dauerhaft gemessen. Das Team um Prof. Jörg Matschullat hat die Ozonwerte mit Fokus auf die Winterhalbjahre nun detailliert analysieren können. „Die meisten Untersuchungen betrachten die Jahresdurchschnittswerte der Ozonbelastung. In einer aktuellen Fachpublikation haben wir uns speziell das Winter-Ozon angeschaut“, erläutert Erstautorin Hannah Gebhardt, die die Messwerte aus dem Erzgebirge im Rahmen ihrer Bachelorarbeit analysierte. Betrachten die Forschenden die Daten von 1981 bis heute, lassen sich drei Trends erkennen: Während die Ozonkonzentrationen im Winter in den 1980er Jahren niedrig waren (Werte um 35 µg m-3), kam es in den 1990ern zu einem starken Anstieg (bis zu 60 µg m-3). Seit 1997 haben die Werte nicht mehr abgenommen und pendelten sich auf einem hohen Niveau ein. „Das war insofern eine Überraschung, da die Luftbelastung mit Schwefeldioxid und Staub im selben Zeitraum deutlich zurückging, bei Stickoxiden ab den 2000er Jahren“, verdeutlicht Co-Autor Dr. Frank Zimmermann.Ozonabbau trotz verminderter Luftbelastung schwächer als erwartetDie Erklärung für das Phänomen liefern die Forschenden dank der neu erhobenen Daten gleich mit: In Wolken- und Nebeltröpfchen laufen Ozonabbaureaktionen oft schneller ab als in der Luft. Im Erzgebirge ist das Potenzial für diesen Abbau durch regionale Luftreinhaltemaßnahmen deutlich zurückgegangen. So kompensiert der Rückgang des Abbaupotenzials die geringeren Ozonwerte aus dem atmosphärischen Ferntransport. Im Ergebnis bleiben die Winterozonwerte auf dem gleichen Niveau. Die Erkenntnisse der Freiberger Forschenden können auch auf andere Mittelgebirge in Europa übertragen werden.Wald unter Stress„Die gleichbleibenden Ozonkonzentrationen sind ein Stressfaktor für Waldökosysteme. Bäume leiden seit mehreren Jahren nicht allein unter der Trockenheit (Sommer 2018, 2019, 2020), sondern gerade bei milden Wintern zusätzlich ganzjährig unter Ozonstress. Bei weiterer Temperaturzunahme könnte das Winterozon künftig ein zusätzlicher Stressfaktor werden“, warnt Prof. Jörg Matschullat. Die Freiberger Wissenschaftlerinnen empfehlen daher, diese Belastung in Strategien zum Waldumbau in Sachsen und europaweit mit einzubeziehen: „Die Bäume benötigen mehr Unterstützung als sonst bis sie eine Stärke erreicht haben, um „auf eigenen Füßen“ hinreichend Widerstandskraft entwickelt zu haben“, so Dr. Frank Zimmermann.Hintergrund: Luftgütemessstationen im ErzgebirgeFür die Analyse der Winter-Ozonwerte verwendeten die Freiberger Forschenden stündlich gemessene meteorologische Daten und Luftqualitäts-Daten an den vier Stationen Carlsfeld, Fichtelberg, Schwartenberg, Zinnwald in der Nähe der deutsch-tschechischen Grenze. Die Daten können das komplexe Ozon-Bildungs- und Abbauverhalten erklären. Alle Stationen werden vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie betrieben. Neben Ozon werden auch Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2) und Feinstaub gemessen.Originalpublikation: Hannah Gebhardt, Frank Zimmermann, Jörg Matschullat: 1981?2020 winter ozone trends, Erzgebirge, Central Europe. Geochemistry ? Chemie der Erde 80. https://doi.org/10.1016/j.chemer.2020.125738
Neuer MBA: International Business and Resources in Emerging MarketsDer englischsprachige Studiengang, der zum Abschluss Master of Business Administration (MBA) führt, richtet sich an AbsolventInnen eines grundständigen Studiums. Bewerben können sich Interessenten zum kommenden Wintersemester. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April 2021.Die Master-Studierenden spezialisieren sich an der TU Bergakademie Freiberg auf das internationale Management im Bereich internationaler Wirtschaft und Ressourcen. Die Studierenden erwarten moderne volkswirtschaftliche Lehrinhalte mit Fokus auf ressourcenbezogene Industrien und internationales Management. Durch die Kombination dieser beiden Schwerpunkte sollen sie zu Experten für die Rohstoffmärkte in aufholenden Wirtschaftsregionen in Ost-, Südost- und Westeuropa sowie den asiatischen und afrikanischen Schwellenländern werden.„Der neue MBA möchte angehende Führungskräfte fit machen für die aktuellen Herausforderungen, die die Internationalität in der Rohstoff-Branche mit sich bringen“, erklärt Prof. Dr. Johannes Stephan, Professor für Internationale Ressourcenpolitik und Entwicklungsökonomik an der TU Bergakademie Freiberg.Bereits nach einem Semester können Studierende zwischen den beiden Vertiefungsrichtungen International Business oder Resources and Environment wählen und sich damit auf ökonomische oder ökologische Fragestellungen unter besonderer Berücksichtigung der Ressourcenwirtschaft konzentrieren.Der neue Master-Studiengang beinhaltet ein Auslandssemester an einer der Partneruniversitäten in Paris XII (Frankreich) Poznan (Polen), Trento (Italien), Lappeenranta (Finnland), Moskau (Russland), Hyderabad (Indien), Wuhan. Xiamen und Peking (China). In Kooperation mit den Universitäten in Poznan, Peking und Wuhan besteht die Möglichkeit, einen Doppelabschluss zu erwerben.
Ramsar-Konvention: Schutz der Feuchtgebiete vor 50 Jahren beschlossenDie sogenannte Ramsar-Konvention war 1971 ein Durchbruch für das internationale Naturschutzrecht. Für den Erhalt von Seen, Sümpfen und Mooren als Lebensraum für Wasser- und Watvögel hat sich der völkerrechtliche Vertrag, der sich am 2.2.2021 zum 50ten Mal jährt, als sehr wirksam erwiesesen.Prof. Jörg Matschullat und Dr. Maximilian Wormit zufolge zeugt schon die Anzahl der teilnehmenden Nationen vom Erfolg des Übereinkommens: Der Vertrag wurde 1971 im iranischen Ramsar beschlossen und bis heute von 171 Vertragsstaaten anerkannt. „Jeder Vertragsstaat bezeichnet geeignete Ökosysteme zur Aufnahme in eine Liste international bedeutender Feuchtgebiete und übernimmt damit eine besondere Verantwortung für deren Erhaltung, Förderung und ausgewogene Nutzung. Das schließt auch die Bereitschaft zur internationalen Kooperation, etwa durch den Austausch von Daten und Publikationen ein“, erklärt Dr. Maximilian Wormit die rechtlichen Grundlagen des Beschlusses. Rückblickend bescheinigen die Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg dem Übereinkommen damit eine Vorreiterrolle für das Naturschutzrecht: „Die Konvention war Impulsgeber für den Abschluss zahlreicher weiterer naturschutzvölkerrechtlicher Abkommen und hat insbesondere das europäische Habitatschutzrecht nachhaltig geprägt“, so Dr. Maximilian Wormit.Weicher Regelungsansatz ist Schwachstelle und Erfolgsfaktor zugleichKonkrete Verpflichtungen werden den teilnehmenden Staaten nicht auferlegt. „Dieser „weiche“ Regelungsansatz ist eine Schwachstelle doch zugleich einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren der Ramsar-Konvention. Die detaillierte Ausgestaltung des Schutzes der Feuchtgebiete wird den beteiligten Staaten überlassen, was die Kompatibilität mit den unterschiedlichsten nationalen Standards des Naturschutzes gewährleistet“, so der Umweltrechtsexperte weiter. Mit der aktuell geplanten Anpassung der Kriterien an die Schutzkategorien der Weltnaturschutzorganisation IUCN, soll die Integration von Ramsar-Gebieten in nationale Gesetze verbessert werden. „In der Folge würde dies auch bedeuten, dass Verstöße gegen die Konvention künftig rechtlich geahndet werden können, was zu begrüßen ist“, erklärt Dr. Maximilian Wormit.Klimawandel: Wald- und Grasgebiete müssen besser geschützt werden„Erfreulicherweise hat sich der Fokus der Ramsar-Konvention in den vergangenen 50 Jahren deutlich erweitert“, ergänzt Geoökologe Prof. Jörg Matschullat. Während in den Anfangsjahren ausschließlich Gebiete auf der Liste standen, die Zugvögel auf der Reise vom Sommer-zum Winterquartier zurücklegen, werden heute weit über 2.000 wasserreiche Landschaften geschützt. Allein in Deutschland umfasst die Liste 34 Gebiete; von den Küsten an Nord- und Ostsee bis zu Seen und Flüssen im südlichen Alpenraum; von der Peitzer Teichlandschaft bei Cottbus im Osten bis zum Naturschutzgebiet Staustufe Schlüsselburg bei Kalkar im Westen.„Feuchtgebiete sind nicht nur Lebensraum für bedrohte Pflanzen- und Tierarten, sondern haben zudem eine große Bedeutung für die Speicherung von Treibhausgasen sowie von Grundwasservorräten. Die Ramsar-Konvention hat diesbezüglich einen wesentlichen Beitrag zum Schutz vor dem menschengemachten Klimawandel geleistet. Wald- und Grasländer sind ebenso bedeutend ? und nehmen weltweit viel größere Flächen ein. Auch deshalb bedarf es heute weiterer Maßnahmen zum konsequenten Schutz aller Ökosysteme“, plädiert Prof. Jörg Matschullat.
91 Promovierte und zwei Habilitierte verabschiedetBei einer virtuellen Feierstunde verabschiedet die Graduierten- und Forschungsakademie am 29. Januar 93 WissenschaftlerInnen, die im Vorjahr ihre Promotion (91) oder Habilitation (2) erfolgreich beendet haben, darunter ForscherInnen aus 17 verschiedenen Ländern, wie China, Russland oder Spanien.Anders als in den Jahren zuvor erhalten die AbsolventInnen ihre Absolventenbriefe und Geschenke per Post zugesendet. Für ihre herausragenden Leistungen werden 21 DoktorInnen geehrt, die ihre Promotion mit dem Prädikat „summa cum laude“ (mit Auszeichnung) abgeschlossen haben. Sie erhielten zusätzlich eine Medaille mit historischer Abbildung und eingraviertem Namen.„Science matters ? Gerade in Krisenzeiten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig gute und innovative Forschung und Lehre ist. Nur mit immer wieder neuen Ansätzen und Ideen können wir die wachsenden Herausforderungen der Zukunft angehen. Ein Kraftakt, zudem auch unsere Promovierten und Habilitierten beitragen. Sie zeigen einmal mehr, dass man mit einem Studium und einer wissenschaftlichen Ausbildung an der TU Bergakademie Freiberg die Welt von morgen in vielen unterschiedlichen Bereichen nachhaltig, klima- und umweltfreundlich sowie ökonomisch mitgestalten kann“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Forschungsstärke sichert DoktorandenstellenDas hohe fachliche und persönliche Leistungsvermögen der WissenschaftlerInnen und Nachwuchskräfte ist auch bei den Drittmitteln sichtbar. Einen Großteil ihrer Doktorandenstellen finanziert die TU Bergakademie Freiberg daraus. Bei den Drittmitteleinnahmen pro Professor gehört die Universität zu den zehn stärksten Forschungsuniversitäten in Deutschland und nimmt in den neuen Bundesländern mit rund 59 Millionen (2019) eine Spitzenposition ein.Karrieresprungbrett in Wissenschaft, Wirtschaft und IndustrieWie erfolgreich die Freiberger Absolvierenden nach ihren Abschlüssen sind, zeigt Dr. Michael Schüngel als Festredner. Der Freiberger Alumnus ist als Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der RWE Power Aktiengesellschaft tätig. Er promovierte als externer Doktorand an der Freiberger Universität und ist seiner Alma Mater seither treu geblieben. Er unterstützt unter anderem das Assessement and Development Center der Graduierten- und Forschungsakademie und ist an der aktuellen TU-Ausgründung Quantus Agriculture Technologies GmbH beteiligt. Gemeinsam mit Dr. Daniela Vogt vom Institut für Analytische Chemie hat er einen innovativen Ansatz für eine optimierte Echtzeitcharakterisierung von Böden für Landwirte, Ministerien oder Behörden entwickelt.In welche Teile der Welt es die ehemaligen Promovierenden der TU Bergakademie Freiberg noch verschlägt und welche Berufe sie dort ausüben, ist zudem im Filmprojekt der Graduierten- und Forschungsakademiezu sehen. Dr. Thorid Zierold (Kustodin für Naturwissenschaften und stellvertretende Direktorin des Museums für Naturkunde Chemnitz) und Prof. Anja Geigenmüller (Professorin an der TU Ilmenau) berichten von ihrem Werdegang nach der Promotion und ihren heutigen Einsatzfeldern.
Feuerwehr-App für Thüringen kommt: Universität und TMIK unterzeichnen KooperationsvereinbarungMit dem am 27. Januar unterzeichneten Kooperationsvertrag zwischen dem Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales und der TU Bergakademie Freiberg legt Thüringen die Grundlage für die Einführung der von Freiberger InformatikerInnen entwickelten Feuerwehr-App.Die App soll eine Weiterentwicklung der bereits seit 2015 in Sachsen zum Einsatz kommenden Version sein. „Durch die Einführung der Feuerwehr-App und der Beschaffung der erforderlichen Tablets, gelingt ein erster großer Schritt zur Digitalisierung der Feuerwehren in Thüringen. Die App hat sich in Sachsen bereits bewährt und wird nun auf Thüringer Verhältnisse zugeschnitten. Sie wird, und das freut mich besonders, das Einsatzgeschehen sicherer machen“, betont Innenminister Georg Maier.Mit der App können die Thüringer Feuerwehren, auf in den Einsatzfahrzeugen mitgeführten Endgeräten, unter anderem auf Rettungsdatenblätter von verunfallten PKWs zugreifen. Sie warnen vor Gefahrenpunkten und zeigen die Schnittstellen bei der Rettung aus verformten Karosserien. Eine besondere Bedeutung kommt der App beim Umgang mit Elektroautos zu, da die Akkus besondere Gefahren für Rettungskräfte bedeuten.Darüber hinaus werden weitere Funktionen in die App integriert. So soll es möglich sein, bei Unfällen mit Gefahrstoffen die entsprechenden Informationen aus einer Datenbank aufzurufen, um passende Gefahrenabwehrmaßnahmen einzuleiten. Dies soll in Sekundenschnelle, über das Fotografieren der Gefahrstofftafeln an den Fahrzeugen, ermöglicht werden. Zusätzlich sollen auf einer digitalen Karte Hydranten und Feuerwehrpläne aufgerufen werden können. Entsprechend den örtlichen Bedürfnissen, sollen auch Forstrettungskarten zur Waldbrandbekämpfung oder die Rettungspläne der Deutschen Bahn integriert werden.Die TU Freiberg hat bereits durch die erfolgreiche Entwicklung, Einführung und den Betrieb der App im Freistaat Sachsen bewiesen, dass sie ein starker und zuverlässiger Partner ist. „Ob im Ingenieurbereich, in den Natur- und Geowissenschaften oder in Technik und Wirtschaft ? Unsere WissenschaftlerInnen betreiben Spitzenforschung auf höchstem Niveau. Um das Potential unserer neu entwickelten Technologien und Verfahren voll auszuschöpfen, ist ein erfolgreicher Technologie- und Wissenstransfer essentiell. Das zeigt sich einmal mehr bei der eigens an der TU Bergakademie Freiberg entwickelten Feuerwehr-App. Wir freuen uns, dass nun nach Sachsen auch Thüringen gemeinsam mit unserer Anwendung den Brand- und Katastrophenschutz digital verstärkt“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.Mit der Kooperationsvereinbarung wird die Finanzierung der Anpassung und Erweiterung der App an den Freistaat Thüringen, die Nutzerkontenverwaltung für alle Thüringer Feuerwehren und Ortsteilfeuerwehren und ein dauerhafter IT-Support festgeschrieben. Die Entwicklung der App soll in diesem Jahr fertiggestellt werden. Zu Beginn des Jahres 2022 erfolgt der flächendeckende Rollout. Dafür ist die Beschaffung von 1750 Tablets vorgesehen und im Haushalt verankert. Die Tablet-Computer sollen dann mitsamt der fertigen App an jede Ortsteilfeuerwehr in Thüringen ausgegeben werden.
Racetech arbeitet an autonomem FahrkonzeptDie angehenden Ingenieure des Racetech Racing Teams der TU Bergakademie Freiberg arbeiten an einem vollautonomen Fahrsystem. Der dafür komplett neu konzipierte Rennwagen wird in künftigen Wettbewerben an den Start gehen ? sowohl mit als auch ohne Fahrer.Für das autonome Konzept erarbeiten die Studierenden derzeit ein Objekterkennungssystem, bestehend aus einer Stereokamera und einem LiDAR Sensor. „Damit erkennt der Rennwagen automatisch die Pylone entlang der Strecke und weiß somit immer wo er sich grade befindet“, erklärt Lara Windler vom Racetech Racing Team.Zudem wird ein Steer-by-Wire System (elektronisches Lenksystem) nachgerüstet. Dieses kann durch die Nutzung eines Elektromotors die Lenkbefehle des autonomen Systems mit weit über den menschlichen Fähigkeiten liegender Geschwindigkeit und Präzision ausführen. Ein pneumatisches Bremssystem soll das Fahrzeug zudem in jeder Situation sicher zum Stehen bringen. Alle zusätzlichen Systeme werden von einem, im Heck angebrachten, Hochleistungsrechner gesteuert.Getestet wird das System zunächst am RT11, dem Fahrzeug der Saison 2017. Anhand der Erkenntnisse wird später ein vollkommen neuer Rennwagen entwickelt, konstruiert und gefertigt. Damit wollen die rund 50 Studierenden in zukünftigen Wettbewerben der Formula Student, die Leistung des neuen Fahrzeugs in verschiedenen Disziplinen unter Beweis stellen.„Wer gern an der Umsetzung eines Driverless-Konzepts mitwirken möchte, kann sich unter mitmachenracetech [dot] tu-freiberg [dot] de melden“, erklärt Lara Windler.
Energiewende in der Wohnungsbranche: Forscher analysieren regenerative EnergiekonzepteMit dem Gebäudeenergiegesetz und der 2021 geltenden CO2-Steuer soll bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Hausbestand in Deutschland entstehen. Ein Ansatz könnten solarversorgte Häuser mit Pauschalmiete für Wärme und Strom sein. Eine energetische Analyse im Projekt EVERSOL zeigt das Potential.Über 18 Monate haben WissenschaftlerInnen der TU Bergakademie Freiberg innerhalb des Projektes zwei teilautarke Häuser in Cottbus umfassend energetisch ausgewertet. Die ersten Ergebnisse sind erfolgversprechend: „Das Konzept geht im Wesentlichen auf. Die Sonnenhäuser können mit einfacher Technik durch Photovoltaik den größten Teil ihres elektrischen Jahresverbrauchs (74% von 17.320 kWh) selbst abdecken und erzeugen in den Sommermonaten sogar einen Überschuss (12.240 kWh jährlich)“, erklärt Dr. Thomas Storch vom Lehrstuhl für technische Thermodynamik (IWTT). Einzig bei der Wärmeversorgung gab es aufgrund  fehlerhafter Komunikation einen unvorhergesehenen Mehrverbrauch. „Das wurde behoben und die MieterInnen noch einmal detailliert in das System eingewiesen. Die kommenden Heizperioden werden zeigen, wie sich das auf die Einsparungen im Heizwärmeverbrauch auswirkt. Wir sind zuversichtlich, dass dann auch der solare Deckungsgrad in der Wärmeversorgung deutlich steigen wird“, so Dr. Thomas Storch.In ausgewählten Räumen erfassten die WissenschaftlerInnen zudem die Luftqualität. Das ermöglicht Rückschlüsse auf das Lüftungsverhalten als wesentlicher Faktor für den Heizwärmeverbrauch. „So trägt die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ? auch ohne Fensterlüftung ? entscheidend dazu bei, die CO2-Belastung in den Räumen gering zu halten“, stellte Andreas Gäbler vom IWTT fest.Pauschalmietmodell und Nutzersicht in der AnalyseDie modernen, sparsamen Gebäude mit einer hohen Energie-Eigenversorgung ermöglichen zudem neue Mietmodelle. Auch hier ist der Ansatz der Freiberger WissenschaftlerInnen in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft erfolgversprechend. So ist beispielsweise der Stromverbrauch nicht gestiegen und lag trotz Pauschale unter dem deutschen Durchschnitt (ca. 2.000 kWh gegenüber ca. 2.300 kWh bei gleichen Haushaltsgrößen). Bei Wärme- und Warmwasser war der Verbrauch der einzelnen Mietparteien dagegen sehr unterschiedlich. Das habe sich mit der Pauschale aber gut ausgeglichen.  „Damit kehren sich auch viele Interessensfelder zwischen Mieter und Vermieter um und sensibilisieren beide Seiten mehr für das Thema Energiesparen“, fasst Dr. Thomas Storch zusammen. Die Mieter können Ihre Energiedaten auf der Eversol-Webseite (https://eversol.iwtt.tu-freiberg.de) individuell einsehen.Die Monitoring- Ergebnisse der Freiberger WissenschaftlerInnen bieten Planern und Entscheidern aus dem Baugewerbe, der Energieversorgung und der Wohnungswirtschaft damit nicht nur wichtige technische Informationen  ? vor allem mit Blick auf das Gebäude-Energiemanagement und die Anlagendimensionierung ? sondern zugleich soziologische und ökonomische Erkenntnisse für teilautarke Neubauten und Sanierungen.Wärme- und Energiekonzept der SonnenhäuserDas Wärmekonzept beider Häuser basiert auf einer Solarthermieanlage. Diese ist auf dem Dach angebracht und ermöglicht auch in den Wintermonaten eine effiziente Nutzung der Sonne. An sonnenärmeren Tagen versorgt eine Gasbrennwerttherme das Gebäude. Gesammelt wird die Wärme in einem Solarspeicher, der diese über eine Fußbodenheizung an die Wohnungen abgibt. Im Fall von Wärmeüberschüssen kann ein Austrag in eine angeschlossene Nahwärmeleitung zur Quartiersversorgung direkt aus dem Speicher erfolgen.Die Stromversorgung der Häuser wird mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sichergestellt. Die produzierte elektrische Energie wird vorrangig direkt im Gebäude verbraucht. Überschüsse können in einem Lithium-Ionen-Akku zwischengespeichert oder in das Quartier abgegeben werden.Projektförderung und PartnerDas Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über drei Jahre (Förderzeitraum: April 2018 bis Mai 2021) finanziert.  Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich. Weitere Partner sind unter anderem die eG Wohnen 1902, das Freiberg Institut für vernetzte Energieautarkie, die mensura Immobilienservice GmbH, der VSWG - Verband sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V. und der GdW - Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Wie aus Apfeltrester Ethanol gewonnen werden kannReststoffe aus der Apfelsaftproduktion werden in Deutschland bisher meist zu Tierfutter verarbeitet. Doch aus Apfelschalen und -kernen können auch höherwertige Produkte gewonnen werden ? neben Ethanol auch Essig- und Zitronensäure.Die Weiterverwendung des Apfeltresters durch Hydrolyse und Fermentation bietet für Betreiber von Saftpressen in Deutschland damit großes Potenzial, berichten ChemikerInnen der TU Bergakademie Freiberg in der Zeitschrift „Chemie Ingenieur Technik“.Bio-Ethanol, das als Grundchemikalie etwa in Desinfektionsmittel oder Biokraftstoff einsetzbar ist, wird bisher vorrangig aus Zuckerrüben und Getreide hergestellt. Der Universal-Stoff könnte künftig aber auch aus Resten der Apfelsaftproduktion gewonnen werden. Besonders geeignet dafür ist der Apfeltrester, die festen Bestandteile aus Stielen, Kernen, Fruchtfleisch und Schalen, die nach dem Pressen der Äpfel übrigbleiben. Darin enthalten sind neben Zucker auch Stärke, das Verdickungsmittel Pektin und Zellulose. Diese Stoffe können durch Hydrolyse und anschließende Fermentation in höherwertige Produkte, wie Ethanol, aber auch Essig- und Zitronensäure umgewandelt werden. Das Problem: Bisher konnten nur geringe Ethanol-Konzentrationen aus Apfeltrester gewonnen werden.Ein Team um Chemie-Professor Martin Bertau von der TU Bergakademie Freiberg hat nun ein optimiertes Verfahren vorgestellt mit dem Ethanol mit einem Alkoholgehalt von bis zu 6 Prozent hergestellt werden kann. „Bisherige Methoden erreichen bei Apfeltrester einen Ethanol-Gehalt von bis zu 4,7 Prozent“, verdeutlicht Dr. Doreen Kaiser, die den neuen Prozess in Laborversuchen entwickelt und getestet hat.Besserer Gärungsprozess durch leistungsfähigen EnzymkomplexUm reineres Ethanol aus dem Apfeltrester herzustellen, hat das Wissenschaftler-Team einen alternativen Enzymkomplex eingesetzt der aus dem Mikroorganismus Penicillium verruculosum gewonnen wird. Wie auch andere Enzymkomplexe hat der nun erstmals für dieses Verfahren verwendete Cellulasekomplex die Fähigkeit, die langkettigen Zuckermoleküle in Einfachzucker zu spalten. Werden die Einfachzucker nun mit Hilfe von Hefe vergärt und die wasserhaltige Lösung destilliert, erhalten die ChemikerInnen das Ethanol in der gewünschten Konzentration. „Im Vergleich zu den bisher eingesetzten Biokatalysatoren hat sich der Cellulasekomplex aus Penicillium verruculosum als besonders robust gegenüber Störfaktoren der Reaktion herausgestellt. Aus diesem Grund kann eine größere Menge Apfeltrester als bei herkömmlichen Fermentations-Prozessen eingesetzt werden und in der Folge höhere Ethanol-Konzentrationen gewonnen werden“, erklärt Dr. Doreen Kaiser.Potenzial für Bio-basierte Industrie in der ObstproduktionBis zu 650 Millionen Liter Apfelsaft werden in Deutschland pro Jahr hergestellt. Als Koppelprodukt fallen dabei jährlich bis zu 300.000 Tonnen Apfeltrester an (Quelle: Statista). Zu schade, um als Futtermittel im Schweinstall zu landen. Die alkoholische Chemikalie eignet sich sehr gut zur Herstellung von Desinfektionsmittel, welches Apfelsafthersteller zur Reinigung direkt in ihrem Betrieb weiter verwenden könnten. Und sogar Bio-Kraftstoff ließe sich aus der Lösung herstellen. Originalpublikation: Doreen Kaiser, Martin Bertau: „Enzymatische Hydrolyse und Fermentation von Apfeltrester”. Chemie Ingenieur Technik 92.Hintergrund: Bioraffinerie-Forschung an der TU Bergakademie FreibergDie nachhaltige Nutzung von Biomasse steht im Fokus der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 der Bundesregierung. Neue Prozesse zur Umwandlung von Reststoffen aus der Agrarproduktion in hochwertige Grundchemikalien sind ein wichtiger Schlüssel für eine effiziente Verwertung in einer Bioraffinerie im industriellen Maßstab. Am Institut für Technische Chemie der TU Bergakademie Freiberg werden neben der Verwertung von Apfeltrester aktuell auch Verfahren zur Produktion von Aromastoffen aus Lignin entwickelt.
Campustag am 14. Januar: Online-Orientierungsangebot für StudieninteressierteVon Zuhause aus können sich Studieninteressierte über das Studium und die Studienangebote an der TU Bergakademie Freiberg informieren. Der Online Campustag am 14. Januar bietet ein umfassendes virtuelles Angebot mit Live-Chat, Web-Sprechstunden und Studi-Talk.Studieren, aber was? Bedingt durch die Pandemie entfallen derzeit viele Angebote zur Studieninformation wie zum Beispiel Messen, Vorträge an Schulen oder der Tag der offenen Tür. Um Studieninteressierte bei der Suche nach einem passenden Studiengang zu unterstützen, und umfassend über das Studium in Freiberg zu informieren, veranstaltet die TU Bergakademie Freiberg am 14. Januar von 9 bis 15 Uhr einen Online-Campustag.Neben Studiengangsvorstellungen im Video-Format erwarten Studieninteressierte, die kurz vor dem Abitur stehen, auch kurze Clips zu den Themen Studienbeginn, Studienfinanzierung, Universitätssport sowie studentisches Leben und Engagement.Im Zeitraum zwischen 9 und 15 Uhr beantwortet die Studienberatung der Universität im Live-Chat alle Fragen rund um das Studium und gibt Tipps zur Studienwahl und zur Einschreibung. In virtuellen Räumen finden zu festgelegten Zeiten außerdem Fachberatungen und Online-Vorlesungen statt. Konkrete Fragen zu einzelnen Studiengängen können hier individuell geklärt werden. Was es heißt, in Freiberg zu studieren, erzählen Studierende im Studi-Talk und geben nützliche Tipps & Tricks.Alle Inhalte sind auch über den Campustag hinaus online abrufbar. Tipps rund um das Studium in Freiberg gibt es zudem auf dem Instagram-Kanal der Studienberatung @tubaf_studienberatung.
125.000 Euro für europaweit einzigartiges Forschungszentrum »CircEcon«Für die Erstellung eines Bedarfskonzeptes erhielten die Technischen Universitäten Chemnitz, Freiberg und Dresden am 17.12. einen Fördermittelbescheid in Höhe von 125.000 Euro von SMR-Staatsminister Thomas Schmidt.Unter dem Schirm und initiiert von der Leichtbau-Allianz Sachsen (LAS) planen die drei Technischen Universitäten ein europaweit einzigartiges Forschungszentrum für eine treibhausgasneutrale Kreislaufökonomie in der Lausitz aufzubauen. Die Projektumsetzung erfolgt unter Beteiligung des Instituts für Strukturleichtbau der TU Chemnitz als Koordinator gemeinsam mit dem Institut für Aufbereitungsmaschinen der TU Bergakademie Freiberg und dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden. Die Geschäftsstelle der Leichtbau-Allianz Sachsen unterstützt das CircEcon-Projekt bei den organisatorischen Aktivitäten.„Mit Projekten wie diesem, wird es uns gelingen, zukunftsweisende Wirtschaftszweige aufzubauen, bestehende Unternehmen zu erhalten und weiter viele kluge Köpfe in den Freistaat und insbesondere in die Regionen des Strukturwandels zu locken“, sagte Staatsminister Schmidt. „Eine erfolgreiche Regionalentwicklung lebt von intelligenten und branchenübergreifenden Projekten in allen Regionen Sachsens. Deshalb unterstützen wir diese in unserem simul+InnovationHub.“Professor Lothar Kroll, einer der Vorstandsvorsitzenden der Leichtbau-Allianz Sachsen: „Als Koordinator von CircEcon freue ich mich sehr, dass das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung dieses wichtige Schlüsselprojekt unterstützt. Neue ressourceneffiziente und nachhaltige Technologien nehmen eine zentrale Stellung in der zukünftigen Ausrichtung der Kohleregionen ein. Durch die synergetische Bündelung der sächsischen TU-Kompetenzen werden wir neue Wege für eine hocheffiziente Kreislauf- und Bioökonomie entwickeln, die nicht nur den Strukturwandel stützt, sondern auch ausgedehnte Transformationsprozesse anstößt, um damit einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung zu leisten.“Die Technischen Universitäten wollen gemeinsam mit weiteren sächsischen Partnern neue Wege für eine hocheffiziente Kreislaufökonomie konzipieren, erforschen und in Kooperation mit sächsischen Unternehmen zur Marktreife entwickeln und damit neue Arbeitsplätze in Braunkohleregion schaffen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz ist geplant, die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktes zu betrachten und treibhausgasneutral zu erschließen ? von der Rohstoffgewinnung bzw. -aufbereitung über das Produktdesign bis zur Re-Produktion. Aufbauend auf diesem Kernziel sollen auch Geschäftsmodelle und Kreislauftechnologien für die Industrie (Demontage, Rückbau, Zweitmarkt, Recycling, Wertstoffrückgewinnung, Re-Use) und deren Zulieferern (Prüfnormen für Altbauteile und Konzepte für die Herstellung kreislauffähiger Leichtbaustrukturen) zum Beispiel für Flugzeuge, Windenergieanlagen, Faserkunststoffverbunde und bisher schwer recycelbare Materialien untersucht werden. Daneben sollen Konzepte zur Entwicklung neuer, kreislauffähiger Werkstoffe und Komponenten sowie Technologien für den hochwertigen Wiedereinsatz recycelter Materialien geprüft werden. Das Bedarfskonzept soll u. a. auch zur Bewertung von möglichen Standorten beitragen.Das simul+InnovationHubDer simul+InnovationHub ist Teil der Zukunftsinitiative simul+ des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung. In dem Innovationhub werden aktuelle Forschungsergebnisse und neue Ideen in praktische Anwendungen überführt. Der simul+InnovationHub schafft etwa in regionalen Experimentierfeldern die Möglichkeit, unterschiedliche Anwendungen in der Praxis zu testen. So wird die Erfolgswahrscheinlichkeit und Markttauglichkeit der Innovationen erhöht ? passgenau für jede sächsische Region. Gemeinsames zielgerichtetes Agieren von Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen und Verwaltung erhöht die Wirksamkeit und Sichtbarkeit der Akteure. Die Projekte des simul+InnovationHub sollen neue Wertschöpfungsquellen in der Region befördern und bilden einen wichtigen Baustein für eine innovationsgestützte Regionalentwicklung. Die Mittel wurden auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.
Erster Förderpreis für Montanregion Erzgebirge/KruÅ¡nohoří - Bewerbung noch bis 31.12.2020 möglichDer neue mit 5.000 Euro dotierte Preis soll Vereine und Privatpersonen aus Sachsen und Tschechien unterstützen, die mit ihren Projekten und Ideen die Welterberegion weiter bekannt machen. Vergeben werden soll er zum Unesco-Welterbetag am 6. Juni 2021.Bislang ist eine Bewerbung für den Förderpreis eingegangen, informiert Oberbürgermeister und Kuratoriumsvorsitzender Sven Krüger. Er ruft alle Mitglieder dazu auf, in ihrer Region gezielt Vereine und Personen anzusprechen, die den Bekanntheitsgrad der Welterbestätten steigern, erhalten oder weiter entwickeln. „Mit dem Preis wollen wir das Engagement der vielen Vereine und Bürger honorieren und unterstützen, die sich tagtäglich für unser aller Erbe einsetzen“, betont Krüger. Der neue Freiberger Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Außerdem erhalten die Preisträger eine Urkunde und eine Preistafel. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Gruppen, deren Mitglieder gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Die bis jeweils 31. Dezember jedes Jahres eingereichten Vorschläge dürfen noch nicht prämiert oder durch eine andere Institution gefördert sein.Die Geehrten verpflichten sich mit Annahme des Preises, bis Ende des Folgejahres nach der Auszeichnung das Projekt zu verwirklichen und dem Kuratorium vorzustellen. Zum Kuratorium gehören neben der Stadt Freiberg die Stadtwerke AG, die TU Bergakademie Freiberg, der Silberstadt e.V. und die VR-Bank Mittelsachsen eG. Sie stellen gemeinsam auch das Preisgeld des jährlichen Preises. Außerdem konnte fürs Kuratorium der Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge“ gewonnen werden. Bewerbungen für den Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/KruÅ¡nohoří können bis 31. Dezember eingesendet werden an:Stadt Freiberg Büro des Oberbürgermeisters Obermarkt 24 09599 Freiberg Buero_obFreiberg [dot] de   Mehr Informationen unter: https://www.freiberg.de/stadt-und-buerger/projekte/welterbe-montanregion-erzgebirge
Universität unterstützt medizinische Notfallversorgung des Freiberger KrankenhausesDas Kreiskrankenhaus Freiberg erhält Unterstützung von Mitgliedern der Grubenwehr der TU Bergakademie Freiberg. Auch der Lehrstuhl für Maschinenelemente unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Matthias Kröger entsendet Hilfe.Es besteht bereits eine enge Zusammenarbeit zwischen der Freiberger Grubenwehr und Mitarbeitern der Notaufnahme am Freiberger Kreiskrankenhaus. Gemeinsam entwickelten die Beteiligten beispielsweise in enger Absprache mit dem Oberbergamt und der zuständigen Betriebsmedizinerin ein bisher einmaliges taktisches medizinisches Curriculum zur professionellen medizinischen Versorgung unter Tage.Hauptberuflich als Forscher an der TU Bergakademie Freiberg tätig, engagiert sich Stefan Pötzsch ehrenamtlich bei der Grubenwehr Freiberg: „das ist vergleichbar mit der freiwilligen Feuerwehr. Nur wir helfen Menschen unter Tage.“ Gern unterstützt er in Zeiten, in denen jede helfende Hand gebraucht wird, das Freiberger Kreiskrankenhaus. Es ist ein Geben und Nehmen, denn im patientennahen Umfeld können die ehrenamtlichen Helfer praktische Erfahrungen sammeln. Stefan Pötzsch und seine Kameraden Frank Reuter, Leiter Grubenbetrieb am Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg, und Lars Quaschny helfen derzeit in der Notaufnahme des Freiberger Kreiskrankenhauses aus. Die drei Männer packen ordentlich zu und entlasten als Pflegehilfskräfte die Mitarbeiter vor Ort. „Das Hilfsprogramm läuft derzeit bis zum 23. Dezember“ ergänzt Dr. Andreas Fichtner, Ärztlicher Leiter Notfall- und OP-Management am Kreiskrankenhaus Freiberg. „Wir hoffen, dass wir die Männer auch noch länger unterstützend behalten können.“Auch er möchte helfen: Florian Tischner aus der Abteilung von Prof. Dr.-Ing. Matthias Kröger vom Institut für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Freiberg. Er bringt ehrenamtliche Erfahrung als Rettungssanitäter mit und würde Weihnachten allein Zuhause verbringen. „Wir stellen im Moment Mitarbeiter an das Gesundheitsamt ab“ berichtet Prof. Dr.-Ing. Kröger. Da kam die Frage auf, ob Herr Tischner mit seiner notfallmedizinischen Vorerfahrung nicht noch besser im Krankenhaus gebraucht würde. Das Kreiskrankenhaus Freiberg ist für diese und andere Unterstützungen sehr dankbar.
Amir Mohammad erhält DAAD-Preis für internationale StudierendeDer Master-Absolvent der angewandten Naturwissenschaften und derzeitige Physik-Doktorand überzeugte die Preiskommission mit seinem besonderen gesellschaftlichen Engagement und hervorragenden Studienleistungen.„Schon seit meinem Erststudium in Syrien strebe ich eine Promotion an. Die Voraussetzungen, so ein Vorhaben umzusetzen, empfand ich in Deutschland immer als sehr gut. Geflüchteten, die die deutsche Sprache lernen und einen Studienabschluss machen möchten, werden gute Rahmenbedingungen geboten. Natürlich gehören auch Durchhaltevermögen, die ständige Bereitschaft, Neues zu lernen und ein gewisser Ehrgeiz dazu, um ein Studium erfolgreich abzuschließen. Darum freue ich mich sehr über die Auszeichnung mit dem DAAD-Preis und bedanke mich bei allen, die mich in den vergangenen Jahren unterstützt haben“, so Amir Mohammad anlässlich der Preisverleihung.2015 war Amir Mohammad mit einem Bachelor-Abschluss in Physik aus dem Norden Syriens nach Deutschland geflüchtet. 2017 nahm er das Master-Studium an der TU Bergakademie Freiberg auf und schloss es 2020 erfolgreich ab. „Die Masterarbeit erbrachte erstmals den Nachweis von Feld-induzierter Piezoelektrizität in speziellen Oxid-Kristallen. Dazu nutzte Amir Mohammad einen zuvor selbst aufgebauten und optimierten optischen Messplatz. In relativ kurzer Zeit und mit viel Eigeninitiative entstand so ein fundierter Beitrag zu diesem aktuellen Forschungsthema. Die Ergebnisse konnte er inzwischen als seine erste einschlägige wissenschaftliche Arbeit in einer bekannten physikalischen Zeitschrift publizieren“, loben Dr. Claudia Funke und Dr. Hartmut Stöcker, Geschäftsführerin und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Experimentelle Physik der TU Bergakademie Freiberg, die die Masterarbeit betreuten und den heutigen Doktoranden für den DAAD-Preis vorschlugen.„Über sein Studium hinaus hat sich Amir Mohammad persönlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort engagiert ? als ehrenamtlicher Dolmetscher für kurdisch-und arabischsprechende Mitmenschen, bei Diskussionsveranstaltungen zum Thema Flucht und Vertreibung an Freiberger Gymnasien oder als aktives Mitglied der Integrationslaufgruppe „Mitlaufgelegenheit Freiberg“, ergänzt Manuela Junghans. „Nicht zuletzt verdeutlicht die Auszeichnung auch, wie Stadt und Region vom Engagement internationaler Studierender und Promovierender profitieren können“, so die Mitarbeiterin des Internationalen Universitätszentrums der TU Bergakademie Freiberg.„Das Preisgeld war eine willkommene Finanzspritze für den Kauf eines PKWs: Mit einem eigenen Auto bin ich beruflich und privat mobiler und kann künftig beispielsweise wissenschaftliche Konferenzen oder Kooperationspartner besuchen“, erzählt Amir Mohammad.Hintergrund: DAAD-Preis für internationale StudierendeDer DAAD-Preis wird vom DAAD einmal jährlich an jeder Hochschule vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Direktorin des Internationalen Universitätszentrums, Ingrid Lange, überreichte den Preis im November 2020 an Amir Mohammad.
Ausgründungsprojekt „Quantus“ entwickelt Technologie zur Echtzeitcharakterisierung von BödenDas Forschungsvorhaben wurde vom Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft mit einem Zukunftspreis ausgezeichnet. Mithilfe des Preisgelds entwickelt das Team das Konzept nun so weiter, dass im kommenden Jahr ein Prototyp für Präzisionsdüngeverfahren getestet werden kann.Das Quantus-Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Hochleistungstechnologie zu entwickeln, mit der alle düngungsrelevanten Bodenparameter in Echtzeit ermittelt und Kunden wie Landwirten, Ministerien oder Behörden zur Verfügung gestellt werden können. „Das bildet die Grundlage, die auf den Boden und auf die Pflanze abgestimmte Düngemittelmenge/-zusammensetzung präzise applizieren zu können. Zudem werden die Voraussetzungen für eine zukünftige Dokumentationspflicht des Stoffkreislaufes geschaffen“, erläutert Dr. Daniela Vogt die Vorteile der Technologie. Die durch die Dr. Erich-Krüger-Stiftung geförderten Forschungsarbeiten werden unter der Leitung von Dr. Daniela Vogt und Dr. Michael Schüngel in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Carla Vogt und den Mitarbeitern ihres Instituts für Analytische Chemie durchgeführt.Mit dem innovativen Konzept zur Echtzeitcharakterisierung von Böden als Grundlage für eine Präzessionsdüngung konnte das Team das hochkarätig besetzte Fachgremium überzeugen: Das sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) würdigt den universitären Beitrag zum angewandten Umwelt-, Klima- und Naturschutz in der Kategorie „eku innovative“ mit einem Preis in Höhe von 20.000 €.„Mit dem Preisgeld ist es möglich, auf Basis der bisherigen Forschungsarbeiten im Labor die Entwicklung eines Prototyps für den Feldeinsatz voranzutreiben“, so Dr. Michael Schüngel. Der für 2022 geplante kommerzielle Einsatz der Technologie und der Verwertung der dabei generierten Analysedaten wird im Rahmen einer Ausgründung angestrebt, wobei das Gründerteam vom Gründernetzwerk SAXEED beraten und unterstützt wird.Hintergrund: Der eku-ZukunftspreisMit dem "eku-Zukunftspreis für Energie, Klima, Energie in Sachsen" prämiert das sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) Projektideen und Konzepte für den Erhalt biologischer Vielfalt, Ressourcenschonung, regionale Wertschöpfung, Gewässerbelebung, Energieeffizienz, Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Insgesamt wurden in diesem Jahr 240 Projektideen eingereicht.
Neuer Professor für Gusswerkstoffe und GießverfahrenAnfang Dezember begann Prof. Michal Szucki seine neue Tätigkeit am Gießerei-Institut als Tenure-Track-Professur für Gusswerkstoffe und Gießverfahren. Bevor er dem Ruf nach Freiberg folgte, war er Assistenzprofessor an der AGH University of Science and Technology in Krakau.Der 37-jährige untersucht und simuliert Gieß- und Formgebungsprozesse und greift dabei beispielweise auf die numerische Modellierung mittels CFD-Simulation zurück. Aktuelle Forschungsgebiete des jungen Professors sind unter anderem die Modellierung der Herstellung von Metallmatrix-Verbundwerkstoffen sowie die Entwicklung von industriellen Hybrid-Guss-Umformprozessen.An der TU Bergakademie Freiberg steht für Prof. Michal Szucki die Etablierung einer Forschergruppe zur Automatisierung und Simulation von Gießerei-Prozessen im Vordergrund. Dazu möchte er auch neue Lehrinhalte für die Studierenden erarbeiten, die die Verwendung digitaler Tools in Forschung, Entwicklung und der Industrie vermitteln. Ein Teil des ersten geplanten  Forschungsprojektes ist auf die ökonomische und ökologische Optimierung der Produktion von Gießereikernen fokussiert.Mit Prof. Michal Szucki ist die siebte Professur aus dem von Bund und Ländern finanzierten Tenure-Track-Programm besetzt. Ziel der Förderung ist es, junge Nachwuchswissenschaftler/innen an deutschen Universitäten zu halten. Tenure-Track-Professuren sind zunächst für sechs Jahren ausgelegt und enthalten die Option auf eine anschließende Festanstellung. An der TU Bergakademie Freiberg sind im Rahmen des Programms insgesamt acht Stellen auf den Gebieten der Naturwissenschaften, der Mathematik und Informatik, der Material- und Werkstoffwissenschaften sowie der Geowissenschaften eingeplant.Das Tenure-Track-ProgrammDeutschlandweit fördern Bund und Länder 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren an 75 Hochschulen. Für das bis zum Jahr 2032 laufende Nachwuchsforscherprogramm steht ein Fördervolumen von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung. Weitere Informationen:
Digitaler Versuchsstand für Chemie-Praktika erfolgreich bei Jubiläumsinitiative des StifterverbandsAus über 500 Bewerbungen konnte sich die TU Bergakademie Freiberg für die erste Runde der Jubiläumsinitiative WIRKUNG HOCH 100 des Stifterverbands qualifizieren. Mit der Ausschreibung werden Ideen für das Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystem von morgen gefördert.In dem vom Institut für Technische Chemie koordinierten Projekt steht die Entwicklung digitaler Versuchsstände für das chemische Praktikum im Vordergrund. Unterstützt wird das Vorhaben durch das Institut für Softwaretechnologie und Robotik. Das didaktische Konzept basiert auf dem Einsatz von Remote-Laboren und ist ein vielversprechender Ansatz zur Vorbereitung der Studierenden auf die zukünftigen Anforderungen der Digitalisierung in der Chemieindustrie. Die wegweisende Ausbildungsmethode stärkt das Lernen in einer vernetzten Umgebung und soll durch Einbettung von Storytelling-Elementen vorangetrieben werden.Der mehrstufige Bewerbungsprozess sieht in der ersten Phase die konkrete Projektentwicklung vor. Unterstützt werden die Maßnahmen durch fachliches Coaching und Qualifizierungsangebote als ideelle Förderung. In den beiden Folgephasen steigt die Vernetzung der Projekte untereinander mit dem Ziel der Skalierung und Verstärkung des Konzeptes in die Hochschulpraxis. Dafür stehen mehr als eine Million Euro für insgesamt zehn Projekte bereit. Den Höhepunkt bildet eine Auszeichnung der erfolgreichsten Hochschule mit einem Abendessen beim Bundespräsidenten. Ob der digitale Versuchsstand in die zweite Runde des Wettbewerbs kommt, entscheidet sich im Mai 2021.
38 Deutschlandstipendien für das kommende Studienjahr vergebenAus 130 Bewerbungen wählte die Auswahlkommission 46 Studierende aus, die im laufenden Wintersemester von der Studienunterstützung profitieren werden. Von einer persönlichen Übergabe der Stipendienurkunden müssen Universität und Förderer aufgrund der Corona-Pandemie leider absehen.„Leider können wir auch zur zweiten Stipendienübergabe in diesem Jahr unsere Studierenden und die FörderInnen nicht persönlich zusammenbringen. Aber wir hoffen auf einen regen digitalen Austausch.  Denn mit den direkten Kontakten zu den Stiftern bietet das Deutschlandstipendium unseren StipendiatInnen einmalige und unbezahlbare Einblicke in Wirtschaft oder Industrie und ermöglicht den frühzeitigen Aufbau eines beruflichen Netzwerkes“, erklärt Prof. Dr. Swanhild Bernstein, Prorektorin für Bildung an der TU Bergakademie Freiberg.300 Euro monatlich erhalten die StipendiatInnen des Deutschlandstipendiums für einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten als Zuschuss für ihr Studium. Zu den Auswahlkriterien für ein Deutschlandstipendium zählen neben sehr guten Noten und Auszeichnungen auch außeruniversitäre Aktivitäten und gesellschaftliches Engagement.Der Förderbetrag wird zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und zur anderen Hälfte von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen finanziert. Zu den 12 Förderern zählen im aktuellen Wintersemester die Unternehmen Lausitz Energie und Bergbau AG, GMB GmbH, ExxonMobil Deutschland GmbH, HPC AG, BASF Schwarzheide GmbH, Modis GmbH, Saxonia Edelmetalle GmbH, Sparkasse Mittelsachsen, der Industrieverein Sachsen 1828 e.V., die Dr. Erich Krüger-Stiftung und die Privatpersonen Dr. Erika Krüger sowie Beate und Martin Herrmann.Das Deutschlandstipendium ist eine von verschiedenen Fördermöglichkeiten, um die sich Studierende an der TU Bergakademie Freiberg bewerben können. Im Januar 2021 gibt es für die Studierenden erneut die Möglichkeit, sich für ein Deutschlandstipendium für das kommende Sommersemester zu bewerben. Der genaue Bewerbungszeitraum wird auf der Homepage bekanntgegeben.
Leichtbau-Allianz Sachsen: Neuer Vorstand gewähltIn der Mitgliederversammlung des Vereins am 3. Dezember wurde der Vorstand neu gewählt. Diesem gehören nun Prof. Hubert Jäger (TU Dresden), Prof. Lothar Kroll (TU Chemnitz), Prof. Rudolf Kawalla (TU Bergakademie Freiberg), Prof. Jens Ridzewski (IMA Dresden) und Prof. Robert Böhm (HTWK Leipzig) an.
Deutsch-russisches Netzwerk zur Rekultivierung von BergbaufolgelandschaftenSchon seit 150 Jahren schreiben in Deutschland Gesetze vor, wie ehemalige Bergbauflächen wieder nutzbar gemacht werden sollen. In Russland hingegen stehen Fachleute meist erst seit wenigen Jahren vor der Aufgabe, Flächen von stillgelegten Bergbaubetrieben zu rekultivieren.Ein neues deutsch-russisches Forschungsprojekt treibt nun den Erfahrungsaustausch voran. Ziel des Projekts „InnoRecuNet“ ist das Teilen von in Deutschland einzigartigem Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen bei der Schließung von Bergbauunternehmen und der Rückführung beanspruchter Flächen in den Wirtschafts- und/ oder Naturkreislauf mit russischen Fachleuten.In Deutschland ist die Wiedernutzbarmachung der Flächen nach dem Bergbau bereits seit etwa 150 Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Nach 1990 kam es zu Massenschlie-ßungen von Bergbaubetrieben mit angeschlossener Verarbeitung insbesondere im Kohle-, Erz-, Salz- und Spatbergbau, die überwiegend mit staatlicher Hilfe saniert wurden.Fachleute in Russland stehen erst seit wenigen Jahren vor den Herausforderungen der Rekultivierung von Bergbaulandschaften. „Flächen stillgelegter Bergbaubetriebe wurden dort oft sich selbst überlassen. Dazu gibt es einzigartige Erfahrungen bei der natürlichen Wiederbesiedlung durch Pflanzen und Tiere (Sukzession). Da es in Russland zudem Bergbaubetriebe von der Polarregion bis zu den Subtropen am Schwarzen Meer gibt, ist es für deutsche Fachkundige interessant, von den russischen Erfahrungen zu lernen sowie zu untersuchen, wie sich Wissen und Technologien der Rekultivierung auf andere Klimazonen übertragen und  anpassen lassen“, erklärt Professor Carsten Drebenstedt, Projektleiter an der TU Bergakademie Freiberg.Das Projekt startet nicht bei null. Vorarbeit leistete die Arbeitsgruppe „Rekultivierung, Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft“ des Deutsch-Russischen Rohstoffforums (https://www.rohstoff-forum.org/ag-rekultivierung/), die von Prof. Carsten Drebenstedt geleitet wird. „In den letzten drei Jahren fanden Treffen mit Forschenden beider Seiten statt, die Inhalte werden nun weiterentwickelt und ausgebaut“, so der Bergbau-Experte.Netzwerke in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aufbauenDen Kern der Netzwerkarbeit bilden thematische Workshops. Dazu werden Vertretende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aus Deutschland und Russland eingeladen. Neben Vorträgen zu Aufforstung von Brachflächen, Finanzierung der Rekultivierung oder Wieder-herstellung eines sich selbst regulierenden Wasserhaushalts, stehen Treffen mit Fachkundigen in den Bergbaubetrieben vor Ort (so möglich) im Vordergrund.„Bei der Netzwerkbildung kann die TU Bergakademie Freiberg auf ihre zahlreichen guten Kontakte zu russischen Hochschulen und Bergbauregionen, zum Beispiel im Ural, zurückgreifen. Bewährter Netzwerkpartner ist auch die Bergbau-Universität St. Petersburg, mit der wir jüngst den gemeinsamen Master-Studiengang „Engineering Geoecology“ entwickelt haben“, schätzt Prof. Carsten Drebenstedt die Voraussetzungen zum Gelingen des Projektes ein.Hintergrund: Forschungsprojekt InnoRecuNetEin erster, virtueller Workshop findet am 9. Dezember 2020 zum Thema „Ascheverwertung“ statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt in den kommen-den 1,5 Jahren mit insgesamt 155.000 Euro.
Freiberg ehrt Stifterin Erika Pohl-StröherAm Eingang zur terra mineralia, eine der weltweit größten Mineralien-Ausstellungen, wurde am 3. Dezember ein Bronzerelief zu Ehren der Stifterin und Ehrensenatorin der TU Bergakademie Freiberg, Dr. Erika Pohl-Ströher, angebracht.„In den vergangenen Jahren entwickelte sich Freiberg mit der terra mineralia im Schloss Freudenstein, der Mineralogischen Sammlung Deutschland im Krügerhaus und der mineralogischen Sammlung im Wernerbau zur Welthauptstadt der Mineralien-Sammlungen“, sagte Prof. Georg Unland, ehemaliger Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Initiator und Gründer der terra mineralia, ehemaliger sächsischer Finanzminister und selbst passionierter Mineraliensammler anlässlich der Anbringung des Bronzereliefs im Innenhof des Freiberger Schlosses. Mit der Dauerleihgabe eines großen Teiles ihrer Sammlung an die Universität ermöglichte Dr. Erika Pohl-Ströher die Einrichtung der weltbekannten Ausstellungen.„Dr. Erika Pohl-Ströher (18.01.1919 ? 18.12.2016) hat in 60 Jahren eine der wertvollsten privaten Sammlungen der Welt zusammengetragen, die seit 2008 im Schloss Freudenstein zu sehen ist“, würdigte Prof. Georg Unland das Engagement der Stifterin. Bei der Anbringung des Bronzereliefs waren außerdem Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger, Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht und Prof. Hans-Jürgen Kretzschmar, Geschäftsführer des Vereins Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e.V. anwesend und demonstrierten damit die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt und Universität. Die Ehrung wurde auf Initiative von Dr. Volker Benedix und Dr. Reiner Hoffmann von den CDU- und SPD-Stadtratsfraktionen vorgeschlagen.Das Relief aus Bronze gestaltete die Frauensteiner Künstlerin Antje Müller-Palástí. Der Bronzegießer Ferenc Palástí fertigte das Werk. Die Stadt Freiberg, die Universität und der Verein Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e.V. finanzierten die Herstellung und Anbringung der Gedenktafel zu gleichen Anteilen. Gemeinsam mit der Familie Pohl-Ströher soll die Tafel im Sommer 2021 offiziell eingeweiht werden.
Europäisches Hochschulnetzwerk EURECA-PRO: Die nächsten Schritte an der TU Bergakademie FreibergGemeinsam mit Projektpartnern in Sachsen, Österreich, Griechenland, Polen, Rumänien und Spanien hat sich die Universität erfolgreich in der „European Universities Initiative“ der Europäischen Kommission positioniert.Bei einem Kick-off Meeting aller Partner im Verbund „The European University Alliance on Responsible Consumption and Production (EURECA-PRO)“ wurden nun konkrete Maßnahmen definiert. Was bedeutet der Titel für die Universität?Prof. Carsten Drebenstedt, Hauptantragsteller von Seiten der TU Bergakademie Freiberg: Europa ist ein Innovationsstandort. Damit das so bleibt, benötigen wir die besten AbsolventInnen und müssen die besten Lehr- und Lernmethoden sowie -inhalte nutzen und diese ständig weiterentwickeln. Dafür müssen wird die Grenzen innerhalb Europas überwinden und unsere Kompetenzen bündeln. Verschiedene kulturelle, soziale und organisatorische Herangehensweisen sind unsere Stärke. Was liegt also näher, als sich der Stärken des Einzelnen bewusst zu werden und sie zum Vorteil der Gemeinschaft zu nutzen. Mit EURECA-PRO gehen wir den ersten Schritt und ich freue mich darauf, die Hochschulallianz in den kommenden Jahren mitzugestalten.Prof. Urs Peuker, Prorektor für Strukturentwicklung: Bei der erfolgreichen Antragstellung profitierte die TU Bergakademie Freiberg von den Erfahrungen der europäischen Vernetzung im Exzellenznetzwerk EIT RawMaterials. Die Aktivitäten werden durch die Sächsische Staatsregierung im Rahmen der EuProNet-Richtlinie gefördert. Es ist sehr erfreulich, dass die Zusammenarbeit mit den bestehenden Partnern auf eine neue Ebene gehoben und mit weiteren Experten in Sachen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit ergänzt wird.Ingrid Lange, Direktorin IUZ: Das Konsortium der Partneruniversitäten unter Leitung der Montanuniversität Leoben hat die Hürde der Antragstellung genommen; unsere Universität ist nun Teil eines erlesenen Netzwerks. Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst: Nun kommt es darauf an, die beteiligten Hochschulen zu einer Europäischen Universität zu formen. Das stellt uns natürlich auch vor Herausforderungen und kann nur durch eine Stärkung der notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen gelingen.Ziel des Verbundes ist es, Forschung und Ausbildung im Themenfeld „Verantwortungsbewusst Produzieren und Konsumieren“ voranzutreiben ? wie soll dieses Ziel an der Universität langfristig umgesetzt werden?Prof. Carsten Drebenstedt: Verantwortlich Konsumieren und Produzieren - So lautet auch das zwölfte der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Es geht um nicht weniger als das Schicksal der Menschheit auf unserem Planeten mit seinen begrenzten Ressourcen, aber einer rasant wachsenden Bevölkerung und steigenden Bedürfnissen. Da wir in den entwickelten Industrieländern etwa fünf Mal so viel Rohstoffe pro Person einsetzen, wie der Rest der Welt, benötigen wir dringend energie- und materialeffiziente Lösungen und ein Umdenken bei den Produzenten, Verbrauchern und in der Politik.Prof. Urs Peuker: Deshalb wollen wir neue Studienprogramme entwickeln, die der Zukunft der gesellschaftlichen Entwicklung gerecht werden und technische, ökologische, soziale, rechtliche und andere Aspekte inter- und transdisziplinär miteinander verbinden. Langfristig haben sich die Partnerhochschulen vorgenommen, bis 2040 einen mobilitätsfreundlichen, virtuellen und integrierten europäischen Bildungsraum zu formen.Welches sind die konkreten nächsten Schritte?Prof. Carsten Drebenstedt: Schon in einem Jahr könnten die ersten Master- und/ oder Promotionsstudierenden ihr Studium der „European Studies in Responsible Consumption and Production“ als neues Prädikat beginnen. Darüber hinaus entwickeln wir gemeinsam Bachelor- und Weiterbildungsprogramme. Dabei stehen immer die Studierenden im Mittelpunkt. Sie sollen sich gleichermaßen aus den Angeboten der Partner-Universitäten in verschiedenen Fachbereichen das Studien-Programm zusammenstellen und gleichzeitig Europa als einen Lern- und Wissenschaftsraum wahrnehmen.Wie profitieren Studierende und Mitarbeitende noch von den geplanten Neuerungen?Ingrid Lange: Unsere Studierenden sowie alle HochschulmitarbeiterInnen werden von der engen Kooperation zweifellos deutlich profitieren. Es wird in den nächsten Jahren für alle Universitätsangehörigen zahlreiche Angebote geben. Geplant sind Workshops zu verschiedenen europäischen Themen, (medien-) didaktische Projekte, Vernetzungstreffen von VerwaltungsmitarbeiterInnen, interkulturelle studentische Projekte und Bildungsangebote, Sommerschulen, Austausch von Lehrenden und Studierenden oder Angebote zum Fremdsprachentraining für die Sprachen der Partneruniversitäten beziehungsweise -länder. Aber auch hier in Freiberg sollen beispielsweise mehr Deutschlernangebote, die Unterstützung studentischer Initiativen und die Weiterentwicklung der Willkommenskultur zu einer noch besseren Integration internationaler Studierender und Gäste beitragen.Nur im regelmäßigen Austausch können wir voneinander lernen und unsere Prozesse so optimieren, dass alle Herangehensweisen in ihrer Diversität erhalten bleiben aber trotzdem optimal zusammenarbeiten und zu einem großen Ganzen zusammengeführt werden können.Hintergrund: Über die European Universities Initiative (EUI)Die European Universities Initiative (EUI) gehört zu den Leitinitiativen der Europäischen Union (EU) zum Aufbau eines europäischen Bildungsraumes. Ziel ist die Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU und die Herausbildung von 41 „Europäischen Hochschulen“ bis 2024. Mit den Mitteln aus dem Programm Erasmus+ will die Europäische Kommission die Qualität, Attraktivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulbildung stärken. Der Hochschulverbund EURECA-PRO erhält in den kommenden drei Jahren eine Förderung in Höhe von rund fünf Millionen Euro für den Aufbau des Hochschulnetzwerks. Begleitet wird das Projekt mit Maßnahmen aus dem EU-Forschungsprogramm „Horizon 2020“ und einer nationalen Initiative über den Deutschen Akademischen Austauschdienst.
Gemeinsamer Transfer-Erfolg: Akkutechnologie für Elektroautos mit ReichweiteBereits 2016 wurden leistungsfähige elektrochemische Energiespeicher mit Silizium gemeinsam vom HZDR und der TU Bergakademie Freiberg zum Patent angemeldet. Nun stellt das Start-up „NorcSi“ eine Technologie zur Herstellung von Silizium-Elektroden für zukünftige Akkugenerationen vor.
Neues Spektroskopie-Sensorsystem ermöglicht Fluoreszenz- und Hyperspektral-BildgebungÜber drei Jahre hinweg wurde in dem vom EIT RawMaterials an der TU Bergakademie und dem Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg finanzierten Verbundprojekt InSPECtor ein integriertes Spektroskopie-Sensorsystem für laserinduzierte Fluoreszenz- und hyperspektrale Bildgebung entwickelt.Mithilfe des neuartigen Sensorsystems ist eine effizientere, berührungslose und zerstörungsfreie Kartierung geologischer Proben hinsichtlich der Selten-Erd-Verteilung mit hoher räumlicher Auflösung möglich. Das integrierte Sensorsystem ist auch für andere Partner in der EIT RawMaterials-Community von Interesse und darüber hinaus für diejenigen, die sich mit dem Thema Exploration und Bewertung von Rohstoffressourcen befassen. Für den europäischen Rohstoffsektor ist auch die Fähigkeit einer effizienten Identifizierung von Seltenen Erden wichtig, um Importabhängigkeiten dieser kritischen Rohstoffe zu verringern.Im Projekt wurden die wissenschaftlichen Labor-Untersuchungen zur Fluoreszenz-Spektroskopie an Selten-Erd-haltigen Mineralen am Institut für Angewandte Physik durchgeführt und in enger Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg und der Freiberg Instruments GmbH mit Hyperspektralkameras des finnischen Projektpartners SPECIM zu einem integrierten Mess-System vereinigt. Die Proben zur Charakterisierung und Demonstration wurden vom finnischen geologischen Dienst GTK zur Verfügung gestellt.Die Resultate des Projekts tragen zur Innovationsfähigkeit des europäischen Rohstoffsektors bei, da das entwickelte Sensorsystem auch in zukünftige Lösungen und Projekte integriert werden kann, zum Beispiel in Form einer möglichen Kombination von Emissions- und Absorptionsspektroskopie mit anderen Sensorsystemen. Ein hohes Potenzial wird im Zusammenspiel mit anderen Sensoren für die Spektroskopie gesehen, wie beispielsweise. mit Raman- oder Röntgenfluoreszenz oder mit Sensoren, die einen Blick unter die Bohrkernoberfläche ermöglichen.Weitere Entwicklungen können eine Drohnen-basierte Exploration mit dem integrierten Spektralsensorsystem ermöglichen und dann Multisensorlösungen für Drohnen ergänzen.Die zeit- und kosteneffiziente Technologie kann aber auch die Online-Prozesskontrolle ganz anderer Materialien bzw. Materialströme unterstützen, wie z.B. die Überwachung oder Materialsortierung im Recycling (Qualitätskontrolle, Prozesskorrektur). Die neuen Analyseoptionen bieten außerdem mittelbare Vorteile für weitere geowissenschaftliche Bereiche (in der Strukturgeologie als ergänzende Informationen zur Erforschung, Entstehung und Differenzierung lithologischer / geologischer Einheiten, Provenienzanalysen, Seltene Erden als Tracer / Fingerprinting in Materialzyklen).Weitere Informationen
Neues spektroskopisches Mess-System verbindet Fluoreszenz- und Hyperspektral-BildgebungÜber drei Jahre hinweg wurde in dem vom EIT RawMaterials an der TU Bergakademie und dem Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg finanzierten Verbundprojekt InSPECtor ein integriertes Spektroskopie-Messsystem für laserinduzierte Fluoreszenz- und hyperspektrale Bildgebung entwickelt.Mithilfe des neuartigen Mess-Systems ist eine effizientere, berührungslose und zerstörungsfreie Kartierung geologischer Proben hinsichtlich der Selten-Erd-Verteilung mit hoher räumlicher Auflösung möglich. Das integrierte Spektroskopie-System ist auch für andere Partner in der EIT RawMaterials-Community von Interesse und darüber hinaus für diejenigen, die sich mit dem Thema Exploration und Bewertung von Rohstoffressourcen befassen. Für den europäischen Rohstoffsektor ist auch die Fähigkeit einer effizienten Identifizierung von Seltenen Erden wichtig, um Importabhängigkeiten dieser kritischen Rohstoffe zu verringern.Im Projekt wurden die wissenschaftlichen Labor-Untersuchungen zur Fluoreszenz-Spektroskopie an Selten-Erd-haltigen Mineralen am Institut für Angewandte Physik durchgeführt und in enger Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg und der Freiberg Instruments GmbH mit Hyperspektralkameras des finnischen Projektpartners SPECIM zu einem integrierten Mess-System vereinigt. Die Proben zur Charakterisierung und Demonstration wurden vom finnischen geologischen Dienst GTK zur Verfügung gestellt.Die Resultate des Projekts tragen zur Innovationsfähigkeit des europäischen Rohstoffsektors bei, da das entwickelte Mess-System auch in zukünftige Lösungen und Projekte integriert werden kann, zum Beispiel in Form einer möglichen Kombination von Emissions- und Absorptionsspektroskopie mit anderen Sensorsystemen. Ein hohes Potenzial wird im Zusammenspiel mit anderen Sensoren für die Spektroskopie gesehen, wie beispielsweise. mit Raman- oder Röntgenfluoreszenz oder mit Sensoren, die einen Blick unter die Bohrkernoberfläche ermöglichen.Weitere Entwicklungen können eine Drohnen-basierte Exploration mit dem integrierten Spektroskopie-System ermöglichen und dann Multisensorlösungen für Drohnen ergänzen.Die zeit- und kosteneffiziente Technologie kann aber auch die Online-Prozesskontrolle ganz anderer Materialien bzw. Materialströme unterstützen, wie z.B. die Überwachung oder Materialsortierung im Recycling (Qualitätskontrolle, Prozesskorrektur). Die neuen Analyseoptionen bieten außerdem mittelbare Vorteile für weitere geowissenschaftliche Bereiche (in der Strukturgeologie als ergänzende Informationen zur Erforschung, Entstehung und Differenzierung lithologischer / geologischer Einheiten, Provenienzanalysen, Seltene Erden als Tracer / Fingerprinting in Materialzyklen).Weitere Informationen
Kupferschlacke für Stahl- und Glasindustrie nutzbar machenIn einem neuen interdisziplinären Forschungsprojekt wollen drei Tenure-Track-ProfessorInnen der TU Freiberg das Nebenprodukt der Kupferherstellung so aufbereiten, dass die rückgewonnen Stoffe als Sekundärrohstoff für Glasfasern oder für Anwendungen in der Stahlindustrie genutzt werden können.Dazu hat das Teilprojekt-Team am Institut für Nichteisenmetallurgie und Reinstoffe erste Versuche durchgeführt. „Die sogenannte fayalitische Schlacke kann durch thermische Reduktion in zwei Phasen gespalten werden ? eine eisenhaltige Phase und eine Glasphase“, sagt M.Sc. Ludwig Blenau, der die Möglichkeiten zur Wiederverwendung der Kupferschlacke im Rahmen seiner Doktorarbeit genau untersucht. „Die Schlacke enthält Eisenoxide, welche zu Eisen reduziert werden können, wenn man die erkaltete Schlacke auf 1.300 Grad Celsius erhitzt und Kohlenstoff hinzugibt“, erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter. Rund 50 Prozent des Eisens konnten die WissenschaftlerInnen um Prof. Alexandros Charitos bereits auf diese Weise extrahieren, und die Kupferschlacke damit prinzipiell nicht nur für den Einsatz in der Stahl-, sondern auch in der Glas- und Mineralfaserindustrie fit machen. Denn der hohe Eisengehalt im Stoffgemisch verhindert derzeit, dass aus dem Nebenprodukt der Kupferverhüttung Glasfasern hergestellt werden können.An der Juniorprofessur für Energie- und Rohstoffeffiziente Glastechnologie wird die Schlacke darum genau erforscht und über chemische Modifikationen so verändert, dass sie für die Glasfaserproduktion verwendbar wird. „Wir untersuchen, wie man die Eigenschaften der Glasphase der Schlacke einstellen kann, so dass daraus gewonnene Fasern künftig im Baustoffbereich, für textile Gewebe oder bei Hochtemperaturanwendungen eingesetzt werden können“, sagt Jun.-Prof. Sindy Fuhrmann.Wie eine bestimmte Kupferschlacke in die Eisen- und die Glasphase aufgetrennt werden kann, hängt maßgeblich von der genauen chemischen Zusammensetzung ab. In der Praxis ist diese aber nicht immer im Detail bekannt. Darum entwickelt Björn Sprungk, Juniorprofessor für Angewandte Mathematik, eine Simulation des Prozesses: „Wir untersuchen den Effekt variierender Schlackenzusammensetzungen auf die Dauer der Phasentrennung anhand mathematisch-physikalischer Modelle, wie der Cahn-Hilliard-Gleichung“, erklärt er. „Dabei werden die modellbasierten Simulationen in enger Zusammenarbeit mit den beiden Projektpartnern experimentell verifiziert und angepasst. Aus der mathematischen Analyse und mit Hilfe effizienter numerischer Verfahren sowie maschineller Lernmethoden wird anschließend eine robuste Prozessvorhersage beziehungsweise -steuerung unter Berücksichtigung der Materialunsicherheiten abgeleitet.“Hintergrund zum ForschungsprojektDas Projekt „Alternative Fasermaterialien auf Basis von Cu-Schlacken“ ist eine Kooperation von Prof. Alexandros Charitos vom Institut für Nichteisenmetallurgie und Reinstoffe, Jun.-Prof. Sindy Fuhrmann vom Institut für Glas und Glastechnologie und der Juniorprofessur für Angewandte Mathematik (Jun.-Prof. Björn Sprungk). In den kommenden zwei Jahren fördert die Sächsische Aufbaubank das Forschungsprojekt mit insgesamt 800.000 Euro.
Rohbau der zwei neuen Laborflügel am Clemens-Winkler-Bau abgeschlossenMit Fertigstellung des Rohbaus erfolgt der Startschuss für die Ausbaugewerke. Damit auch im Winter ohne Unterbrechung weiter gebaut werden kann, werden mit der Dachabdichtung und dem Einbau der Fenster entsprechende Voraussetzungen für eine geschlossene Gebäudehülle geschaffen.
Hexenküche und Wasserspaß: Junior-Uni findet online stattLässt sich Leitungswasser in echten Kunstschnee verwandeln? Und wie kann die Natur unser Wasser immer wieder reinigen? Antworten zu diesen Fragen bekommen wissbegierige Drei- bis Sechsjährige bei der Junior-Uni der TU Bergakademie Freiberg am 5. Dezember.Die kindgerechten Vorlesungen von Science Entertainer Joachim Hecker und Hydrologie-Professor Traugott Scheytt finden in diesem Jahr unter tu-freiberg.de/junioruni als Livestream statt.Maskottchen TU-Lino begrüßt interessierte Mädchen und Jungen um 10 Uhr zu den beiden Kindervorlesungen. Den Auftakt macht der Freiberger Professor für Hydrogeologie Traugott Scheytt um 10 Uhr mit einem spannenden Einblick in die Wasserforschung. Der Experte für das Grundwasser zeigt in verschiedenen Experimenten mit dem nassen Element, wie man den Eigenschaften des Wassers auf die Spur kommen kann und auf welche Weise die Natur Wasser reinigen kann. Das Angebot „Faszination Wasser“ eignet sich besonders für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren.Als Angebot für die ganze Familie, insbesondere für Vorschulkinder von 3 bis 6 Jahren gibt es ab 11 Uhr eine spannende Experimental-Lesung von und mit Jo Hecker. Der aus dem WDR-Hörfunk bekannte Reporter begeistert das junge Publikum mit seiner Experimentiersendung «Heckers Hexenküche» für die Wissenschaft. Für die Freiberger Kinderuni hat der Reporter „Fragen über Fragen und eine Show voller Antworten“ vorbereitet. Er erklärt, warum sich unsere Stimme aufgenommen so fremd anhört, wie man mit einem Schnürsenkel Musik machen kann und ob sich Leitungswasser in Kunstschnee verwandeln kann.Erstmals gibt es einen Mal- und Zeichenwettbewerb mit einer Verlosung von fünf Büchergutscheinen. Dazu zeichnen TeilnehmerInnen der Junior-Uni ein Bild zu den Themen Wasser, Hexenküche oder Experimente und schicken es an die TU Bergakademie Freiberg juniorunitu-freiberg [dot] de oder reichen die Bilder im Campus-Café, SIZ, Prüferstr. 2 ein. Bitte Name, Alter und Kontakt nicht vergessen. Als Dankeschön erhalten alle Kinder einen Loop mit dem Junior-Uni-Maskottchen.Die Teilnahme an den Online-Vorlesungen am 5.12.2020 ist ohne vorherige Anmeldung im Livestream, Link unter https://tu-freiberg.de/junioruni möglich.
Markscheider vermessen Sandsteinformationen über der Felsenbühne RathenUnter Einhaltung der Corona-Regelungen konnte das Institut für Markscheidewesen und Geodäsie auch in diesem Jahr wieder die Felsformationen im Gebiet der Bastei vermessen. Damit gewährleisten sie unter anderem die Sicherheit für die laufenden Umbauarbeite
Reststoffe aus Reis- und Zuckerrohrproduktion nutzenWissenschaftlerInnen der TU Bergakademie Freiberg nahmen gemeinsam mit Projektpartnern in Vietnam und Deutschland Verwertungsstrategien für Reststoffe aus der Agrarproduktion unter die Lupe.Besonders vielsprechend ist der Einsatz von Reisstroh und Zuckerr
TU Bergakademie Freiberg verabschiedet AbsolventenRund 600 Absolventen verabschiedet die TU Bergakademie Freiberg im Studienjahr 2019/20. Pandemiebedingt entfällt die Feier in der Nikolaikirche. Dafür richtet sich Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht am 7. November mit einer Videobotschaft an die Alu
Strömungsmechaniker veröffentlichen Video zur Wirkung von AtemschutzmaskenWissenschaftlerInnen der TU Bergakademie Freiberg haben im Rahmen ihres Forschungsprojektes zur Virenausbreitung über Aerosole ein aktuelles Video zur Wirksamkeit verschiedener Masken- oder Visiertypen produziert. Zu sehen sind die Strömungsrichtungen der
Freiberg Future Forum: Promovierte diskutieren KlimawandelInternationale Promovierte der TU Bergakademie Freiberg diskutieren mit Studierenden, DoktorandInnen und ProfessorInnen online über die Umsetzung des European Green Deal und daraus resultierende Anforderungen für die Gestaltung der Lehre an der Universitä
Freiberg Future Forum: Promovierte diskutierten KlimawandelInternationale Promovierte der TU Bergakademie Freiberg diskutierten mit Studierenden, DoktorandInnen und ProfessorInnen am 30. Oktober online über die Umsetzung des European Green Deal und den daraus resultierenden Anforderungen für die Gestaltung der L
SAXEED-Masterclass: Neu entwickeltes Exzellenzprogramm für GründerInnen gestartetEnde Oktober hat für die erste SAXEED-Masterclass das innovative 18-monatige Gründerprogramm begonnen. Bei einem Online-Auftaktpitch stellten die insgesamt sieben teilnehmenden Teams vor dem SAXEED-Netzwerk ihre Projekte vor. Vier Teams kommen von der TU
Neue Ausgründung nimmt Arbeit zum ressourcenschonenden und sicheren Abbau von Rohstoffen aufIm Oktober 2020 hat an der TU Bergakademie Freiberg das Startup-Projekt „Rockfeel“ begonnen. In diesem entwickeln vier Forscher/innen fortan ein Analysesystem zur Online-Bestimmung von Gesteinseigenschaften, das die Arbeit im Berg- und Tunnelbau künftig s
TU-Ehrendoktor mit Sächsischem Verdienstorden ausgezeichnetMinisterpräsident Michael Kretschmer hat am 16. Oktober in Dresden die Sächsischen Verdienstorden überreicht. Dr. Achim Middelschulte, Ehrendoktor der TU Bergakademie Freiberg, wurde für sein Engagement für Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft im Freistaa
Akademische Feier: Neu-Immatrikulierte per Live-Stream begrüßtIn diesem Jahr fiel die Akademische Feier coronabedingt anders aus: Gemeinsam mit den neuen Studierenden beging Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht am 20. Oktober virtuell das neue Wintersemester 2020/21 an der Technischen Universität Bergakademie Fr
TU-Ausgründung Additive Drives GmbH sichert sich Millionen-Start-up-FinanzierungNur drei Monate nach der Gründung schließt das 3D-Druck-Start-up Additive Drives ein siebenstelliges Seed Investment ab. Mit der Finanzierung der Münchner Investor AM Ventures Holding GmbH soll die Markteinführung additiv gefertigter Elektromotorkomponent
Zeugen der Industriegeschichte: Stahlbau-Modelle genauer betrachtetSeit den 1990er Jahren beherbergt die TU Bergakademie Freiberg einen Modellbestand des ehemaligen Metallleichtbaukombinats Leipzig.Bisher noch nicht im Fokus der historischen Forschung, werden die Modelle nun im Rahmen eines DFG-Projekts gemeinsam mit der
Investitur 2.0 ? Online-Amtseinführung des Rektors der TU Bergakademie FreibergIm ganz kleinen Kreis wurde Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht am 14. Oktober in seine zweite Amtszeit als Rektor eingeführt. Die Investitur, an der auch der Sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow teilnahm, konnte im Live-Stream mitverfolgt werd
Leichtbauland Sachsen? Masterplan für sächsischen Leichtbau vorgestelltDer am 12. Oktober vorgestellte Masterplan „Exzellenz im Leichtbau“ gibt Handlungsempfehlungen zur Fachkräftesicherung, für den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagebau sowie für die Leichtbauforschung, vereint Potenziale und identifiziert zukunftsreiche Kompe
World Energy Council: Rektor erneut in Präsidium und Vorsitz gewähltGewählt wurde Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht von den Mitgliedern des World Energy Councils bei der Online-Generalversammlung am 7. Oktober. Mit der Wahl beginnt für den Rektor der TU Freiberg nach sechs Jahren die dritte Amtszeit als Mitglied des Präsi
InnoSynfuels tritt vor Projektbeirat: Erste Ergebnisse bei der Entwicklung synthetischer KraftstoffeSeit 3 Monaten läuft das aus ESF-Mitteln geförderte Projekt InnoSynfuels an der TU Bergakademie Freiberg. Ziel ist es, synthetische, CO2-neutrale Kraftstoffe zur Marktreife zu bringen. Dafür werden verschiedene Prozessrouten untersucht und verglichen.Die
Europäisches Netzwerk wird zum Motor für Forschung und Entwicklung in der NanoelektronikMit dem ASCENT+ access Programm bilden 15 Partner, zu denen auch die TU Bergakademie Freiberg gehört, ein beispielloses Wissens- und Investitionsnetzwerk im Bereich der Nanoelektronik.Dieses soll künftig den Zugang zu den wichtigsten europäischen Infrastr
Erstsemesterstudierende beginnen hybrides StudiumMit den Orientierungs- und Einführungstagen zum Wintersemester nehmen die neuen Studierenden ihr Studium im Hörsaal, im Labor und am Laptop auf. Präsenz- und Online-Kursangebote wechseln sich je nach Teilnehmerzahl der Lehrveranstaltung ab.Um die Erstseme
Kleine Helfer für die Metallgewinnung: Bakterien beim Recycling von Elektroschrott einsetzenBiohydrometallurgen der TU Bergakademie Freiberg haben erstmals nachgewiesen, dass die Laugung mit Hilfe von Bakterien auch beim Recycling von Elektroschrott zur Trennung der Bauteile eingesetzt werden kann.Seine Forschungsergebnisse zur Gewinnung von Met
Gut organisiert durchs Studium: UniNow-App für Freiberger StudierendeDank einer neuen Kooperation zwischen der TU Bergakademie Freiberg und der UniNow GmbH bekommen Studierende und Mitarbeiter/innen der Universität ab sofort wichtige Informationen und aktuelle Nachrichten direkt auf ihr Smartphone.Speziell für Erstsemester
Wissenschaftler an polnischer Partneruniversität mit Ehrenbergmannswürde ausgezeichnetFür besondere Verdienste im Hinblick auf die Hochschulpartnerschaft zwischen der Schlesischen TU Gliwice und der TU Freiberg wurde dem Wissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Andrzej Karbownik die Ehrenbergmannswürde der TU Bergakademie Freiberg verbunden
Abschluss des Sonderforschungsbereiches 799: Kolloquium zu 12 Jahren innovativer MaterialforschungAm Dienstag, den 29. September 2020, veranstaltete der Sonderforschungsbereich (SFB) 799 „TRIP-Matrix-Composite“ in der Alten Mensa in Freiberg ein festliches Abschlusskolloquium.Nach 12 Jahren Forschung zu innovativen Verbundwerkstoffen aus Stahl und Ker
Ehrendoktorwürde für Vizerektor der Montanuniversität LeobenProf. Peter Moser ist neuer Freiberger Ehrendoktor. Der Vizerektor für Internationale Beziehungen der österreichischen Montanuniversität Leoben und Professor für Bergbaukunde nahm die Ehrung am 23. September entgegen.Eine langjährige, erfolgreiche wissens
Grabungen im Thüringer Wald: Neue Einblicke in vergangene ErdzeitalterPaläontolog/innen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.Dabei stießen sie auf 298 Millionen Jahre alte fossile Baumstämme, in denen Pflanzenzellen sowi
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Wenn Kristalle Blitze werfen: Modell hilft, pyroelektrische Prozesse zu verstehenDie Pyroelektrizität ist ein Phänomen der Physik, bei dem Wärme über bestimmte Kristalle in Strom umgewandelt oder die entstehende Spannung für chemische Reaktionen genutzt werden kann. Die erste Anwendung wird heute schon in Geräten wie Bewegungsmeldern
Neue Kooperationsvereinbarung zur Weiterentwicklung der Freiberger Feuerwehr-AppRektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht unterzeichnete am 9. September gemeinsam mit Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller eine Kooperationsvereinbarung zur Weiterentwicklung der von der TU Bergakademie Freiberg entwickelten Feuerwehr-App „FwA 16/2“.Nebe
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Studienstart mit Präsenz- und Online-Veranstaltungen / Einschreibung bis 30. SeptemberAnfang Oktober beginnt das Wintersemester an der TU Freiberg mit Präsenz- und Online-Veranstaltungen. Studienanfänger/innen erwarten neben Vorbereitungskursen in Chemie, Physik & Mathe auch spezielle Einführungsveranstaltungen zum universitären Lernen und
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Neue Studiengänge: Bachelor Engineering sowie Diplom Advanced ComponentsAb dem Wintersemester 2020/21 werden mit dem Bachelor of Science Engineering und dem Diplom-Studiengang Advanced Components: Werkstoffe für die Mobilität zwei neue ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an der TU Bergakademie Freiberg angeboten.Die Studi
Proteine, Präbiotika und Antioxidantien aus BraurestenWissenschaftler/innen der TU Bergakademie Freiberg untersuchen in einem laufenden Forschungsprojekt, wie Proteine, Präbiotika, Lipide und Antioxidantien aus Treberpresswasser filtriert und extrahiert werden können.Gelingt es, die Nährstoffe in reiner Form
Jetzt für neue Studiengänge bewerben: Bachelor Engineering & Diplom Advanced ComponentsAb dem Wintersemester 2020/21 werden mit dem Bachelor of Science Engineering und dem Diplom-Studiengang Advanced Components: Werkstoffe für die Mobilität zwei neue ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an der TU Bergakademie Freiberg angeboten.Die Studi
Mit 3D-Druck zum leistungsfähigeren ElektromotorMit einem neuen 3D-Druckverfahren steigern vier Ausgründer des EXIST-Forschungstransfers „Additive Drives“ an der TU Freiberg die Leistung und den Wirkungsgrad aktueller Elektromaschinen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Kupferspule.Die Idee: Die Kupfer
TU Freiberg trägt Titel Europäische UniversitätGemeinsam mit fünf Projektpartnern in Österreich, Griechenland, Polen, Rumänien und Spanien haben sich die beiden mittelsächsischen Hochschulen in Freiberg und Mittweida erfolgreich in der „European Universities Initiative“ der Europäischen Kommission pos
Virenverbreitung durch Mikro-TröpfchenViren verbreiten sich primär über Tröpfchen. Wie sich die kleinsten dieser Tröpfchen beim Singen, Sprechen oder Atmen in geschlossenen, nicht belüfteten Räumen verteilen, analysieren Forscher der TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit der Universitätsmedi
4. Sächsische Landesausstellung: „SilberBoom“ in Freiberg öffnet seine TürenAls einer von sechs Schauplätzen der 4. Sächsischen Landesausstellung öffnet das Forschungs- und Lehrbergwerk "Reiche Zeche" / Silberbergwerk Freiberg. Dort können Besucher/innen vom 11.07.-31.12.2020 den Studien- und Wissenschaftsstandort Freiberg in ein
Erster Test für neues Roboter-Umweltmonitoring-SystemAm 10. Juli ließen die Forscher/innen den Prototypen ihres Roboter-Systems RoBiMo das erste Mal zu Wasser. Das System soll künftig komplett autonom auf Seen fahren und dabei kontinuierlich verschiedene Umweltparameter messen und die Wasserqualität von Tal
Gütesiegel bescheinigt gute Studienbedingungen für Maschinenbau & VerfahrenstechnikDie Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik der TU Bergakademie Freiberg hat am 10. Juli erneut das Gütesiegel vom Fakultätentag für Maschinenbau und Verfahrenstechnik (FTMV) erhalten.Der Fakultätentag hebt mit der Verleihung des Gütesie
Startschuss für die Entwicklung von CO2-neutralen KraftstoffenZiel der Zusammenarbeit zwischen der TU Bergakademie Freiberg, dem Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen in Halle (IMWS) sowie den beteiligten Industriepartnern ist es, synthetische CO2-neutrale Flüssigkraftstoffe herzustellen
Neue Vorhaben für digitale Kompetenz in Lehre und StudiumVier Maßnahmen der TU Bergakademie Freiberg werden ab sofort im Rahmen des sachsenweiten Programms Digital Fellowship gefördert.Die innovativen Konzepte für das digitale Lehren und Lernen reichen vom Erwerb von Fremdsprachen über Online-Lerngemeinschaften
Studienberatung im Video-Chat der Online-Studienmesse „ERZ“Studienberaterin Maike Baudach steht am 4. Juli im Video-Chat der StudienmesseERZ für Fragen rund um das Studienangebot der TU Bergakademie Freiberg zur Verfügung.Die Messe, die von der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz und der Wirtschaftsförderung Erz
Ausstellung „Salz des Lebens“ entführt Besucher in die Welt der RohstoffeÜber die Erde, durch Deutschland und in die eigene Lebenswelt: Die Reise durch die Welt der Rohstoffe ist vielschichtig. Die Exponate und interaktiven Elemente der Ausstellung vermitteln Wissen, regen zum Nachdenken und Mitmachen an."Rohstoffe sichern uns
Nachhaltige Kreislaufwirtschaft im FokusDie Ausstellung „Wissensreise Kohlenstoff“ wurde vom Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der TU Bergakademie Freiberg zusammen mit der Fraunhofer IMWS Außenstelle Kohlenstoff-Kreislauftechnologien Freiberg konzipiert und i
Paketgrüße zum Diamantenen DiplomMit einer Jubiläumsurkunde und einem historischen Gruppenfoto ehrt die TU Bergakademie Freiberg zehn Absolventen und eine Absolventin der Studienrichtung Gasfach des Abschlussjahrgangs von 1960. 60 Jahre nach ihrem Abschluss erhalten die Alumni damit ihr
Ausstellung zeigt nachhaltigen Einsatz von KohlenstoffDie „Wissensreise Kohlenstoff“ wurde vom Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der TU Bergakademie Freiberg zusammen mit der Fraunhofer IMWS Außenstelle Kohlenstoff-Kreislauftechnologien Freiberg konzipiert und im Rahmen ein
Gründernetzwerk SAXEED startet neuen Coworking SpaceDas Gründernetzwerk SAXEED bezieht ab sofort einen neuen Coworking Space im DBI und fördert Start-up Teams an der TU Bergakademie Freiberg ab Oktober mit einem neu entwickelten Exzellenzprogramm.Nach fast neun Jahren der provisorischen Unterbringung auf d
Weisbach-Preise für hervorragende Lehre vergebenErstmals haben die TU Bergakademie Freiberg und der Verein der Freunde und Förderer (VFF) sechs Julius-Weisbach-Preise für besonderes Engagement in der Lehre verliehen. Ausgezeichnet wurden jeweils ein Dozent bzw. eine Dozentin der Fakultäten 1-6.„Die uni
Alumna ist neue GeoPark-Managerin im VogtlandAnfang Juni wurde Lisa Meyer im Mineralienzentrum Tannenbergsthal als neue Managerin des GeoParks "Sagenhaftes Vogtland" vorgestellt. Die 28jährige Geowissenschaftlerin ist Alumna der TU Bergakademie Freiberg, die auch maßgeblich an der Konzept-Entwicklun
In Gedenken an Prof. Dr. Werner WillmannIm Mai 2020 ist Prof. Dr. Werner Willmann im Alter von 83 Jahren verstorben. Sein Name ist eng verbunden mit dem Lehrstuhl für Mess- und Sensortechnik, den es bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden 2002 am Institut für Elektrotechnik der TU Bergakademi
Die perfekte Silizium-SolarzelleHocheffiziente Siliziumsolarzellen ohne Wirkungsgradverlust - Wie das funktioniert, erforscht das Institut für Angewandte Physik im kürzlich gestarteten, vom BMWi geförderten Verbundprojekt ZORRO. Gemeinsam soll die Solarzelleffizienz und der Modulenergie
100 Jahre Promotion: Freiberger Doktorhüte in aller WeltMit einer ganz besonderen Aktion begeht die TU Bergakademie Freiberg dieses Jahr das 100. Jubiläum der Verleihung des eigenständigen Promotionsrechtes. Am 5. Juni geht dafür ein virtueller Blog online. Auf diesem werden künftig verschiedene Freiberger Pro
Neue Sonderausstellung in der terra mineralia öffnet am 6. JuniDie letzten Arbeiten für die neue Sonderausstellung „Kunstwerk Alpen“ in der terra mineralia der TU Bergakademie Freiberg sind im vollen Gange. Zu sehen sind dort ab 6. Juni atemberaubende Aufnahmen des Naturfotografen Bernhard Edmaier sowie verschiedene
12 Jahre Forschung zu innovativen HochleistungswerkstoffenSonderforschungsbereich der TU Bergakademie Freiberg veröffentlicht Open-Access-Abschlussbuch.Die Publikation vereint Forschungsergebnisse aus über 25 Teilprojekten und mehr als 450 Einzelpublikationen der Forscherinnen und Forscher, die am Sonderforschun
Universität gedenkt Ehrenbürger und Stifter Siegfried FlachMit einer virtuellen Schweigeminute gedachte der Erweiterte Senat der TU Bergakademie Freiberg am 26. Mai Siegfried Flach. Der Ehrenbürger und verdiente Stifter der Universität verstarb am 19. Mai im Alter von 93 Jahren.Zwischen der TU Bergakademie Freibe
Rektorwahl entschieden: Zweite Amtszeit für Prof. Dr. Klaus-Dieter BarbknechtAm 26. Mai hat der Erweiterte Senat der TU Bergakademie Freiberg die Wahl des Rektors vollzogen. Nach einem Wahlgang stand fest, dass Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht wiedergewählt wurde und das Amt für die nächsten fünf Jahre erneut innehat. Er setzte s
Rektor gewähltAm 26. Mai hat der Erweiterte Senat der TU Bergakademie Freiberg die Wahl des Rektors vollzogen. Nach einem Wahlgang stand fest, dass Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht wiedergewählt wurde und das Amt für die nächsten fünf Jahre erneut innehat. Er setzte s
TU Freiberg koordiniert DFG-Schwerpunktprogramm zum Recycling von HochtechnologieelementenWährend die Recyclingquoten für Kupfer, Stahl, Baustoffe, Glas oder Papier in Deutschland hoch sind, werden Technologieelemente, wie beispielsweise das Hochtechnologie-Metall Tantal in Smartphones, heute nur ansatzweise wiederverwendet.Im von der Deutsche
Hilfe ist nötig, jede Spende kann helfen: Schon 150 Anträge von Studierenden für Corona-Hilfs-FondsDer VFF, die Sparkasse Mittelsachsen, Dr. Erika Krüger und Prof. Barbknecht haben initiativ bereits 40.000 Euro für den Corona-Hilfs-Fonds bereitgestellt. Das Startkapital ist durch Unterstützung von mehr als 60 Studierenden aufgebraucht. Weitere 100 Ant
Internationaler Masterstudiengang ENTER erfolgreich gestartetZehn Studierende aus drei südosteuropäischen Ländern bilden den ersten Jahrgang des neuen Studiengangs Master of Science in Engineering, Entrepreneurship and Resources (ENTER), der von der TU Bergakademie Freiberg und dem EIT RawMaterials koordiniert wird
Mensa teilweise wieder geöffnetNach 2 Wochen „Mensa To Go“ öffnet das Studentenwerk Freiberg ab 18. Mai auch den Speisesaal der Mensa. So kann wieder direkt vor Ort zum Mittag gegessen werden. Das Speisenangebot bleibt zwar vorerst immer noch eingeschränkt, wird aber abwechslungsreich
Urzeit-Salamander: Freiberger Paläontologen entdeckten Fossil bei Expedition 2009Zwei unserer Alumni sind Teil des Forscherteams, das den ältesten Urzeit-Salamander der Welt entdeckt hat. Unter Leitung des Naturkundemuseums Stuttgart haben die Wissenschaftler das Fossil, das 2009 in Kirgisistan gefunden wurde, nun als Missing Link in
Rektorkandidaten stellen sich vorDie zur Wahl stehenden Kandidaten für die Rektorwahl 2020 stellen sich am 18. Mai ab 15 Uhr virtuell der Hochschulöffentlichkeit vor und präsentieren ihre Entwicklungskonzepte für die Technische Universität Bergakademie Freiberg.Die von Prof. Froitzheim m
Deutschlandstipendien für 50 Studierende der TU Bergakademie FreibergAus 150 Bewerbungen wählte die Auswahlkommission 50 Studierende aus, die im laufenden Sommersemester von der Studienunterstützung profitieren werden. Von einer persönlichen Übergabe der Stipendienurkunden müssen Universität und Förderer aufgrund der Coron
TU Bergakademie Freiberg gedenkt Professor Hans Jürgen Rösler26 Jahre lang war der Mineraloge und Ehrensenator der TU Freiberg an der Universität tätig und trug dabei besonders zum nationalen und internationalen Ansehen von Mineralogie und Geochemie bei. Professor Hans Jürgen Rösler wäre am 14. Mai 100 Jahre alt ge
„Happy Metal“-Konzert im Live-Stream aus der Alten MensaMit einer Reihe von Online-Veranstaltungen für alle Kulturinteressierten möchte die TU Bergakademie Freiberg für etwas Zerstreuung während der Corona-Beschränkungen sorgen. Den Anfang macht die Cramer Band am Mittwoch, 13. Mai, um 20 Uhr.Die Bandmitgliede
Rohstoff- und klimafreundliche Recyclingverfahren für die Energiespeicher der ZukunftWissenschaftler/innen der TU Freiberg arbeiten im Verbundprojekt RECYCALYSE an der Entwicklung einer neuartigen Recyclingtechnologie für die umweltfreundliche Energiespeicherung sowie Energienutzung. Diese soll den Einsatz kritischer Rohstoffe und klimasc
Hervorragende Betreuung für Studierende in wirtschaftswissenschaftlichen StudiengängenWer sich für ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Betriebswirtschaftslehre an der TU Bergakademie Freiberg entscheidet, trifft auf sehr gute Studienbedingungen. Dies bescheinigt das aktuelle Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwic
Rektorwahl 2020 ? Kandidaten stehen festAm 26. Mai erfolgt die Rektorwahl an der TU Bergakademie Freiberg. Die Kandidaten sind der jetzige Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht; Univ.-Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Technische Universität Bergakademie Freiberg und Prof. Dr. Johannes Freiesleb
Neues Transfer-Projekt untersucht feuerfeste Materialien für die StahlindustrieFeuerfestmaterialien sind unverzichtbar für alle Hochtemperaturprozesse und haben daher eine überaus hohe wirtschaftliche Bedeutung, wobei mehr als 65 % dieser Materialien in der Stahlindustrie eingesetzt werden.Deren Recycling rückt aus ökonomischen und
Förderverein, Sparkasse, Rektor, Stifterin richten Corona-Sonderfonds für bedürftige Studierende einDer neue Corona-Sonderfonds hat ein Volumen von zurzeit 40.000 Euro, das der Verein „Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e. V.“ (VFF), die Sparkasse Mittelsachsen, Dr. Erika Krüger und Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht zu gleichen Teilen für
Studentenwerk Freiberg startet "Mensa To Go"Die Mensa des Studentenwerkes Freiberg hat sich für den Beginn einiger Präsenzveranstaltungen der Universität eine Essens-Alternative überlegt. Ab 4. Mai steht Studierenden und Mitarbeitern der TU Bergakademie Freiberg jeden Tag eine Auswahl aus mehreren
Juniorprofessorin für Mikrobiologie neu an der TU Bergakademie FreibergAm 29. April erhielt Prof. Dr. Sabrina Hedrich ihre Berufungsurkunde und beginnt im Mai am Institut für Biowissenschaften als Juniorprofessorin für Mikrobiologie und Biohydrometallurgie. Prof. Dr. Sabrina Hedrich ist Alumna der TU Bergakademie Freiberg.Na
Neue Stabsstelle des Kanzlers für InformationssicherheitFelix Eckhofer hat im April als neuer Informationssicherheitsbeauftragter seine Arbeit aufgenommen und berät die Hochschulleitung ab sofort bei Fragen zur Informationssicherheit.Die erste große Aufgabe des neuen Beauftragten ist es, gemeinsam mit dem Rech
Schülerwettbewerb 2020: Teilnahme trotz Corona noch bis 30. April möglichUnter dem Motto „Upcycling“ sind Schüler/innen beim Schülerwettbewerb des Schülerlabors „Science meets School“ der TU Bergakademie Freiberg dazu aufgerufen aus Abfallstoffen der gelben Tonne eine stabile und belastbare Tragetasche herzustellen. Die Gewin
Corona-Regelungen für Forschungs- und Lehrbetrieb maßvoll gelockertKontaktlose, digitale Lehrformate bleiben im SS 2020 die Regel. Ab dem 4. Mai werden unter Einhaltung besonderer Hygienemaßnahmen wenige Präsenz-Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen aufgenommen und die Labore und Versuchsanlagen stärker besetzt. Die Ver
Mathematik-Studenten analysieren Corona-InfektionsdatenDie Corona-Krise beschäftigt viele Menschen. Auch die Studierenden an der TU Freiberg setzen sich mit den Auswirkungen der Pandemie auseinander. In Mathematikvorlesungen und -übungen analysieren sie dafür aktuelle Corona-Infektionsdaten aus Deutschland un
Neue Wege für die NotfallbeatmungForscher der TU Freiberg haben ein druckgesteuertes Notfall-Beatmungsgerät entwickelt. Der Prototyp befindet sich derzeit im Test. Das mit einfachsten Werkzeugen zu bauende und leicht zu wartende Gerät könnte vor allem in Entwicklungsländern zur Beatmung
Deutsch-tschechisches Forschungsprojekt zu neuartigen Hartstoffschichten gestartetGemeinsam mit dem Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme und der tschechischen Firma Dormer Pramet entwickeln Werkstoffwissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg neuartige Hartstoffschichten zum nachhaltigen Einsatz in Zers
Neuerscheinung ehrt Professor Helmuth Albrechts „Lebenswerk Welterbe“Festschrift zum 65. Geburtstag des Freiberger Industriearchäologen Prof. Dr. Helmuth Albrecht ab sofort beim GNT-Verlag und im Handel erhältlich.Die deutsch-tschechische Welterberegion Erzgebirge/KruÅ¡nohorí kennt Prof. Dr. Helmuth Albrecht wie seine Wes
LRK Sachsen und SMWK stimmen Rahmenbedingungen für Durchführung des Sommersemesters abEinigung auf Verfahren, wie die berechtigten Interessen der Studierenden im Hinblick auf die Regelstudienzeit bestmöglich berücksichtigt werden können.In ihrer wöchentlichen Telefonschaltkonferenz haben sich die Rektoren der Sächsischen Hochschulen mit de
Leichtbautechnologien für Unternehmen besser nutzbar machenIm Verbundprojekt Digitale Technologien für hybride Leichtbaustrukturen wollen die beteiligten Forscher/innen Technologien und Prozesse zur Herstellung von tapeverstärkten Leichtmetallblechen aus Aluminium und Magnesium sächsischen Unternehmen zur Verfügu
LRK Sachsen korrigiert Falschmeldung der ARD Tagesschau zum StudienbeginnProf. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Sachsen, korrigiert die Meldung der ARD Tagesschau zum Studienbeginn: „Das Semester hat bereits begonnen und die Lehre wird ab 6. April über kontaktlose Formate (Internet) durchge
TU Bergakademie Freiberg beginnt Sommersemester mit Online-VorlesungenAufgrund der Corona-Krise befindet sich die Universität derzeit im präventiven Standby-Betrieb. Für die über 4.000 Studierenden bedeutet dies, dass alle Vorlesungen und Kurse ab dem 6. April ausschließlich online stattfinden.Eine Präsenz in den Hörsälen i
Sächsische Hochschulen halten aktuell an Sommersemester 2020 festBezugnehmend auf den offenen Brief von drei Professorinnen teilte die Landesrektorenkonferenz Sachsen am 26. März mit, dass die sächsischen Hochschulen aktuell daran festhalten, das kommende Sommersemester im Interesse der Studierenden nicht zu einem „Nic
Virenhemmer aus dem MeerSchon seit mehreren Jahren forschen Wissenschaftler der TU Freiberg an den einzigartigen Eigenschaften von Aplysina aerophoba, einer marinen Schwammart, die von Natur aus antivirale Substanzen produziert. Der Wirkstoff kann das Wachstum von Viren sowie de
Institut für Experimentelle Physik ist Mitglied des Helmholtz-Innovation Labs „UltraTherm“Der neue „Think and Do Tank für ultrakurze thermische Behandlung von Materialien mit Blitzlampen- und Laserausheilung stellt die Forschungsinfrastruktur für die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Expertise sowie der industriellen Anwendung im Bereich Ba
Landesausstellung: Eröffnung des „SilberBooms“ in Freiberg wird verschobenDamit schließen sich die TU Bergakademie Freiberg, die Silberstadt Freiberg und der Verein Himmelfahrt Fundgrube e.V. der Entscheidung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultur und Tourismus und des Deutschen Hygiene-Museums an. Diese gaben am 19. Mär
Universität geht in den präventiven Standby-BetriebDie TU Bergakademie Freiberg wird bis auf Weiteres einen präventiven Standby-Betrieb durchführen. Es handelt sich hierbei um eine reine Vorsorgemaßnahme, um die Leistungsfähigkeit der Hochschule aufrechterhalten zu können.Alle Professor(innen)en und Mitar
Coronavirus: Aktuelle Maßnahmen für Studium und Lehre (Stand 17. März)Auch die TU Bergakademie Freiberg wird die mit der Landesrektorenkonferenz Sachsen vereinbarten Maßnahmen umsetzen. Die Präsenzlehre wird mindestens bis zum 04.05.2020 verschoben und Prüfungen sind ab dem 17.03.2020 bis auf weiteres verschoben.Alle Maßnah
Wissenschaftsministerium und LRK Sachsen: Weitere Maßnahmen zum Umgang mit der Corona-KriseIn einer Telefonschaltkonferenz haben sich die Landesrektorenkonferenz und das sächsische Wissenschaftsministerium auf weitere Maßnahmen zum Umgang mit der Corona-Epidemie verständigt. Diese sollen helfen, die weitere Ausbreitung des neuartigen Virus zu v
Coronavirus ? Information der Hochschulleitung (Stand 16. März)Nach wie vor hält die globale Ausbreitung des Coronavirus an. Wir befinden uns darüber hinaus mitten in der Grippe-Saison. Die TU Freiberg beantwortet für Ihre Mitglieder und Angehörigen die aktuell wichtigsten Fragen rund um das Virus und seine Auswirkun
Aus was besteht ein Auto? Jugendliche besuchen Werkstoff-Forschungscamp an der TU FreibergBeim MINT-EC-Camp „Zukunft Werkstoffe“ erfahren 18 Schüler/innen von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC an drei Tagen (10. bis 13. März), welche Materialien und Werkstoffe beim Fahrzeugbau zum Einsatz kommen und wie diese weiterentwi
Freiberger Masterstudent organisiert Symposium für Ingenieure in AserbaidschanMit einem Team von zehn Studierenden vor Ort und einem nur zweiwöchigen Besuch in seinem Herkunftsland hat Anvar Mammadli in diesem Jahr das zweite Global Engineering Symposium in Baku organisiert.Der motivierte Student mit einem Faible für Veranstaltungs
Schmelzen, Verbrennen und Recyceln: Neuer Professor für Hochtemperaturprozesse in der MetallurgieIm März nahm Prof. Dr. Alexandros Charitos die Tätigkeit am Institut für Nichteisen-Metallurgie und Reinststoffe auf. Der promovierte Ingenieur kommt von der Universität McGill in Montreal und hat langjährige Erfahrung in der industriellen Auslegung von m
TU Bergakademie Freiberg trauert um Prof. Dr. habil. Edwin WeberNachruf: Die Technische Universität Bergakademie Freiberg trauert um Prof. Dr. habil. Edwin Weber, der am 12. Februar 2020 im Alter von 73 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstarb.Edwin Weber wurde am 2. August 1946 in Mönchröden/Coburg geboren. Nac
Unternehmen treffen Wissenschaft: Technologietransfer an der TU Bergakademie FreibergScience meets Industry heißt die Veranstaltung, bei der sich heute (4. März) Vertreter aus Wirtschaft und Industrie an der TU Bergakademie Freiberg treffen und einen Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse verschiedener sächsischer Forschungseinrichtung
Neue Metallschmelze-Hybrid-Filter machen Bauteile künftig noch sicherer und widerstandsfähigerWissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg haben im Sonderforschungsbereich 920 ein neues Verfahren zur Herstellung von Metallschmelze-Hybrid-Filtern entwickelt.Die Ende Februar 2020 patentierte Technologie ist geeignet, um unterschiedliche Verunreinigu
Fit für die industrielle Fertigung? Aluminium-Batterien-Prototyp wird getestetIn dem vom BMWi geförderten Verbundprojekt "ProBaSol" arbeitet die TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit Partnern an neuen Lösungen zur elektrochemischen Stromspeicherung. In den kommenden drei Jahren wird ein Prototyp einer Aluminium-Batterie entwickelt
Neue Juniorprofessorin für Glastechnologie an der TU Bergakademie FreibergAnfang Februar erhielt Dr. Sindy Fuhrmann ihre Berufungsurkunde und beginnt im März am Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik als Juniorprofessorin für Energie- und Rohstoffeffiziente Glastechnologie.Dr. Fuhrmann ist Alumna der TU Bergakademie un
Deutsch-Amerikanisches Institut Sachsen eröffnetDie deutsch- amerikanischen Beziehungen in Sachsen auf kultureller, gesellschaftlicher und politischer Ebene stärken ? Das ist das Ziel des unter Beteiligung der TU Bergakademie Freiberg am 5. Februar eröffneten Deutsch-Amerikanischen Instituts Sachsen (D
Schreddern statt Schmelzen: Verbessertes Recycling von Lithium-Ionen-BatterienLithium-Ionen-Batterien sind heute in fast allen modernen Elektrogeräten verbaut. Bisher ist das Recycling der Akkus aber nicht optimal. Im Verbundprojekt „InnoRec“ forscht die TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit vier Partnern an einem energie- und sto
International Winter School zur Klimapolitik in EuropaÜber den „Grünen Deal“ setzt sich Europa als erster Kontinent das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden. Wie sich die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen der EU-Klimapolitik vorab besser analysieren lassen, diskutieren Wissenschaftler/inn
Promovierte und Habilitierte des Jahrganges 2019 verabschiedetIm Rahmen einer Feierstunde verabschiedet die Graduierten- und Forschungsakademie der TU Bergakademie Freiberg am 31. Januar 85 junge Wissenschaftler/innen, die im Vorjahr ihre Promotion (82) oder Habilitation (3) erfolgreich beendet haben.„Mit ihren Beit
Start-ups der TU Bergakademie Freiberg gewinnen SAXEED IdeenwettbewerbEtwa 100 Gäste waren am 27. Januar der Einladung zur Preisverleihung des SAXEED-Ideenwettbewerb „Schicke Ideen“ gefolgt. Gemeinsam kürten sie mit einer Live-Jury die besten Ideen in den Kategorien „Studierende“ und „Wissenschaftler“. In beiden Kategorien
Langfristige Kooperation mit Gymnasium Coswig beschlossenAm 17. Januar unterzeichneten die zentrale Studienberatung der TU Freiberg und die Schulleitung des Gymnasiums Coswig einen Patenschaftsvertrag. Beide Partner wollen damit ihre Zusammenarbeit langfristig ausrichten und sich regelmäßig über mögliche Bildun
Intelligentes Robotersystem verbessert Trinkwasserkontrolle in BinnengewässernDer mit Sensoren ausgestattete Schwimmroboter der TU Freiberg soll dank künstlicher Intelligenz komplett autonom auf dem Wasser fahren und dabei kontinuierlich verschiedenste Umweltparameter messen. So lässt sich die Wasserqualität von Talsperren und Stau
Entspannt und umweltfreundlich von A nach B: Emissionsfreies Verkehrskonzept für Campus und StadtGeplant ist ein alltagstauglicher, kostengünstiger Leih-Service für Lastenfahrräder und E-Roller, mit denen Studierende der TU Freiberg und Bürger künftig bequem und umweltfreundlich auf dem Campus und in der Universitätsstadt unterwegs sein können. Schon
Neue Elektro-Impuls-Anlage ermöglicht energieeffiziente Aufbereitung von HochtechnologiemetallenDie am Institut für Aufbereitungsmaschinen (IAM) der TU Freiberg im Verbundprojekt ELIZE entwickelte Maschine ermöglicht eine besonders energieeffiziente Aufbereitung wichtiger Hochtechnologiemetalle für die Industrie. Sie erzeugt bis zu 600 Joule starke
Racetech Racing Team unter den Top 5 der WeltDurch die konstant guten Leistungen in den letzten zwei Jahren schafft es das Racetech Racing Team mit dem 4. Platz im weltweiten Ranking der Formula Student Electric unter die Top 5. Damit ist das studentische Rennteam nach der TU München Garching das zw
Rohstoff-Experte erklärt Auswirkungen des globalen Wandels auf GrundwasserressourcenWie lange reicht das Wasser noch für die wachsende Weltbevölkerung? Müssen wir uns bereits Sorgen machen? Diese Fragen beantwortet Prof. Dr. Ralph Watzel, Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, beim Krüger-Kolloquium am 22. Janua
Wissenschaftler der TU Freiberg entwickeln Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik aus AbwasserGemeinsam mit Partnern aus der Industrie erarbeitet die TU Bergakademie Freiberg in den nächsten zwei Jahren eine innovative Lösung, um Industrieabwasser zu reinigen und umweltschädliches Mikroplastik zu entfernen. Das Verfahren soll später auch im kommun
TU Bergakademie Freiberg ermöglicht „Mobiles Arbeiten“Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht informierte auf dem Neujahrsempfang der Universitätsverwaltung und der Zentralen Einrichtungen am 15. Januar darüber, dass mit dem Personalrat eine neue Dienstvereinbarung über „Mobile Arbeit“ für das nichtwissensc
Doktorand an der TU Freiberg erforscht den Klimawandel und seine Auswirkungen auf das WetterPedro Herrera Lormendez ist Doktorand an der TU Freiberg und einer von 12 Nachwuchsforschern im internationalen Ausbildungsprojekt "Climate Advanced Forecasting of sub-seasonal Extremes" (C.A.F.E.). Dort beschäftigt er sich mit dem Wettergeschehen und den
Wasserstoffexperte stellt Lösungen für klimaneutralen Verkehr der Zukunft vorVon Brennstoffzelle bis E-Fuels ? das Interesse an einer klimafreundlichen Elektromobilität ist groß. Bis zum Jahr 2050 soll der Straßenverkehr nahezu klimaneutral werden. Wie das realisiert werden kann, erklärt Dr. Geer Tjarks am 15. Januar bei einem Gas
Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg erhält Waldemar-Lindgren-PreisDr. Mathias Burisch von der TU Bergakademie Freiberg erhält für seine Lagerstättenforschung den international renommierten Waldemar-Lindgren-Preis der Society of Economic Geologists (SEG).Mit der Auszeichnung würdigt die SEG den Nachwuchswissenschaftler f
Studienwahl leicht gemacht! Beim Campustag an der TU Bergakademie FreibergKennenlernen und Erleben: Am 9. Januar können sich Schüler/innen gemeinsam mit ihren Eltern von 10 bis 14 Uhr über die Studienmöglichkeiten an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg informieren und entdecken, mit welchen spannenden Wissenschaft
Mit Karriereplanung zum Erfolg ? TU Freiberg lädt zur Karrieremesse ORTEDie TU Freiberg organisiert auch in diesem Semester wieder die Karrieremesse ORTE. Über 70 inter- und nationale Unternehmen aus Freiberg und Umgebung geben Studierenden, Absolventen und interessierten Besuchern am 9. Januar ab 10 Uhr in der Sporthalle Ulr
Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Freiberg & Silberbergwerk rüsten sich für LandesausstellungMit Jahresbeginn startet die große Vorbereitungsphase zur Landesausstellung, die vom 25. April bis zum 1. November am Freiberger Standort Reiche Zeche unter dem Motto „SilberBoom“ zu sehen ist. Wegen der dafür nötigen Umbauarbeiten ist der untertägige Leh
Gießwalzanlage der TU Freiberg ermöglicht innovative Magnesiumbauteile für den LeichtbauMit der weltweit einzigartigen Prototypenanlage können die Forscher/innen am Institut für Metallformung der TU Freiberg bis zu 70 Zentimeter breite Magnesiumbänder herstellen. Mit diesen lassen sich neuartige, leichte Magnesiumbauteile für die Automobilin
TU Bergakademie Freiberg und CAC produzieren klimafreundliches BenzinDie TU Freiberg erforscht im Projekt C3 Mobility gemeinsam mit dem Chemieanlagenbau Chemnitz und weiteren Partnern aus der Automobil- und Mineralölindustrie neue Wege in die CO2-neutrale Mobilität. Die STF-Benzinsyntheseanlage der TU Freiberg produzierte
TU Bergakademie Freiberg will Nuss-Aufbereitung in Exportländern nachhaltig verbessernKenia ist eines der wichtigsten Exportländer für Macadamianüsse. Die Verarbeitung erfolgt meist noch in mühevoller Handarbeit. Eine neue Nuss-Aufbereitungsmaschine der TU Freiberg soll künftig die kompletten Arbeitsschritte vom Trocknen und Sortieren bis
Neues Compute-Cluster der TU Freiberg: Hohe Performance für Modellierungen und SimulationenMit dem zentralen Cluster können vor allem Wissenschaftler/innen komplexe und rechenaufwendige Probleme im Cluster schnell und in höchster Qualität simulieren. Antragsteller war die Fakultät für Mathematik und Informatik.Die Rechenleistung des Hochleistun
TU Freiberg besetzt erste Tenure-Track-ProfessurAm 17. Dezember erhielt Dr. Björn Sprungk seine Berufungsurkunde. Der Nachwuchswissenschaftler beginnt zum 1. Februar 2020 als Juniorprofessor für Angewandte Mathematik an der TU Bergakademie Freiberg und besetzt damit die erste von acht durch das BMBF ge
Studentin der TU Freiberg kämpft für Schonung der WasserressourcenKatharina Schmitt-Mücke von der TU Bergakademie Freiberg arbeitet derzeit im internationalen Projekt "Moment for Water“ daran, europäische Schüler/innen für das Thema Wasserknappheit zu sensibilisieren. Für diese Mission ist sie auch Teil des European You
Konferenzfeeling für Marketing-Studierende der TU Bergakademie FreibergMit Jahresende schließen die TU Bergakademie Freiberg und die Westsächsische Hochschule Zwickau ein Lehrprojekt zur Entwicklung eines neuen, kooperativen Seminarmoduls ab. Das hochschulübergreifende Modul soll Studierende künftig bei der Erstellung wissen
Rektor der Montanuniversität Leoben mit Ehrenbergkittel der TU Freiberg geehrtProf. Dr. Wilfried Eichlseder von der Montanuniversität Leoben in Österreich wurde am 13. Dezember als Ehrenbergmann auszeichnet und erhielt den Ehrenbergkittel der TU Bergakademie Freiberg.Mit der Auszeichnung würdigt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbkn
Pyramide, Schwibbogen und Co. ? Neue Weihnachtsartikel im Uni-Shop der TU FreibergAuch um Uni-Shop der TU Bergakademie Freiberg wird es weihnachtlich. Ab sofort erweitern ein kleiner Schwibbogen, ein Baumanhänger und eine Pyramide das Universitätsmerchandising. Erhältlich sind sie online, in den Uni-Shops oder beim Sonderverkauf am 16.
Weihnachtswissenschaft an der TU Freiberg: Schokoladenfiguren im HärtetestCoole Weihnachtsmänner und heiße Schokolade ? Prof. Dr. Yvonne Joseph und Prof. Dr. Matthias Kröger von der TU Bergakademie Freiberg erklären in ihrer Weihnachtsvorlesung am 13. Dezember von 16 bis 17 Uhr im Julius-Weisbach-Bau die thermischen und mechani
Feuerfestforum: TU Freiberg vergibt Theodor-Haase-Preis für herausragende AbschlussarbeitZum Feuerfestforum der TU Freiberg am 11. Dezember tauschten sich über 110 Teilnehmer/innen aus Wissenschaft, Industrie und Fachverbänden über die neuesten Entwicklungen feuerfester Materialien aus. Die beste Diplomarbeit zur Feuerfest-Forschung wurde zud
Welterbemacher erhalten auf Vorschlag der TU Freiberg die Verdienstmedaille des LandkreisesStellvertretend für den Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V. durften Prof. Helmuth Albrecht und Volker Uhlig am 11. Dezember für ihr Engagement um den UNESCO-Welterbetitel die Verdienstmedaille des Landkreises Mittelsachsen von Landrat Matthias Damm
RMF Tech GmbH: Ausgründung der TU Bergakademie Freiberg gewinnt PublikumspreisBeim Project Pitch-Wettbewerb der swb Erzeugung AG & Co. KG überzeugte das Start-up der TU Bergakademie Freiberg die Zuschauer/innen. Mit seinem nachhaltigen und innovativen Ansatz zur Gewinnung des Technologiemetalls Indium setzte sich „RMF Tech“ gegen a
TU Freiberg und Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund laden zum Lateinamerika-AustauschAuf Einladung des Bevollmächtigten des Freistaates Sachsen beim Bund und des Rektors der TU Bergakademie Freiberg haben sich Anfang Dezember Botschafter aus Süd- und Lateinamerika zum gemeinsamen Austausch in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bu
Professor Albrecht zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins Montanregion Erzgebirge e.V. gewähltAuf der Mitgliederversammlung des Fördervereins Montanregion Erzgebirge e.V. wurde am 9. Dezember der Leiter des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie Freiberg und Leiter der Welterbe-Projektgruppe zu
Collegium Musicum der TU Bergakademie Freiberg lädt zum HochschuladventskonzertAm 11. Dezember wird wieder musiziert. Zum 16. Mal lädt das Collegium Musicum der TU Bergakademie Freiberg zum Hochschuladventskonzert. Ab 20 Uhr spielen das Sinfonieorchester, das Kinder- und Jugendorchester sowie der Chor im Audimax. Karten gibt es am 1
TU Freiberg gedenkt verstorbenem EhrensenatorDie TU Bergakademie Freiberg und der Verein Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (VFF) trauern um Prof. Klaus-Dieter Bilkenroth. Er starb am 22. November im Alter von 86 Jahren in Hohenmölsen.Prof. Klaus-Dieter Bilkenroth wurde am 11. August
PARFORCE ist neues An-Institut der TU Bergakademie FreibergDas Institut für Technische Chemie der TU Freiberg und die „PARFORCE Engineering & Consulting GmbH“ (PEC) bündeln künftig ihre wissenschaftlichen Kompetenzen im Bereich der Phosphorrückgewinnung. Als An-Institut strebt PEC eine Kooperation in den Bereiche
DFG fördert neue Forschungsgruppe an der TU Bergakademie FreibergDie Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet sieben neue Forschungsgruppen und eine neue Kolleg-Forschungsgruppe ein. Dies beschloss der Hauptausschuss der DFG auf Empfehlung des Senats am 5. Dezember. Ausgewählt wurde auch eine Gruppe zur Erforschun
Rektorat und Studentenwerk überraschen mit Weihnachtsaktion in der Neuen MensaDie Studierenden und Mitarbeiter/innen der TU Bergakademie Freiberg konnten sich auch in diesem Jahr über eine besondere Weihnachtsaktion des Rektorates und der Studentenwerkes freuen. Gemeinsam übernahmen sie am 5. Dezember für kurze Zeit den Job des Men
TU Freiberg testet neue geophysikalische Explorationsmethoden in weltgrößter Eisenerzmine10 Wissenschaftler/innen und Studierende der TU Bergakademie Freiberg sowie der Universität Uppsala haben in der Eisenerzmine in Kiruna (Schweden) neue geophysikalische Methoden erprobt. Diese können den unterirdischen Verlauf von Erzkörpern abbilden und
Gründernetzwerk SAXEED wird als innovatives Verbundprojekt über „EXIST Potentiale“ gefördertDie vier Partnerhochschulen des Gründernetzwerks SAXEED erhalten rund 4 Mio. Euro zur Stärkung der Gründungsunterstützung in den kommenden vier Jahren. An der TU Bergakademie Freiberg wird damit unter anderem eine SAXEED-Masterclass aufgebaut.Am 3. Dezemb
Personelle Veränderungen im Hochschulrat der TU Bergakademie FreibergEnde November wurde Prof. Kurt Biedenkopf aus dem Hochschulrat der TU Bergakademie Freiberg verabschiedet. Seine Position übernimmt auf Vorschlag des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst Dr. Simone Raatz. Zudem wurde Prof. Hans-Michae
TU Freiberg beendet Humboldt-Jahr mit einem besonderen Hör-Abend in der UniversitätsbibliothekBisher unerzählte Geschichten um Wilhelm und Alexander von Humboldt erfahren interessierte Zuhörer/innen bei der Hör-Abend Premiere am 5. Dezember ab 18 Uhr in der Universitätsbibliothek. Das spannende Hörerlebnis der TU Freiberg ist in Kooperation mit de
TU Bergakademie Freiberg in Weihnachtsstimmung ? Vorlesungen und Veranstaltungen geplantNur noch knapp drei Wochen bis Weihnachten. Damit die Zeit bis dahin nicht langweilig wird, haben Schüler/innen, Studierende, Mitarbeiter und interessierte Freiberger die Möglichkeit, in spannenden Weihnachtsveranstaltungen vom 4. bis 19. Dezember die For
„Drei Fragen an“ ? Wie Chemiker der TU Freiberg die Rohstoffbasis der Zukunft sichernDas Zauberwort heißt „Recycling“. Wie sich dadurch die Rohstoffgewinnung künftig optimieren und teurer Import vermeiden lässt, erklärt Prof. Martin Bertau vom Institut für Technische Chemie an der TU Bergakademie Freiberg im Interview.1. Smartphone, Auto
150 Jahre Periodensystem: TU Freiberg eröffnet SonderausstellungZum internationalen Jahr des Periodensystems der Elemente hat die TU Bergakademie Freiberg eine besondere Ausstellung konzipiert. Diese zeigt die bedeutende Rolle der Universität, an der mehrere Elemente entdeckt wurden. Eröffnet wird die Ausstellung am 3
Freunde und Förderer der TU Freiberg zeichnen verdiente Studierende, Professoren und Stifter ausAm 29. November verlieh der Verein der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (VFF) die Ehrenmitgliedschaft an Dr. Middelschulte, das Ehrenarschleder an Prof. Albrecht, die St. Barbara-Medaillen an das Stifterpaar Engel und die Bernhard-von Cot
Kleiner, schneller, energieeffizienter: TU Freiberg an Verbundprojekt zum digitalen Wandel beteiligtHocheffiziente Leistungshalbleiter sollen die Voraussetzungen für vielfältige neue Anwendungen schaffen ? von der Elektromobilität bis hin zur künstlichen Intelligenz. Darauf zielt das neue Verbundprojekt "ForMikro-LeitBAN“ ab, in dem auch die TU Bergakad
Deutsch-Chinesisches Symposium in ShanghaiDas Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen war Co-Organisator des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mitgeförderten binationalen Workshops zu Prozessen der Partialoxidation als Schlüssel für CO2-emissionsmindernde Kohlenstoff
TU Bergakademie Freiberg vergibt 36 Deutschlandstipendien für das kommende Studienjahr44 Studierende der TU Bergakademie Freiberg werden in den kommenden zwei Semestern von den neuen Deutschlandstipendien profitieren. Ihre Förderurkunden erhielten die Stipendiatinnen und Stipendiaten am 27. November im Alten Fördermaschinenhaus auf der Rei
TU Bergakademie Freiberg nimmt an 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg teilKreislaufwirtschaft, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen im Fokus der diesjährigen Konferenz, bei der sich hochrangige Vertreter Deutschlands und Russlands vom 27. Bis zum 29. November gemeinsam austauschen. Auch die TU Freiberg bringt sich als Konferen
TU Bergakademie Freiberg lädt zum University Day 2019Rohstoffe sind die Grundlage für unsere Zukunft. Beste Aussichten für Absolventen. Welche Karriere in der Rohstoffindustrie möglich ist und welche Studienmöglichkeiten die TU Bergakademie Freiberg dafür bietet, erfahren Schüler/innen am 28. November beim
Krüger-Kolloquium an der TU Bergakademie Freiberg nimmt Potential des Welterbetitels in den FokusWie kann die Montanregion Erzgebirge/KruÅ¡nohoří vom Welterbetitel profitieren? Das erklärt Gerhard Lenz, Geschäftsführer des UNESCO-Weltkulturerbes Bergwerk Rammelsberg, beim Krüger-Kolloquium am 27. November um 18 Uhr im Senatssaal der TU Bergakademie
Experiment gelungen: SAXEED IdeaBarcamp vernetzt Gründerszene an der TU Bergakademie FreibergDas Gründernetzwerk SAXEED der TU Freiberg veranstaltete im Rahmen der Gründerwoche Deutschland jährlich die Netzwerkveranstaltung „Gründerhorizonte“. Über 50 Akteure der Freiberger Gründerszene trafen sich in diesem Jahr zu einem in Freiberg bislang neue
Große Resonanz für Bildungsangebote zur Landesausstellung 2020 an der TU Bergakademie FreibergDie Planungen für den Schauplatz Erz zur 4. Sächsischen Landesausstellung vom 25. April bis 1. November 2020 in Freiberg laufen. Mit zwei komplett neu konzipierten Touren und einer Ausstellung wendet sich die Landesausstellung auch an Schüler/innen. Die A
Bioinspirierte Materialwissenschaften an der TU Freiberg: Wie Wissenschaft von der Natur lernen kannVon der Natur lernen: Diesem Thema widmet sich der Forschungsbereich „Biomineralisation, Biomimetik und bioinspirierte Materialwissenschaften“ an der TU Freiberg. Einblicke in die aktuelle Forschung gibt nun eine kürzlich im Springer-Verlag erschienene Pu
Experiment gelungen: SAXEED IdeaBarcamp vernetzt Gründerszene an der TU Bergakdemie Freiberg
Franziska Böhler und André UhlmannHeinrich-Schubert-Preis an Freiberger Diplom-Verfahrenstechnikerin verliehenAm 07. November 2019 verlieh die Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik der TU Bergakademie Freiberg im Rahmen der Tagung „Aufbereitung und Recycling“ erstmals den Heinrich-Schubert-Preis. Preisträgerin war Dipl.-Ing. Lisa Hille.Frau Hi
Neuer Honorarprofessor an der TU Bergakademie FreibergDer zukünftige Institutsdirektor des FILK Forschungsinstituts für Leder und Kunststoffbahnen in Freiberg, Dr. Haiko Schulz, übernimmt die Honorarprofessur für Polymerwerkstoffe an der TU Freiberg. Die Bestellungsurkunde erhielt er am 21. November von Rekt
TU Bergakademie Freiberg lädt zu „Gründerhorizonten“ ins TivoliDas Gründernetzwerk SAXEED der TU Bergakademie Freiberg veranstaltet im Rahmen der Gründerwoche Deutschland am 21. November die Netzwerkveranstaltung „Gründerhorizonte“. Dieses Jahr können sich Gründer/innen in einem „Idea Barcamp“ austauschen und Kontakt
TU Bergakademie Freiberg zum "Vorlesungstag" am Gymnasium BurgstädtRund 120 Schüler/innen des Gymnasiums Burgstädt lernten am 19. November bei Workshops und Vorlesungen das Studienangebot der Technischen Universität Bergakademie Freiberg kennen.Die Elftklässler/innen erfuhren unter anderem von Prof. Dr. Michael Höck, Dr.
Studierende der TU Freiberg zurück von der World Mining Competition in SaskatoonEnde Oktober flogen vier Freiberger Studierende für einen internationalen Bergbau-Wettbewerb nach Kanada. Im Anschluss ging es für das Team auf eine zweiwöchige Exkursionsreise. Diese ist nun beendet und die Studierenden sind zurück an der TU Bergakademie
TU Freiberg trauert um AbsolventinTief betroffen und erschüttert haben wir die Nachricht vom Tod unserer Absolventin Maria T. aufgenommen. Die junge Frau wurde am 10. November kurz nach der feierlichen Absolventenverabschiedung durch einen tragischen Unglücksfall aus dem Leben gerissen.Ma
„Nachts durchs Museum“ in der terra mineralia der TU FreibergVom 20. November bis zum 21. Dezember bietet die Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg eine ganz besondere Familienführung an. Ausgerüstet mit Kopflampe und UV-Taschenlampe können Besucher/innen am Buß-und Bettag sowie jeden Samstag ab 18 Uhr
Dresdner Gesprächskreis der Wirtschaft und Wissenschaft zeichnet Chemiker der TU Freiberg ausDer Dresdner Gesprächskreis der Wirtschaft und der Wissenschaft e.V. hat am 13. November seine Preise für herausragende Forschungsarbeiten junger Wissenschaftler/innen in Chemnitz vergeben. Dr. Tom Lorenz vom Institut für Technische Chemie an der TU Freib
TU Bergakademie Freiberg organisiert Konferenz zum geothermischen Potential von GrubenwässernGrubenwasser ist eine alternative Wärmequelle aus der Tiefe von Bergwerken. Um diese zu nutzen, arbeitet die TU Freiberg im deutsch-tschechischen Verbundprojekt „GeoMAP“ an der Weiterentwicklung von Grubenwassergeothermieanlagen. Eine Konferenz am 26.11.
"Die Arbeitswelt der Zukunft verbessern": TU Freiberg holt BIG4 der Unternehmensberatung an die UniEin Tag, zwei Unternehmensberater, eine Fallstudie ? Am 6. Dezember haben 25 Studierende und Doktoranden der TU Bergakademie Freiberg die Möglichkeit, in einem Workshop mit Ernst & Young das Berufsfeld „Consulting“ kennenzulernen und gleichzeitig eine Sch
TU Bergakademie Freiberg bekommt zwei neue LaborgebäudeAm 11. November fand in Anwesenheit von Vertretern des Finanz- und des Wissenschaftsministeriums, der Universität und des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB) die feierliche Grundsteinlegung für zwei neue Laborgebäude der TU Bergakademie Freib
Vom Geologen zum weltbekannten Professor: TU Freiberg eröffnet Ausstellung über Carl Richard BeckMit einem Kolloquium im Werner-Bau wird am 12. November um 17:30 Uhr eine neue Sonderausstellung der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg eröffnet, die das Wirken des Freiberger Professors für Geologie und Lagerstättenlehre und Al
TU Bergakademie Freiberg verabschiedet Absolventen des Studienjahres 2018/19Rund 700 Absolventen verabschiedete die TU Bergakademie Freiberg am 9. November in der Freiberger Nikolaikirche. Ein Großteil der Absolventen des Studienjahres 2018/2019 (Stand 30.10.2019) verlässt die Universität als Ingenieur- (247), Natur- (204) oder W
Science Sessions an der TU Freiberg zeigen Forschung, die die Welt verändert
Logo Science Sessions. Grafik: 599medi<br><a href=Internationale Studierende der TU Freiberg laden zum Fest der Kulturen
Eine Gruppe Kinder auf der Bühne im TivoliTU Freiberg unterzeichnet Patenschaftsvertrag mit Lößnitzgymnasium Radebeul
Bei der VertragsunterzeichnungLagerstättenwissen der TU Bergakademie Freiberg weckt Interesse bei kanadischem Unternehmen
Visualisierung einer Bodenanalyse.Patent: TU Freiberg entwickelt neuartige Verbundmaterialien für extrem hitzebeständige Bauteile
Flammspritzen. Foto: SFB 920 / TU Bergakademie FreibergEhrendoktor der TU Bergakademie Freiberg wird Ehrenprofessor in Nowotscherkassk
Grupenbild mit Prof. Dr. EngelStudentischer Gesprächsabend: Erfolgreicher Alumnus der TU Freiberg berichtet aus der Aufzugsbranche
Blick auf die Park Avenue in New York.Freiberger Professoren und Freiberger Abiturienten zu aktuellen Klimathemen im Gespräch
Gruppenbild Forscher/innen der TU Freiberg profitieren von neuem Instrument am Elektronenspeicherring BESSY II
Luftbild BESSY II am Wilhelm-Conrad-Röntgen Ca
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9.November 2020
Die Krawatte hängt, bereit neue Feeds einzulesen.
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